meinlebenohnesusanne
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Ich könnte jetzt hier wieder eine lange Geschichte erzählen. Aber ich möchte nur eine kurze Zusammenfassung geben , damit ich dann schnell zum schöneren Teil übergehen kann. Mein Mann fand wieder Arbeit , Ich wurde nach 1 1/2 Jahren wieder schwanger. Wir beschlossen zu heiraten.Am 18.12.85 gab ich dem besten Mann, den man sich denken kann mein Jawort. Bis heute habe ich das nicht bereut. Wir halten zusammen in allen Lebenslagen, haben nie Streit, es fällt kein böses Wort, wir können über alles in einem vernünftigen Ton reden, er ist allen seinen Kindern ein guter Vater und vor allen Dingen liebe ich ihn immer noch. Das muß ich heute nach  über 18 Jahren mal festhalten. Ich hoffe, daß sich daran auch von seiner Seite nichts ändern wird.

Kurz nach unserer Hochzeit wurde mein Mann wieder arbeitslos. Diesmal konnten wir der Sache aber etwas gelassener gegenüberstehen. Durch einen Schwager gekam mein Mann eine Stelle bei einer Naturfarbenfabrik angeboten. Nachdem unser erster Sohn am 28.2.86 geboren war, richteten wir uns darauf ein , ins Schwabenland zu ziehen. Mein Mann zog schon früher dahin, um die Wohnung einzurichten,. Ich konnte ihm dabei nicht viel helfen, da ich voll und ganz mit unserem Sohn zu tun hatte. Leider hatte er bei der Geburt eine LK-Spalte.(Lippen-Kiefer-Spalte). Jeder , der diesen Geburtsfehler kennt und weiß, wie ungenügend die Aufklärung damals bei Eltern und Ärzten war, kann sich ungefähr denken, das ich mit fast nichts anderem beschäftigt war,wie abzupumpen und meinen Sohn zu füttern .Aber über dieses Thema möchte ich noch eine andere Homepage erstellen.

Wir richteten unser Leben bei den Schwaben ein. Es war am Anfang sehr schwer .Wenn man aus dem Rheinland stammt, hat man eine ganz andere Mentalität. Aber heute habe ich mich eingelebt.

Mit den Jahren bekam ich noch einen Sohn und eine Tochter.Unser Leben verlief ruhig und in gleichmäßigen Bahnen. Wir waren zufrieden. Wir hatten Arbeit. ( Ich habe dann, nachdem unser erster Sohn zum ersten Mal operiert war , bei der gleichen Firma , in der mein Mann ist, als Putzfrau angefangen ). Wir hatten immer wieder unsere größeren und kleineren Sorgen. Aber wer hat die nicht, Das einzigste ,was mir immer wieder zu schaffen machte,waren die Gedanken an meine andere Tochter .Ich möchte nicht behaupten , das ich noch täglich an sie dachte. Das wäre nicht ehrlich.Aber des Öfteren drehten sich unsere Gespräch um unsere Anfangszeit. Und kam wieder der Gedanke: Wo ist Susanne ? Geht es ihr gut? Wo ist sie jetzt ? Wird sie von ihren jetztigen Eltern geliebt? Ich liebte dieses Kind auch wenn ich es noch nie gesehen hatte. Irgendwie war sie immer in meinem Herzen .Ich wünschte mir nichts sehnlicher , als sie einmal zu sehen und ihr zu erklären, warum ich sie weggeben mußte. Und ich konnte nur hoffen , das sie mir eines Tages verzeihen möge.Noch heute fällt es mir schwer ,an diese schlimme Zeit zu denken, ohne in Tränen auszubrechen.Und noch immer war ich der Überzeugung, das ich einen Mann nicht damit belasten sollte. Ich wußte , irgendwann mußte ich es ihm sagen .Aber immer gab es andere Probleme , mit denen er sich auseinandersetzen mußte.Ich dachte, er hat Sorgen genug, ohne das ich ihn auch noch mit etwas belasten muß,andem sowieso nichts mehr zu ändern war. Ich wußte das es für mich keine Möglichkeit gibt , unser Kind ausfindig zu machen. Irgendwie hoffte ich immer, daß sie sich irgendwann fragen würde, wer ihre leiblichen Eltern waren.

Und dann eines Tages....................................

 

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