Foto: Silwei

Interview mit dem Newcomer der Saison 2005, Jacek Nitka aus Polen,         Citroen AX, Division 5

Seit wann fährst du Rallycross?
Od kiedy  je?dzisz  w   Rallycross?
W rallycrossie startuje od 3 lat. Poczatek mojej przygody ze sportem motorowym to karting. Od tego wszystko sie zaczelo...  Potem startowalem w rajdach popularnych. Gdy zdobylem licencje wystartowalem w Mistrzostwach Polski. Nastepnie startowalem w rajdach oraz samochodowych wyscigach górskich. Zdobylem kilka tytulów mistrza Polski, wiec przenioslem sie na tor! Na poczatku aby uzyskac licencje startowalem w Folkrace, który jest bardzo popularnym sportem w Polsce. Potem przyszedl czas na rallycross w którym startuje do dzis. Wedlug mnie to super zabawa..... polaczenie rajdowego odcinka specjalnego z wyscigami.
Mit Rallycross habe ich vor 3 Jahren angefangen. Davor habe ich Kartrennen gefahren. Auch Jedermann-Rennen waren dabei. Nachdem ich meine Lizenz erhalten hatte habe ich an Bergrennen teilgenommen und mehrere polnische Meistertitel gewonnen. Auch "Folkrace" habe ich gefahren, dass ist sehr populär in Polen. Seitdem fahre ich Rallycross. Das ist eine Super-Sache, denn es ist eine tolle Verbindung zwischen Rallye und Rundstreckenrennen.


Wie hat Dir das erste Rennen in Deutschland gefallen?
Jakie  wra?enie  zrobi?  na  Tobie  pierwszy  wy?cig  w  Niemczech?
Jestem bardzo mile zaskoczony  pierwsza runda Mistrzostw Niemiec Rallycross. Zawody sa na wysokim poziomie. Mysle, ze jezeli bedzie mnie na to stac bede starowac tu bardzo czesto.
Vom 1. Lauf zur Deutschen Meisterschaft war ich sehr beeindruckt. Er hatte ein sehr hohes Niveau. Wenn ich es mir leisten kann, will ich gerne noch oft in der Deutschen Meisterschaft starten.


Kommst Du auch zu den weiteren Läufen der Deutschen Meisterschaft?
We?miesz  udzia?  w  kolejnych  eliminacjach  Mistrzostw  Niemiec?
Tak,  lecz wszystko zalezy od sponsorów. W chwili obecnej moim jedynym sponsorem jest rodzina: , której przy okazji bardzo dziekuje, ze Jestescie ze mna! ;-)

Ja, aber das ist abhängig von den Sponsoren. Bisher ist meine Familie mein einziger Sponsor. Bei meiner Familie möchte ich mich besonders für die Unterstützung bedanken.


Wie viel Leistung (PS) hat Dein Auto?
Jak?  moc?  dysponuje  Twoje  auto?
Moc mojego auta to okolo 100 PS, jest to seryjny silnik ax'a
Mein Auto (Citroen AX) hat ca. 100 PS. Es hat den ganz normalen Serien-Motor.


Hat es eine Differential-Sperre?
Posiada  Twoje  auto  blokad?  mechanizmu  ró?nicowego?
Nie, na razie nas na to nie stac moze kiedys zalozymy.
Nein, dafür habe ich noch kein Geld. Vielleicht kann ich mir eine Sperre in der Zukunft einmal leisten.

Bekommst Du finanzielle Unterstützung in Deutschland?
Otrzymujesz  finansowe  wsparcie  z  Niemiec?
Tak, wpisowe na zawody w Buxtehude pokryl organizator. Po za tym calosc sponsoruje Tata ;-)
Ja, das Startgeld in Buxtehude ist vom Veranstalter gesponsert worden. Ansonsten sponsert mich Papa.


Was wünscht Du Dir noch für diese Saison?
Czego  ?yczysz  sobie w  tym  sezonie?
Hmm.... Lista jest dluga..... Przede wszystkim sponsora, Frajdy z jazdy i oczywiscie jak najlepszego wyniku- miejsca na podium.  Wiem ze bedzie to bardzo trudne. Niemieckie tory bardzo róznia sie od tych znanych mi z Mistrzostw Polski. Bardzo wysoki jest takze poziom Niemieckich zawodników, których przy okazji serdecznie pozdrawiam!
 Hmm… das ist eine lange Liste. Ich wünsche mir einen Sponsor, gute Rennergebnisse und vielleicht bald einen Platz auf dem Treppchen. Das wird aber sehr schwer. Die deutschen Rennstrecken sind ganz anders als in polen und die Teilnehmer haben ein sehr hohes Niveau. Bei dieser Gelegenheit möchte ich die Deutschen Fahrer grüßen.
Pozdrawiam Jacek Nitka (PL) ;-)


Vielen Dank an Jacek Nitka für die Antworten, und an Leszek für die Übersetzungshilfe. Auißerdem Dank an Sven Kopf von der RDMG. Er hat dieses Interview auch auf www.rallycross-dm.de veröffentlicht. Übrigens: Beim 3. Lauf in Nysum, DK war Nitka wieder am Start und konnte sich beachtlich in Szene setzen. So gewann er z.B. seinen ersten Vorlauf durch eine hervorragende Taktikleistung und konnte das Finale auf Platz 6 beenden. siehe auch: www.nitkarally.com

Interview mit dem Deutschen Meister  im Rallycross von 2003: GerhardVölzer (gekürzte Version)

Frage: Seit wann fährst du Rallycross?

Seit 2000 

Hast Du vorher schon Motorsport betrieben?

nur an ca. 3 freien Veranstaltungen auf dem Heidbergring und 3 Motorradrennen.

Kann man diesen Sport als "jedermann" finanzieren, oder braucht man dafür unbedingt viele Sponsoren oder großes Eigenkapital?

Ralllycross lässt sich durchaus privat finanzieren erfordert dann aber  volle Konzentration der Finanzmittel auf Rallycross, im Prinzip habe ich bis 2003 95% privat finanziert. Man muss dann halt sehen was wirklich wichtig ist.

Was sagt die Familie dazu? 

Wenn man (fast) alle privaten Geldmittel in Rallycross investiert, geht das nur mit Zustimmung und Zusammenhalt der Familie. Unter anderem auch weil es SEHR Zeitaufwendig ist.

Bitte beschreibe eine Runde auf dem Estering (z.B. Drehzahlen, Gangwechsel, Geschwindigkeiten usw.) 

puh, *grübel*, fliegende Runde: Durchfahrt Startziel 2.Gang möglichst eng an der Leitplanke und im leichten Drift. Das Auto wird rausgetragen bis zum Kiesbett und dann 3'ten, und ab in den Hohlweg Übergang auf Schotter leichter Sprung (am Nachmittag) anbremsen möglichst das Auto vor der Hein-Gas Kurve(ab 2004 Sparkassen-Kurve) querstellen  2.Gang mit dem Heck Streckenposten 2 "anpeilen" und schon vorm Asphalt leicht aufs Gas, und ab  Kurvenmitte maximale Beschleunigung. Möglichst auf der Innenseite bleiben weil der Schotter dort mehr Grip hat als außen. Dann gehts die Gerade runter, wo ich allerdings auf dem Schotter noch mit dem Heck kämpfe :). Beim Übergang auf den Asphalt in den 4.ten und sich langsam auf den Bremspunkt konzentrieren der bei mir ca.15m hinter dem Rettungsweg liegt. Beim Anbremsen habe ich ca. 6900-7000 U/min drauf im 4'ten, d.h. ca.140-150km/h. Wenn der Asphalt "sauber" ist, möglichst lange weit draußen bleiben und runter bis in den 2'ten Gang. Die Castrolkurve macht ziemlich zu und am Kurvenausgang sollte man noch innen sein um eine gute Linie zur Höhengeraden zu bekommen. Anfahrt Höhengerade in den Dritten und dann im Drift únd ca.

6000 U/min  bis zum Anbremspunkt durchziehen. Wieder das Auto anstellen und  möglichst mit dem rechten Vorderrad ganz leicht auf den Curbs entlang fahren dann Vollgas und den  Eckpunkt unterm Ziel anpeilen.

So habe ich das ganze in Erinnerung bedenke das ist ja auch schon 6 Monate oder länger her.

Warum gibt es so wenige deutsche Fahrer in der EM und wirst du auch dort auf Punktejagd gehen?

Das Problem sind eigentlich die Kosten um ein in der EM-Konkurrenzfähiges  Auto aufzubauen. Bei mir speziell müsste ich auf Fronantrieb umsteigen und da hab ich wenig Lust zu. Und für ein Div.1 Auto reicht das Geld nie und nimmer

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und viel Glück für die Saison 2004

 

 

Hier kommt nun der Vize-Meister in der Rallycross-Trophy zu Wort: Peter Grelck vom Rallyesport-Team Grelck/Ansorge (gekürzte Fassung)

 

Seit wann bist Du in der Rallycross-Throphy aktiv und was waren Deine größten Erfolge?
 
(Peter)Ich selber bin seit 1999 in der Rallycross-Trophy dabei. Detlef (mein Co) ist dann 2000 dazugekommen, aber zunächst erst als Schrauber. Beifahrer war Detlef erst nur bei nat. Rallye´s. Seit dem wir von unserem Ford Escort RS 2000 MKII

auf Audi gewechselt sind ist Detlef immer auch als Beifahrer dabei. 

Unsere größten Erfolge sind der Sieg im Race of Rallyechamps (A-Finale) auf dem Matschenberg und der 2. Platz in der Jahres-Gesamtwertung.

Worin liegt der Unterschied zwischen Rallycross und der Trophy?

(Peter)Der Unterschied liegt im Regelwerk. Die Rallycross-Trophy ist im Prinzip eine Rallye auf einer Rallycrossstrecke. Dabei gibt es drei Wertungsläufe, bei denen jeder für sich gegen die Uhr fährt. Darum wird der Start auch im 3 Sek. takt durchgeführt und nicht im Pulk gestartet wie es im Rallycross der Fall ist. Nach den 3 Wertungsläufen stehen die Klassensieger bereits fest. Die Teilnehmer für das B- und A-Finale (Race of Rallyechamps) werden über die Gesamtzeiten ermittelt. Die Teilnahme an den Finalen ist für die Fahrer aber freiwillig.

Ausserdem sind die Fahrzeuge nach dem Rallye-Reglement aufgebaut und haben nicht so viele Freiheiten, wie beim Rallycross. Es müssen alle technischen Änderungen eingetragen werden.

Du fährst mit Beifahrer soweit ich gesehen habe. Andere Fahrer sitzen allein im Auto. Ist das Gewicht bei Euch nicht so ausschlaggebend?

(Peter) Doch, das Gewicht ist bei uns genauso wichtig wie bei den anderen Teams auch. Aber wir verstehen uns als ein Rallyesport-Team! Und da gehört Detlef auf den Beifahrersitz, auch wenn ich sonst vielleicht ein klein wenig schneller sein könnte. Wir sind schliesslich keine Profi´s und der Spaß sollte an erster Stelle stehen.

Fährt Dein Beifahrer nur mit oder liest er auch aus einem Gebetbuch vor?

(Peter) Bei der Rallycross-Trophy braucht Detlef mir kein Gebetbuch vorlesen. Aber es ist durchaus hilfreich, wenn er die Streckenposten im Auge behält und mich auf Flaggensignale aufmerksam macht. Ausserdem ist es im Finale schön, wenn

Detlef mir sagt, ob ich nach dem Start rechts Platz habe um rüber zu ziehen, oder nicht.

Wie schnell warst Du letzte Saison etwa am Bremspunkt der Gegengeraden auf dem Estering (m.E. die schnellste Stelle dort)?

(Peter) Wenn wir die Sparkassenkurve (ex Hein Gas) richtig gut erwischen können wir dort ca. 155 km/h erreichen.

Vielen Dank dass Du Dir Zeit für uns genommen hast. Wir wünschen Dir viel Glück für 2004.

 

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