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Traumdeutung

Ein kurzer Einblick in die Geschichte der Traumdeutung

Schon vor Jahrtausenden versuchten die Menschen ihre Träume zu deuten. Sie fragten sich, woher sie kamen. Oft glaubten sie, sie seien von den Göttern gesandt. Das wahre Wesen der Träume blieb aber eine lange Zeit, bis zur heutigen modernen Traumforschung, ungeklärt. Vor allem die Ägypter beschäftigten sich mit der Deutung ihrer Träume. Deshalb wird noch heute ihr Wissen angewandt. Ein Traum entsteht, wie man heute weiß, in unserem Unterbewusstsein. Es wirkt auch noch im Schlaf, wenn das bewusste Denken abgeschaltet ist. Träume können uns auch helfen, mehr über uns selbst zu erfahren. Die ersten Traumdeutungsbücher entstanden im Mittelalter. Damals glaubte man, dass gefährliche Dämonen die Menschen durch die Träume verführen wollten. Aber es gab auch andere Theorien, nach denen Träume den Menschen von Gott gesandt wurden und von der Zukunft handelten. Im 19 Jh. erkannte der österreichische Arzt Sigmund Freud erstmals die Bedeutung des Unterbewusstseins und die Möglichkeit es mithilfe von Träumen zu erforschen. Er begründete die moderne wissentschaftliche Traumpsychologie.

Die Archetypen

Die vier Archetypen sind die Hauptaspekte der Persönlichkeit eines Menschen. Sie zeigen sich regelmäßig in unseren Träumen. Sie sind Bilder aus unserem Unterbewusstsein, die wir alle haben. Das Unterbewusstsein scheint Informationen zu sortieren, indem es diese Bilder vergleicht, einander gegenüberstellt und Neues hinzufügt. Die Archetypen können durch schlechte persönliche Erfahrungen verzerrt werden.

Der Schatten

Der Schatten ist die Verkörperung unserer schlimmsten Schwächen und Fehler. In unseren Träumen ist er eine verschwommene, nicht erkennbare Gestalt. Häufig haben wir Angst vor ihm. Die Aspekte von uns, mit denen wir am schwesten klarkommen, werden durch ihn dargestellt. Oft mögen wir gerade diese Aspekte an unseren Mitmenschen nicht und streiten sie in uns selbst ab. Daher wir müssen sie, wenn wir sie in unseren Träumen sehen, so gut und schnell wie möglich bearbeiten und verändern.

Animus und Anima

In einer Frau werden die maskulinen Eigenschaften wie Logik und strenge Sachlichkeit als Animus bezeichnet, die weiblichen Aspekte, wie Instinkte, Weiblichkeit und Einfühlungsvermögen im Mann als Anima. Beide werden im Traum von Menschen symbolisiert, die wir kennen, oder wenigstens teilweise erkennen. Es ist eine idealisierte Wahrnehmung vom anderen Geschlecht, oft verzerrt durch persönliche Erfahrungen und Traumen. Wenn das Angebot einer Vereinigung mit diesem inneren Ideal missachtet oder abgelehnt wird, schneidet sich der Träumende höchstwahrscheinlich von der Verbindungen mit wichtigen Aspekten des anderen Geschlechtes ab.

Das Ego

Das Ego ist der Teil von uns, den wir und unsere Mitmenschen an uns im normalen Leben sehen. Wenn es im Traum verzerrt ist, dann müssen seine Informationen an uns, oft mit Hilfe von Träumen verbessert werden. Das Ego offenbart sich uns in unseren Träumen als aktiver Teilnehmer oder als die Hauptperson, aus deren Sicht das Geschehen ist. Nur wenn wir eine neutrale Selbstkritik entwickeln können, wenn wir geduldig sind und unsere Fantasien beobachten, können wir innerhalb unserer eigenen Persönlichkeit ein Gleichgewicht schaffen.

Das Selbst

Das Selbst ist unsere Fähigkeit für wahre Kreativität. Es wird sich in unseren Träumen am Anfang wahrscheinlich als Figur oder Möglichkeit, die in unsere Zukunft gehört, darstellen oder als heilige Gestalt, Gottheit usw. Das Selbst ist die unbekannte, unbegreifliche, höhere spirituelle Eigenschaft, die in jedem Menschen wohnt. Das Selbst wird uns zu Veränderungen in unserem Leben zwingen, wenn wir nicht bereit sind, sie zu wagen.

Die Große Mutter

Die Große Mutter verkörpert die völlige Ganzheit - des Negativen und des Positiven. Aber sie ist auch eine Ikone der Frauen. Zur Bedienung an ihrer Kraft, muss eine Frau zuerst erkennen, wie die Eigenschaften der Großen Mutter aussehen, und dann lernen sie zu gebrauchen. Dazu muss sie Einfühlungsvermögen, Gefühl, Intuition und Denken als Hilfsmittel heranziehen. Und natürlich ihre eigene Mütterlichkeit. In unseren Träumen erscheint die Große Mutter oft als Göttin oder als unveränderliche Gestalt eines nährenden Wesens. Es gibt natürlich auch negative Eigenschaften der Großen Mutter. Sie zeigen sich uns in unseren Träumen beispielsweise als die Göttinen Kali und Lilith. Diese Eigenschaften erscheinen oft, wenn eine Frau versucht, ihre zerstörerischen Seiten in sich selbst zu bewältigen.

Der Weise Alte Mann

Er ist alles, was einen Mann ausmachtm, aber vollständig mit einbezogen und verstanden. Er erscheint uns in unseren Träumen oft als Führer. Seine Weisheit ist größer als unser. Sie übersteigt alles, was dem Träumenden zuvor schon bekannt war. Diese Weisheit stammt aus dem Inneren und man kann sich deshalb auf ihre Hilfe bei Entscheidungen, die mit spirituellen, geistlichen Dingen zu tun haben, helfen wird. Am Anfang taucht der Weise Alte Mann als getrenntes Wesen auf, dass uns das Gleichgewicht von Gefühl, Intuition, Denken und Wahrnehmung als Hilfsmittel im alltäglichen Leben lehrt. In Träumen mit einer spirituellen Note kann man ihn auch als Christus - ähnliche Gestalt, religiösen Füher, Druiden u.ä. wahrnehmen.

Religiöse Bilder

Ihre Funktion ähnelt dem Bild der Großen Mutter und dem des Weisen Alten Mannes. Sie machen den Träumenden auf seine inneren spirituellen Eigenschaften bewusst. Wenn man im normalen Leben einen Mangel an religiösen Fantasien hat, erscheinen sie uns oft in unseren Träumen, denn durch sie soll das ausgeglichen werden. Dann erscheint sie auch oft als negative und Furcht einflößende Gestalt, wie z.B. Teufel. Bei Menschen mit religiösen Fantasien im wachen Leben erscheinen im Traum positive Bilder, z.B. ein Kreuz, ein Licht, ein Pentagramm usw.




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