B-Movies aktuell:
Seit Anfang 2005 ist der B-Sektor wieder im Aufwind, zum Glück. Nach Jahren der Durtstrecke und miesen DTV-Kloppern feierte Steven Seagal ("Alarmstufe: Rot", "Glimmer Man") ein fulminantes Comeback. Sein Actioner "Submerged" erreichte weltweit Top-Platzierungen in den DVD-Charts. Der Film wurde von B-Actionikone Anthony Hickox inszeniert und überzeugt mir harten Fights, einer starken Optik sowie coolem Score.
Die Produzenten entdeckten ebenfalls einen neuen Sektor - den Ostblock. Mehr als jeder zweite B-Actioner entsteht mittlerweile in Osteuropa, meist Bulgarien, Polen oder Rumänien. Dort lassen sich die Filme kostengünstig, aber trotzdem mit erstaunlichem hohen Niveau produzieren bzw. inszenieren.
So ist es kein Wunder, dass ein altbekannter Mann gerade wieder zum Höhenflug ansetzt - Andrew Stevens. Der ehemalige Eigner von Royal Oaks Entertainment (verantwortliche für ein halbes Dutzend Dudikoff-Verhikel - u.a. "Crash Dive") hatte mit seiner Firma Franchise Pictures einige hoch budgierte Blockbuster produziert, darunter "Driven" mit Sly Stallone, "Keine Halben Sachen" mit Bruce Willis oder "Crime is King" mit Kevin Costner. Allerdings geriet die Firma in einen Betrugsskandal, dem sich auch Stevens nicht entziehen konnte. Inzwischen ist das Verfahren beendet und Stevens musste wieder bei Null anfangen.
Mit seiner neuen Produktionsfirma Andrew Stevens Entertainment produzierte er in Rumänien den Actionfilm "7 Seconds", in der Hauptrolle Wesley Snipes. Auch dieser Film glänzt mit makellos inszenierter Action und einem tollen Look. Stevens ist zurück unter den Top-Produzenten in Hollywood - demnächst erscheint der nächste Titel seiner neuen Firma: "The Marksman" - ein Kriegsdrama, dass ebenfalls mit Wesley Snipes in der Hauptrolle besetzt ist.
Es geht also bergauf - hoffen wir auf viele weitere Topfilme, ich werde euch selbstverstänlich informieren, sobald es Neuigkeiten gibt.
Buy (7 Seconds): http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000AL70KM/qid=1128352063/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-9666115-3648558
B-Movie – Was ist das eigentlich ???
Als B-Movies bezeichnet man Filme, die mit niedrigen finanziellen Mitteln fürs Fernsehen produziert werden (auch Low-Budget-Filme genannt). Doch das muss nicht heißen, dass diese Filme schlecht sind, ganz im Gegenteil. Viele Darsteller wie Dolph Lundgren oder das ehemalige Bond-Girl Talisa Soto drehen nun überwiegend B-Filme, in denen sie ihren Mann bzw. Frau stehen. So auch Michael Dudikoff, der erfolgreich die Reservistenloge in Hollywood belegt.
In Amerika gibt es inzwischen zahlreiche Filmstudios, die nur B-Filme produzieren, z.B. „NuImage“ oder „Royal Oaks Entairtenment“ (wurde 1999 in Phoenician Entertainment umbenannt und ist vorallem wegen "Stock Footage" berüchtigt). Diese Filmfirmen sitzen auch in Hollywood, drehen von Action bis Western alles, was die Fernsehlandschaft benötigt. Da B-Movies schnell „im Kasten sind“, haben B-Schauspieler meist Zeit, mehrere Projekte in einem Jahr zu drehen, Dudikoff drehte 1998 stolze 5 Filme.

(Starring in Bounty Hunters 2:Hardball)
Viele amerikanischen B-Movies werden bei uns auf DVD veröffentlicht und stehen in den Videocharts weit oben. Von Dudikoff, der hier in Deutschland nicht allzu bekannt ist, wurden insgesamt 12 Filme veröffentlicht.
Der König der B-Movies ist der „Trash (Müll)-Regieseur“ Fred Olen Ray. In den späten 80ern drehte er Filme mit 50 000-$-Budget, plünderte für einen Film sogar das Konto seiner Großmutter. Er ist der Nachfolger des berühmten Ed Wood und kult, einige seiner Filme wurden (einem Gerücht zufolge) im Heizungskeller eines Filmstudios gedreht. Doch auch er lernte dazu und drehte Ende der 90er Filme wie „The Shooter“ oder „Critical Mass“, die durchaus Stil haben. Doch eine Sache bringt viele zur Weißglut: Ray klaute für seine Filme ganze Szenen aus großen Kinofilme wie „Terminator“, um Geld zu sparen. Auch vor Szenenklau aus B-Movies schreckt Fred Olen Ray, der unter etlichen Pseudonymen wie "Ed Raymond" filmt, nicht zurück.