dermannmitrueckgrat

Der Mann mit Rückgrat

Eine Kurzgeschichte nach Rainer Zufall

Autoren: G.A., Kristof

Es war einmal ein Mann namens Jelmuht. Er wurde auch Peitschenrücken genannt. Oder der mit dem Stock tanzt. Seine größten Hobbies: f*cken, dumme Sprüche kloppen und seinen gleichaltrigen Schwiegersohn piesacken und quälen.

Ein Beispiel: Sein Schwiegersohn, nennen wir ihn mal Larry, war gerade dabei, seine mit Kuhscheiße besudelte Bruchbude auf Rädern mit einem Q-Tip zu reinigen, als den gemeinen buckligen eine heftige Verstopfung plagte. Kaltlächelnd erleicherte er sich vor den schielenden Augen Larrys in den Radkasten des Wohnmobils. Es kostete Stunden die steinharte Losung aus dem verwinkelten Radkasten zu kratzen, zumal Larry auf seine Fingernägel angewisen war...

Die Rache folgte jedoch auf dem Fuße: Jelmuht, gerade schwer beschäftigt mit den Quarktaschen seiner Alten, ahnte nichts böses, als er die Tür schellen hörte. Als er die Klinke mühevoll niederdrückte war es bereits zu spät: Ein schielender Primat der ihm äußerst bekannt vorkam, rammte ihm eine Baseballkeule derart tief in den Schritt, dass Jelmuht stöhnend aber kerzengerade zusammensackte und sein Gedärm angsterfüllt auf den Wohnzimmerteppich entleerte....

Dafür musste Jelmuht Rache nehmen. Und zwar richtig! Nachdem er tagelang finstere Pläne ausgebrütet hatte, war der Tag gekommen: Am Sonntagmorgen: Larry begab sich zur Niederkunft, also aufn Donnerbalken. Nach etwa zwei Stunden wollte er, um etwa 4 Kilo ohne knochen erleichtert, wieder das WC verlassen. Doch er bemerkte: Das ging nicht! Weil er nämlich mit seinem haarigen Hintern auf der Klobrille festklebte! Alles rütteln und rücken half nichts und er begann laut um Hilfe zu schreien. Natürlich half Jelmuht ihm nicht sondern rief die Feuerwehr die gleich darauf die Haustür einschlug und Richtung Badezimmer eilte. Da saß Larry, mit runtergelassenen Hosen in einem Badezimmer mit beschlagenen Scheiben und mit Atomkleber auf der Klobrille befestigt. Die Feuerwehrleute machten sich erstmal ne Pulle auf und lachten über Larrys haarige, festgeklebte Kiste. Danach schlugen sie schon stark alkoholisiert mit einem Vorschlaghammer auf die Kloschüssel ein, bis Larry mitsamt des Porzellankastens auf den Boden krachte und eine knüppeldicke Wasserfontäne aus der Wand schoss. Dieser löste glücklicherweise den Kleber und Larry konnte sich trotz Verlust seiner Bremsleuchtenbehaarung aus der misslichen Situation befreien...

Für Larry stand eins aber ganz klar fest! Jetzt hatte der Arsch Kirmes! Dem würde er die verknöcherten Wirbel wieder geradebiegen, hohoho!

Zum Glück wusste er wo Jelmuhts Viagratabletten rumstanden. So konnte er diese in aller Seelenruhe gegen starke Rizinuspillen umtauschen. Die Wirkung trat auch beim Nächsten Beisammensein Jelmuhts mit Traudel, seiner Alten, wie geplant ein. Statt nem kräftigen Rohr wuchs bei Jelmuht die Gewissheit, das hier irgendwas nicht in Ordnung ist. Sekundenbruchteile später war es auch schon zu spät. Die Bremsleuchte öffnete sich, noch ehe Jelmuht sich aufgerichtet hatte, was ja bei ihm ohnehin schon überdurchschnittlich lange dauert. Mit geschätzten 10 bar Druck auf der Pumpe schoss er Traudels Porzellanpuppensammlung von der Fensterbank und sprenkelte danach schreiend Traudels Morgenmantel. Völlig verausgabt klappte Jelmuht wie ein Schaukelstuhl, der sich gerade die Seele aus dem leib geschissen hat, hinterrücks in den Kleiderschrank. Larry hatte hier einen klaren Punktsieg errungen, das stand schonmal fest! 

 

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