SCHÖNEBERG - BERLiN Abrechnung um Mitternacht. Blutiger Messerkrieg zwischen zwei Jugendgangs an der Manstein / Ecke Goebenstraße. Zuerst fliegen Beleidigungen zwischen den türkischen Jugendlichen hin und her. Dann explodiert die Gewalt. Messer blitzen. Der brutale Kampf kostet einen 18-Jährigen das Leben. Zwei andere werden schwer verletzt. Anwohner alamieren die Polizei um 0.20 Uhr. Zu dem Zeitpunkt liegt schon der 18- Jahriger aus Spandau auf dem Bürgersteig vor einem Zeitungsladen. Er hält sich wimmernd den Bauch, Blut sickert durch seine Finger auf die kalten Steine. Er fällt ins Koma, aus dem er nicht mehr erwacht. Die Beamten werfen sich zwischen die verfeindeten Bandenmitglieder. Sie entdecken einen weiteren Verletzten - dem 19- Jährigen wurde in die Nieren gestochen. Die Polizisten durchkämmen die Mansteinstraße, stoßen auf ein drittes Messer-Opfer. Der Junge, 18, hat eine tiefe Stichwunde im Bein. Die 5. Mordkommission hat den Fall übernommen, die Beamten stehen vor einer Mauer des Schweigens. Keiner will reden, auch Festnahmen hat es bisher nicht gegeben. Michael Hoffmann, Chef der 5. Mordkommission: " Wir müssen erst mal die Beteiligten verhören. Nache Zeugenaussagen handelte es sich um 10 bis 15 Jugendliche und das Motiv ist noch völlig unklar ".
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