Rallycross? Was ist das??
Hierbei handelt es sich um ein Rundstreckenrennen auf gemischtem Belag aus Schotter und Asphalt. Das hat den Vorteil, dass man einerseits die action aus dem Rallye-Sport (jede Menge Drifts) und andererseits aus dem Rundstreckensport (die Fahrzeuge kommen immer wieder vorbei) in einer Veranstaltung vereinigt. Da die Strecken für die Zuschauer meist gut einsehbar sind hat das ganze fast Stadion-Charakter.
Auch das Reglement ist im Groben recht übersichtlich. Die Fahrzeuge sind in 3 Divisionen eingeteilt und fahren innerhalb dieser Divisionen gegeneinander.
Die Div. 5 kann man als Einsteigerklasse bezeichnen. Hier fahren zweiradgetriebene Fahrzeuge bis 1400 ccm und ohne wesentliche Verbesserungen. Es können sogar Fahrer mit Jugendlizenz teilnehmen.
Die Div. 4 hat wohl zur Zeit das größte Fahrerfeld. Hier fahren Fahrzeuge ohne Hubraumbegrenzung, es ist technisch schon einiges erlaubt, aber es gibt weder Allrad noch Turbo-Fahrzeuge. Dadurch bleibt das ganze finanziell noch einigermaßen erträglich.
In der Div. 1 starten dann die „großen“. Hier gibt es Autos, die den Top-Fahrzeugen in der Rally-Weltmeisterschaft nicht nachstehen. Mega-Sound, Turbo-Pfeifen und enorme PS-Leistungen sind hier zu bewundern.
Da die einzelnen Rennen nur wenige Runden lang sind, gibt es den ganzen Tag über packende Starts, Positionskämpfe und Zieleinläufe. Und das ganze zu wirklich bürgerlichen Eintrittspreisen! So habe ich am Estering nicht mehr als 20 Teuronen pro Tag bezahlt, und das bei freier Platzwahl!
Es lohnt sich also, dort mal vorbei zu schauen.
Zur Einstimmung habe ich erstmal ein Interview mit dem amtierenden deutschen Meister in der Div. 4, Gerhard Völzer gemacht. Weitere sollen im Laufe der Saison folgen.
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