Der bunte Hund
Letzte Woche hatten wir einen Maler im Haus. Die Wände sollten farbig gestrichen werden.
Ich musste zwischenzeitlich in der Küche bleiben. Das war vielleicht langweilig! Es roch nach frischer Farbe, aus dem Treppenhaus hörte ich seltsame Geräusche und ich sollte den ganzen Tag tatenlos rumliegen!? Es musste doch eine Möglichkeit geben, mich nützlich zu machen. Als die Küchentür einmal kurz geöffnet wurde, nutzte ich diese Gelegenheit zur Flucht. Schnell die Treppe hoch und schon war ich im Mittelpunkt des Geschehens: Um mich herum Farbeimer, Pinsel, Leiter und allerlei Werkzeug. Zuerst sah ich mir die gelbe Wandfarbe genauer an. Dabei bin ich dem Farbeimer wohl zu nahe gekommen. Plötzlich schmückte mich eine gelbe Haarsträne direkt über dem Auge. Vor Schreck machte ich einige Schritte rückwärts und schon stand ich mit einem Hinterbein in einem dicken orangen Farbklecks. Als ich voller Farbe den Rückzug antrat machten sich meine Menschen auch noch über mich lustig. Herrchen sagte, so hätte er sich immer einen „bunten Hund“ vorgestellt und Frauchen meinte ich sähe aus wie ein Punker. Ha-ha sehr witzig! So konnte ich mich doch unmöglich auf der Straße sehen lassen. Dann hörte ich noch etwas von „Schere“ und bekam es mit der Angst zu tun. Nur mit lautem Protest konnte ich das Schlimmste verhindern. Mit Wasser, Kamm und viel Geduld wurden schließlich die Folgen meines kleinen Unfalls beseitigt. Nach diesen unangenehmen Erfahrungen heißt mein Vorsatz für die Zukunft: „Sauber bleiben... !“