Dominanz

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Dominanz

Auf dieser Seite möchte ich keine Allgemeinplätze wiedergeben, sondern bewusst meine ganz persönliche Sicht auf meine Rolle in diesem wunderbar spannenden Spiel.

 

Bin ich wirklich dominant/devot?
Meine ersten Schritte in die Dominanz machte ich in erotischen Chats. Ich spürte, dass da etwas war, was mir gefiel, was ich noch niemals erlebt hatte, entdeckte meine Lust. Aber war das nur ein Traum? Funktionierten meine Bilder nur in der Vorstellung? Würde ich einen anderen Menschen tatsächlich dominieren können?
Diese Fragen lassen sich nur im persönlichen Erleben beantworten - und das gilt für beide Seiten. Vieles mag in der Vorstellung erregend sein, was in der Realität einfach nicht umsetzbar ist aus praktischen oder gesundheitlichen Gründen (mal von gesetzlichen ganz abgesehen). Außerdem gibt es keinerlei Garantie, dass ein Fantasiebild in der Verwirklichung ebenso spannend ist. Schließlich begegnen wir uns real mit allen Sinnen und da kann vieles letzten Endes dazu beitragen, dass sich die umgesetzte Idee als wenig prickelnd erweist. Manche Fragen lassen sich vorab mit Verstand beantworten, anderes muss man einfach ausleben um zu wissen. Wenngleich die Grenzen fließend sind, unterscheide ich z. B. zwischen einer devoten oder "nur" masochistischen Grundhaltung. Ein Mann, der sich gerne auspeitschen lassen möchte, von einer Frau "mal gesagt haben möchte, wo es lang geht", ist noch lange kein Sklave. 

 

Die Basis meines Denkens und Handelns:
Hingabe ist ein Geschenk!

Erotik und Alltag:
... sind für mich zwei Paar Stiefel. Ich könnte mir keine Partnerschaft mit einer durchwegs devoten Frau vorstellen. Im Alltag wünsche ich mir möglichst Ausgeglichenheit. Auch ich bin nur ein Mensch und habe auch Zeiten, in denen ich selbst Halt brauche. Außerdem habe ich im Alltag kein ausgeprägtes Bedürfnis nach Macht. Im erotischen Bereich sieht das schon ganz anders aus. Es macht mir große Freude, die Fäden in der Hand zu halten, zu planen, zu organisieren, zu spielen, zu überraschen - eben die Führung zu übernehmen.

Vanilla
... ist auch eine feine Sache. Oder einfach mal nur kuscheln, sich nah sein, sich beim anderen zu Hause fühlen. Ich fände es sehr sehr anstrengend, immer dominant sein zu müssen. Es gibt Tage, an denen ich diese Stärke nicht aufbringen kann oder an denen ich selbst andere Bedürfnisse habe. Mein ganzes Leben versuche ich so zu gestalten, dass ich vielfältigen Interessen Raum gebe - das Gleiche gilt für den erotischen Bereich. Bin ich keine Dommse mehr, wenn ich vier Wochen keine Gerte in der Hand hatte?
Außerdem gehören immer zwei zum Spiel - mindestens ;-) Wie immer im Leben gilt auch hier für mich: in mich und mein Gegenüber hineinspüren, was in diesem Augenblick stimmig ist. Nichts anderes sollte zählen.

 

Katharina, 16.4.2004 - 21.6.2004

 



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