Kleine Power-Tölter
Sie schalten ihren Turbo am liebsten im vierten und fünften Gang ein: Islandpferde sind freundliche, aber temperamentvolle Gangpferde, die seit etwa 1000 Jahren in ihrem Heimatland aus Feuer und Eis reingezogen werden.
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Kleine Power-Tölter Unter den dichten Schöpfen blitzen ausdrucksvolle Augen. Wer einen Isländer sieht und denkt: „Ach das sind ja nur Ponys", wundert sich, wenn er die kräftigen Temperamentsbündel unter dem Sattel hat. Vom Stockmaß zwar „nur" im Ponymaß, macht sich das Islandpferd unter dem Reiter richtig groß und zeigt, was es so drauf hat. Neben Schritt, Trab und Galopp beherrschen fast alle Islandpferde den wirbelnden Tölt und dem spritzigen Rennpass. Tölt ist eine erschütterungsfreier Viertakt mit der gleichen Fußfolge wie im Schritt. Beim Rennpass, einer sehr schnellen Gangart, fußt das Pferd mit den jeweils gleichseitigen Beinpaar auf. Nicht alle Isländer sind kleine „Vulkane", die auf jedem Gangpferdeturnier Pokale holen. Die meisten der mittlerweile über 60.000 Nordpferde in Deutschland sind nervenstark, sehr bequem und sicher zu tölten. Ein idealer Kumpel für die Freizeit eben. Isländer leben am liebsten in der Herde und werden robust im Offenstall gehalten. Im Herbst wächst ihnen ein dichtes Winterfell, mit dem sie klasse gegen Regen, Kälte und Wind gewappnet sind. Dann sehen sie aus wie Plüschponys. Im kurzen, glatten Sommerfell wirken sie allerdings schlank, sportlich und richtig edel. Islandpferde werden von Kindern und Erwachsenen geritten und können durchaus auch kräftige Reiter tragen. Ihr wollt noch etwas über die Geschichte wissen? In ihren Drachenbooten brachten die Wikinger Ende des neunten Jahrhunderts keltische Ponys mit germanischem Einschlag nach Island, wo sie erste Siedlungen bauten. Diese robusten Tiere mussten auf der kargen Vulkaninsel mit schlechten Bedingungen fertig werden. Im Jahre 930 beschlossen die neuen Siedler, dass keine fremden Pferde mehr mitgebracht werden durften. Also entwickelten sich die Islandpferde in Reinzucht ohne weiteren Einfluss von außen. Nur die härtesten Pferde überlebten Vulkanausbrüche, Unwetter und Notzeiten. Die Zuchtleitung und Zuchtbuchführung wird auf Island unter staatlicher Aufsicht geführt. Die Auswahl der besten Hengste und Stuten in Leistungsprüfungen ist sehr streng. In Deutschland sind für die Zucht die regionalen, Pony betreuenden Zuchtverbände zuständig. Die Sportveran-staltungen der beliebten Gangpferderasse betreut der IPZV (Islandpferde Reiter- und Züchter-verband). Der IPZV ist gleichzeitig auch der FN angeschlossen. Internet: www.ipzv.de Steckbrief Rasse: Islandpferd Bewegungsablauf: Einsatzmöglichkeiten: Spaßpferd für Sport und Freizeit, Familienpferd, ideales Kinderpferd oder Therapiepferd
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