.

Ich traure um Euch

 

Ich trauere um euch
Ich, der kleine Schäferhund
traure um all die wehrlosen Hunde

Ich traure um Euch,
die Ihr vergessen irgendwo sterben müsst,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die verlassen und abgeschoben werden,
ich traure um Euch

Ich traure um euch,
die ihr aus menschlicher Dummheit
vernachlässigt wurdet,

Ich traure um Euch,
die durch Menschenhand getötet wurden,
aus Hass, Eitelkeit oder Rohheit,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die Ihr für menschliche Zwecke
missbraucht und gefoltert wurdet,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die ihr Leben für den geliebten Menschen gelassen haben,
ich traure um Euch

Ich traure um Euch,
die Heimatlosen, Ausgestoßenen, Namenlosen,
ich traure um Euch

Ich hoffe mit Euch,
dass Ihr eine bessere Welt antrefft,
dort wo Ihr nun seid,
ich hoffe mit Euch

Ich hoffe für mich
Dass ich dereinst Zugang erhalte zu dieser Welt
und euch dort wieder sehe,
am Regenbogen.

Dies hoffe ich!

 

(    Verfasser unbekannt   )

 

Danke

 
Ich weiß noch genau die Stunde,
als du kamst in unsere Runde.
Schautest alle einzeln an.
"Diesen nehm' ich", sagtest du dann.

Hochgenommen auf den Arm,
ach, bei dir war's so schön warm.
Der Geruch, der war mir neu
und ich dachte voller Scheu:
"Was kommt jetzt wohl auf dich zu?"
die Frage ließ mir keine Ruh.

Ab ins Auto, schon ging's los,
wohin komme ich denn nun bloß?
Bald war diese Fahrt vorbei,
mir war alles einerlei
Denn vor Angst konnt' ich nur beben,
auf den Teppich ging der Segen.

Ins Körbchen setztest du mich nun,
sollte mich dort richtig ausruhn
Neugierig sah ich mich um,
ach es war doch auch zu dumm.

Keiner war zum Spielen da,
und nun wurde es mir klar:
jetzt bist du doch ganz alleine
hört denn keiner, dass ich weine?

Dann kamst du ins Zimmer rein,
sprachst ganz ruhig auf mich ein.
Mein ganzer Kummer war schnell verflogen,
sie waren weg nun, meine Sorgen.

Es war als hätte ich geträumt,
nun hatte ich einen großen Freund.

Viele Jahre sind wir nun zusammen,
gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen.
Meine Beine wollen heut oft nicht mehr,
das Laufen fällt mir gar oft schwer.

Ich will es nun doch einmal wagen
und es dir hier ganz offen sagen:
Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,
großer Kummer dich bewegt.
Einen Trost in deinem Leid:
sie war schön mit dir, die Zeit!

Denke dann in stillen Stunden,
wieviel Liebe uns verbunden.
Einer war für den andern da
und zudem war es immer klar:

Eine Liebe, rein wie das Licht,
Mein Herz, das schlug doch nur für Dich.

 

(    Verfasser unbekannt   )

Verstoßen

 

Verstoßen! Ich begreif' das nicht -
wie konnte das geschehen?

Und denk' ich noch so lange nach,
ich werd' es nie versteh'n.

Die Welt ist doch so schrecklich groß
und ich so winzig klein -

wieso soll denn gerad' für mich
kein Platz zu finden sein?

 

(    Verfasser unbekannt)

 

Ich kann leider nichts sagen,
bin NUR ein Hund und werd' gequält seit Tagen.
Wenn ich nur schreiben könnt, schrieb ich ein Gedicht
und hätt' dabei Tränen im Gesicht.

Man sagt, ich wär' ein Kampfhund, dass ich gefährlich bin,
öffnet Eure Augen ,- schaut genauer hin!
Bin ich nicht nur ein Werkzeug, von Menschen scharf gemacht,
von diesen Skrupellosen, die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und beiße auch,
doch so ein Hund wohl keiner brauch.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

Bin ich doch nur das Werkzeug Euer,
gemacht von Euch zum Ungeheuer.
Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,

geb' ich Euch Menschen einen Rat:
Ich bin ein Hund, ein Kamerad!
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein
und lasst die Hunde Hunde sein.

Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist
und weiss - dass manch ein Mensch nicht besser ist.

-

Kann immer noch nicht sprechen, bin immer noch ein Hund,
werd' immer noch gequält, ich kenne nicht den Grund.
Ich schreibe hier an euch, es geht mir nicht sehr gut,
ich habe meine Tränen ersetzt durch Hass und Wut.

Ein Hund, den skrupellose Menschen hetzen,
geprägt von Hass und Wut, wird sicherlich verletzen,
er täte keinem gut.
Dann ist er wieder da, der scharfe böse Hund,
dann könnt ihr wieder töten,
dann habt ihr einen Grund.

Ich begreif' euch Menschen nicht,
woher kommt der Drang zum töten? - Und warum trifft er mich?

Was ihr mir dann versetzt, ist nur ein kleiner Stich,
nun habe ich sie doch - die Tränen im Gesicht.
Meine Augen werden schwerer,
sie schließen sich dann ganz,
in meinem Hundekörper beginnt der Todestanz.

Jetzt bin ich tot, mein Körper wird ganz kalt,
macht ihr denn zumindest vor meinem Grabstein halt?

Da steht gemeißelt es, ganz klein:
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein - und lasst die Hunde Hunde sein!

 
(    Verfasser unbekannt   )

 

 



Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!