V i t a m ... i m p e n d e r e ... v e r o
(Sein Leben der Wahrheit weihen)
Tu erst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und
plötzlich schaffst du
das Unmögliche. Franz von Assisi
.
Unsere Hauptaufgabe ist nicht
zu erkennen, was unklar in
weiter Entfernung liegt, sondern
das zu tun, was klar vor uns liegt. Thomas Carlyle
Ideale sind wie Sterne am dunklen Himmel:
gut zur Orientierung in den Stürmen des Lebens
freelight
Nicht wie der Wind weht,
sondern wie wir
die Segel setzen,
darauf kommt es an.
Das Licht ist
das erste Geschenk der Geburt,
damit wir lernen, daß die Wahrheit
das höchste Gut des Lebens ist. Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
Alles wahre Glück im Leben besteht darin,
daß die schönsten und reinsten Gedanken,
die wir in uns tragen,
unser Wesen bewegen. Albert Schweitzer
Byron Katie: "Die intimste Beziehung haben wir mit unseren eigenen Gedanken"
Wer wagen will, sich zu kennen,
muß verzichten, sich zu gefallen. Hermann Bahr
Es gibt drei Sorten von Menschen:
solche, die sich zu Tode sorgen;
solche, die sich zu Tode arbeiten;
und solche, die sich zu Tode langweilen. Winston Churchill
Eines Abends, am Lagerfeuer unter Manitus großen Sternenzelt erzählte ein alter und weiser Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn über einen Kampf, der im Menschen vor sich geht.
"Dieser Kampf, mein Sohn,
geschieht zwischen zwei 'Wölfen'.
In uns.
In uns allen.
Der eine kämpft mit:
Zorn, Neid, Eifersucht, Trübsal, Klagen, Habsucht,
Arroganz, Selbstmitleid, Vergehen, Groll, Minderwertigkeitsgefühl,
Lügen, falscher Stolz, Überheblichkeit, Ego.
Der andere kämpft durch:
Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Demut, geistige Freiheit, Freundlichkeit, Güte, Einfühlungsvermögen, Großmut, Wahrheitsliebe, Mitgefühl und Vertrauen."
Ins Feuer blickend sann der Enkel eine Weile darüber nach.
Plötzlich frug er: "Und welcher 'Wolf' gewinnt?"
Der alte Cherokee
antwortete geradeheraus:
"Der, den du fütterst."
„La vie, c’est une grande aventure vers la lumiere“
(Das Leben ist ein großes Abenteuer zum Lichte hin) Claudel
Das tiefste Geheimnis ist,
dass das Leben nicht nur ein Entdeckungsprozess,
sondern ein stetiger Schöpfungsprozess ist.
Du entdeckst dich nicht nur selbst,
sondern du erschaffst dich immer wieder neu.
Trachte deshalb nicht nur danach herauszufinden, wer du bist,
sondern trachte danach immer wieder neu zu entscheiden,
wer du sein und wieduwerden
möchtest.
Hielte ich mich für das, was aus mir diese Welt macht, dann kann ich wirklich nichts tun.
Die Vernichtung der Erdkugel werde ich dann natürlich nicht stoppen können.
Dächte ich aber daran, was ursprünglich jeder von uns ist beziehungsweise werden könnte
- unanbhängig von der Weltlage -,
nämlich ein autonomes menschliches Wesen, verantwortungsfähig der Welt und für die Welt, dann kann ich selbstverständlich viel tun.
Vaclav Havel
Stolz ist etwas anderes
als das Bewusstsein der
menschlichen Würde.
Der Stolz nimmt zu in dem
Maße des äußeren Erfolges,
das Bewusstsein der menschlichen
Würde dagegen im Maße
der inneren Bescheidenheit.
Ein stolzer Mensch achtet nicht
sich selber, sondern nur die Meinung,
die die Menschen von ihm haben.
Wer aber seine menschliche
Würde begreift, der achtet
nur sich und gibt nicht acht
auf die Meinung der Leute.
Sie ist ihm nur Mittel zu
seiner Vervollkommnung.
Östliche Weisheit
Ein Sonnenstrahl reicht hin
um viel Dunkel zu erhellen.
Franz von Assisi
Das Geheimnis der Zufriedenheit
Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.
"Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"
Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."
Es sei hier eine Passage aus dem "Jakobsweg" von Paolo Coelho (1987 erschienen) zitiert:
"...erst, wenn der Schutt hinter meinen Sinnen geräumt von der starken Leuchtekraft kindlicher Hingabe,
-die bleierne Schwere in meinen Urteilen gehoben von der gnädigen Exaktheit eines beliebig fremden Standpunktes,
- die saugende Finsternis in meinem Herzen gelichtet von den Fürbitten, die mein größter Feind allnächtlich für mich zum Engel spricht,
-erst, wenn ich diesen Standpunkt, diese Hingabe erkenne als den, der ich wirklich bin,
kann vielleicht dereinst
ein Mensch aus mir werden..." (R.M.G.)
Weisheit wohnt
nicht
im
Lärm
lausche
den
Wundern
der
Stille
"Der gute Kampf ist der, den wir im Namen unserer Träume führen. Wenn sie mit aller Macht in unserer Jugend aufflammen, haben wir zwar viel Mut, doch wir haben nicht zu kämpfen gelernt. Wenn wir aber unter vielen Mühen zu kämpfen gelernt haben, hat uns der Kampfesmut verlassen. Deshalb wenden wir uns gegen uns selber und werden zu unseren schlimmsten Feinden. Wir sagen, daß unsere Träume Kindereien, zu schwierig zu verwirklichen seien oder nur daher rührten, daß wir von den Realitäten des Lebens keine Ahnung hätten. Wir töten unsere Träume,weil
wir Angst davor haben, den guten Kampf aufzunehmen."
"Die Zukunft ist offen.
Sie ist kein unentrinnbares Schicksal und kein Verhängnis.
Sie kommt nicht einfach über uns.
Wir können sie gestalten - mit dem, was wir tun
und mit dem, was wir nicht tun." (aus der Berliner Rede "Alles wird gut" vom 18.5.2001) Johannes Rau
deutscher Politiker und Alt-Bundespräsident
*16.01.1931 (Wuppertal)
†27.01.2006 (Berlin)
Lied über die guten Leute
1
Die guten Leute erkennt man daran
Daß sie besser werden
Wenn man sie erkennt.
Die guten Leute laden ein
Sie zu verbessern,
Denn wovon wird einer klüger?
Indem er zuhört
Und indem man ihm etwas sagt.
2 Gleichzeitig aber
Verbessern sie den, der sie ansieht
Und den sie ansehen.
Nicht indem sie einem helfen
Zu Futterplätzen oder Klarheit,
Sondern mehr noch dadurch, daß wir wissen,
Diese leben und verändern
Die Welt, nützen sie uns.
3 Wenn man zu ihnen hinkommt, sind sie da
Sie erinnern sich ihres eigenen
Alten Gesichts bei dem letzten Treffen.
Wie immer sie sich verändert haben -
Denn gerade sie verändern sich -
Sie sind höchstens kenntlicher geworden.
4 Sie sind wie ein Haus, an dem wir mitgebaut haben
Sie zwingen uns nicht, darin zu wohnen
Manchmal erlauben sie es nicht.
Wir können jederzeit zu ihnen kommen
In unserer kleinsten Größe
Aber, was wir mitbringen, müssen wir aussuchen.
5 Für ihre Geschenke wissen sie Gründe anzugeben
Sie weggeworfen wiederfindend, lachen sie.
Aber auch darin sind sie verläßlich, daß wir
Uns selber verlassend auch
Sie verlassen.
6
...........
(Bert Brecht)
( Fortsetzung folgt vielleicht noch... )
Aber nicht das Leben, das sich vor dem Tode scheut und von der Verwüstung rein bewahrt,
sondern das ihn erträgt und in ihm sich erhält, ist das Leben des Geistes.
Er gewinnt seine Wahrheit nur, indem er in der absoluten Zerissenheit
sich selbst findet.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Viele kleine Leute
An vielen kleinen Orten
Die viele kleine Schritte tun
Können das Gesicht der Welt verändern.
Mit Mühen und Beschwerden wird man allein fertig.
Aber die Freude muß man mit jemand teilen.
Henrik Ibsen
Man soll schweigen oder Dinge sagen,
die noch besser sind als das Schweigen.
Pythagoras von Samos
Gewohnheiten sind Fingerabdrücke des Charakters
M. Hesse
Man kann den Himmel berechnen
und die Erde ausmessen,
aber das Herz eines Menschen
kann man nicht bestimmen.
Chinesischer Spruch
Wenn zwei Menschen je einen Apfel haben
und diese tauschen, so hat am Ende auch nur jeder
einen.
Wenn zwei Menschen jedoch je einen
Gedanken miteinander haben und diese tauschen,
hat am Ende jeder zwei neue Gedanken.
Plato
Allein sein zu müssen ist das Schwerste, allein sein zu können das Schönste
Rabindranath Tagore
Sooft man Gold glüht, es gibt seinen Glanz nicht auf; so klein man Zuckerrohr auch zerschneidet, es verliert seine Süßigkeit nicht; sosehr man Sandelholz auch zerreibt, es behält seinen Wohlgeruch! Die besten Menschen wahren auch über den Tod hinaus das ihnen angeborene Wesen.
Indische Spruchweisheit
In einem dankbaren Herzen
herrscht ewiger Sommer. Celia Layton Thaxter
PERLENGLEICH RUHT UNGESAGTES
IN DEN MUSCHELSCHALEN
SPRINGT DIE KAPSEL, SCHLIESST DEIN AUGE
SICH VOR IHREN STRAHLEN.-
WAPPNE DICH DASS OHR UND AUGE
DER GEWALT DER WAHRHEIT TAUGE.
arabischer Spruch
Willst Du das eigene Wesen erkennen ,
sieh Dich in der Welt nach allen Seiten um.
Willst Du die Welt wahrhaft durchschaun,
blick in die Tiefe der eigenen Seele . R. Steiner
Besser ein Licht anzünden, als auf die Dunkelheit schimpfen aus China
Glück liegt nicht darin,
dass man tut, was man mag,
sondern mag, was man tut.
Sir James Matthew Barrie
Gewalt beginnt dort, wo Vorurteile gefestigt worden sind... Christoph Keller
Glauben heißt:
durch den Horizont blicken
aus Afrika
Der Teufel zweifelt keinen Augenblick
an der Existenz Gottes, dennoch
glaubt er nicht an ihn.
Michael Bauer
Mit einem Brunnenfrosch kann man
nicht über den Ozean sprechen
Chuang-tzu
Kein Mensch kann das beim andern sehen und verstehen, was er nicht selbst erlebt hat. H.Hesse
Die himmlische Rechenkunst
Was dem Herzen sich verwehrte
Lass es schwinden unbewegt
Allenthalben das entbehrte
Wird dir mystisch zugelegt.
Liebt doch Gott die leeren Hände
Und der Mangel wird Gewinn
Immerdar enthüllt das Ende
Sich als strahlender Beginn
Jeder Schmerz entlässt dich reicher
Preise die geweihte Not
Und aus nie geleertem Speicher
Nährt dich das geheime Brot.
Werner Bergengrün
Wenn ich auf all meine Sorgen zurückblicke, fällt mir die Geschichte von dem alten Mann ein, der auf seinem Totenbett sagte, daß er in seinem Leben viele Sorgen gehabt hätte, wovon die meisten nie eingetroffen wären. Sir Winston Leonard Spencer Churchill
"Gegen die Infarmitäten des Lebens sind die besten Waffen:
Tapferkeit, Eigensinn und Geduld.
Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe." H. Hesse
Eine schöne Uhr zeigt die Zeit an, eine schöne Frau läßt sie vergessen.
Maurice Chevalier
Weine nicht, das es vorbei - freue dich, daß es gewesen…
nach Rabindranâth Tagore
Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecke mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer mit Blut abgewaschen werden.
Sir Winston Leonard Spencer Churchill
Ordnung ist der erste Schritt zum neuerlichen Chaos
Albert Einstein
GOTT WÜRFELT NICHT !
Albert Einstein
Ich lobe den Tanz,
denn er befreit den Menschen
von der Schwere der Dinge,
bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft. Ich lobe den Tanz,
der alles fordert und fördert,
Gesundheit und klaren Geist
und eine beschwingte Seele.
O Mensch lerne tanzen,
sonst wissen die Engel
im Himmel mit dir
nichts anzufangen.
Aurelius Augustinus (354-430)
Die Sonn´ erregt das All,
macht alle Sterne tanzen,
wirst du nicht auch bewegt,
gehörst du nicht zum Ganzen.
Angelus Silesius
Das Sein ist ein
Abbild der Liebe
Gottes. Joseph van Cypern
Gott sagt nicht:
"Das ist ein Weg zu mir, das aber nicht", sondern er sagt: "alles was du tust, kann ein Weg zu mir sein, wenn Du es nur so tust, dass es dich zu mir führt." Martin Buber
Will ich die Welt verbessern, dann fang ich am besten bei mir an! Phil Bosmans
Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben in der Welt,
aber nicht vom Wahrheit sagen.
G. Chr. Lichtenberg
Ich halte nichts von selbst Mord.
Denn es ändert nichts daran,
dass ich da gewesen bin
und mir gewünscht habe
nicht da zu sein.
Max Frisch(Homo Faber)
Mit der körperlichen Verwöhnung und Trägheit geht die geistige Hand in Hand. H.Hesse
Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden deine Worte,
achte auf deine Worte,
denn sie werden deine Taten,
achte auf deine Taten,
denn sie werden deine Gewohnheiten,
achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden dein Charakter.
achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal
(Talmud)
Der Edle Mensch macht sich keine Sorge und fürchtet sich nicht. Da er nichts getan, dessen er sich schämen müßte, warum sollte er sich Sorgen machen oder sich fürchten?
Konfutse
Die Strafe des Lügners ist nicht, dass ihm niemand mehr glaubt, sondern dass er selbst niemandem mehr glauben kann.
George Bernard Shaw (26.07.1856 - 02.11.1950) irischer Dramatiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger
Das Licht hat stets mehr Recht
als die Finsternis. Karl Rahner
Zu wissen, was gut ist, ist nicht genug:
man muß es auch lieben.
Die Güte zu lieben ist nicht genug:
man muß sie auch mit Begeisterung praktizieren.
Konfutse
Optimist ist einer, der ein Dutzend Austern bestellt, in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können
Théodor Fontane
Alles nimmt ein gutes Ende
für den, der warten kann. Leo Tolstoi
Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.
Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.
Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guß,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ist,
Glück ist auch ein lieber Gruß.
Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.
Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.
Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.
Clemens Brentano
Man muss zeitlebens die Welt mit Kinderaugen sehen.
Henri Matisse
Sehr wenige Leute lieben das Leben wirklich:
das Grauen vor dem Wechsel ist der Beweis.
Es ist ein grundlegendes Gesetz, daß das Leben
sich ständig wandelt.
Wenn es uns gelingt, dies zu bejahen, wenn wir es
als Wachstumschance für uns begreifen können,
dann öffnet sich in unserem Inneren ein neuer Raum,
der sich auch mit neuem Leben füllt. Das Leben gehört
den Lebendigen und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein. ANDRE GIDE 1869-1951
Ein gepflegter und gehüteter Baum trägt
durch die gute Sorge seines Besitzers
seine Frucht zur rechten Zeit,
wie man es von ihm erwartet.
aus: "Merksätze von Licht und Liebe" Juan de la Cruz
(Johannes vom Kreuz),
eigentlich Juan de Yepes-
spanischer Mystiker,
Karmeliterpater und Kirchenvater
*um 1542 (Fontiveros/Avila)
†14.12.1591 (Ubeda/Jaen)
Wer die Menschen liebt, liebt auch die Freude. Dostojewski
Bedenke, daß jemand
der an deine Tür klopft,
vom Himmel geschickt sein könnte. aus Irland
Mensch und Welt
Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde.
Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei. Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.
Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt."
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Zeitmangel ist das, was die Menschen derzeit in Überfluß besitzen. (INAIS)
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freelight: ohne Humor verkrampfen unsere geistigen Flügel, wenn wir uns zu den höchsten Erkenntnissen aufschwingen wollen (14.11.2005)
von Roy am 28.12.2005 im ezzy-Tower ausgegraben: "Es gibt Menschen, bei denen scheint ein Feindbild den Verstand zu ersetzen wie eine zu kurze Prothese ein Bein ersetzt: man kann zwar "gehen", humpelt aber immer im Kreis herum(byFreelight)"
Nur einmal bringt des Jahres lauf
uns Lenz und Lerchenlieder.
Nur einmal blüht die Rose auf
und dann verwelkt sie wieder.
Nur einmal gönnt uns das Geschick,
so jung zu sein auf Erden;
hast du versäumt den Augenblick,
jung wirst du nie mehr werden.
Drum lass von der gemachten Pein
um nie gefühlte Wunden!
Der Augenblick ist immer dein,
doch rasch entfliehn die Stunden.
Und wer als Greis im grauen haar
vom Schmerz noch nicht genesen,
der ist als jüngling auch fürwahr
nie jung und frisch gewesen.
Nur einmal blüht die Jugendzeit
und ist so bald entschwunden;
und wer nur lebt vergangnem Leid,
wird nimmermehr gesunden.
Verjüngt sich denn nicht auch Natur
stets neu im Frühlingsweben?
Sei jung und blühend einmal nur,
doch durch das ganze Leben! Richard von Wilpert, 1862 - 1918
Freundschaft ist die Blüte des Augenblicks und die Frucht der Zeit. August von Kotzebue
Und bedenke, dass du wirklich stark bist
und dass du deinen eigenen Wert hast
Kelly Priest
Verstehen
ist ein Licht;
Begreifen
ein Sonnenaufgang...
Else Pannek(viele fast durchweg sehr zu empfehlende Texte!)
Die Lebensregeln des 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso
Wenn Du verlierst, verliere nicht den Lerneffekt.
Befolge grundsätzlich die folgenden drei Regeln.
Denke (weil große Liebe und große Ziele
große Risiken in sich bergen) an:
- Respekt für Dich selbst
- Respekt für andere und
- Respekt (Verantwortung) für alle
Deine Handlungen.
Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst,
manchmal
eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.
Lerne die Regeln, damit Du weißt, wie Du sie brichst.
Wenn Du merkst, dass Du einen Fehler gemacht hast,
unternimm unverzüglich etwas, um ihn zu korrigieren.
Verbringe jeden Tag einige Zeit mit Dir selbst.
Begegne Veränderungen mit offenen Armen,
aber verliere dabei nicht Deine Wertmaßstäbe.
Denk daran, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Lebe ein gutes ehrbares Leben - wenn Du älter wirst und zurückdenkst,
wirst Du es ein zweites Mal genießen können.
Eine freundliche Atmosphäre in Deinem Haus ist die beste Grundlage für Dein Leben.
Wenn Du mit lieben Freunden streitest,
bezieh Dich nur auf die aktuelle Situation - lass die Vergangenheit ruhen.
Teile Dein Wissen, so erlangst Du Unsterblichkeit.
Sei freundlich zur Erde.
Besuche einmal im Jahr einen Ort, den Du noch nicht kennst.
Denk daran, die beste Beziehung ist die,
in der die Liebe für den anderen größer ist,
als das Verlangen nach dem anderen.
Bewerte Deine Erfolge daran, was Du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit.
Hüte dich
vor gezuckerten
Zungen
und gepfefferten
Herzen. Julius Wilhelm Zincgref
Zeitgenossen, Haufenweise
Es ist nicht leicht, sie ohne Haß zu schildern,
und ganz unmöglich geht es ohne Hohn.
Sie haben Köpfe wie auf Abziehbildern
und, wo das Herz sein müßte, Telephon.
Sie wissen ganz genau, daß Kreise rund sind
und Invalidenbeine nur aus Holz.
Sie sprechend fließend, und aus diesem Grund sind
sie Tag und Nacht - auch sonntags - auf sich stolz.
In ihren Händen wird aus allem Ware.
In ihrer Seele brennt elektrisch Licht.
Sie messen auch das Unberechnenbare.
Was sich nicht zählen läßt, das gibt es nicht!
Sie haben am Gehirn ernorme Schwielen,
fast als benutzten sie es als Gesäß.
Sie werden rot, wenn sie mit Kindern spielen,
die Liebe treiben sie programmgemäß.
Sie singen nie (nicht einmal im August)
ein hübsches Weihnachtslied auf offner Straße.
Sie sind nie froh und haben immer Lust.
Und denken, wenn sie denken, durch die Nase.
Sie loben unermüdlich unsre Zeit,
ganz als erhoielten sie von ihr Tantiemen.
Ihr Intellekt liegt meißtens doppelt breit.
Sie können sich nur noch zum Scheine schämen.
Sie haben Witz und können ihn nicht halten.
Sie wissen viel, was sie nicht verstehen.
Man muß sie sehen, wenn sie Haare spalten!
Es ist, um an den Wänden hochzugehn.
Man sollte kleine Löcher in sie schießen!
Ihr letzter Schrei wär noch ein dernier cri.
Jedoch, sie haben viel zuviel Komplicen,
als daß sie sich von uns erschießen ließen.
Man trift sie nie. Erich Kästner
Spruch in der Silvesternacht
Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos! Erich Kästner
Damit nicht Menschen postum
an der geistigen Leistung von Erich Kästner
verdienen, obwohl sie zu dieser
Leistung nicht das Geringste
beigetragen haben, habe ich
seine schönen Texte geschwärzt
Dass seine Gedanken durch diese Geldgier
weniger Menschen zugute kommt,
ist wohl kaum in seinem Sinn!
In einer Eichel
liegt vielleicht die Schöpfung
von 1000 Wäldern.
Jüdisches Sprichwort
Mögest du warme Worte haben
an einem kalten Abend,
Vollmond in einer dunklen Nacht
und eine sanfte Straße
auf dem Weg nach Hause...
Altirischer Segenswunsch
Freund, es ist auch genug.
Im Fall du mehr willst lesen,
So geh und werde selbst die Schrift
Und selbst das Wesen. Angelus Silesius
*
Zum Lesen langer Texte den Pause-Button benutzen!
weitere, von mir auch nur ausgewählte Videos finden sich
jeweils ganz unten auf folgenden Unterseiten dieser HP:
"Desiderata-Ziate" (+ ein paar persönliche und noch vorläufige, werkstattmäßige Gedanken/Formulierungen ergänzend bzw. indirekt fragenaufwerfend dazu, die ich hier hin und wieder ändere und geändert habe)
"Bleibe gelassen inmitten von Lärm und Hektik." Vergiss nie, welch ein Friede von tief gelebter Stille ausgehen kann.
Gestalte deine Begegnungen authentisch – aber vergiss nicht die Würde hoch zu halten; sowohl die deine, wie auch die deines Gegenübers.
Lass deiner Wahrheit ihre Zeit: gelassen und lauter äußere dich im rechten Moment. Steht ein Tabu der Wahrheit im Weg, könnte es an der Zeit sein es brechen zu müssen.
Was ein Mitmensch sagen will, höre mit tiefem Interesse zuende an. Ein jeder trägt den Quell der Weisheit in sich. Lauscht zu lange ihm keines Menschen Herz, könnte er versumpfen.
Laute und aggressive Menschen, Eindrücke und Gedanken können Körper, Seele und Geist belasten. Halte Maß mit deinen Kräften und verzettel dich nicht.
"Vergleichst du dich mit anderen, könntest du eitel oder verbittert werden. Denn es gibt immer größere und kleinere Menschen wie dich."
"Genieße von dem, was du erreicht hast, sowie von deinen Plänen."
Bringst du hingebungsvolles Interesse für dein Tun auf, wie niedrig es dir oder anderen erscheinen mag, so wurzelt dein Leben kraftvoll in der Wirklichkeit. Mag dann ruhig kommen was wolle.
Sei umsichtig und nicht zu naiv, denn viele Menschen sind an Lüge und Betrug erkrankt.
Aber lass dein Herz nicht blind werden für Tugenden, die sich manchmal still und leise im Dunkeln entwickeln wie ein vergessener Same in der Erde. "Viele Menschen streben hohen Idealen zu."
Sei du selbst. Heuchle insbesondere keine Zuneigung. Aber sei ebenso wenig zynisch gegenüber echter Verantwortung und Liebe, denn bei aller Leere und Unzufriedenheit wächst die Liebe doch beständig wie das Gras.
Verfolge den Gang deines Schicksals mit Hingabe, lasse Vergangenes loß ohne vergesslich zu werden und gehe täglich deiner Zukunft mit größter Gelassenheit und tiefem Vertrauen in die spirituelle Seite deines Schicksals entgegen.
Stärke deine spirituelle Geisteskraft und pflege sie treu, um bei unerwartetem Gegenschlag gewappnet zu sein und um aus jeder Situation lernen zu können.
Plage dich nicht mit Spekulationen. Viele der überflüssigen Sorgen "werden aus Müdigkeit und Einsamkeit geboren."
Eigne dir selbst gegenüber eine klare Disziplin an. Und bleibe stets achtsam mit dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger wie Bäume und Sterne. Wie jeder Mensch hast auch du das Recht hier zu sein.
"Und ist es dir deutlich oder nicht, so entfaltet sich das Weltall doch so wie es sich entfaltet" – auf dass früher oder später allem ein tieferer Sinn zu komme.
"Habe darum Frieden mit Gott, wie auch immer du denkst, dass er sein möge."
Was auch dein Tun, dein Lassen und dein Streben ist, sorge immer wieder für Friede in dir: Nur tote Fische schwimmen nie gegen den Strom.
Trotz aller Oberflächlichkeit, trotz aller Abgründe und aller Illusionen leben wir doch in einer einzigartigen und kostbaren Welt - auch um ihrer Willen: befähige dich zu tiefer Erkenntnis.
Zur Wahrheit, zur Liebe und zur Freiheit strebe stets achtsam.
freelight (im Dez. 2006)
Mein „Desiderata“ Pfingsten 2007 (persönliche Arbeitsversion, siehe auch obige Version)
Ich bleibe gelassen, auch inmitten von Lärm und Hektik, wissend welch ein Friede von tief gelebter Stille ausgehen kann.
Ich gestalte, so gut ich es vermag, jede Begegnung authentisch – dabei immer seltener vergessend, die Würde hoch zu halten: sowohl die meine, wie auch die meines Gegenübers.
Immer öfter äußere ich meine Ansicht ruhig und deutlich. Steht ein Tabu der Wahrheit im Weg, könnte es an der Zeit sein es brechen zu müssen. Wenn möglich mit feinem Humor.
Was ein Mensch sagen will, höre ich mit tiefem Interesse. Ein jeder trägt den Quell der Weisheit in sich. Lauscht zu lange ihm keines Menschen Herz, könnte er versumpfen.
Mit meinen Kräften übe ich Maß zu halten. Lärmende und aggressive Menschen, unverdaute Eindrücke und Gedanken können Körper, Seele und Geist belasten.
Vergleiche ich mich mit anderen, könnte ich hochmütig oder verbittert werden, wüsste ich nicht: es gibt überall größere und kleinere Menschen als mich. Und wäre ich auch der Kleinste, ich wäre eben so unersetzlich und einmalig wie ein jeder von uns.
Manchmal genieße ich von dem, was ich erreicht habe, lieber aber von meinen und SEINEN Plänen. Habe ich echtes Interesse für meine Arbeit, wie niedrig sie auch erscheinen mag, wurzelt mein Leben kraftvoller in der Wirklichkeit. Mag dann kommen was wolle, im stets veränderlichen Glück der Welt.
Ich führe meine Geschäfte - so gut ich vermag - mit Umsicht, denn die Welt krankt an Lüge und Betrug. Aber ich hüte mein Herz davor blind und kalt zu werden gegenüber Tugenden, die sich still und leise entwickeln. Viele Menschen streben hohen Idealen zu. Und immer wieder ist das Leben voller Heldentum.
„Sei immer wieder neu du selbst,“, sage ich mir „heuchle z.B. keine Zuneigung. Aber sei ebenso wenig zynisch gegenüber echter Verantwortung und warmherziger Liebe, denn auch bei oberflächlicher Leere und Unzufriedenheit kann die Liebe beständig sein wie schon seit Urzeiten Gras und Wald.“
Ich folge dem Lauf meines Lebens mit Hingabe und übe gerne Verzicht auf das Verlangen nach Zeiten, die hinter mir liegen. Denn mir selbst gegenüber benötige ich eine klare und zugleich achtsame Disziplin. Ich bin sparsam mit unnötigen Spekulationen. Viele Ängste werden aus Müdigkeit und Einsamkeit geboren.
Was auch immer mir begegnen mag: Stärke ich meine Geisteskraft und pflege sie treu, kann ich das wirkliche Wesen immer angemessener erkennen und bei unerwarteter Schicksalsprüfung bestehen. Milder Mut geht mitten hindurch.
Ich bin ein Kind des göttlichen Universums, nicht weniger wie Bäume und Sterne. Mich aus tiefstem Herzen als Teil der ganzen Menschheit erlebend, habe ich das Recht einzigartig zu sein. Ich strebe Frieden mit Gott an, auch ohne mir eine angemessen Vorstellung von seinem Wesen bilden zu können.
Jeder von uns hat seine ihm selbst zukommende Verantwortung für die weitere Entwicklung dieser unserer Erde. Mögen sich ihre Geschicke weiterhin so entwickeln, dass früher oder später allem ein tieferer Sinn zu komme.
Zu welchem Tun und Lassen ich mich auch entscheide, ich strebe Friede mit mir selbst im lärmigen Durcheinander des Lebens an. Schaue ich tiefer, vermeine ich erkennen zu können: Trotz aller Oberflächlichkeit, allen Abgründen und verflogenen Träumen bietet uns unsere Erde in der Ganzheit aller diesseitigen und jenseitigen Wirklichkeiten eine einzigartige und kostbare Welt.
Strebe ich treu, stets neu suchend, zum schöpferisch-göttlichen Dreiklang von Wahrheit, Liebe und Freiheit, wird sich dereinst jegliche Grenze des Erkennens als überwindbar erwiesen haben.
(c) M. Hesse
Obiger Text gesprochen mit einer humorigen Slideshow erweitert: