Hamsa-Yoga





Notizen



Sanskrit

 Acintya-bhedabheda-tattva "das unbegreifliche gleichzeitige Eins- und Verschiedensein". Das philosophische System, das Sri Krishna Caitanya Mahaprabhu als höchste Schlussfolgerung aller vedischen Erkenntnisse lehrte. Gemäss dieser Lehre sind Gott und die individuellen Seelen qualitativ gleich (sat-cit-ananda; ewig, voller Wissen und Glückseligkeit), quantitativ jedoch verschieden (Gott ist unbegrenzt gross, die Atmas winzig klein).

Paramahamsa
- wörtlich: "der höchste Schwan"; ein Gottgeweihter höchsten Ranges; die höchste Stufe des sannyasa-Standes.

Hamsa Schwan
- Symbol für Brahman und den lebend Befreiten (Jivanmukta)

Sechs einzelne Praktiken lassen sich unterscheiden, obwohl sie zusammengehören. Herzstück ist das Hamsabewusstsein, Kronjuwel ist der
Weg des weissen Schwans

.

Der Weg des weissen Schwans ist eine innere Reise des spirituellen Erwachens und der totalen Transformation, die die wahrhaftige Quelle allen Heilens erschliesst. Eine entspannende und zugleich machtvolle Meditation des erneuernden Atmens stellt die Balance des Körpers wieder her und wäscht Negativität aus. Befreit von Schmerzen, Anspannungen, Herzbeschwerden und Depression blüht ein inneres Glücksgefühl auf, sich in den natürlichen Zustand, der “Gurunath Samadhi YogaTM“ genannt wird ausweitend.(-)



Der Weg des weissen Schwans

ist eine spontane natürlich heilsame Erleuchtungsmeditation und Energieübertragung vom Meister auf den Schüler. Shakti verkörpert die heilende Kraft der universellen Lebensenergie, aus deren Schoss alle Heilungstechniken geboren wurden wie Reiki, Pranisches Heilen, Shiatsu, Tai Chi und viele mehr. Um im Shakti unterrichtet zu werden, brauchen wir eine Berührung mit ihr. Über Verbundenheit mit der Erde und der Natur führen einige wenige Techniken, die mit der Physiologie des menschlichen Körpers, der Lehre der Zellen und Atomphysik erklärbar sind spontan zu Erleuchtung, die uns Menschen eigen ist. Shakti ist Urgund alles Seins in dieser Welt. Aus ihr kommt alle Heilung.

Der Meditationsweg des weissen Schwans zeigt uns die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins als umfassendstes Unterfangen auf, zu dem die Menschheit jemals aufgebrochen ist. Yoga ist die Vorgehensweise, die sich allen fortschrittlichen Menschen aus Ost und West empfiehlt. Inmitten des menschlichen Gehirn befindet sich das Corpus callosum in der Gestalt eines “Schwans im Flug”. Seine Schwingen als Ventrikel auf jeder Seite stossen nach der Stirn, sein Kopf zeigt nach hinten. Schneller als Licht fliegt er zurück in die Zukunft. Zeit und Raum lösen sich auf. Im Hamsa Yoga wird die Kundalini Energie mittels Meditation und Pranayam aktiviert, sodass sich diese Ventrikel im Gehirn öffnen. Die zwei Blütenblätter im Agya Chakra entsprechen der Epiphyse und bei ihrer Öffnung erfahren wir Hamsa Bewusstsein, die Atmung der Seele, geatmet von unserem göttlichen Insassen der universellen Lebensenergie, dem sogenannten Prana. Der Sushumna Kanal liegt inmitten des Rückenmarks und ist eine Schnellstrasse auf der die Kundalini Energie reist, In ihm findet die Entwicklung unseres menschlichen Bewusstseins statt. Als nach der Vollendung des Universums übriggebliebenes Residuum kinetischer Energie liegt sie als bio-elektrische Kraft als potentielles Licht, potentieller Ton und potentielle Vibration versteckt im Steissbein, das dem Muladhara Chakra entspricht.

Sie sieht aus wie eine Schlange , die dreeinhalbmal das Swayambhu Lingam, den schöpferischen Phallus umwickelt und mit ihrem Mund die Wurzeln der Shushumna im Rückenmarkskanal verschliesst. Sie entspricht der göttlichen Energie, die jede Menschenseele für die eigene Entwicklung und Verwirklichung bei ihrer Geburt erhält. Über sie zu verfügen ist das Recht eines jeden Menschen. Mittels wissenschaftlicher yogischer Vorgehensweisen kann sie erweckt werden. Techniken wie Shakti Sancharan oder Unmani verhelfen uns zu einem Zustand, in dem die Aufnahme von Wissen und Wahrheit ohne Verstand passiert. In fortschreitender Bewusstseinerweiterung und Vertiefung der Konzentration in der Hamsa Meditation beginnen wir mit dem dritten Auge, dem sechsten Sinn der Intuition im Agya Chakra zu sehen und wir erfahren als Hamsa Nath Yogi Sarvikalpa Bewusstsein, eine noch zweigeteilte Aufmerksamkeit. Können wir uns im Stern des Auges konzentrieren, der sich in der Höhle von Brahma im Zentrum des Gehirns im Dritten Ventrikel befindet, mit der Thalamus Drüse den Wänden, dem Hypothalamus dem Boden und dem Plexuschoroid dem Dach, offenbart sich uns als Paramhamsa Nath Yogi Nirvikalpa Bewusstsein, unbegrenzte ungeteilte Aufmerksamkeit. Konzentrieren wir uns in den Zwischenräumen zwischen den lateralen, schwanähnlichen Ventrikeln des Gehirns entwickelt sich unser Bewusstsein weiter bis jenseits der Ich-heit des Menschen und als ein Siddha Nath Yogi tauchen wir ins Niranjan ein. Die mächtige Hamsa Seele gewinnt ihre Schwingen zur Freiheit und die subtilen Fasern der Corona Radiata beginnen mit göttlichem Schimmer zu leuchten. Als Avadhoot Nath Yogi fliegen wir in das kosmische Bewusstsein und erfahren jenseits der Schöpfung totale Göttlichkeit, endgültiges Nirvana. Diese letzendliche Wahrheit von “Tat Tvam Asi” (das was Du bist) wird auch Erleuchtungszustand von Buddha und Christ genannt. Aus diesem Zustand kommt eine Niederkunft des Göttlichen auf diese Welt zurück als Avatar Nath Yogi.


Quelle: Hamsa Yoga Sangh - Zentrum Mettschlatt 

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