buddhismus

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Buddhismus

 

 

Buddha

 

Buddhismus ist eine Religion, zu welcher sich zirka 300 Millionen Menschen weltweit bekennen. Der Name entspringt dem Wort „budhi“, das „erwachen“ bedeutet. Der Ursprung des Buddhismus führt zu Siddhatta Gotama (563 v.Chr. bis 483 v. Chr.), der die Erleuchtung im Alter von 35 Jahren erfuhr und seitdem den Titel Buddha trägt. Viele betrachten den Buddhismus eher als Philosophie oder Weisheitslehre, im Vergleich zu anderen Religionen. Die buddhistische Lehre kann in ihrer Essenz wie folgt beschrieben werden:

 

- ein moralisches Leben zu führen

- achtsam und bewusst gegenüber Gedanken und Taten zu sein

- Weisheit und Verständnis zu entwickeln

 

Die vier edlen Wahrheiten

 

Die Erkenntnis, die Buddha bei seiner Erleuchtung erlangte, wird in vier Sätzen zusammengefasst und traditionell die vier edlen Wahrheiten genannt. Diese lauten wie folgt:

 

1.Es gibt Leid im Leben (Dukkha)

2.Dieses Leid entsteht durch Begierde, Durst, Sich- Anklammern, Egoismus (Samudaya)

3.Es ist möglich sich vom Leid zu befreien (Nirodha)

4.Ein Weg dazu wird gezeigt im achtfachen Pfad zum rechten Leben (Magga)

 

Dies ist der Teil der buddhistischen Lehre, der konkrete Ratschläge gibt, wie man sich verhalten soll, will man auf dem Weg der Befreiung fortschreiten. Der achtfache Pfad lautet:

 

1.rechte Ansicht/rechte Einsicht

2.rechtes Motiv/rechte Gesinnung

3.rechte Rede

4.rechtes Tun

5.rechter Lebensunterhalt

6.rechte Anstrengung

7.rechte Achtsamkeit

8.rechte Konzentration/rechte Meditation

 

Alle Regeln fangen mit recht an. Darunter ist ganz allgemein zu verstehen: nicht einseitig, nicht ichbezogen. Buddhas Weg ist ein Weg der Mitte, der alle Extreme meidet. Die ersten beiden Regeln beziehen sich auf das Denken. Für einen Buddhisten fängt das Tun nicht erst mit der Tat an, die Vorbereitungen für eine Tat finden immer beim Denken statt, ob bewusst oder unbewusst. Die Regeln drei bis sechs beziehen sich auf das sittliche Verhalten und bei den letzten beiden Regeln geht es um den Zugang zur spirituellen Dimension.

 

Verbreitung des Buddhismus

 

Nach dem Tod Buddhas trafen sich fünfhundert Seniormönche, um die Lehre und die Ordensregeln gemäß den Weisungen des Buddha festzulegen. Das Treffen – das erste buddhistische Konzil – fand in der Sattapanni – Höhle am Nordhang des Vebhára – Berges statt. Ananda, der kurz zuvor die Erleuchtung erlangt hatte, trug die Lehrreden des Buddha, Upali die Ordensregeln vor, aber auch jeder andere Teilnehmer war geladen, die ihm gebliebenen Erinnerungen der Äußerungen des Buddha vorzutragen. Schwieg die Synode war der Text als echt anerkannt. Das so zusammengetragene Textkorpus wurde nicht niedergeschrieben, sondern dem Gedächtnis eingeprägt und später an jüngerer Mönche zur Erhaltung weitergegeben.

 

In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich die Lehre. Eine Lehre, die Gewaltlosigkeit lehrt, wurde bald an verschiedenen Orten von anderen Religionen, die Gewalt ausüben durften, verdrängt. So zog in Indien im 5.Jahr n. Chr. wieder der Hinduismus ein und später wurden die Anhänger auch durch den Islam verdrängt. Auch auf den malyaischen Archipel sind heute nur noch Ruinen zu sehen, die zeigen, dass dort einstmals buddhistische Kulturen blühten.

 

Eine vielfältige Lehre war durch die Worte Buddhas bestimmt: Als Lehre, die ausdrücklich in Zweifel gezogen werden darf und die Gott nicht explizit beschreibt, hat der Buddhismus sich mit anderen Religionen vermischt, die eine Vorstellung einer Gottheit haben.

Heute leben ca. 300 Millionen Buddhisten. Diese Zahl ist jedoch sehr umstritten, da es starke Schwankungen in den Statistiken gibt.



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