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Der Veranstalter des Stadtfestes "Rendsburger Herbst" - Zitat einer Jugendlichen: "Gegen diese Macht ist man machtlos!" Das RD Marketing ist eine mächtige Lobbygruppe in Rendsburg. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von mehreren ehemaligen Kaufleutegruppierungen, denen sich auch auch die Stadt Rendsburg, die 13 Umlandgemeinden, kirchliche, kulturelle und andere Einrichtungen angeschlossen haben - am 16. März 2005 findet man in der "Who is who liste" 135 Unternehmen aufgelistet. Somit kann dieser Verein z. T. auf recht massive Weise das Leben von Bürgern und Vereinen in Rendsburg verändern, was zunächst besonders beim Stadtfest "Rendsburger Herbst" der Fall war. Das Musikkorps Rendsburg hat sich für den ehemaligen Veranstalter des Stadtfestes, Förderkreis Rendsburg e. V., mehrere Jahre pflichtbewusst engagiert und konnte mit der Durchführung Klingender Herbstparaden und einer Meisterschaft auf europäischer Ebene erfolgreich für Rendsburg werben, während der Förderkreis als Veranstalter die Kosten deckte, die Verantwortung trug und das MKRD z. B. mit Engagements für Konzerte auf dem Weihnachtsmarkt u. ä. für seine Leistungen "belohnte" . Als er mit dem RD Marketing verschmolz und neue Verantwortungsträger das Zepter ergriffen, ging es mit der Würdigung des ehrenamtlichen Engagements rapide bergab (siehe Chronik), was allerdings nicht nur das MKRD traf sondern auch andere Vereine, die sich jahrelang engagierten. Das MKRD kämpfte noch lange für den Erhalt der Klingenden Herbstparade, die Verantwortlichen gaben unter dem Druck der Öffentlichkeit nach und nur so fand die fünfte Veranstaltung noch statt, nachdem bereits die vierte ein Horrortrip für das kleine Musikkorps war, welches einiges Vorfinanzieren musste, weil der Veranstalter sich nicht an Fristen hielt und nicht reagierte. Doch - wie zu erwarten war - kam auch die Rechnung für die Gegenwehr. Die neuen "Machthaber" setzten sich durch und strichen die Veranstaltung ab dem Jahr 2005 aus dem Rendsburger Herbst. Um deutlich zu machen, mit was für einem mächtigen Zusammenschluss das MKRD in Rendsburg zu kämpfen hat, ziehen wir mal ein paar Informationen zusammen, die wir im Internet und in der Presse fanden oder auf Versammlungen bzw. auf Sitzungen erlebt haben: An vorderster Spitze des Rendsburger Marketings sitzt Gunnar Knabe, ein BMW-Händler und gleichzeitig Ratsherr im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Rendsburg, welcher dem Musikkorps Rendsburg gleich am Anfang Geldgier unterstellte, wo keine war. Als Ansprechpartner für den kulturellen Bereich beim RD-Herbst einschl. der Vereine und Verbände im Stadtseegelände wurde der Volkshochschulleiter in Rendsburg Peter Feuser benannt, welcher in Sitzungen eine geringschätzige Trennlinie zwischen "hoher Kultur des Arsenals" und "niederer Kultur von Vereinen" setzte um in der Folgezeit gar nicht mehr auf den Sitzungen zu erscheinen. Dazu werden im Vorstand des RD Marketings alle Umlandgemeinden durch den Bürgermeister einer Nachbargemeinde vertreten, die Landeszeitung ist Mitglied und den Rendsburger Bürgermeister findet man als Vorstandsmitglied nicht nur im Vorstand des RD Marketing sondern auch in der Volkshochschule. Und da viele Rendsburger Geschäftsleute und mutmaßliche Sponsoren ebenfalls Mitglied im RD Marketing sind, besteht nicht einmal Aussicht darauf das Geld für Klingende Herbstparaden über Sponsoring aufzutreiben Internetseite des RD-Marketing (öffnet in neuem Fenster) Wenn eine Lobbygruppe wie das RD Marketing keine Klingende Herbstparade finanzieren kann, wer dann? Gerade dort vereinen sich mutmaßliche Geldgeber und Kommunen und besonders letzteren sollte eine solche Großveranstaltung von und für Kinder und Jugendliche eigentlich sehr am Herzen liegen. Das Musikkorps Rendsburg ist als gemeinnütziger Jugendhilfeträger außerstande der musikalischen Jugendbildungsarbeit Geld zu entziehn um davon die Kosten einer solchten Großveranstaltung zu tragen; denn von seinem rechtlichem Status "besonders förderungsfähig" spürt der Verein so gut wie gar nichts. Nahezu bösartig kann man werden, wenn manbei mangelnder Förderung im Internet auf Sponsorenlisten stößt, die zeigen, dass weder die Stadt noch das RD Marketing so arm sind, wie sie bzw. es sich ausgibt. Beide sponsern sich gegenseitig bei Veranstaltungen, die wesentlich teurer sein dürften, auch wenn sie kaum besser sind als Klingende Herbstparaden. RD Marketing sponsert int. Jugendspiele der Stadt Rendsburg im Juli 2004 Der Kinosommer 2004 war trotz Sponsoring auch noch ein Flop und sollte lt. Presse evtl. sogar gestrichen werden. Doch im Jahreskalender der Landeszeitung am Anfang 2005 war er wieder aufgeführt. Warum? Vielleicht weil die Stadt dazubuttert? Im RD Marketing behauptet man die Klingende Herbstparaden nicht finanzieren zu können. Doch der ehemalige Förderkreis Rendsburg, der mit dem RD-Marketing verschmolzen ist und sich somit vergrößert hat, finanzierte den RD Herbst einschl. Herbstparaden sogar allein bzw. über die Standgebühren, und erzielte dabei im Regelfall noch einen Gewinn. Jetzt soll das nicht mehr so sein? Obwohl sich alles im RD Marketing vereint? Obwohl sämtliche Umlandgemeinden und die Stadt im Boot sitzen? Obwohl man z. B. die Tourismus-Zentrale nicht mehr trägt, wie es der Förderkreis tat? Ne, ne - da stimmt etwas nicht. So immens sind die Kosten nun auch wieder nicht gestiegen. Die Wirklichkeit dürfte ganz anders aussehen. Unserer Meinung nach handelt es sich ausschließlich um eine Interessenverschiebung, die von bestimmten Personen durchgesetzt wird. Die Verantwortlichen setzen eigene Interessen durch und der Rest macht mit - warum auch immer. So Publikumsträchtig wie der RD Herbst sind folgende Veranstaltungen nämlich nicht. Aber ausgerechnet das Stadtfest von Bürgern für Bürger, das jährlich 150 - 250 Tausend Besucher zählte, soll abgespeckt werden: RD macht mobil (Autohändler gehen im Zentrum auf Kundenfang) Diese Tatsache und die Konstellationen von Vorständen, deren Einrichtungen Nutznießer solcher Veranstaltungen sind, bezeichnen wir und viele andre Bürger als äußerst beängstigende Entwicklung. Das Volksfest von Bürgern für Bürger scheint nicht interessant zu sein und die Vereine, Klingende Herbstparaden u. ä. werden umgerannt ohne Rücksicht auf Verluste. Im Übrigen findet der o. g. Kinosommer 2004 kurz vor dem Rendsburger Herbst statt. Ist das vielleicht ein Grund für das Streichen der Klingenden Herbstparade? Deckt man damit evtl. Verluste beim Kinosommer? Wer nicht in den Vorständen und Arbeitskreisen sitzt, weiß es natürlich nicht; aber die Vermutung liegt nahe. Schließlich gibt es überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund dafür eine so kostengünstige Großveranstaltung wie Klingende Herbstparaden, die beim MKRD im Jahr 2004 mit nur rund 2.900 € zu Buche schlug, abzustoßen. Zahlungsunfähigkeit kann beim besten Willen von niemanden geglaubt werden, der einen klaren Sachverstand hat. Beim Entstehen des RD Marketing im Jahr 2003 war das Musikkorps Rendsburg als Verein im Stadtseegelände zum sechzehnten mal am Rendsburger Herbst beteiligt und darüber hinaus zum vierten mal als Ausrichter der Klingenden Herbstparade. Über das, was nach der Gründung des neuen Veranstalters folgte kann man nur den Kopf schütteln. Nach der siebzehnten Teilnahme als Verein im Stadtseegelände im Jahr 2004, nach der Durchführung einer tollen fünften Klingenden Herbstparade und dem Streichen dieser Veranstaltung durch das Marketing kapitulierte das MKRD und zog sich komplett aus dem Stadtfest zurück. Doch es strebt danach die Öffentlichkeit zu informieren, Missstände aufzudecken und ein Mahnmal zu setzen für die Vernichtung ehrenamtlichen Engagements. Die Politik muss dringend etwas tun, damit ein Potential von Kindern und Jugendlichen, die in Vereinen wie dem MKRD zur großer Leistung bei ehrenamtlichen Tätigkeiten motiviert werden, nicht von solchen mächtigen Marketings auf Eis gelegt werden können. Das kann nur erreicht werden, indem man über Vorgänge informiert und immer wieder darüber spricht. Gejammer und Leiden im Hintergrund führt das ehrenamtliche Engagement in Deutschland nicht vorwärts sondern lässt es weiter schwinden; denn nur von Schulterklopfen kann niemand leben.
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