Das Musikkorps Rendsburg

präsentierte
in Zusammenarbeit mit dem

Marketing
als Veranstalter des Stadtfestes
Rendsburger Herbst 2003
Warum durchkreuzt? - Lesen Sie hier!
den Schnupperabend am 28. August 2003
von 18:00 - 20:00 Uhr in der Fußgängerzone
und die
4. Klingende Herbstparade
unter Schirmherrschaft von
Bürgermeister Andreas Breitner

Stadt Rendsburg
Die Durchführung der Veranstaltung wurde unterstützt von der Eiderkaserne und der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf. Moderiert haben Karl Meier und Sandra Folkers
Verantwortlich für Organisation und Durchführung waren Hans-Jürgen und Christina Klink
Bericht des Arrangeurs:

Der Rendsburger Herbst begann für das Musikkorps Rendsburg nach fast einem Jahr Organisation am Mittwoch, den 27.08.2003. Gegen 18:00 Uhr trafen sich die aktiven Mitglieder im Stadtseegelände, um das Infozelt Klingend Herbstparade aufzubauen, zu schmücken und um dort die musikalische Generalprobe abzuhalten. Letztere fiel nur kurz aus; denn das leitende Ehepaar Klink musste zur Abschlussbesprechung des Arbeitskreises Rendsburger Herbst.
Am Donnerstag, den 28.08.2003 wurden ab 14 Uhr die Zelte geschmückt und Pavillone aufgestellt. Dummerweise wurden mehrere Pavillongestänge auf einen Haufen geworfen, so dass einige Helfer bis spät in den Abend zu tun hatten, um drei von fünf Pavillonen zum Stehen zu bekommen.
Unterbrochen wurde die Arbeit für das Programm des Familienschnupperabend in der Innenstadt von 18:00 - 20:00 Uhr. Gemeinsam mit den Drums & Pipes Eckernförde, der Spielergarde Nygemünster, dem Schleswiger Spielmannszug und der Nortorfer Spielergarde zogen wir durch die Fußgängerzone und gaben Konzert auf den drei anliegenden Festplätzen, um den Menschen einen Vorgeschmack auf den Rendsburger Herbst zu geben.
Freitag Vormittag wurden die Restarbeiten im Info- und Kaffeezelte erledigt und die Zelte mit Personal besetzt. Danach hieß es für alle Aktiven "Unterkünfte herrichten"; denn die ersten musikalischen Gäste hatten sich zu um 17:00 Uhr angekündigt. Allerdings kamen diese Gäste aus Schweden erst um 19:00 Uhr an.
Gegen 23 Uhr reisten das Schalmeienorchester "Rathenower Optis" und der Spielmannszug Werder/Havel an. Die Brandenburger richteten sich in aller Ruhe ein. Es wurde eine lange - oder auch kurze - Nacht für die Betreuer; denn erst um 4:45 Uhr kehrte Ruhe ein. Aber auch die 1 1/4 Stunde bis zum Wecken war ihnen nicht zum Schlafen gegönnt. Es fehlte die nötige Ruhe. Die Nachtwachen schliefen hinter einer Trennwand auf dem Flur. Irgend jemand legte sich ein Stück weiter zum Schlafen, weil in der Klasse geschnarcht wurde. Die Geräusche, die seine Matratze von sich gab, ließen keinen Schlaf zu. Außerdem war es lausig kalt und der in der Nacht getrunkene Kaffee sorgte dafür, dass man noch ein paar mal laufen musste. Ab 6:00 Uhr kam schon wieder Leben in die Bude. Die Kinder und Jugendlichen standen auf, und leider kannten sie weder Rücksicht noch Türgriffe. Aus war es mit der Nachtruhe: Aufstehen war angesagt.
Eine halbe Stunde vor Frühstückszeit (8 Uhr) fiel den Betreuern auf, dass sich die Engelholm Marchingband gar nicht rührte, obwohl die anderen Musiker durch die Halle tobten und in den Duschen Krach machten. Die 55 schwedischen Gäste lagen wie tot auf ihren Matratzen. Es half kein Rufen und kein Pfeifen, sie ernteten nur zwei bis drei müde Blicke, gefolgt von "Decke über den Kopf ziehen". Die Betreuer mussten sich was einfallen lassen.
Flugs liefen sie ins zweite Gebäude und überredeten die Spielleute aus Werder/Havel den Weckdienst zu übernehmen. Und so marschierten die 25 Spielleute mit "La Le Lu" auf Querflöte, Lyra und Schlagwerk durch die Halle. So schnell ist noch keine Gruppe von den Matratzen gehüpft. Das Frühstück war gerettet. Werder/Havel war in guter Stimmung und marschierte ungeplant mit Musik los zum Frühstück.
Nach dem Frühstück probten die Gäste auf dem Schulhof für ihre Präsentationen auf dem Schiffbrückenplatz. Unsere Freunde aus Salzgitter kamen gegen 11 Uhr dazu. Und nach dem Mittagessen gegen 12:30/13:00 Uhr reisten auch die restlichen Tagesgäste an. Leider empfing Rendsburg sie mit Regen.
Nach und nach ging es ins Stadtseegelände, wo um 13:00 Uhr die Dirigentenbesprechung angesetzt war. Der Platz und das Infozelt Klingende Herbstparade waren mit rund 550 Musikern und Publikum mehr als voll. Es war ein Kraftakt die geplante Dirigentenbesprechung bei Kaffee, Sekt und Sprudel durchzuführen. Aber irgendwie klappte alles.
Vor dem Zelt gab es ab 13:30 Uhr ein Platzkonzert. Schwierig war es, im Anschluss daran die Parade auf den Weg zu bringen; aber nachdem man einfach entschied die geplante Reihenfolge außer Acht zu lassen, ging es pünktlich um 13:50 Uhr los. Ein Helfer musste dann am Schiffbrückenplatz der Ansage Bescheid geben, damit die Musikzüge beim Einmarsch richtig angekündigt werden. Das klappte hervorragend. Aber...
am Schiffbrückenplatz war zwischenzeitlich der Bär los: die bestellte Beschallung war nicht vor Ort, und zunächst wurde ein Lichttechniker geschickt. So kam es zu einer Verzögerung; die aber kaum ins Gewicht fiel. Die Musikzüge marschierten eben nicht sofort ein, sondern wurden über den Schlossplatz in die Pannkookenstraat umgeleitet, wo sie kurz stoppen mussten. Dann ging es schnell vorwärts, Musik und Show auf dem Schiffbrückenplatz konnten beginnen.
Als alle Musikzüge eingetroffen und aufmarschiert waren, begrüßte der Vorsitzende des Musikkorps Rendsburg, Hans-Jürgen Klink, die Anwesenden mit ein paar kurzen Worten und übergab das Mikro an den Schirmherren der Veranstaltung, Bürgermeister Andreas Breitner. Dieser eröffnete die Klingende Herbstparade und sprach dabei sogar ein bisschen schwedisch. Grußworte wurden dann auch vom Kreis-, Landes- und sogar Bundesmusikverbänden überbracht. Thorsten Manthey und Wolfgang Ziesmann fassten sich aber kurz, damit wir mit dem Programm beginnen konnten.
Es waren tolle Darbietungen, die gezeigt wurden. Neben Standkonzerten der Vereine, zeigten die Schweden, die Showband Kronsburg, das Fanfaren Corps Nortorf Wilster tolle Showvorführungen. Die Itzehoer Spielleute tanzten bei ihrer Präsentation den Cancan, und die Nortorfer Spielergarde zeigte auf der Klingenden Herbstparade erstmalig ein Tattoo.
Trotz des wankelmütigen Wetters blieb das Publikum stehen und spannte bei Regenschauern den Schirm auf. Im Gewühl entdeckten wir u. a. auch Vorstandsmitglieder des Landesmusikverbandes Sachsen-Anhalt, Herr Henke und Steffen Kilian sowie den Geschäftsführer der SVSH, Bernd Stracke mit seiner Frau. Der Besuch war nicht angekündigt, aber wir haben uns umso mehr über ihn gefreut.
Moderiert wurde das Programm in gewohnt gekonnter Weise von Karl Meier, der sich aber gegen16:00 Uhr verabschieden muste. Sozusagen aus eigenen Reihen sprang Sandra Folkers für ihn ein und moderierte als
langjährige Musikerin ebenfalls gekonnt den Rest der Veranstaltung.
Größtenteils blieb es während der Veranstaltung trocken; aber die Quickborner hatten richtiges Pech. Sie bekamen einen gewaltigen Schauer ab und mussten abrücken. Die übrigen Vereine blieben relativ trocken und konnten ihr Programm auf dem Platz zu Ende bringen.
Um 18:15 Uhr marschierten die Teilnehmer noch einmal zum Finale auf den Platz aus. Christina und Hans-Jürgen Klink verabachiedeten die Gäste mit einem Dankeschön-Präsent. Im Anschluss marschierte die Abschlussparade durch die Festmeile zum Stadtseegelände, wo alkoholfreie Getränke auf die Teilnehmer warteten. Die beiden Schalmaienorchester aus Kiel und Rathenow gaben noch gemeinsam ein spontanes Abschlusskonzert am Infozelt. Als sich die Tagesgäste nach und nach verabschiedeten, gab es trotz des Wetters einige positive Rückmeldungen. Das Musikkorps Rendsburg konnte sich über ein paar Gegeneinladungen freuen. Die Übernachtungsgäste machten sich zum Abendessen auf dem Weg.
Der restliche Samstag stand zur freien Verfügung. Einige bummelten über das Stadtfest, andere machten es sich in der Unterkunft gemütlich; aber die Schweden wollten mehr: Sie standen plötzlich vor dem Informationszelt und wollten mit ihrer rund 25-köpfigen "Sir Praz Big Band" ein weiteres Konzert geben.
Tische und Bänke waren flugs beiseite geräumt und die mitgebrachte Elektronik wurde aufgebaut. Was die Schweden an diesem Abend boten, war Big Band Sound vom Feinsten. Die Sängerin, Linda, wurde dabei besonders bewundert bei Titeln wie z. B. New York, New Youk u. a.. Obwohl es im Infozelt nur Kaffee und Alkoholfreies gab, füllten sich Infozelt, Pavillone und Platz auf die Schnelle mit Publikum. Es gab keinen freien Fleck mehr.
Spätabends wurde das Infozelt geschlossen, und der Abend klang in der Unterkunft aus. Wieder war für die Betreuer nicht an Schlaf zu denken. Auf dem Flur wurde morgens um drei geschwatzt und gesungen. Und als endlich Ruhe war, und man gerade einigermaßen schlief, weckte die Engelholm Marchingband um 4:25 Uhr mit voller Musik. Ein kleiner Racheakt für das unsanfte Wecken am Vortag. Es soll geklungen haben, als ob ein Panzer das Haus überrollt. An Schlaf war nicht mehr zu denken.
Nach dem Frühstück am Sonntag wurde die Sporthalle geräumt, und die Schweden verabschiedeten sich. Der SZ Werder/Havel und die Rathenower Optis zogen mit Musik durch die Stadt und gaben ein gemeinsames Abschiedskonzert am Infozelt. Danach räumten auch sie die Unterkünfte, und nach dem Mittagessen nahm man Abschied voneinander.
Um 14:00 Uhr zeugten an der Unterkunft lediglich noch drei Müllsäcke davon, dass die Klingende Herbstparade stattgefunden hatte. Das Musikkorps Rendsburg beendete den musikalischen Teil des Rendsburger Herbstes mit einem Konzert am Infozelt. Den Rest des Nachmittages nutzte jeder nach Laune.
Ab 18:00 Uhr wurden die Zelte im Stadtseegelände abtransportiert, und um 22:00 Uhr konnten sich die Helfer das Abschlussfeuerwerk im Obereiderhafen ansehen. Der Rendsburger Herbst 2003 war vorbei.
Ein hartes aber auch schönes Wochenende liegt hinter uns. Ein Jahr Organisation ist abgeschlossen. Nun bleibt dem Musikkorps Rendsburg die Erinnerung an eine schöne Veranstaltung, die es mit Freuden für seine Besucher, die Stadt Rendsburg und das RD-Marketing durchgeführt hat. Funktioniert hat die Klingende Herbstparade aber nicht nur durch das Musikkorps, sondern vor allem durch Menschen, die sich für die Sache einsetzten. Aus diesem Grunde dankt der Verein an dieser Stelle allen Beteiligten:
...den Musikzügen, für die Übernahme der Anreise- und Verpflegungskosten und für das Durchhaltevermögen bei Regenwetter, um Rendsburg zum Klingen zu bringen,
...dem Arbeitskreis Klingende Herbstparade für die Teilnahme an monatlichen Sitzungen, Abarbeiten der Checklisten und ihren Einsatz bei der Durchführung der Veranstaltung
...Herrn Bürgermeister Andreas Breitner für die Übernahme der Schirmherrschaft, sein persönliches Erscheinen und die Eröffnung der Veranstaltung
...dem Vorsitzenden des Deutschen Bundesverbandes und der Spielmannsvereinigung SH, Wolfgang Ziesmann, und dem Vorsitzenden des Musikerverbandes Schl.-Holst. Kreis RD-Eck, Thorsten Manthey für die Grußworte.
...Karl Meier und Sandra Folkers für die Moderation
...der Stadt Rendsburg, in Personen: Frau Stäcker, Herrn Obersteller sowie den Hausmeistern des HeLaGymnasiums für die tatkräftige Unterstützung bei der Unterbringung unserer Gäste. Die Unterkunft war hervorragend, die auswärtigen Gäste zufrieden.
...der Eiderkaserne und der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf für die personalentlastende Unterstützung bei der Durchführung
...den Radiosendern, dem Fernsehen und der Presse für die Ankündigung der Veranstaltung.
...der Platzwartin des Schiffbrückenplatzes, Brigitte Thate für Unterstützung
...unserem Publikum für den Applaus und das Durchhalten trotz wechselhaftem Wetter
...dem Landesvorstand Sachsen-Anhalt für den Überraschungsbesuch auf der Veranstaltung
...dem nicht mehr existierendem Förderkreis Rendsburg e. V. für die Unterstützung von Juni 2000 bis April 2003
... dem neugegründeten RD-Marketing als RD-Herbst-Veranstalter ab dem Jahr 2003
...und unseren eigenen großen und kleinen Musikern, freien Mitarbeitern im Musikkorps Rendsburg sowie den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen für den Feuereifer, das Durchhaltevermögen und den Teamgeist
Der Vorstand
Aber, so schön das Fest auch gewesen sein mag, danach eskalierte und platzte alles.
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