V Als Erinnerung an meinenV
Bruder
PATRICK, DER TOD HAT DICH MIR WEGGENOMMEN,
ABER MEINE LIEBE ZU DIR BEKOMMT ER NICHT!!!!
Mein Bruder ist am 28. Juni 2004 ducht einen Autounfal ums Leben gekommen. Er fuhr mit seinem Auto gegen ein anderes – seines ging in Flammen auf...
Ich hätte mir nie gedacht, dass ich eines Tages meinen Bruder verlieren würde. Ich hatte immer Angst um ihn, er war mein Ein und Alles. Als mich mein Vater anrief und mit erzählte, dass mein Bruder tot ist, dachte ich mein Leben würde zusammen brechen, aber ich wollte es nicht glauben. Ich konnte es auch nicht und kann es immer noch nicht!!!!!!!!
Warum ausgerechnet er?
Es war alles total kompliziert zwischen uns. Ich kannte ihn nicht von Anfang an, sondern lernete ihn erst mit 8 Jahren kennen. Warum, das wissen nur Insider.
Mir geht einfach nur die Frage durch den Kopf: "Warum er?"
Eine Frau hat mir erzählt, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter einen Pfarrer fragte, warum Menschen sterben. Er hat darauf nur geantwortet: "Die Uhr ist abgelaufen!"
Das ist keine Erklärung dafür!!!!!
Ich denke mir, er hat deshalb alles ausprobiert, weil er das Gefühl hatte, dass er ein kurzes Leben haben würde. Er hat auch zu Freunden gesagt: "Wenn ich einmal sterbe, dann macht das und das..:" . Er hat in den 18 ½ Jahren so viel erlebt, was manche andere in 25 bzw. 30 Jahren nicht einmal erlebt haben.
Die Erinnerugen an früher hat er oft verdrängt bzw. nicht oft darüber gesprochen. Die meiste Zeit hat er schon immer mit seinen guten Freunden.
Nach ein paar Jahren ist er auf die schiefe Bahn geraten - er lernte Leute kennen, die einfach nur "falsch" waren.
Egal ob er in Eisenstadt in der Schule war oder daheim: er war immer für einen da!!
Aber so richtig auf die schiefe Bahn ist er erst vor einem Jahr geraten. Er fing an die Schule zu schwänzen und war stattdessen mit seinen "falschen Freunden" in Wien. Aber er wollte selbst, dass von den Drogen los kommen. Drei Tage, bevor er auf Entzug einweisen lassen wollte, geschah der Unfall - bei dem er ums Leben kam.
Aber warum gerade jetzt? Er war auf dem Weg wieder der "Alte" zu werden.
Aber das Schicksal wollte es anders...
Er ging und hat uns hinterlassen: seine trauernden Freunde, seine trauernde Mutter, seine trauernde große Liebe und mich...
Aber seine Mutter, Freundin und ich bauten uns gegenseitig auf und wir waren füreinander da und waren uns sicher, dass Patrick uns die Kraft dazu gab und dass er immer bei uns ist...
ICH HABE IHN VERLOREN,
ABER ES IST NUR SEIN KÖRPER,
DER GEGANGEN IST,
SEINE SEELE WIRD IMMER BEI UNS BLEIBEN!!!!!!!
Jeder hat seine eigenen Erinnerungen an ihm – gute, lustige, aber auch traurige, die nie vergessen werden.
Ich habe nur gute Erinnerungen an ihn. Er war für jeden Spass zu haben und erzählte nichts weiter, man konnte mit ihm über alles reden, einfach ein Bruder und gleichzeitig ein guter Freund den man sich wünschen konnte!!!
Unsere gemeinsamen schlechten Erinnerungen (Insider wissen von unseren Arsch-Verwandten), waren oft ein Thema, aber wir überspielten es immer und machten sich über sie lustig.
Ich hatte immer Angst um ihn – zu Recht, denn jedesmal wenn ich mir dachte, ihm ist etwas passiert, war es auch so.
Jetzt habe ich ihn verloren, die Angst, die ich immer um ihn hatte ist jetzt weg. Ich hoffe es geht ihm jetzt gut.
Meine Erinnerungen an ihn werde ich nie vergessen.
Mein Bruder setzt viele Zeichen um sich bemerkbar zu machen – egal ob auf seinem Grab, oder wenn ich von ihm spreche.
Ich merke, dass er da ist.
PATRICK, MIT DIR IST AUCH EIN GROßER TEIL VON MIR GEGANGEN.
DU WARST DER BRUDER, DEN MAN SICH WÜNSCHEN KANN.
ICH LIEBE DICH UND WERDE DICH NIE VERGESSEN!!!!!
Dieses Gedicht hat seine Freundin bei seinem Begräbnis vorgelesen, es sagt die Wahrheit:
Auf der anderen Seite des Weges
D
er Tod ist nichts,
I
ch bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
I
ch bin ich, Ihr seid Ihr
D
as was ich für Euch war, bin ich immer noch.
G
ebt mir den Namen, den Ihr mir immer gegeben habt.
S
precht mit mir, wie Ihr es immer getan habt.
G
ebraucht keine andere Redensweise.
S
eid nicht feierlich oder traurig.
B
etet, lacht, denkt an mich,
damit mein
Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
O
hne irgendeine Betonung, ohne Spur eines Schattens.
D
as Leben bedeutet das, was es immer war.
D
er Faden ist nicht durchschnitten.
W
arum soll ich nicht mehr in Eurem Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr ihn eurem
Blickfeld bin?
I
ch bin nicht weit weg, nur auf der anderen Seite des Weges.
Die Fotos von ihm kommen demnächst.