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Heimtierhaltung – Chancen und Risiken für die Gesundheit

Die folgenden Seiten sollen Chancen und Risiken im Umgang mit unseren tierischen Freunden aufzeigen. Wir selbst halten vier Persische Rennmäuse: www.simone-haehle.de und einen Hund (Golden Retriever): www.meine-daisy.de.vu. Die Seite entstand mit freundlicher Unterstützung des RKI .

Heimtiere sind Tiere, die in Wohngemeinschaft mit dem Menschen gehalten werden. Hierzu gehören neben Hunden und Katzen auch Kleinsäuger wie Kaninchen, Hamster, Degus, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Chinchillas, Gerbile, Streifenhörnchen, Frettchen, neuerdings auch Flugbeutler, ferner Amphibien (Frösche, Salamander), Reptilien (Schlangen, Echsen, Schildkröten) sowie Zier- und Stubenvögel. Großtiere sind dagegen Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine, Pferde und Esel (aber auch Exoten wie z. B. Lamas). Diese werden vorwiegend landschaftlich, aber oft auch zur Freude der Menschen gehalten sowie auch für therapeutische Zwecke eingesetzt.

Im europäischen Vergleich hat Deutschland mit 21,5 Millionen Tieren nach Italien und Frankreich die meisten Heimtiere. Jeweils weniger als 4 Millionen Heimtiere werden in Österreich, Dänemark, Norwegen, Finnland, Griechenland, Portugal, Schweden und in der Schweiz gehalten. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) Deutschlands schätzt, dass im Jahr 2001 in den Privathaushalten in Deutschland ca. 6,5 Millionen Katzen und 4,7 Millionen Hunde sowie 4,8 Millionen Kleinsäuger, 4,7 Millionen Ziervögel, 1 Million Reptilien sowie in 3 Millionen Aquarien ca. 40 Millionen Zierfische gehalten wurden. Die private Tierhaltung stellt zudem einen nennenswerten Wirtschaftsfaktor dar, nach Angaben des ZZF wurden 2001 dafür ca. 2,7 Milliarden Euro ausgegeben.

Als positive Seiten der Tierhaltung stehen:

  • wesentlich erhöhte Lebensfreude durch Kontakt mit dem Tier und ggf. Verantwortung für die Pflege des Tieres
  • vermehrte körperliche Aktivität durch Bewegung zusammen mit dem Tier
  • vermehrte Sozialkontakte über das Tier

Diese Einflüsse wirken sich nachweislich auch günstig auf die Gesundheit aus.

Auch gibt es Studien, die sich dem möglichen therapeutischen Einsatz von Tieren für kranke oder in ihren Fähigkeiten eingeschränkte Menschen. Neben einer direkten Unterstützung, wie z. B. durch Blindenführhunde oder Behindertenbegleithunde, entsteht eine therapeutische Wirkung auch durch eine emotional wohltuende Beziehung zu dem Tier. Zunehmend bemühen sich Pflegeeinrichtungen für körperlich oder geistig Behinderte und für alte Menschen, ihren Bewohnerinnen und Bewohnern den Kontakt und Umgang mit Tieren zu ermöglichen.

Trotz dieser Erkenntnisse zu gesundheitsfördernden Wirkungen gibt es bei vielen, die selbst keine Tiere halten, insbesondere auch bei Hausvermietern und Einrichtungsleitungen Bedenken und Ängste in Bezug auf den Umgang mit Tieren. Besonders häufig werden dann Hygieneprobleme, Infektions- und Verletzungsgefahren geltend gemacht.

Daher nun nachfolgend einige Erkenntnisse zur Gesundheitsrelevanz von Interaktionen zwischen Mensch und Tier als auch Grundlagen für eine Risikoabschätzung bei der Heimtierhaltung.

 


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