Meine Geschichte oder besser gesagt wie
alles begann
Geboren
wurde ich am 05.10.2000 im wunderschönen Harz als Sibirian Husky /
DSH- Mix. Dort lernte ich zwei Jahre alles kennen was ich heute
weiß bzw. wissen sollte!
Das schlimme war, das mein altes Rudel dachte ich könnte das
Grundstück bewachen zusammen mit meinem Freund, doch danach war mir
nie zumute. Ich wollte laufen und frei sein und nicht still liegen
und aufpassen! Leider mußte mein erstes Frauchen mich aus
Zeitgründen abgeben. Sie suchte lange eine Person, wo sie glaubte,
das ich gut aufgehoben bin. Doch sie sollte sich sehr
täuschen.
Eines
Tages kam eine ältere Frau und holte mich ab in die große Stadt.
Nur wusste sie nichts mit mir anzufangen und auch nicht wie ich
gehalten werden musste und so gab sie mich bald im Tierheim ab!
Dort träumte ich jeden Tag , den Traum den jeder Hund im Tierheim
träumt! Ich wollte ein neues schönes
Zuhause!
Doch
niemand wollte mich haben oder doch?

Bis eines Tages dann mein neues Rudel kam ( das wusste ich
da aber noch nicht ) und sie schauten mich an. War das schön, sie
kraulten mich und knuddelten mich und fast war es so wie früher,
aber nach kurzer Zeit standen sie auf und waren weg! Was habe ich
nur falsch gemacht? Na gut, da muss ich erst mal richtig heulen!
Doch oh weh, die Zwingertüre ging auf und ich wurde rausgeholt und
dort, dort standen die beiden wieder! Sie umklammerten mich und
schmusten mit mir! War das schön, ich zeigte mich aber auch von
meiner besten Seite! Wir gingen dann spazieren und lernten uns
kennen! Eigentlich hatte ich gedacht, das ich nie wieder in das
Tierheim muss, doch das täuschte. Sie brachten mich zurück. Ich war
traurig und einsam, was mache ich nur falsch das mich keiner will!
Ganz traurig saß ich in meinem Zwinger!
Am Tag darauf kamen die beiden aber wieder. Ich erkannte sie
sofort! Was dann passierte habe ich mir nicht einmal im Traum
vorstellen können. Denn sie holten mich ab! Es war zu schön um Wahr
zu sein, endlich durfte ich aus dem Tierheim raus und hatte wieder
eine Familie!
Was ich alles mit meiner neuen Familie erlebt habe und immer
noch erlebe, werdet ihr sporadisch in meinem Tagebuch lesen
können!
Bis bald
Euer 
Hier ein Gedicht über Heimtiere:
Für alle Tiere, die kein Zuhause haben
!
Hinter einem Eisengitter sitzt
ein Hund,
er weint so bitter,
habt ihr mich denn ganz vergessen,
ihr Menschen, die mich einst besessen?
Wo seid ihr hin, ich kann es
nicht fassen,
ihr habt mich hier ... allein gelassen?
Draußen kommt die finstre
Nacht,
habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen,
nirgendwo ein warmes Kissen.
Müde von dem langen stehen,
von dem warten, von dem sehen,
von dem weinen, von dem jammern,
such ich in der kalten Kammer,
einen Platz um aus zu ruhen.
Um mich her sind andre
Hunde,
jeder ist für sich allein,
ängstlich heulen sie an Wände,
gegen harten, kalten Stein.
Blanker Stein auf dem ich
liege,
feucht von meinem Seelenschmerz.
Wo sind die Menschen, die ich liebe?
Menschen ... ohne Stein als Herz...
Lange konnte ich nicht
glauben,
Dass ihr mich wirklich nicht mehr wollt,
bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt und hab gegrollt.
Tagelang hab ich gewartet,
kein Futter hab ich angerührt,
Wochen ... sind daraus geworden ...!
Von Euch ... keiner zurückgekehrt!
Lange hab ich überlegt,
was habe ich euch nur getan?
Sicher war es fruchtbar schlimm,
sonst hättet ihr das nicht getan!
Draußen vor dem Eisengitter
gehen viele Tag für Tag,
schauen oft zu mir herüber,
aber keiner holt mich ab.
Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir,
doch wenn dann der Abend kommt
gehen sie heim und ich bleib hier!
Traurig stehe ich am Gitter,
wedle freundlich jedem zu,
wer mich anschaut ...?
kommt nicht wieder,
egal ob ich noch wedeln tu ...
Lang Zeit ist schon vergangen
...
Ich fühle nicht mehr diesen Schmerz,
irgendwann hab ich vergessen,
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ ... !
Copyright Mensch & Tier Ausgabe
4/2003