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Zerbst
(19.000 Ew.)
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Die Stadt Zerbst liegt in Sachsen-Anhalt, südöstlich der
Landeshauptstadt Magdeburg.
Die Städtefreundschaft mit Zerbst wurde kurz nach
der Wiedervereinigung im Jahr 1992 geschlossen.
Einstmals Residenz des Fürstenhauses von Anhalt-Zerbst, wurde das
einstige "Rothenburg des Nordens" im Zweiten Weltkrieg
durch Luftangriffe stark beschädigt.
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http://www.stadt-zerbst.de/

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Sehenswürdigkeiten
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Roland |
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St.
Nikolai-Kirche (Ruine) |
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St. Bartholomäi-Kirche und "Dicker Turm" (in der
Kirche ein Tafelgemälde von Lukas Cranach d. J.) |
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Schlossgarten
mit Schlossruine und ehem. fürstlicher Reithalle |
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Kavaliershäuser |
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Heidetor
(ehem. Stadttor) |
Feste
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Spargelfest
(Mai) |
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Zerbster Heimatfest (Anfg. August) mit traditioneller
Pferdemarktlotterie und Reitturnier |
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Zerbster Bollenmarkt (Okt.): buntes Markt- und
Vereinsfest
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| Ansprechpartnerin |
Julia Czernoch |
| Anschrift: |
Stadt Nürtingen
Hauptamt
Postfach 1920
72622 Nürtingen
Rathaus
Marktstr. 7
Zi. 116 |
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Tel.:
|
07022/75-282
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Fax:
|
07022/75-326
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E-Mail:
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stadt@nuertingen.de
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| Ansprechpartnerin |
Sonngard Leopold |
| Anschrift: |
Vereinigung zur Förderung von
Partnerschaften der Stadt Nürtingene.V.
Eichenweg 1
72622 Nürtingen |
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Tel.:
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07022/32
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Die
Geschichte der Stadt
- 948
- Erste urkundliche
Erwähnung von Zerbst als slawischer Gau "Cierwisti" in
der Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg durch Otto I.
(912-973)
- 1002
- Erwähnung von Zerbst als
"urbs Zerwisti" in der Chronik des Bischofs Thietmar von
Merseburg (975-1018), die davon berichtet, daß der Polenherzog
Boleslav Chrobry durch die befestigte Siedlung Zerbst zieht und
Bürger wegführt
- 1196
- Erwähnung von Zerbst als
bedeutender Burgward
- 13.
Jhd.
- Erste Stadtbefestigungen
- Vorläufer der heute noch erhaltenen Stadtmauer
- 1209
- Aus der Burgsiedlung und
einer an den Handelsstraßen enstandenen Marktsiedlung wächst die
Stadt Zerbst zusammen.
- 1213
- erste Erwähnung der
Siedlung Ankuhn
- 1214
- erste ortseigene Münze
unter den Herren von Alsleben
- 1215
- Bischof Balduin von
Brandenburg weiht die Bartholomäikirche
- 1235
- erster Nachweis eines
Franziskanerklosters am Weinberg
- 1253
- die Markgrafen von
Brandenburg übernehmen die Herrschaft über Zerbst
- 1259
- Zollfreiheit durch
Richard III.
- 1291
- erstmals genannte
Befestigung des Marktbereiches und der Breite
- 1294
- Zerbst erhält die
Münzfreiheit
- 1298
- Umzug des Nonnenklosters
aus dem Ankuhn in eine Anlage am späteren Frauentor
erste urkundliche Erwähnung des Stadtwappens
- 14. und 15.
Jhd.
- Blütezeit der Stadt
Zerbst, sie wird zu einer der bedeutendsten Städte in
Mitteldeutschland. Von der Bedeutung zeugt noch heute die Ruine der
St. Nikolaikirche, einer der größten gotischen Hallenkirchen in
unserem Gebiert. Der Reichtum kommt vor allem vom umfangreichen
Gemüseanbau und der Bierbrauerei.
- 1307
- Graf Albrecht I. von
Anhalt wird Stadtherr von Zerbst; seit dieser Zeit ist Zerbst in
askanischem Besitz
- 1308
- Roßlau wird von Zerbst
erworben. Damit entwickelt es sich zum wichtigsten Elbübergang in
der Hand der askanischen Fürsten
- 1308
- die Burg Zerbst kommt in
den Besitz der Grafen von Anhalt
- 1380
- Bau eines Rathauses auf
dem Holzmarkt
- 1385
- erste Nennung eines
Rolandes auf dem Marktplatz
- 1390
- Gründung des
Augustinerklosters Am Plan
- 1397
- Bau des Mauerturms
"Kiekinpott"
- 1397
- erste urkundliche
Erwähnung der Schützengilde
- 1403
- erste Erwähnung der
Statue der "Butterjungfer"
- 1430-35
- Schließung des
Stadtmauerringes in seiner heutigen Länge von 4,2 km mit fünf
Stadttoren, von denen heute noch drei erkennbar sind.
- 1432
- der "Dicke
Turm", bis dahin Wachturm der Burganlage, wird als Glockenturm
der Bartholomäikirche verwendet
- 1445
- Errichtung eines Rolands
aus Stein
- 1465
- Erwähnung des heutigen
Stadtwappens
- 1480
- fürstliche Stadtordnung
durch Fürst Magnus
- 1503
- erste Kram-, Vieh- und
Pferdemärkte
- 1506
- schwere Feuerbrunst
zerstört ein Drittel der Stadt
- 1522
- Luther predigt im
Augustinerkloster und in der Stadt. In der Folgezeit werden drei
Klöster der Stadt aufgelöst, die Kirchen reformiert.
Als eine der ersten Städte Deutschlands tritt Zerbst zur
Reformation über.
- 1522
- Bau eines neuen
Schützenhauses auf dem Schützenplatz
- 1525
- Inventarisation im
Frauentorkloster durch die Bürgerschaft
- 1526
- Restürmung des
Franziskanerklosters durch die Bürgerschaft
Übernahme des reformierten Glaubens als erste Stadt nach
Wittenberg
- 1531
- Errichtung der
Ratsapotheke, sie ist damit die erste in Anhalt
- 1537
- das "Neue Haus"
wird nach Entwürfen des Architekten Ludwig Binder
gebaut
- 1540
- Ludwig Binder erhält das
Bürgerrecht
- 1542
- Feuersbrunst in einigen
Gebäuden des Frauentorklosters
- 1543
- der Rat der Stadt erhält
als Schenkung die dreibändige Pergamentbibel von Lucas Cranach
d.J.
- 1547
- Melanchthon hält sich in
Zerbst auf
- 1566,1577
- ungefähr 3000
Pesttote
- 1582
- Gründung des
"Gymnasiums illustre" als Landeshochschule Anhalts im
Gebäude des ehemaligen Franziskanerklosters, es existierte bis
1798. Heute sind in diesem Gebäude das Gymnasium der Stadt und das
Museum untergerbracht.
- 1595
- der fürstliche
Amtshauptmann Laurentius Biedermann erbaut sein Haus auf der
Schloßfreiheit
- 1603
- bei einer Landesteilung,
die im wesentlichen vom Amtshauptmann Biedermann vorbereitet wurde,
wird Zerbst neben Bernburg, Köthen und Dessau selbsständiges
Fürstentum
- 1608
- neue Schützenordnung
durch Fürst Rudolf von Zerbst
- 1610
- Erweiterung des
Rathauses
- 1626
- Erstürmung von Zerbst
durch die Truppen Ernst von Mansfelds, im gleichen Jahr
Stadtbesetzung durch Wallenstein
Große Pestepidemie mit ungefähr 2000 Toten
- 1636,1637
- weitere Pestepidemie mit
ungefähr 2500 Toten
- 1647
- Schaffung der heute auf
dem Markt stehenden "Butterjungfer"
- 1667
- gehört der friesische
Landkreis Jever zu Zerbst
- 1681
- Beginn der Erbauung des
Schlosses durch den Niederländer Ryckwaert
Weiterbau unter anderem durch Simonetti und
Knobelsdorff
- 1683
- Bau der Trinitatiskirche
durch C Ryckwaert
- 1690
- Eröffnung des
Kurbrandenburgischen Staatspostamtes
- 1722
- war Johann Friedrich
Fasch (1688 - 1758) hochfürstlicher anhaltischer Hofkapellmeister
in Zerbst
- 1736
- Geburt des Komponisten
Carl Friedrich Christian Fasch, des Begründers der Berliner
Singakademie und Sohnes von Johann Friedrich Fasch
- 1744
- Die Prinzessin Sophie
Friederike Auguste von Anhalt Zerbst wird mit dem russischen
Thronfolger Peter III. verheiratet.
- 1762
- Als Zarin Katharina II.
besteigt sie selbst den Thron und regiert Rußland bis zu Ihrem Tode
1796.
- 1793
- Tod des letzen Zerbster
Fürsten, Friedrich August
- 1797
- Fürst Leopold Friedrich
Franz von Anhalt Dessau erhält durch Losentscheid am 28. Dezember
die Stadt Zerbst
- 1806
- Besetzung durch
napoleonische Truppen
- 1813
- Aufnahme und Betreuung
tausender Verwundeter während der Befreiungskriege
- 1839
- Einführung der
allgemeinen Schulpflicht
- 1849
- Eingemeindung der Stadt
Ankuhn
- 1863
- Zerbst wird an das
Eisenbahnnetz angeschlossen, Eröffnung der Eisenbahnlinie
Roßlau-Zerbst
- 1872
- Gründung des Anhaltischen
Staatsarchivs im Schloß
- 1874
- Eröffnung der
Eisenbahnlinie Zerbst-Magdeburg
- 1888
- Gründung der Anhaltischen
Landesbauschule Zerbst
- 1920
- Eröffnung des
Landesmuseums im Schloß
- 1925
- Eröffnung der
Zentralstelle für Biberforschung im Schloß
- 16. April
1945
- Während eines alliierten
Bombenangriffes versinken ca. 80% der Stadt, darunter fast der
gesamte historische Stadtkern in Schutt und Asche.
- 1945-1989
- Nach dem verheerenden
Bombenangriff mußten über 4000 Wohnungen neu errichtet werden. In
der Brüderstraße beginnt der Wiederaufbau der Stadt, mit dem
Versuch, den Neubauten durch Integration von Fachwerkelementen
einen historischen Charakter zu geben. Diese aufwendige Bauweise
wurde bald durch die Anwendung der Plattenbauweise beendet. So
entstanden die Wohngebiete Breite Straße / Fuhrstraße, Am
Teufelstein und innerhalb des Stadtmauerringes das Wohngebiet
Nord.
- 1949
- 1000-Jahr-Feier
- 1951
- Umbau der ehemaligen
Reithalle zur heutigen Stadthalle
- 1952
- Einrichtung des
Heimatmuseums im Francisceum
- 1955
- erstmalig
wiedererwachender Kontakt mit Jever in Friesland
- 1966
- erste
Kulturfesttage
- 1983
- erste
Johann-Friedrich-Fasch-Tage
- 1989
- Nach der Wende und der
deutschen Einheit entwickelt sich auch in Zerbst vielfältiges
Handwerk und Gewerbe, die Stadt wird zunehmend von einem regen
Geschäftstreiben geprägt.
- 1995
- Eröffnung des
Katharina-Museums (Katharina die Große)
- 1998
- 1050-Jahrfeier der Stadt
Zerbst.

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