Geschichte des Handballs

Als Wiege des Handballs gilt Deutschland. 1917 legt der Deutsche Max Heiser die ersten Regeln fest. Das erste Handball-Länderspiel der Männer findet auf dem Feld statt, zwischen den Teams Deutschlands und Österreichs. Die Länderspiel-Premiere in der Halle bestreiten 1935 Dänemarks Männer gegen Schweden. Erstmals olympisch ist das Handballspiel 1936 in Berlin. Das Turnier wird auf einem Fußballfeld ausgetragen. Überhaupt dominiert zu dieser Zeit der Feldhandball. Bis zu 100.000 Zuschauer verfolgen die Spiele in Berlin.
Nach dem Krieg gehört Handball für einige Jahrzehnte nicht mehr zum olympischen Programm. Die Männer sind erst ab 1972 in München wieder dabei. Diesmal in der Halle, wo zum Auftakt Jugoslawien die Goldmedaille holt. Trainer des Siegers: Vlado Stenzel, der 1978 das deutsche Team in Kopenhagen zum WM-Titel führt. Die Handballerinnen sind seit 1976 in Montreal wieder bei den Spielen vertreten.
REGELN

Das Spielfeld in der Halle ist 40 Meter lang und 20 Meter breit. Die Torhöhe beträgt 2 Meter, die Breite 3 Meter. Das Tor ist von einem 6-Meter-Halbkreis umzogen. Innerhalb dieses Torraumes dürfen sich nur die Torhüter aufhalten.Die Feldspieler (pro Team jeweils sechs Akteure) dürfen über die Begrenzungslinie springen, müssen aber den Ball werfen, bevor sie Bodenkontakt haben. Die Spielzeit beträgt bei den Männern 2 x 30 Minuten, eine Partie der Frauen dauert 2 x 30 Minuten.Die Spieler müssen den Ball spätestens nach drei Sekunden abgegeben haben. Währenddessen dürfen sie nicht mehr als drei Schritte mit dem Spielgerät in der Hand machen. Verstöße werden von den zwei Schiedsrichtern mit Freiwürfen, gelben Karten oder Zwei-Minuten-Strafen geahndet. Die dritte Zeitstrafe für einen Spieler beziehungsweise die rote Karte zieht die Disqualifikation nach sich.Das Spielgerät der Männer besitzt einen Umfang von 60 Zentimeter. Der Lederball der Frauen hat einen Umfang von nur 56 Zentimeter. Entsprechend leichter ist der Frauenball: Er wiegt 325 bis 400 Gramm, der der Männer 425 bis 475 Gramm.
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