Vorbereitung der NASCARS für den NASCAR-Cup 1:32 Berlin


Für den NASCAR-Cup stehen 2 verschiedene Typen von Scalextric als zugelassene Fahrzeuge zur Verfügung. Einmal der Ford Taurus als Inliner (älteres Modell) und als Sidewinder (neueres Modell) sowie der Pontiac, den es nur als Inliner gibt.
Die Unterschiede der beiden Autos im Detail steht hier als Übersicht. Verglichen wird der Taurus Sidewinder und der Pontiac Inliner. Die beiden Fahrzeuge haben noch den Magneten drin und wurden aus der Packung gemessen.
Bezeichnung..........................Ford Taurus..................................GM Pontiac
Gewicht............................................101 g..............................................94 g
Spurbreite vorne/hinten.............. 6,15 cm...............................5,75/5,95 cm
Karosserie Breite...........................6,22 cm.......................................5,98 cm
Karosserie Länge.........................15,8 cm.......................................16,2 cm
Karosserie Höhe...........................4,5 cm........................................ 4,5 cm
Radstand.......................................8,7 cm..........................................8,7 cm
Der Taurus ist also etwas schwerer, kürzer und breiter, der Pontiac ,lang, schmal und leicht.
Ganz einfache Veränderungen:
Hauptsächlich geht es bei dem NASCAR-Cup um den Spaß und nicht um das letzte Quäntchen Tuning am Auto. Ich meine eh, dass das beste getunte Auto nichts hilft, wenn man trotzdem zu oft rausfliegt. Aber es gibt so ein, zwei Kleinigkeiten, die ganz leicht zu ändern sind und dazu führen, dass das Auto nicht so unruhig im Slot ist und dadurch vielleicht nicht ganz so oft abfliegt.
Magnet raus.
Klar, vorher muss der Magnet raus und das Auto durch das Blei auf das Mindestgewicht gebracht werden. Ein paar Tropfen Öl an die Achslager, einen auf die Motorlager und etwas Fett auf Zahnrad und Ritzel und schon läuft das Auto ruhiger als vorher und man kann damit schon einen Riesen Spaß beim NASCAR-Cup haben.
Das Entfernen des Magnets beim Pontiac ist etwas kniffelig. Am besten bohrt man von oben durch das Chassis ein oder zwei Löcher und drückt den Magneten dann heraus. Das hört sich schwerer an, als es ist, aber es ist die einzige vernünftige Möglichkeit. Versucht man den Magneten rauszuhebeln, droht das Chassis zu verziehen oder schlimmstenfalls sogar zu zerbrechen.
Beim Ford Taurus lässt sich der Magnet ganz leicht entfernen, da er nur eingeklippst ist. Foto unten. Pontiac Grand Prix ( Inliner )
Foto unten. Ford Taurus ( Sidewinder )
Was dann noch machbar ist, gehört schon zum Tuning und das kann wirklich schnell und einfach bewerkstelligt werden:
1.Vorderräder lackieren
Sinn und Zweck der Sache liegt darin, dass die Vorderräder im Gegensatz zu den Hinterrädern möglichst wenig Grip haben sollen. Geht das Auto in die Kurve und ein Vorderrad "krallt" sich in die Bahn, so kann dies das Auto etwas aushebeln und evtl. zum Abflug führen. Abhilfe schafft hier also verminderter Grip.
Den erreicht man am einfachsten durch das lackieren/versiegeln der Vorderräder. Also, entweder Klarlack, Nagellack (aber bitte nicht den in Pink ), lieber den durchsichtigen, wegen der Optik!! Oder Sekundenkleber einmal auf die Räder streichen, trocknen lassen und fertig! Das war es schon, ganz einfach und doch ziemlich wirkungsvoll. Beim Pontiac ist das stilllegen der vorderen Pendelachse auch ein guter Tip. Dazu einfach ein Stück von einem Zahnstocher oder Q-tipp unter die vordere Achse befestigen, aber bitte so das sich die Vorderachse beim Fahren auf der Bahn noch dreht.
2.Leitkielfeder entfernen
Scheinbar drückt beim Ford Taurus die Leitkielfeder das NASCAR irgendwie ehr aus dem Slot, als beim Fahren ohne diese Feder. Also, raus damit. Entweder einfach abziehen oder, falls die Feder etwas widerspenstiger ist, mit einer Zange abkneifen. Kaputt geht dabei nichts, denn die Feder dient einzig und alleine dazu, den Leitkiel nach einem Abflug wieder in eine gerade Position zu drücken. Die Slotter, die sich für den Pontiac entschieden haben können sich die Prozedur übrigens sparen, der hat nämlich keine.
3.Reifen ( das schwarze Gold )
Die besten Reifen nutzen wenig wenn nicht alles optimal rund läuft.
Da die wenigsten von uns über eine Reifenschleifmaschine verfügen, zieht man die Reifen am besten über ein Stück Schleifpapier, was man flach auf die Bahn legt ab.
Achtung!! Motor und Getriebe werden dabei sehr beansprucht. Wenn der Motor dabei sehr heiß wird, gönnt ihm eine Pause. Besonders bei Verwendung von Ortmann Reifen kann es doch etwas länger dauern. Wer Ortmann Reifen verwenden möchte, die Bezeichnung der Ortmann NASCAR Reifen ist 28a, Kostenpunkt ca.3,50€ das paar.
Von Vorteil ist es nach dem schleifen der Hinterräder die Reifenkanten abzurunden, besonders wenn der Wagen in den Kurven zum rubbeln und Kippen neigt.
4. Lockere Karosserie
Die Originalschrauben in das Auto drehen. Aber nicht ganz festziehen. Nur soweit, das die Schrauben Chassis und Karosse verbinden, jedoch die Karosse sich etwas unabhängig vom Chassis bewegen kann.
Der Vorteil dieses "Tunings" liegt darin, dass die Fliehkräfte beim durchfahren einer Kurve nicht sofort von der Karosse auf das Chassis wirken, sondern etwas Spiel durch das "Wackeln" besteht. Der Abflug wird dadurch unter Umständen verhindert.
Wichtig ist, dass alle "Tuningtricks" helfen, das NASCAR stabiler im Slot zu halten und so dazu beitragen weniger Abflüge zu bekommen. Die ganze Sache ist in einer halben Stunde erledigt und damit auch zeitlich kein großer Aufwand.