Brückenschlag der Liebe
Wie gern lausch ich der großen Musik,
die still zwischen Himmel und Erde erblüht:
Dem friedekündenden Leuchten des Regenbogens
der fein webenden Lichtspur einer Sternschnuppe
dem Glitzern des Taus bei Sonnenaufgang
der zarten Schneeflocke auf deiner Stirn...
Doch am tiefsten jubelte mein Herz
ob des Lächeln jenes kleinen Kindes
dessen Leuchten seiner Augen leise
singt von überirdischer Kraft und Freude
sich unser aller Welt frei verschenkend
M.Hesse
Kinder sind Engel, deren Flügel
schwinden, je mehr ihre Füße wachsen.
Aus Frankreich
Wer sagt, es gäbe keine Wunder in dieser Welt,
hat noch nie die Geburt eines Kindes erlebt.
Wer sagt, Reichtum sei alles,
hat nie ein Kind lächeln gesehen.
Wer sagt, diese Welt sei nicht zu retten,
hat vergessen, dass Kinder
ein steter Quell neuer Zukunft sind.
Glück kann man nicht kaufen,
Glück wird geboren.
Wie ein Wunder liegst du neben uns,
liebst und atmest Zauber in unser Herz
Welcher Traum könnte traumhafter sein
als deine Wirklichkeit hier und jetzt?
Im Geleit von Sternenklängen, Nebelmond im Morgenwind,
Kam auf Engelsschwingen träumend auf die Erd ein Menschenkind
Mit Kindern vergehen die Wochen und Jahre im Fluge,
Doch unzählige Augenblicke werden zu Ewigkeiten
Unser Wunsch kommt mit Bedacht:
Lass dir niemals rauben,
was das Leben wertvoll macht -
Hoffen, Lieben, Glauben!
Gefühle, die man kaum beschreiben kann.
Liebe, die unendlich strömt.
Gewissheit, das Kostbarste dieser Erde
In den Armen halten zu dürfen.
Noch nie haben wir einen Augenblick sehnlicher erwartet.
Noch nie haben wir einen Augenblick schmerzlicher erlitten.
Noch nie haben wir einen Augenblick tiefer geliebt.
Noch nie haben wir einen Augenblick ehrlicher gedankt.
In diesem Augenblick bist du geboren und hast alle Menschen reicher gemacht.
Wenn du dein Leben lang
Auch nur einen Bruchteil bewahrst
Von deiner staunenden Offenheit
Deinem tragenden Vertrauen
Deiner sich verschenkenden Liebe
Mit denen du reich gesegnet
In diese Welt hineinkamst,
Bist du nicht vergebens
Erwachsen geworden
Egal was Angst und Krankheit
Dir auch einreden wollen
Jedes neugeborene Kind
bringt die Botschaft,
dass Gott sein Vertrauen
in die Menschheit noch nicht verloren hat.
Rabindranath Tagore
Wenn du ein Kind siehst,
hast du Gott auf frischer Tat ertappt.
Martin Luther
Als du geboren wurdest, war ein regnerischer Tag.
Aber es war nicht wirklich Regen, sondern
der Himmel weinte, weil er einen Stern verloren hatte.
Antoine de Saint-Exupéry
Geboren wird nicht nur das Kind
durch die Mutter, sondern auch
die Mutter durch das Kind.
Gertrud von Le Fort (1876-1971), dt. Dichterin
Mit jedem Menschen ist etwas
Neues in die Welt gesetzt, was es
noch nicht gegeben hat,
etwas Erstes und Einziges.
Martin Buber
Kinder - die lebenden Botschaften,
die wir einer Zeit übermitteln,
an der wir selbst nicht mehr teilhaben werden.
Neil Postman (*1931), amerik. Medienkritiker
Kinder - kleine Wesen, die sich nicht so benehmen dürfen
wie ihre Eltern im gleichen Alter.
Autor unbekannt
Kleine Hände
geboren
zum Loslassen
und selbst begreifen
Kleine Füße
geboren
ihren eigenen Weg zu gehen
aufrechten Ganges
Ein kleiner Kopf
geboren
Neues zu denken
frei wie ein Vogel
der der Sonne
entgegen fliegt
frei nach Th. Heeg
In jedem Kind
träumt Gott
den Traum
der Liebe
In jedem Kind
wacht ein Stück
Himmel auf
In jedem Kind
blüht Hoffnung,
wächst die
Zukunft
In jedem Kind
wird unsere
Erde neu.
Kinder
Was wäre die Sonne ohne Wärme,
Was wäre die Nacht ohne Sterne,
Was wäre die Musik ohne Melodie,
Kinder,
Was wäre die Welt ohne sie.
Sind so kleine Hände, winzige Finger dran. Darf man nie drauf schlagen, sie zerbrechen dann.
Sind so kleine Füße mit so kleinen Zeh'n, darf man nie drauf treten, könn' sie sonst nicht geh'n.
Sind so kleine Ohren, scharf, und ihr erlaubt: Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.
Sind so kleine Münder, sprechen alles aus. Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.
Sind so kleine Augen, die noch alles seh'n. Darf man nie verbinden, könn' sie nichts versteh'n.
Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei. Darf man niemals quälen, geh'n kaputt dabei.
Ist so'n kleines Rückgrad, sieht man fast noch nicht. Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.
Gerade klare Menschen wär'n ein schönes Ziel, Leute ohne Rückgrad hab', wir schon zuviel.
Bettina Wegener
Das Kind in der Wiege
Glücklicher Säugling! dir ist
ein unendlicher Raum noch die Wiege.
Werde Mann, und dir wird eng
die unendliche Welt.
Schiller
Drei Dinge sind uns
aus dem Paradies geblieben:
Die Sterne der Nacht,
Die Blumen des Tages
Und die Augen der Kinder.
Dante Alighieri (Die göttliche Komödie)
Die Freude und das Lächeln der Kinder
sind der Sommer des Lebens.
Jean Paul
Wenn wir wahren Frieden
in der Welt erlangen wollen,
müssen wir bei den Kindern anfangen.
Mahatma Gandhi
Kinder sind Boten
des Glücks.
chinesisch
Gebt euren Kindern schöne Namen,
darin ein Beispiel nachzuahmen,
ein Muster vorzuhalten sei.
Sie werden leichter es vollbringen,
sich guten Namen zu erringen,
denn Gutes wohnt dem Schönen bei.
Friedrich Rückert
In Deinen Armen liegt ein Kind,
so klein, so warm und süß,
mit Augen, die vollkommen sind;
jeder Blick das Paradies.
Doch kleine Augen lernen sehen,
was Du tust und wer Du bist;
kleines Köpfchen wird verstehen,
was Wahrheit und was Lüge ist.
Kleine Hände lernen greifen,
erst nach Dir, dann nach dem Leben,
die Gedanken werden reifen,
Dir noch manches Rätsel geben.
Kleine Füße lernen gehen,
gehen durch die off´ne Tür;
halt sie nicht und Du wirst sehen,
sie kommen gern zurück zu Dir.
Mutterliebe
Viele lichte Opferkerzen
zündet Mutterliebe stumm
an im Reich der Kinderherzen,
Gott uns sie nur weiß warum.
Wie schön, daß Du geboren bist,
wir hätten Dich sonst sehr vermisst
Erste Schritte
Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt,
Klein wird dein letzter sein.
Den ersten gehn Vater und Mutter mit,
Den letzten gehst du allein.
Sei's um ein Jahr, dann gehst du, Kind,
Viel Schritte unbewacht,
Wer weiß, was das dann für Schritte sind
Im Licht und in der Nacht?
Geh kühnen Schritt, tu tapfren Tritt,
Groß ist die Welt und dein.
Wir werden, mein Kind, nach dem letzten Schritt
Wieder beisammen sein.
Albrecht Goes
Der alte Großvater und sein kleiner Enkel
Es war einmal ein Großvater, der schon sehr, sehr alt war. Seine Beine gehorchten ihm nicht mehr, die Augen sahen schlecht, die Ohren hörten nicht mehr viel und Zähne hatte er auch keine mehr.
Wenn er aß, floss dem alten Mann die Suppe aus dem Mund. Der Sohn und die Schwiegertochter ließen ihn deshalb nicht mehr am Tisch essen, sondern brachten ihm sein Essen hinter den Ofen, wo er in seiner Ecke saß.
Eines Tages, als man ihm die Suppe in einer Schale hingetragen hatte, ließ er die Schale fallen und sie zerbrach. Die Schwiegertochter machte dem Greis Vorwürfe, dass er ihnen im Haus alles beschädige und das Geschirr zerschlage, und sagte, dass sie ihm von jetzt an das Essen in einem Holzschüsselchen geben werde. Der Greis seufzte nur und sagte nichts.
Als der Mann und die Frau einige Tage später zu Hause beisammen saßen, sahen sie, dass ihr Söhnchen auf dem Fußboden mit kleinen Brettern spielte und etwas zimmerte.
Der Vater fragte ihn: "Was soll das denn werden, Mischa?"
Und Mischa antwortete: "Das soll ein Holzschüsselchen werden, Väterchen. Daraus werde ich dir und der Mutter zu essen geben, wenn Ihr alt geworden seid."
Der Mann und die Frau sahen sich an und weinten. Ihnen wurde plötzlich bewusst, wie sehr sie den Greis gekränkt hatten und sie schämten sich. Fortan ließen sie ihn wieder am Tisch sitzen und waren freundlich zu ihm.
nach Lew Tolstoi
Daß wir wieder werden wie die Kinder,
ist eine unerfüllbare Forderung.
Aber wir können zu verhüten suchen,
daß die Kinder so werden wie wir.
E. Kästner
Kindermund tut Wahrheit kund.
Sprichwort
Die Kinder sind die wirklichen
Lehrmeister der Menschheit
Daß wir Suchende sind, sollen
die Heranwachsenden bemerken
Rudolf Steiner
Was eine Kinderseele
aus jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.
Hoffmann von Fallersleben
Die Welt wird jedesmal neu erschaffen, wenn ein Kind geboren wird.
Geboren zu werden bedeutet, dass uns eine ganze Welt geschenkt wird.
Jostein Gaarder
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie Euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht Eure Gedanken. Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber Nicht ihren
Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal In euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein.
Aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch Verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als Lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und Weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein. Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, So
liebt Er auch den Bogen, der fest ist.
Gibran
Man könnt' erzogene Kinder gebären,
wenn die Eltern erzogen wären.
Johann Wolfgang von Goethe
Der Mensch wird geboren, um zu leben,
und nicht, um sich auf das Leben vorzubereiten.
Die Menschen werden nicht an dem Tag geboren,
an dem ihre Mutter sie zur Welt bringt,
sondern wenn das Leben sie zwingt,
sich selbst zur Welt zu bringen.
Die Sonne bescheint nur das Auge des Mannes,
aber in das Auge und das Herz des Kindes scheint sie hinein.
Ralph Waldo Emerson
Lasst ja die Kinder viel lachen, sonst werden sie böse im Alter!
Kinder, die viel lachen, kämpfen auf der Seite der Engel.
Rabanus Maurus
Ich war ein Kind und träumte viel
und hatte noch nicht Mai;
da trug ein Mann sein Seitenspiel
an unserm Hof vorbei.
Da hab ich bange aufgeschaut:
"O Mutter, lass mich frei..."
Bei seiner Laute erstem Laut
brach etwas mir entzwei.
Ich wusste, eh sein Sang begann:
Es wird mein Leben sein.
Sing nicht, sing nicht, du fremder Mann:
Es wird mein Leben sein.
Du singst mein Glück und meine Müh,
mein Lied singst du und dann:
mein Schicksal singst du viel zu früh,
so dass ich, wie ich blüh und blüh, -
es nie mehr leben kann.
Er sang. Und dann verklang sein Schritt, -
er musste weiterziehn;
und sang mein Leid, das ich nie litt,
und sang mein Glück, das mir entglitt,
und nahm mich mit und nahm mich mit -
und keiner weiß wohin...
Rilke
Das Kind
Unwillkürlich sehn sie seinem Spiel
lange zu; zuweilen tritt das runde
seiende Gesicht aus dem Profil,
klar und ganz wie eine volle Stunde,
welche anhebt und zu Ende schlägt.
Doch die Andern zahlen nicht die Schläge,
trüb von Mühsal und vom Leben träge;
und sie merken gar nicht, wie es trägt -,
wie es alles trägt, auch dann, noch immer,
wenn es müde in dem kleinen Kleid
neben ihnen wie im Wartezimmer
sitzt und warten will auf seine Zeit.
Rilke
Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden.
Man muss sie auch gehen lassen.
Jean Paul
Jugend ohne Begeisterung ist wie Alter ohne Erfahrung.
Carl Zuckmayer
Laßt uns Achtung fordern für die hellen Augen, die glatten Schläfen,
die Mühen und die Zuversicht der Jugend.
Janusz Korczak
Der Mensch schuldet dem Kind das Beste, was er zu geben hat.
Aus der UNO-Deklaration zum Schutz des Kindes
Hilfe gegen sterbende Kinder durch sauberes Wasser
Wer Kindern was verspricht, sei es ein Spiel, ein Geschenk
oder sei es die Rute, der halte es wie einen Eid.
Peter Rosegger
Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen,
sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.
Maria Montessori
In jedem Kinde liegt eine wunderbare Tiefe.
Robert Schumann
Die Kinder sind die wirklichen Lehrmeister der Menschheit.
Peter Rosegger
Ich konnte schon früh zeichnen wie Raffael, aber ich habe ein Leben lang
dazu gebraucht, wieder zeichnen zu lernen wie ein Kind.
Pablo Picasso
Jedes Kind ist gewissermassen ein Genie;
und jedes Genie ist gewissermassen ein Kind.
Arthur Schopenhauer
Man soll die Kinder nicht in den Kleidern ihrer Vorfahren
auf die Reise in die Zukunft schicken und
auch nicht in deren Nervenkostümen.
Józef Ignacy Kraszewski
Ohne das Kind, das ihm hilft, sich ständig
zu erneuern, würde der Mensch degenerieren.
Maria Montessori
Was Kinder betrifft, betrifft die Menschheit!
Maria Montessori
Was immer der Erde widerfährt,
widerfährt auch den Kindern dieser Erde.
Seattle, Die Rede des Indianerhäuptlings Seattle. Neuere Version
Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt,
sondern von unseren Kindern geliehen.
Wilhelm Busch
Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren.
Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.
- Jean Ziegler, aus: We Feed the World, 2005;
Artikel "Das tägliche Massaker des Hungers - Wo ist Hoffnung?"
metall Nr. 5/2006
Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen.
Maria Montessori
Kinder erleben nichts so scharf
und bitter wie Ungerechtigkeit.
Charles Dickens
Über viele Dinge urteilen Kinder, von Systemgeist, Leidenschaft
und Gelehrsamkeit unverführt, weit richtiger als Erwachsene.
Adolph Freiherr Knigge,
In Deutschland wird die Verfügungsgewalt über das Kind
mit der gleichen Rücksichtslosigkeit ausgeübt, die man auch sonst
Minoritäten gegenüber für angebracht hält.
Alexander Mitscherlich, Von der Unwirtlichkeit unserer Städte
Wenn Kinder sich selbst schädigen wollen,
ist das nicht auf ihre Unerfahrenheit zurückzuführen,
sondern umgekehrt auf ihre Erfahrungen.
Ekkehard von Braunmühl
Wesentlich erzieht einzig die Kinderstube.
Was aus einem Menschen wird, entscheidet
sich grundsätzlich vor seinem achten Lebensjahr.
Hermann von Keyserling
Abwesenheit lässt ein Kind nicht gedeihen.
Aus Afrika, Sprichwort der Thsi
Kinder sehen mehr darauf,
was die Eltern tun als was sie sagen
Volksmund
Die beste und wirksamste Erziehung ist die stille,
unaufhörliche und achtsame Selbsterziehung des Erwachsenen
Matthias Hesse
es gibt diesbezüglich so eine schöne Anekdote über Mahatma Ghandi...:
...eine Mutter kam zu ihm und bat ihn, ihrem Sohn zu sagen, er solle das Zuckeressen sein lassen.
Daraufhin ließ er sie drei Tage später wiederkommen.
Als sie nach drei Tagen wieder kamen, sagte er zu dem Jungen schlicht, er solle mit dem Zuckeressen aufhören.
Da frug die Mutter ganz erstaunt, warum Ghandi ihm das nicht direkt gesagt hätte. Um auf so einen alltäglichen Satz zu kommen, bräuchte er doch gewiss nicht drei Tage!
Da sagte Ghandi: "Gewiss, diese Worte hätte ich deinem Jungen auch vor drei Tagen sagen können. Aber ich musste mir das Zuckeressen erst selbst abgewöhnen, damit ihm diese Worte auch wirklich helfen."
Kinder, die man nicht liebt,
werden Erwachsene,
die nicht lieben.
Pearl S. Buck
Zwölf grundlegende Aufforderungen eines Kindes
an seine Eltern und Erzieher/Lehrer
1. Verwöhne mich nicht!
Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann-
ich will dich nur auf die Probe stellen!
2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben!
Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.
3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!
Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.
4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: " Ich hasse dich!"
Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.
5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns!
Ich muss auch peinliche und schmerzhafte Erfahrungen machen, um innerlich zu reifen.
6. Meckere nicht ständig!
Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.
7. Mache keine vorschnellen Versprechungen!
Wenn du dich nicht an deine Versprechen hältst, fühle ich mich im Stich gelassen!
8. Sei nicht inkonsequent!
Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.
9. Unterbrich' mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle!
Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen.
10. Lache nicht über meine Ängste!
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.
11. Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen!
Ehrliche Entschuldigungen erwecken bei mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis.
12. Versuche nicht so zu tun, als seiest du perfekt oder unfehlbar!
Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.
Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten.
Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst!