Ich bin doch nur ein Diabetiker
Bin doch nur ein Diabetiker,
gehe meine Wege so gedankenschwer.
Oh mein Diabetes,
woher nehme ich nun noch die Kraft
dir Einhalt zu gebieten?
Es haben es noch viele nicht gerafft,
dass der Diabetes keine großen Wege lässt.
Wer mehr will, von dem Diabetes,
der muss kämpfen,
darf aber nicht ganz still sein!
Ich kann es nur sagen
wie ich mich mit ihn schlage,
wie ich fühle, wie ich hoffe,
denn egal was auch immer ich tue,
er ist noch da, für mich gibt es nur eins,
ich stürze mich in das Gewühle,
ich spritze dich tot, doch die Zeit vergeht,
aber es ist niemand da,
der in diesem einsamen Kampf mir hilft.
Das Spritzen muss man allein tun,
da versteht es mancher einfach nicht,
wenn mit blauen Flecken ich lauf,
und erklären muss der Liebsten, wie so was geht!
Oft fühlt man sich vom Diabetes ausgebrannt,
so leer fühlt man sich,
wenn man spricht - schau mal der ist süchtig -
weil viele nicht wissen oder wissen wollen,
was Diabetes heißt und bedeutet.
Solche Tage wie heute,
da bin ich immer noch bereit,
das zu glauben, man hat gelernt,
ein Diabetiker ist wie du und ich.
Es ist zum Weinen, aber das befreit,
aber wann endet dieses Leid?
Der Diabetes gemeinsam mit mir,
er kommt in den Kerker des Insulins,
aber da will er nicht allein sein,
er will zu zweit sein.
Einer der Diabetes hat,
will auch mal lachen und nicht nur weinen,
er will das verstehen,
gemeinsam mit dir Diabetes die Wege gehen!
Aber noch hab ich nicht aufgegeben,
ich will mit dir Diabetes gemeinsam leben,
es ist mein Schicksal, so muss das sein,
wenn ich still und heimlich wein,
ich muss mit dir leben,
du Diabetes bist mein und ich dein!
© Kurt Keese 1. April 2003
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Der Diabetes ist ein ständiger Begleiter,
da kannst du dir sicher sein,
er wird dich nie verlassen.
Er macht sich bemerkbar,
wenn du ihm nicht genügend deiner Aufmerksamkeit widmest,
wird er dich einhüllen mit seiner so zähen und klebrigen Masse,
die Süße, die dich dann träge und kraftlos macht.
Du versuchst ihn zu bekämpfen,
mit einer dosierter Kohlehydratezufuhr und Tabletten oder Insulin.
Wenn er dann nicht beachtet wird,
dann rächt er sich vielleicht mit einer Hypo,
die dich dann zittrig macht, so kraftlos,
die dich dann ängstlich und auch hilflos werden lässt.
Du möchtest ihn zu deinem Partner machen.
Gibst du ihm seinen Anteil an Kohlehydraten,
Tabletten oder Insulin und Aktivität,
dann gibt er dir Wohlbefinden.
Durch die Kontrollen versuchst du ihm das zu geben,
was er braucht, damit er dir das gibt, was du brauchst.
Doch auch dann passiert es oft, dass er nicht zufrieden ist.
Dann versuchst du ihn zu besiegen,
und das immer und immer wieder.
Besiegt er dich, weil dich seine Unzufriedenheit frustriert,
dann zersetzt seine Süße allmählig deine Gefäße,
deine Nerven, deine Organe, deinen Körper.
Er bleibt auf Immer und ewig dein Begleiter,
als Partner oder Feind,
wie es auch in manchen Ehen ist,
es dort heißt, bis das der Tod euch scheidet.
© Kurt Keese 2002
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