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************************************************************************************ Auch bald Nichtraucher ??????
Dieses habe ich für Menschen geschrieben die nicht mehr "Rauchen" möchten Das Rauchen aufzuhören ist sehr schwer und ohne den richtigen Willen klappt es nie. Ich wünsche ALLEN, die es versuchen wollen, viel Erfolg.
Ich weiß wie schwer das ist......und möchte Mut machen........... denn auch ich habe es oft genug probiert. Ich bin heute glücklich. Ich rauche nicht mehr. Ich bin NICHTRAUCHER !!!!!!!!!!! Ich wollte so gerne stark sein
Es war 7.00 Uhr am Morgen. Ich stand vor dem Spiegel und musterte mich kritisch. Nein, sah ich grässlich aus. Das Gesicht mausgrau, und Falten tiefer in meine Haut gebohrt als sonst. 10 Jahre älter, ja ich sah mindestens 10 Jahre älter aus. Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier. Getrunken hatte ich nicht sehr viel, dafür um so mehr geraucht. Fast zwei Schachteln meiner altbewährten Marke. Ich war jetzt 34 Jahre. Nein, so konnte es einfach nicht weitergehen. Wie oft, hatte ich mir schon gesagt: "Rauch nicht mehr !" Ich war machtlos gegen meine Sucht. Wenn es mir ganz schlecht ging, konnte ich schon mal ein paar Stunden darauf verzichten, aber dann hatte die Sucht mich wieder. Natürlich hatte ich schon ein paar Prinzipien, schon darauf war ich stolz,
ich rauchte z.B. nicht im Wohnzimmer, nur wenn Besuch kam der rauchte. Ich rauchte niemals im Auto. Wenn ich mit "Nichtrauchenden " Menschen zusammen war versuchte ich mich auf weniger Zigaretten zu beschränken. Im Flugzeug buchte ich stets nur "Nichtraucher". Bei meiner Verwandtschaft, die mittlerweile "ALLE" mit dem Rauchen aufgehört hatten, rauchte ich nur vor der Tür. .. dabei habe ich mir manches Mal den Ar.... abgefroren. Ich hätte es auch einfach gehabt, denn auch mein Mann war Nichtraucher. Meine 26 Frauen im Turnverein rauchten bis auf zwei "ALLE" nicht, "nur ich und die Zwei". Meine Clique von 8 Leuten mit denen wir in den Ski- Urlaub fuhren rauchten "ALLE" nicht, "nur ich". Natürlich wurde ich oft genug von der Seite angemurrt, wenn ich meinen Mief verbreitete. Manchmal schob man mir sogar demonstrativ den Aschenbecher vor die Nase. Am schlimmsten waren dann die, welche sich das Rauchen abgewöhnt hatten. Manchmal konnte ich die Kritiken kaum noch ertragen, trotzdem "rauchte ich weiter" Ich wusste, was alle Raucher wissen
"Rauchen gefährdet die Gesundheit", "Rauchen erhöht das Krebsrisiko" " jede nichtgerauchte Zigarette verlängert das Leben um 7 Minuten" " die Haut wird fahl, unansehnlich und runzelig " " die körperliche Fitness schwindet langsam dahin " Rauchen kostet eine Stange Geld" und viele, viele andere negative Punkte.
Es gab einfach NICHTS positives zum Thema "Rauchen". Trotzdem meinte ich, dass mir das "Rauchen" positive Seiten bot. Einfach nach dem Kaffee eine zu "rauchen" war ein Genuss. Auch wenn ich nervös war, kam mir meine Zigarette zu gute. Rauchen war meine angenehme Ablenkung als ich mich langweilte. Die Zigarette war mein sanfter Tröster, mein wortlos beruhigender Freund meiner manchmal angespannten Nerven. Aber das meinte ich auch nur !!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich konnte mich trotzdem nicht durchringen. Obwohl so viele die ich kannte, von denen ich es nie geglaubt hätte" es schon geschafft hatten. Die ersten Rauchversuche hatte ich schon mit sieben Jahren. Geschmeckt hat´s nicht, es war auch nur eine Mutprobe. Vom 15.ten Lebensjahr rauchte immer mal wieder und mit sechzehn dann regelmäßig. Das ständige Gezeter meiner Mutter, die nicht rauchte, störte mich nicht, denn Vater erlaubte mir das " Rauchen". Mit einer Kippe zwischen den Fingern fühlte ich mich erwachsen. Als ich meinen Mann kennen lernte war ich 17 Jahre. Ich kann mich erinnern, dass seine ersten Worte an mich waren: " Rauchst Du ?" Ich sagte ja und seine Antwort war: "das finde ich aber nicht gut". Zum ersten Mal habe ich dann, als ich 17 war, versucht Silvester aufzuhören. Doch am Neujahrsmorgen hatte sich alles wieder erledigt. Mit 19 Jahren habe ich geheiratet. Als wir uns ein Kind wünschten war ich 20 1/2 Jahre alt. Obwohl ich nicht wusste, wann ich schwanger werde, habe ich sofort mit dem Rauchen aufgehört. Wieso ging es dann auf einmal ????? Frage ich mich heute noch. Drei Monate später war es soweit. Ich wurde schwanger. Nach dem Stillen (drei Wochen nach der Geburt unseres Sohnes) kam ich wieder ans "Rauchen". Zunächst musste ich dieses heimlich tun, denn mein Mann ahnte nichts davon. Ich hatte auch Angst, es ihm zu sagen. Irgendwann wusste wieder "Jeder" davon, dass ich Raucher war. Jahre gingen ins Land. Ich qualmte weiter. Als ich 31 Jahre alt war, hatte ich dann eine Mandeloperation. Mir schmeckte nichts, nicht einmal ein Gummibärchen. Ich rauchte acht Wochen nicht und fing dann wieder an. Wieder war ich einfach zu schwach. Ich war 34. Nun sollte sich alles ändern. Ich wollte nicht mehr rauchen !!! Und so fing alles an. Ich hatte einen Scheck beim Arzt. Jährliche Routineuntersuchung. Am meisten hatte ich Angst vor dem "Lungenfunktionstest" ,sowie vor den Röntgenbildern meiner Lunge. ( Mein Schwager starb 50- jährig an Lungenkrebs ). Laut Untersuchungsergebnisse war ich gesund. Ich bat den Arzt mir zu sagen, ob es ein unterstützendes Mittel gäbe, wenn man das "Rauchen" aufgeben möchte. Er sagte mir, ich solle es mal mit einem Nikotinpflaster probieren. Ich kaufte mir das Pflaster. Dieses wollte ich bereits am nächsten Morgen verwenden. Natürlich klebte ich mir das Pflaster am nächsten Tag nicht auf meine Haut. Ich wollte zwar.... aber ich konnte nicht.... Eine Zigarette zu rauchen war übermächtig. Konnte ich doch noch auf meinen Genuss verzichten ? Wie konnte man nur so schwach sein. Ich verstand mich selbst nicht mehr.
Dann versuchte ich das Rauchen einzuschränken. Die nächsten Tage rauchte ich ca. fünf Zigaretten am Tag. Am Donnerstag der Woche klebte ich mir dann tatsächlich das Pflaster auf und rauchte 24 Stunden nicht. Am Freitag rauchte ich ca. 3 Zigaretten. (ohne Pflaster) Samstag hatte ich "Kegeln" und rauchte am Abend wieder ca. 10 Zigaretten. Ich kam einfach nicht los von meiner Sucht. Es hatte noch nicht "Klick" gesagt. Am Sonntag fuhr ich mit Freunden auf "Motorradtour" Am Mittag rauchte ich wieder. Dann passierte es. In einer Kurve verlor ich die Gewalt über mein Motorrad. Mit einer Gelenksprengung im Schultergelenk wurde ich ins Krankenhaus gebracht und dort gleich Montags operiert. Am Dienstag rauchte ich nochmals 3 Zigaretten und bei der "Dritten" klickte es. Zum ersten Mal drückte ich eine halb aufgerauchte Zigarette im Aschenbecher aus. " Igitt", sagte ich zu mir selbst. War das eigentlich noch normal, dass mich die Zigarette in der Gewalt hatte. Ich war doch immer stark und hatte fast alles erreicht, was ich mir vornahm. Und mit dem Rauchen sollte es nicht klappen ?????? Von dieser Minute an rauchte ich nicht mehr. Im Krankenhaus in dem ich für ca. 10 Tage bleiben musste war es besonders schwer, weil die Langeweile so groß war. Ich setzte mich trotzdem hin und wieder zu den Rauchern. Die Zerreißprobe war dadurch besonders groß. Ich wollte es auch so. Es gab auch niemanden der mich bestärkte. Dieses Mal hing es ganz allein an mir. Und noch wollte ich niemanden davon erzählen. Niemals zuvor war ich so "Eisern". Ich packte keine Zigarette mehr an. Die erste Zeit viel mir natürlich immer noch sehr schwer. Besonders auf Feiern. Da musste ich stark sein. Deswegen rauchte ich dann Salzstangen. Angst davor hatte ich auch das ich zunehmen könnte. Auch dieses hatte ich mit etwas weniger Essen und mehr Sport (in der ersten Zeit) wieder im Griff. Das ist jetzt zwei Jahre her. Mir geht es heute viel besser. Ich bin einfach viel FITTER. Wenn ich mit meinen Turnschwestern den 2000 Meter Lauf mache, habe ich einfach mehr Puste. Mein Raucherhusten - es hat lange gedauert, bis ich zugeben konnte das es Raucherhusten war, ist verflogen. Meine Haut (und das ist für mich das Schönste) ist viel reiner und schöner geworden.
Mein Mann ist glücklich, meine Nichtrauchenden Freunde sind froh, dass ich es endlich geschafft habe. Jetzt kann ich sagen ....... ich bin NICHTRAUCHER !!!!!!!!!!!!!!!!!!
und darauf bin ich stolz.
PS ich danke allen die mir Mut gemacht haben in der schweren Zeit des Entzugs, danke auch dafür, dass ihr mich in dieser Zeit ertragen habt. (es war ja nicht ímmer leicht mit mir)
ENDE © Copyright: Geschichte: (Petra Hoffmann)
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