konf

Wie ihr wisst wurde ich ja am 25.4 Konfirmirt und hier möchte ich euch etwas zeugen von meinerKonfirmation :)

Klar das Hilft euchja nicht weiter =) Also hier paar Hilfen:

Hannound Christian : So 2 helfer in der Kirche, die echt gut aussehen und Nett sind =)

Jennifer und Susanne : 2 Helfer , echt nett

Natürlich was auch viel doof

Zum Thema musik imbus: Als wir mal einen ausflug gemacht haben , hatte der Bus fahrer sone schrecklige Musik gehört, echt Nervig

 

Was wir glauben:

Ich verdanke Gott mein Leben
Gott hat für jeden Verständnis
Gott hat für alles ein offenes Ohr
Gott ist ein beschützendes Gefühl in mir.
Manchmal denke ich, Gott sitzt neben mir
Ich glaube, daß Gott der Beschützer der Welt ist
Ich glaube, daß Gott  jedem helfen kann, der das will.
Gott ist immer bei mir und steht mir bei – auch, wenn ich etwas falsches oder schlimmes tue.
Ich glaube, daß Gott überall ist.
Ich glaube, daß Gott immer das  Richtige entscheidet, auch wenn es oft nicht zu begreifen ist.

Ich glaube, dass Jesus zu Unrecht gekreuzigt wurde
Ich glaube, daß Jesus eine wichtige Persönlichkeit ist
Jesus war ein Mensch, der von Gott geliebt wurde.
Ich glaube, daß Jesus ein Mensch war, der alles konnte und wußte
Jesus heilt Menschen
Ich glaube, daß Jesus selbstbewußt war.
Jesus gibt den Menschen das Gefühl, dass immer jemand bei ihnen ist, auch in den ganz schwierigen Momenten
Ich glaube, daß Jesus Sohn Gottes ist und vielen Leuten helfen wollte
Ich glaube, daß Jesus nett ist

Kirche ist ein heiliger Ort
Ich glaube, dass die Kirche die Verbindung zu Gott herstellt
In der Kirche fühle ich mich Gott näher

In der Kirche können Menschen ihre Schuld ablegen
Die Kirche ist ein Platz, an dem sich jeder verstanden und aufgehoben fühlen kann
Ich glaube, daß Kirche ein Ort ist, wo man beten kann
Die Kirche ist für jeden zugänglich und für alles offen
In der Kirche kann man seinen Glauben an Gott zeigen
Kirche hat heute kaum noch eine Bedeutung - aber sie ist trotzdem notwendig
Kirche ist eine fröhliche Sache

Ich glaube, daß der Heilige Geist die Kraft Gottes auf Erden ist
Ich glaube, daß der Heilige Geist die Kraft an uns verteilt
Ich glaube, daß der Heilige Geist immer bei einem ist

 

:p

Ansprache zur Konfirmation 2004

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie der Konfirmandenunterricht von Marie-Luise Schneider ausgesehen hat ? Wie sie Konfirmation gefeiert hat ?

Nein, denn ich glaube, niemand kennt sie.

Aber ich habe ein Bild, das bild, das Luise Schneider am 30. April 1911, also vor 93 Jahren,  zur Konfirmation in Büdingen überreicht bekommen hat.

Und wenn ich das sehe, etwas vergilbt schon, mit einem Rahmen aus Kunststoff mit Blattgold drauf, und einem Bild, den klugen und den törichten Jungfrauen – die sehen wirklich so aus ... ich glaube, dann kann man sich vorstellen wie der Konfirmationsgottesdienst und auch der Unterricht damals abliefen.

Damals gab es eine klare Kleiderordnung, mit schwarzen Anzügen und weissen, gestärkten Kleidchen und natürlich Bibel und Maiglöckchen.

Und da gab es einen Sonntag vorher Konfirmandenprüfungen und furchtbar viel auswendig zu lernen.

Und da war der nächste Konfirmandenunterricht im nächsten Ort, 10 Kilometer weiter, zu Fuss natürlich

Das heisst, der Rahmen damals, das war ein ganz anderer als heute.

Aber auch Eure Konfirmation heute hat ja einen Rahmen.

Da ist die Aufregung bis heute morgen, und dann ist da jetzt der Gottesdienst, den wir feiern – mit den Liedern, mit Euren Liedern, mit der Musik, der Gottesdienst mit den Texten, mit Euren Texten, und auch mit dieser Predigt.

Aber mit diesem Gottesdienst ist Euer Fest, Euer Tag, eure Konfirmation ja noch lange nicht zu Ende. Ihr habt Euch ja schon lange überlegt, wie es hinterher weitergeht.  Die Gäste sind schon vor Wochen eingeladen worden, Essen und Trinken seit Tagen vorbereitet oder bestellt.  Und wo ihr feiert – all das gehört zum Rahmen dazu. Und vielleicht übt der eine Vater oder die andere Tante heimlich immer noch an einer kleinen Rede.  Und natürlich: Auch die Geschenke gehören zum heutigen Tag. Die, die ihr schon kennt, oder die Summe, die ihr euch vielleicht schon ausgerechnet habt, und all die kleinen und grossen Geschenke, die es im Laufe des Tages geben wird.  All das zusammen gibt dann den Rahmen für den heutigen Tag, für Eure Konfirmation, für den Tag, an dem Ihr im  Mittelpunkt steht

 Aber auch die letzten 1 ½ Jahre bis heute  - Eure Konfirmandenzeit – hatte einen Rahmen..
 Die Freizeiten und der Unterricht, die Gottesdienstbesuche, die Themen und Lieder und Texte und all das, was wir zusammen gemacht, getan und erlebt haben.

 Und mitten drin ward Ihr. Eingerahmt von all diesen Dingen ward Ihr sozusagen das Bild. Jede und Jeder einzelne von Euch.

 Wenn ich an die letzten Stunden zurückdenke, dann habe ich das Gefühl, dass es keine schlechte Zeit war.

 Der Rahmen jedenfalls, der hat glaube ich gepasst.

Im Rückblick ist Euch ganz schön viel eingefallen von all dem, was wir zusammen gemacht haben – und das meiste davon fandet ihr eigentlich gut.

 Natürlich waren da auch Stunden, die Euch – und auch mir - nicht gefallen haben.

Da stimmte dann auf einmal etwas nicht.

Da waren es nicht eure Themen, oder es waren Dinge, die für Euch so ungewohnt waren, dass ihr einfach nicht mitgemacht habt.

Da passte dann der Rahmen, der vorgegebne Rahmen, nicht zu Euch – oder: Ihr habt Euch diesem Rahmen nicht angepasst.

Und manchmal, da habt ihr den Rahmen dann auch gesprengt. Und das konntet ihr eigentlich ganz gut.

 Manchmal, da passen Rahmen und Bild,

Ihr und das was andere von Euch wollen,

nämlich einfach nicht zusammen.

Aber das ist ja nicht nur im Konfer so.

Das erlebt Ihr eigentlich ja jeden Tag.

 Die Schule zum Beispiel ist auch so ein Rahmen. Eigentlich ja nicht verkehrt, was da so angeboten wird – aber manchmal gibt es Tage, da geht einfach alles schief, da sind es die falschen Lehrer, die falschen Mitschüler.

 Und auch zu Hause gibt es so manches, was eigentlich ein sinnvoller Rahmen ist – Regeln und Aufgaben und Absprachen und Vereinbarungen – aber manchmal passt auch das nicht.

Alle diese Rahmen, die Euch täglich und überall begegnen – sie haben meistens einen guten Sinn.

Denn sie sollen zum Gelingen des Lebens beitragen, sie sollen Euch ein Stück weit schützen und Sicherheit geben. 

 Was aber, wenn der Rahmen nicht mehr passt, wenn Ihr da nicht mehr reinpasst, wenn ihr aus dem Rahmen fallt, oder den Rahmen sprengen wollt, wenn es nicht mehr Euer Rahmen ist ?

Haltet ihr Euch dann einfach an die Regeln und überschreitet die Grenzen nicht ?

Nach dem Motto:

Besser nicht auffallen, einfach mitspielen ? Sich anpassten und brav sein, so wie es erwartet wird ? Das wäre dann doch eigentlich das bequemste.

 Nur – dann wäre das Leben eigentlich ziemlich langweilig.

Und vor allem: ihr seid ja auch eigentlich keine Kinder mehr, die einfach so machen, was man ihnen sagt. Ihr werdet langsam erwachsen, und darum wollt ihr auch so behandelt werden.

Und darum wollt ihr manchmal raus aus der Enge, aus den Zwängen, aus den Grenzen und Verboten, aus den Rahmen, den andere, den wir Erwachsenen euch oft setzen.

Und darum sucht Ihr euren eigenen Rahmen zum Leben, der euch Freiheit und Schutz, aber auch Luft zum Atmen und eurem Leben einen Sinn gibt.
Und das ist auch gut so.

Vor allem. Ihr seid dabei in guter Gesellschaft, in allerbester Gesellschaft sogar.

 Denn Jesus, der Mensch aus Nazareth, der ist auch aus dem Rahmen gefallen.

Nicht nur, dass er als 12 jähriger für 3 Tage seinen Eltern abgehauen ist.

 Nein, Jesus, dieser Sohn Gottes, der hat ständig und immer wieder quer zu den Gewohnheiten und Erwartungen gelebt.

Der hat tatsächlich den Rahmen gesprengt. Zuallererst den Rahmen,

in den Menschen immer wieder versuchten, Gott hineinzuzwängen.  

Er hat den Menschen seiner Zeit klar gemacht:

Gott liebt uns – einfach so, das brauchen wir uns nicht zu verdienen.


Gott nimmt uns so, wie wir sind.

Wir brauchen ihm nichts vorzumachen.

 Und dann hat er sich stark gemacht für die, die von anderen verachtet und ausgegrenzt wurden.

Für Menschen wie den Zöllner Zachäus. Und den Blinden Bartimäus, der alle anderen nervt – dem öffnet er die Augen.

 Und er nahm sich Zeit für die, die sonst kaum beachtet werden. Und den schuldig Gewordenen schenkte er Gottes Vergebung.
Damit hat Jesus Rahmen gesprengt.

 Aber: aus dem Rahmen zu fallen, die Rahmen zu sprengen – auf die Dauer reicht das nicht.

 Denn Irgendwas brauche ich schon, für mich, was mich und mein Leben – mein Bild – zusammenhält.

 Aber welcher Rahmen kann das sein ?

Welcher Rahmen hält mich und mein Leben zusammen – ohne einzuzwängen, ohne zu drücken ?!?

 Im Konfer, in den letzten 1 1/2 Jahren,  da habt ihr so einen Rahmen kennen gelernt:

Die Kirche, die Gemeinde hier vor Ort.

Denn Kirche ist der Platz, an dem der Glaube, zu dem Ihr ja sagt, zumindest für heute, lebt und lebendig wird.

 Und dieser Glaube, der  kann ein Rahmen für Euch, für Euer Leben sein.

 Allerdings ist es ein besonderer Rahmen.

Denn unser Glaube, das ist eben kein Rahmen, der an der Wand hängt und verstaubt. Auch, wenn die Geschichten der Bibel alle ziemlich alt sind – es sind immer wieder sehr aktuelle Geschichten, in denen es auch um Euch geht. Diese Geschichten von Jesus, und wie er den Menschen begegnet ist – sie können  ein Teil eines Rahmens für Euer Leben sein.

Dabei ist dieser Glaube ein Rahmen, der eigentlich nie fertig ist, der sich immer wieder verändert.

 Das ist genauso wie mit den Gottesbildern: Da ist Euch sehr schnell eingefallen, und vielleicht auch nur, weil Ihr dachtet, ihr könntet mich damit ärgern, sehr schnell fiel euch das Gebot ein: Du sollt Dir kein Bildnis machen. Das stimmte ja auch. Aber das wichtigste, und das haben wir dann ja auch gemerkt: Man soll sich nie auf ein Bild festlegen, es sozusagen in einen Rahmen sperren. Denn dann kann sich nichts mehr bewegen, dann kann sich nichts mehr entwickeln und gross und lebendig werden.

Darum: Lasst Euch nicht einrahmen – auch und vor allem nicht, wenn es um den Glauben an Gott, um Euren Glauben geht.

Lasst Euch nichts erzählen. Seid wachsam, wenn Euch jemand sagt: So ist es, so muss es sein und bleiben.

Bleibt neugierig, fragt nach. So, wie Ihr ja auch im Konfer immer wieder wirklich gute, ernsthafte Fragen gestellt habt. Erhaltet Euch diese Neugier für Euer Leben – auch für Euer Leben mit Gott.

Denn Glaube bedeutet Offenheit für das, was Gott von uns will. Und mit Gott zu rechnen, wo man selber keinen Weg mehr sieht. Offenheit heisst auch, mit offenen Augen und Ohren durchs Leben zu gehen und mit Überraschungen zu rechnen.

Denn DEN glauben gibt es nicht. So, wie Ihr Euch ändert, vom Kind über die Jugendlichen, von den Erwachsenen bis hin zum Lebensende – genau so ändert sich auch Euer Glaube.

Glaubt also nicht, jetzt, mit der Konfirmation habt Ihr Euern Glauben, so wie eine Konfirmationsurkunde, einmal geschrieben und fertig. Bleibt offen – für das Leben, für den Glauben, für Euch selber.

 Denn dann habt ihr einen Rahmen,

für Euch, für Euer Leben, für das,

was Euch im Laufe der Zeit begegnen wird.

 Allerdings - der Glaube, den Jesus gelebt hat, von dem er erzählt hat, war eigentlich gar kein Rahmen.

 Aus dem Rahmen wurde nämlich ein Kreuz.

 Und dieses Kreuz ist nach allen Seiten offen.

Und genau so hat sich Jesus nach allen Seiten geöffnet.

Er hat die Liebe Gottes in sich hineingelassen und genau so  nach allen Seiten hin diese Liebe weitergegeben und verschenkt.
Er, dieser Mensch aus Nazareth, er hat gezeigt und gesagt und vor allem gelebt, was es heisst, von und aus Gott zu leben.

Er hat aus und von und mit Gott gelebt – bis zur letzten Konsequenz, bis zum Sterben am Kreuz.

Und Gott selbst hat dann diesen letzten Rahmen gesprengt – Gott hat seinen Sohn nicht im Tode gelassen. Sondern er blieb bei ihm, über den Tod hinaus.

 Diesem Jesus, diesem Gott –

und diesem Glauben;

diesem Glauben, der eben gar nicht aussieht wie ein Rahmen,

sondern wie ein Kreuz,

diesem Glauben,

der immer wieder Rahmen sprengt,

und gleichzeitig doch sehr tragfähig ist,

dem dürft und könnt ihr vertrauen.

 Und heute, mit Eurer Konfirmation,

da sagt hr JA zu diesem Glauben  

und habt damit etwas,

für Euch und Euer Leben,

einen Rahmen gibt ,

der eben nicht einengt und einsperrt, sondern der offen ist –

für Euch, für Euer Leben, und für Gott.

 Amen.



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