Nach langer Abstinenz nun ein paar lustige Geschichten von mir für euch:
(die Personen sind alle fiktiv, echt)
PERNIES NEUER JOB
Es musste ja irgendwann passieren: Pernie wurden wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus rausgefeuert und musste sich einen neuen Job besorgen.
Schon bald fand er einen, der war wie für ihn gemacht: Er sollte den Orang-Utan des Städtischen Zoos ersetzen, der leider vor 2 Wochen gestorben war. Und die Besucher verlangtem vehement nach einem rothaarigen Idioten, der seine eigene Scheiße frisst und dabei noch blöd aussieht. Pernd fühlte sich also sofort angesprochen und fuhr mit seiner Rostlaube in den Zoo. Kaum hatte er das Haupttor durchschritten schrillten auch schon die Alarmglocken und eine Durchsage kam, dass ein häßlicher Affe aus seinem Gehege geflüchtet sei und sich im Bereich des Haupttors aufhalten würde.
Sekunden darauf schoß ein Betäubungspfeil in Pernds knochige Hühnerbrust. Sofort klappte er zusammen wie ein Zollstock.
Als er erwachte gratulierte der Chef des Zoos ihm zu seinem neuen Job. Wer so täuschend echt wie ein Affe aussieht, habe den Job sicher, versicherte er Pernd.
Sein erster Arbeitstag begann da, wo sein Vorgänger aufgehörte hatte: Im Affenstall, wo er rumsaß und von den Leuten mit Steinen beworfen wurde.
Und so verbrachte Pernd eine schöne Zeit im Affenstall, wo er jeden Morgen eine dicke Wurst aus dem Kreuz drückte und diese dann genüßlich nach mehrmaligen wenden im Sand verspeiste, dass die Sandkörner auf der Wurst nur so knackten.
PERND BEIM ARZT
Es war mal wieder soweit: Pernies jährlicher Rundumcheck stand an. TÜV sozusagen. Jedesmal bangte Pernd diesem Tag entgegen, ob an seinem rostlaubenartigen Körper nicht irgendwas aufgetaucht war, was ihn durchrasseln ließe.
Sein Frauchen Kundula hatte aber gesagt, er solle gefälligst seinen knochigen Arsch zum Onkel Doktor schleifen, nicht dass ihn noch seine kümmerliche Manneskraft noch weiter verließe. Und was Kundula sagte, das tat Pernd auch. Schließlich war sie viel stärker als er.
Bernd setzte sich also an einem Montagmorgen in seine Klapperkiste und düste in die Innenstadt. Widerwillig zog seine zigarettengestählte Lunge die frische Morgenluft ein, als er die 20 Meter vom Parkplatz zur Praxis schnaufte.
Trotz des frühen Morgens war das Wartezimmer recht voll, sehr zu Pernds Ärgernis. Er drückte der jungen Sprechstundenhilfe mit lüsternen Blicken auf ihr Dekolleté seine Krankenkassenkarte in die Hand. Danach setzte er sich mit seinem Ständer ins Wartezimmer.
Nach einer Stunde wurde Pernd dann ungeduldig. Er erkundigte sich, wie lange das denn noch dauern werde, schließlich verbringe er hier nicht seine Freizeit. Die Sprechstundenhilfe erklärte dem lüsternen alten Mann gereizt, dass er die Schnauze halten solle und seinen kalten, blutleeren Körper zurück auf den Stuhl befördern solle, sonst käme sie rum und trete ihm in den Arsch.
Weil Pernd Angst vor Frauen hatte, tat er dies auch umgehend wieder.
Nach nur 3 Stunden war er dann auch schon dran. Er erinnerte sich immer wieder an seine Musterung, sei es, als der Arzt ihm befahl sich komplett freizumachen und ihn danach zehn Minuten auslachte, oder auch als ihm der dicke Mittelfinger des Arztes in den Arsch geschoben wurde, was er allerdings mit Freude aufnahm.
Danach musste er in den Kernspintomographen. Während er in der Röhre lag, hörte er auf einmal, wie die beiden Schwestern lautstark über seine Genitalien lästerten. Er verdeckte seine Kronjuwelchen, die allerdings eher Sandkörnern gleichen, und versuchte an etwas angenehmes zu denken. Zum Beispiel wie er seinem Ex-Chef langsam mit einer rostigen Säge die Arme und Beine abschneidet.
Plötzlich roch er etwas, was ihn entfernt an sein Probeliegen im Krematorium erinnerte. Die Elektronik von dem Apparillo spielte aufgrund von Pernds leerem, nicht zu durchleuchtenden Holzkopf völlig verrückt und das ganze Ding ging in Flammen auf. Pernd kreischte um Hilfe, aber offenbar war niemand daran interessiert, in den in Rauch gehüllten Raum zu gehen, um den Vollidioten aus der munter vor sich hinbrennenden Röhre rauszuziehen. Pernd pinkelte sich vor Angst in seinen blauen Kinderslip. Er hampelte wie ein Wilder in der Röhre rum und schaffte es in blinder Panik, sich zu drehen mit den Füßen voran herauszuklettern, natürlich nicht ohne sich vorher noch mal kräftig seine hohle Birne an der Ausstiegsluke einzurammen. Mit angesengten Haaren und durchnässter Unterhose stolperte er aus dem Untersuchungszimmer.
Dann wurde er erstmal kräftig zusammengeschissen, wie er denn einfach mitten in der Untersuchung abhauen könnte, nur weil da ein paar Elektronikteile verschmurgelt sind. Deshalb wurde ihm dann zur Strafe eine Blasenspiegelung auferlegt.
Pernd biss seine verbliebenen Zähne zusammen, als der Doktor ihm den größten Metallstift der in der Praxis vorrätig war, mit der Wucht einer dahinrasenden Dampflok in der Harnröhre versenkte.
Doch irgendwann hielt er es nicht mehr aus und flüchtete splitterfasernackt aus dem Raum. Auf dem Flur rauschte er dann fast mit dem RTL2-Kamerateam zusammen, die ihn heute als Opfer für "Verstehen sie Spaß" ausgewählt hatten...
PERNDCHENS KINDHEIT
Perndchens Kindheit war etwas ganz besonderes für ihn. Er wurde schon früh an schwere Arbeiten gewöhnt, bekam laufend einen auf die Fresse, wurde liebevoll von Verwandten geneckt, radelte in den Harz, züchtete Tauben, experimentierte mit Alkohol und wurde von seinen Großeltern, die ihn sehr liebten, reichhaltig beschenkt.
Am liebsten erzählte Pernd, wie sein Vater ihn und den nicht minder dummen Nachbarsjungen Herbert zu Fuß auf den Hasselberg schickte, um Feuerholz zu sammeln. Pernd freute sich jedesmal darauf, mit zentnerweise Brennholz nach Hause zu kommen, denn dort wartete schon die Belohnungsohrfeige auf ihn. Diese bekam er auch, als er sich mal beinahe den Finger abgesprengt hatte, da dieser Vollidiot nicht in der Lage war, geistig zu erschließen, was mit der Bölleraufschrift "Bitte entfernen sie sich nach dem Anzünden" gemeint war. Denn als er es endlich gerafft hatte, knallte es auch schon und der kleine Pernd rannte heulend mit zerfetztem Finger zu seinem Papa.
Dieser war hocherfreut, als er sah was Pernd wieder angestellt hatte. Nachdem er ihn krankenhausreif geschlagen hatte, fuhr er dann auch mit ihm ins selbige. Leider kam Pernd aber im letzten Moment um eine Amputation herum. So konnte er weiter nach herzenslust Scheiße bauen.
Zum Beispiel in der Schule. Dort bekam niemand öfter einen auf die Schnauze als Pernd. Einmal kokelte dieser Knalldepp im Werkunterricht mit Vatis Feuerzeug herum, als ihn der Lehrer erwischte, ihm das Zünderli abzog und ihm derart mit dem Rohrstock den Arsch verdrosch, dass die Schläge von Papa Raul dagegen eine wahre Wohltat waren.
Ein andermal kamen er und sein dussliger Kumpel auf die Idee, den Schulweg über die zugefrorene Fuhse abzukürzen. Dass das Eis eventuell nicht dick genug wäre, daran dachten diese Klappspaten natürlich nicht. Und so brachen die beiden volles Mett ein und Pernd wurde pitschenass vom Lehrer nach Hause geschickt. Da sein Papi auf Arbeit war, prügelte diesmal seine Mutter auf den frierenden Penner ein. Pernd aber freute sich, dabei wurde ihm wenigstens wieder warm.
Schon früh begann seine Liebe zu den Tauben, die er nach jahrelanger Hege und Pflege grausam schlachtete und verspeiste. Dieses Hobby erfreute alle um ihn herum die täglich einen Klatsch Vogelscheiße abbekamen. Am allermeisten jedoch seinen Großopi Edolf, einen einäugigen Verrückten, dessen größte Freude es war, Perndchen aus dem zweiten Stock einen dicken Klatsch Schnupftabakrotze ins Genick zu würgen oder ihm irgendwelche Sparweisheiten um die Ohren zu hauen. Dieser und Großomi Faria hatten nichts als Verachtung und jahrzehntealte Schokolade zum Geburtstag für "Rotfuchs" übrig, wie er von seinen Mitschülern liebevoll gehänselt wurde.
Als Pernd schließlich seinen sodomistischen Trieb und seine Blutlust an seinen Tauben befriedigt hatte, beschloß er, sich ein Moped zuzulegen. Leider bekam er weniger Salär als ein KZ-Häftling und deshalb benötigte er Geld. Viel Geld. Also schwänzte er die Schule um schwerste Arbeiten bei dubiosen Baufirmen zu erledigen.
Eines Tages dann, als er mal wieder mit einem Hungerlohn nach Hause wankte, passte ihn sein Herr Papa an der Haustür ab und grub Pernd derart das Gesicht um, dass sogar Muhammed Ali in seinen besten Zeiten noch etwas hätte lernen können.
Doch das war Pernd auch egal, er hatte ja jetzt genug Knete. Sein Rücken war zwar vollends im Arsch, aber das juckte diesen Bonobo nicht, schließlich sah er sich schon als stolzen Mofarowdy durch Salder brettern.
Und tatsächlich konnten er und Herbert schon bald zwei schrottreife Mofas ihr eigen nennen. Mit diesen ballerten sie in den Harz, was natürlich nicht gutgehen konnte.
Schon auf ihrer ersten Tour mit Pernds Klapperkiste schmierten sie ab, weil Pernd vor einer Truppe dänischer Autofahrer den dicken Max markieren musste und wie ein Irrer die Serpentinen hinabraste.
Und so kam es: Pernd hatte gerade den ersten Dänen überholt, als er eine Kurve leicht unterschätzte, von der Straße abkam und volles Programm gegen einen Baumstamm donnerte, einen Köpper über den Lenker machte und mit der Schnauze zuerst im Dreck landete.
Sein Kumpel Herbert hinterher.
Doch das dänische Hupkonzert war ja gar nicht das schlimmste für Pernd. Vielmehr war sein Mofa in seine rostigen Einzelteile zerlegt worden und er musste seinen Alten anrufen, der natürlich hocherfreut war, die beiden Pflegefälle aus dem Harz abzuholen. Man muss nicht erwähnen, dass dies für Bernd äußerst unangenehm wurde, als er vor den Augen seines Kumpels die Fresse poliert bekam.
Bald hatte er aber die Schnauze voll von Herbert und freundete sich mit einem beinahe gleichwertig asozialen Patienten namens Lothar an. Er und Pernd kamen kurz vor dessen sechzehntem Geburtstag auf die völlig bescheuerte Idee, sich mit den Jubiläumsbierdosen zu Eintracht Braunschweigs Meisterschaft das Hirn aus dem Schädel zu saufen.
Und deshalb verkrochen sich die beiden mit einem Kasten Gerstenkaltschale im Gebüsch des VfL Salder-Sportplatzes.
Am nächsten Morgen wachte Pernd ordentlich knülle auf und reiherte erstmal volles Brett in die Fuhse. Er entschloß sich, seinen komatösen Zustand auf der elterlichen Couch ausklingen zu lassen. Auf dem Heimweg kotzte er den ganzen Bürgersteig voll, und dann noch einmal als ihm seine Mutter die Tür öffnete. Er bekam erstmal eine geflankt und verbrachte dann nach eigenen Aussagen drei Tage voller kotzen, pennen und Kopfschmerzen auf der Couch.
Hin und wieder weckte ihn sein Vater um ihm liebevoll eine links-rechts-Kombination auf die Nase zu geben.
Wer jetzt aber denkt, sein Vater hätte nur Prügel und seelische Grausamkeit für ihn übrig gehabt, der liegt falsch! Naja, allerdings nicht grundfalsch! Denn er schenkte Pernd als dieser ungefähr acht Jahre alt war, ein kleines Schwein, dass der treudoofe Pernd "Fax" nannte. Mit Max hatte der kleine Perversling immer viel Spaß, zumindest bis zu dem Tag, als Raul der Hunger überkam.
Pernd scheuchte Fax an diesem Tag gerade fröhlich durch den Garten, als Raul und der Metzgermeister vorfuhren. Dieser zog dem guten Faxe vor Pernds Augen einen Knüppel über die Birne, dass Pernds geliebtes Hausschwein blutend und quiekend zusammenbrach. Aber Raul setzte noch einen drauf: Er befahl Pernd, das aus der Kehle tropfende Blut mit einem Eimer aufzufangen und kräftig durchzurühren, damit es mal ja nicht verklumpt.
Leider war Pernd ein bisschen sentimental und er vergaß vor weinen über das Massaker an seinem Gefährten umzurühren. Deshalb prügelte Raul ihm erstmal die Tränensäcke platt, sodass er sich voll aufs Schweineblutrühren konzentrieren konnte. Und natürlich bekam Pernd auch ein dickes Stück Blutwurst ab, welches er vor Rauls wachsamen Augen vollends verputzen musste, sonst wär aber was los gewesen.
Wer sich jetzt fragt wie Pernd nach einer solchen Kindheit nicht zum Serienmörder, sondern lediglich zu einem relativ harmlosen geistig Gestörten wurde, dem sei gesagt: Keine Ahnung!
DUMM, DÜMMER, PERND
Was kommt dabei heraus wenn man ein dummer Mensch mit einem dummen Vorhaben sein dummes Vorhaben in die Tat umsetzt? Richtig! Etwas dummes! Etwas typisch dummes! Etwas, was typisch für Pernd ist.
Heute widme ich mich den dümmsten Dingen die Pernd fabriziert hat. Und beginnen wollen wir einmal mit dem Resultat aus Pernds Versuch, mit Mitte 40 Kreisligafußball zu spielen.
Eigentlich begann ja noch alles ganz harmlos. Ich sehe den rothaarigen Volltrottel noch heute vor mir, wie er sich mit seinen versoffenen Kumpels "warmmacht", sofern man über den Rasen laufen und dumme Sprüche kloppen als warmmachen bezeichnen kann.
Und weil Pernd sich so gut warmgemacht hatte, sprach das Ergebnis natürlich auch für sich: Nach 5 Minuten Keucherei über das Spielfeld brachte dieser steife Hampelmann das Kunststück fertig, sich so grazil um die eigene Kniescheibe zu drehen, dass sämtliche Bänder des rechten Knies buchstäblich zerfetzten. Obgleich er sich vor dem Spiel warmgetrunken hatte, vermochte der zahlreiche Alkohol es nicht, Pernds Schmerz zu betäuben und der Idiot wälzte sich kreischend am eigenen Strafraum. Die anderen Alkoholiker reagierten geistesgegenwärtig und alarmierten schon eine halbe Stunde später den Krankenwagen, der den Möchtegernathleten dann nach einem kleinen Umweg über den Burger King-Drive In Schalter ins Spital brachte.
Eine andere Heldentat seinerseits war zweifellos, wie er seine Familie und Freunde im Urlaub nur mit einer gelben Plastikschaufel bewaffnet vor den Afrikanern am Strand schützte, indem er in praller Sonne, vor hunderten von Leuten ein riesiges Loch in den Sand buddelte. Dass er sternhagelvoll war, ist klar, denn auf so eine bescheuerte Idee kommt man ja nüchtern nicht, nicht einmal Pernd. Ich glaube, er hat sich pro Kubikmeter Sand eine Pulle gegönnt, denn so kann man die Größe des Loches anhand seines Blutalkoholspiegels, der in etwa fünf Promille betragen haben musste, recht gut erschließen.
Es war ihm allerdings völlig unverständlich, dass seine Maloche nicht angemessen gewürdigt wurde. Im Gegenteil. Obwohl er den Kindern etwa einhundertmal erklärte, dies sei ein Loch mit dem er Neger fange, schauten diese ihn nur verständnislos und ein wenig ängstlich an.
Da er die Kinder aber schon immer für ungläubige Thomasse gehalten hatte, traf ihn die Kritik seiner Ehefrau umso härter, die sich beinahe an Bierflasche 26 den Fuß aufgeschnitten hatte, und der es entsprechend peinlich war, dass ihr Mann mit Pornosonnenbrille und einer gelben Kinderschaufel in der Hand vollkommen von der Sonne verbrannt und wie eine Schnapsflasche stinkend, im Sand hockte.
Schon vor der Anreise stellte Pernd seinen immensen Intellekt unter Beweis: Ihn plagten Zahnschmerzen, doch den Zahnarztbesuch hatte dieser Feigling bis zwei Stunden vor der Abfahrt hinausgezögert. Und da man nicht morgens um vier in eine Zahnarztpraxis marschieren kann und Pernd Akademiker schon immer zutiefst verachtet hatte, beschloss er kurzerhand mit einer Kombizange selber Onkel Doktor zu spielen.
Ich sehe ihn immer noch mit einem blutverschmierten, siegessicheren Grinsen im Arbeitskeller stehen, in der linken Hand die blutverschmierte Kombizange, in der rechten ein ehemals schöner Backenzahn mit zuckenden Nervensträngen. Eine Infektion blieb ihm, der schon immer mehr Glück als Verstand hatte, aber natürlich versagt.
Aber die Reise nach Italien, das war für Pernd sowieso schon immer Anlaß, irgendeine Scheiße zu bauen: Zwei Jahre vor seinen Zahnmedizinerversuchen plagten Pernd schlimme Schmerzen im Bein, die er natürlich ignorierte, der Knalldepp. Und so fuhr er erstmal runter bis Mittenwald, wo er dann nur noch jammernd im Hotelzimmer lag und uns die Ohren vollheulte.
Und so kam es, dass Pernd sich am nächsten Tag quer durch Bayern chauffieren lies, um irgendwo seine selbst eingebrockten Wehwehchen behandeln zu lassen, weswegen seine Familien einen ganzen Urlaubstag verlor, was diesem Primaten natürlich völlig egal war.
Im selben Urlaub schaffte Pernd es übrigens auch, einem vollbesetzten Restaurant die deutschen Tugenden wie Geduld und Höflichkeit in der Praxis darzubieten.
Er war nämlich gelinde gesagt, etwas verärgert, als der freundliche Kellner, der in seinen Augen allerdings Mussolinis Reinkarnation war, die Pommes zu seinem Schnitzel (man isst ja im Urlaub gern exotisch) vergessen hatte, und so machte er erstmal richtig Reklame für uns Deutsche, als er im besoffenen Kopf von Wehrmacht und Adolf schwadronierte. Aber da wußten wir ja schon, dass man bei Pernd auf alles gefasst sein muss.
Ein weiterer Höhepunkt seines Schaffens war es, mit einem alkoholbedingten Köpper in einen sündhaft teuren Marmortisch diesen komplett zu ruinieren. Obwohl Pernd es stets abstritt, zu tief ins Glas geschaut zu haben, kann sich ja wohl jeder selbst ausmalen, wie es dazu kam, dass Pernd dieses artistische Manöver durchführte, vor allem mit einem solch durchschlagenden Erfolg.
Clever auch, wie er ein Gasfeuerzeug nachfüllte und vergas, die Vorratspulle abzudrehen. Denn was macht man, wenn man sich nicht sicher ist? Richtig, kräftig am Rädchen drehen. Ungerechterweise kam Pernd hier mit dem Schrecken davon und war lediglich kurz in einen Feuerball gehüllt.
Herrlich war ebenso, wie Pernd total besoffen im Haus randalierte, und dann die Schuld auf die Kinder schob, die natürlich genau dort eine Tür eingeschlagen hätten, wo Pernd zuvor mit seinem Zinken gegengerannt war, als er mal wieder eines seiner unmündigen Kinder hatte verdreschen wollen.
Eine ganz große Nummer leistete er sich im Jahre 1996, als er sich mit seinem Chef anlegte. Dieser hatte Pernie vor den ganzen Truppe zur Sau gemacht und ihm seine Tätigkeit neu erklärt, weil Pernd vermutlich wieder besoffen war und Scheiße gebaut hatte. Dies konnte unser rothaariger Kasper natürlich nicht ohne Gegenwehr hinnehmen und er markierte vor seinem Boß den dicken Max, was zu seinem sofortigen Rausschmiss führte. Vergleiche hierzu Pernds ähnlich erfolglose Versuche, den dicken Max zu markieren, in "Pernds Kindheit" und "Mr.Crash".
Leider habe ich viele seiner Meisterstücke nicht miterlebt, zum Beispiel die vielen Stromschläge, die dieser Trottel während seiner Elektrikerlehre abbekommen haben muß, weil er wieder im Unterricht nicht aufgepasst hatte, oder der Mantaunfall oder die Sache mit dem Böller, aber darüber habe ich ja schon berichtet.
Aber Zusammenfassend kann ich sagen: Es wird wohl nie einen größeren Horst als Pernie geben!