Eine Träne rollt über mein Gesicht,
ich hoffe Du siehst sie nicht.
Sie ist genauso einsam wie ich,
und doch geht sie ihren Weg.
Ich würde Dich gerne hassen,
doch dafür lieb ich Dich viel zu sehr.
Ich würde Dich gerne vergessen,
doch Du lebst in mir.
Eine zweite Träne rollt über mein Gesicht.
Ihr Weg endet dort,
wo die erste Träne
an dem Versuch scheiterte
zu Dir zu gelangen!

 


Ich sehe Dich oft
und kann Dich einfach nicht vergessen!
Meine Gefühle zu Dir
werden von Tag zu Tag immer stärker!
Und meine Gedanken
sind immer nur bei Dir.
Doch daß ich mich noch nicht
getraut habe,
Dich anzusprechen bereue ich!
Doch heut' möchte ich Dir endlich sagen:

ICH LIEBE DICH

 

 


Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.
Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:
Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes -, schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen

 


Wenn ich Deine Stimme höre,
fühle ich ein Feuer in mir.
Dich zu treffen, wäre mein größter
Wunsch.
Ich träume jeden Tag und jede Nacht von Dir.
Ich wünschte, Du kommst zu mir
und hälst mich fest.
Du bist so schön.
Ich wünschte, Du wärst bei mir.
Ich kann nicht sagen, wie sehr ich
Dich liebe.

 

 

Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut;
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!
Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!
Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden,
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

 

 


Komm zu mir in der Nacht - wir schlafen engverschlungen.
Müde bin ich sehr, vom Wachen einsam.
Ein fremder Vogel hat in dunkler Frühe schon gesungen,
Als noch mein Traum mit sich und mir gerungen.
Es öffnen Blumen sich vor allen Quellen
Und färben sich mit deiner Augen Immortellen ...
Komm zu mir in der Nacht auf Siebensternenschuhen
Und Liebe eingehüllt spät in mein Zelt.
Es steigen Monde aus verstaubten Himmelstruhen.
Wir wollen wie zwei seltene Tiere liebesruhen
Im hohen Rohre hinter dieser Welt


 





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