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Awi Usdi, das kleine
Rotwild


ein Cherokeemärchen



Es geschah damals als dir Welt noch jung
war und die Menschen und Tiere miteinander reden
konnten.



Zuerst lebten sie im Frieden. Die
Menschen jagten

die Tiere nur als sie Nahrung oder Häute benötigten um Kleidung
herzustellen. Dann jedoch erfanden die Menschen Pfeil und Bogen und
mit dieser Waffe konnten die Menschen schnell und mühelos viele
Tiere töten. Sie fingen an die Tiere zu töten obwohl sie sie nicht
für Nahrung und Kleidung benötigten. Es schien als würden alle
Tiere bald ausgerottet sein. Also trafen sich die Tiere um sich zu
beratschlagen.



Als die Bären zusammenkamen und
besprachen was die Menschen taten entschieden sie, dass sie gegen
die Menschen kämpfen müssten. "Wie können wir das tuen?"
fragte ein Bärenkrieger. "Die Menschen schießen uns mit ihren
Pfeilen nieder bevor wir an sie herrankommen." "Dies ist
richtig" sagte der alte Bärenhäuptling. "Wir müssen
lernen die gleichen Waffen zu benutzen wie die Menschen." Die
Bären stellten einen sehr starken Bogen und Pfeile her. Als sie
jedoch den Bogen benutzen wollten waren ihnen ihre Krallen im Weg.
"Ich schneide meine Krallen ab." sagte einer der
Bärenkrieger. Und so konnte er Pfeil und Bogen benutzen. "Das
ist gut." sagte der alte Bärenhäuptling und bat ihn auf einen
Baum zuklettern. Der Bärenkrieger ohne Krallen versuchte es, er
konnte jedoch den Baum nicht mehr erklimmen. Der alte
Bärenhäuptling schüttelte den Kopf, und meinte: "Das geht
nicht ohne unsere Krallen sind wir nicht mehr fähig für Nahrung zu
jagen oder zu graben. Wir müssen unsere Idee aufgeben die gleichen
Waffen zu benutzen wie die Menschen."



So gaben die Bären ihre Idee auf,
die Menschen mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen.



Eine Tiergruppe nach der anderen
traff ein doch sie fanden keine Lösung. Es gab wohl keine
Möglichkeit gegen die Menschen zu kämpfen. Als letzten erschien das
Rotwild.



Awi Usdi, war ihr Führer. Als alle
zusammen waren sprach er :"Ich sehe was wir tuen müssen. Wir
können die Menschen nicht davon abhalten uns Tiere zu jagen. Und
wenn sie nicht lernen uns zu respektieren und nur zu jagen wenn es
notwendig ist werden sie uns bald ausgerottet haben. Ich werde
gehen und den Jägern erklären was sie tuen sollen. Wann immer sie
Wild töten wollen, müssen sie sich in einer zeremoniellen Weise
vorbereiten. Sie müssen mich um Erlaubnis bitten einen von uns
töten zu dürfen. Nachdem sie getötet haben sollen sie Respekt
zeigen und den Geist des Wildes um Vergebung bitten.Wenn die Jäger
dies nicht zu tun, dann spüre ich sie auf um sie niederzuwerfen.
Mit meine Magie mache ich ihnen verkrüppelten Glieder.
Dann sind sie nicht mehr in der Lage zu gehen oder Pfeil und
Bogen zu schiessen."



Awi Usdi ging nachts zu den Jägern
und flüsterte ihnen in die Ohren was sie tuen sollten. Morgens als
die Jäger aufwachten dachten manche, dass sie nur geträumt hatten
aber andere verwirklichten was Awi Usdi ihnen zugflüstert hat. Sie
jagdten nur wenn es umbedingt notwendig war, baten um erlaubnis das
Tier töten zu dürfen und beteten um Verzeihung, dass sie getötet
hatten. Manchen Jäger die seinen Worten keinen Glauben geschenkt
hatten verkrüppelte Awi Usdi ihre Glieder mit Magie. So kam es,
dass mit der Zeit alle Jäger die Tiere mit Respekt behandelten.



So kommt es, dass die Tiere bis
heut nicht ausgerottet wurden. Auch wenn die Tier heutzutage nicht
mehr mit den Menschen reden können, sollte ihnen auch heute noch
Respekt gezollt werden, sie nicht sinnlos getötet werden und danken
Sie den Tieren die für Sie sterben.



Wie das Feuer auf die Erde
kam



eine Cherokeelegende



Am Anfang war die Welt kalt, und
die Tiere und Vögel hatten ihre Pelze und Federn sehr nötig, um
sich warm zu

halten. Da schaute der Donnergott hinab auf die kalte,
unfreundliche Erde, und er sah, daß es so nicht gut war.

Er schickte also einen Blitzstrahl hinab, der setzte einen
Sykomoren­Baum auf einer kleinen Insel in Brand.

Der Stamm loderte wie eine Fackel, und alle Tiere sahen zu und
freuten sich über die helle Wärme. Aber wie

sollten sie das Feuer von der Insel zum Festland bringen? Sie
hielten Rat, und ein jedes von ihnen wollte helfen.



Als erstes sprach der Rabe: "Das beste wird sein, ich fliege
hinüber zur Insel und bringe etwas von dem Feuer

mit." Gesagt, getan. Er flog hin zu der Insel und versuchte,
das Feuer zu holen, aber zurück kam er verbrannt

und verängstigt und ohne Feuer. Seit diesem Tag ist der Rabe
schwarz.

Als nächstes Tier versuchte es die kleine Eule. Sie kam
wohlbehalten bis zu dem Baum, aber als sie in den

brennenden, hohlen Stamm hinabschaute, schlug ihr die Lohe ins
Gesicht und verbrannte ihr beinahe die Augen.

Seither sind ihre Augen rot und blinzeln bei grellem Licht.

Die schwarze Schlange wollte besonders schlau sein. Sie schwamm zu
der Insel, kroch vorsichtig durch das

Gras und fand ein kleines Loch am Fuß des Stammes. Dort schlüpfte
sie hinein und hoffte, sie werde ein wenig

Glut davontragen können. Aber im Innern des brennenden Baumes war
es schrecklich heiß. Die Schlange

fürchtete zu ersticken. Rasch schnellte sie wieder zu dem kleinen
Loch zurück und schlüpfte hinaus ins Freie.



Nachdem es auch der Schlange nicht gelungen wr, das Feuer zu holen,
waren die Tiere verzweifelt.

Keines wagte sich in die Nähe des glühenden Baumes, und immer noch
war die Welt kalt und unfreundlich.

Da meldete sich die kleine schwarzrotgestreifte Wasserspinne und
bat, einen Versuch wagen zu dürfen.

Sie webte eine kleine Schüssel und befestigte sie auf ihrem Rücken.
Sie lief über das Wasser zur Insel, zog

ein winzig kleines Stück glühender Holzkohle aus dem Baum, glitt
eilig wieder über das Wasser zurück zum

Festland und brachte den Tieren das Feuer.



Und wer sich heute die Wasserspinne anschaut, der wird auf ihrem
Rücken immer noch die Schüssel entdecken,

in der sie die Wärme in eine kalte Welt trug.








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