Stellungnahme Tierarzt
Seit 20. Februar
2004 existiert eine schriftliche Stellungnahme der
Tierklinik.
Wir wissen nur
nicht was da drin steht, auch wenn es uns ja wirklich mal Interessieren würde,
was sie sagt, was da an dem Abend alles passiert ist. Aber das ist schon
komisch, sie hat das gelesen was wir gesehen haben und erlebt haben und wir
dürfen nicht lesen was sie über
den Abend sagen.
17. April
2004
Die Stellungnahme
ist endlich da, jetzt werden hoffentlich meine, auf der Seite "Sallys Todestag"
gestellten noch unbeantworteten Fragen beantwortet. Jetzt ist Wochenende, aber
ich denke mal dass ich am Montag dazu komme, die für Euch hier rein zu tippen.
Ich finde nur komisch dass der Chef antwortet, er war doch gar nicht dabei und
die 2 Frauen haben immer noch keinen Namen.
Alles
was rot getippt ist, haben wir erlebt und gesehen und es gibt für uns
keinen Grund, nicht die Wahrheit zu erzählen, denn wir bekommen Sally nicht
mehr zurück.
Nach Ankunft der
Hündin in der Klinik wurde eine allgemeine und Geburt hilfliche Untersuchung
durchgeführt
Da wir nicht
wissen was alles zu einer solchen Untersuchung gehört, sage ich dazu nicht
viel, nur das:Es wurde nur
der Finger rein getan zum fühlen.
Fruchtteile waren
vaginal-palpatorisch nicht feststellbar, die Röntgenaufnahme zeigte 2 große
Welpen cranial des Beckens.
Da die Hündin
schon relativ erschöpft wirkte,
das finde ich
schon merkwürdig, davon hat keiner unserer Familienmitglieder was
gemerkt, Sally war Zuhause und im Auto genau wie immer putzmunter und fröhlich,
kaum ein Tier begrüßt den TA wenn man es auf den Tisch gestellt hat
bereits seit
3 Stunden Wehen hatte und grünlichen Fruchtwasserausfluss zeigte, lag die
Indikation für einen Kaiserschnitt vor.
das Deckchen
auf dem sie im Auto, während der 25 Min. Autofahrt saß, war ganz
trocken und die Flecke zuhause im Bettchen, waren nicht grünlich, es war noch
gar keine Fruchtblase geplatzt und während der Autofahrt hatte sie keine
einzige Wehe und in der Praxis presste sie nur 1 x, als man ihr den Finger rein
steckte
Aus Kosten
Ersparnisgründen habe die behandelnde TÄ keinen Ultraschall
gemacht
Das verstehe ich
gar nicht, denn es wäre doch mein Geld gewesen und Ultraschall find ich
Sinnvoller, als Röntgen..
Anhand der bei uns
üblichen Checkliste für entsprechende Notfälle wurden die entsprechenden
Maßnahmen einschließlich Aufklärung der Auftraggeberin getroffen.,
ja einmal Sallys
linke Seite abhören und wie so viele
Menschen, bekamen wir auch nur den Satz zu hören: "Sie wissen ja das
Narkose immer ein Risiko ist"
Zutreffend ist das nach dieser Untersuchung
eine verunfallte Katze eingeliefert wurde. Nach der Erinnerung der
Diensthabenden TÄ und Helferin sowie der Dokumentation über dieses Tier lag bei
dieser kein erhebliches Problem vor, die Untersuchung und Behandlung war in 10
Min abgeschlossen.
als die Leute
mit Ihr kamen lag, besser gesagt hing sie wie tot auf dem Arm, Kopf, Schwanz und
Beine hingen leblos nach unten
Zur
Narkoseeinleitung wurde der Hündin ein venöser Zugang gelegt. Da die Hündin
relativ unruhig war, misslang der erste Versuch in der rechten vena cephalica
antebrachill. Die paralle Vene links vorne konnte dann mit einer Braunüle 09/25
(blau) versehen werden.
Sally saß ganz
brav vor meinem Bauch und ich musste nur Ihr Füßchen hoch halten
Die Braunüle wurde
mit 2 Vicrylheften fixiert. Dies ist bei uns so üblich, wird von fast allen
Tieren sehr gut toleriert und bietet nach unserer Ansicht die sicherste Fixation
des anabdingbar notwendigen venösen Zugangs. Vom früheren Fall kannte Frau K.
dieses Verfahren auch schon.
Ja das kannte
ich aber damals wurde das erst festgenäht, als der Hund nach der ersten
Injektion, innerhalb einer Minute, tief und fest schlief
Propofol gehört
bei uns bei Kaiserschnitten zum bevorzugten Narkoseeinleitungverfahren, nach
unserer Erfahrung sind die Welpen bei diesem Prozedere deutlich vitaler und
brauchen weniger Hilfe zur Aktivierung von Kreislauf und Atmung.
Einen
Kaiserschnitt machen, mit einer Narkose, die bei dem Tier den Schmerz nicht
ausschaltet, finde ich seltsam.Dass dieses Mittel keinen Schmerz
ausschaltet wurde mir von 4 verschieden TA geschrieben und man kann
das überall im Internet nachlesen.
Nach der Initialen
Dosis von 1,0 ml Propofol (10mg/ml, Dosis 4-6 mg pro kg KGW)wurde die Hündin
nicht wie geplant müde, Exzitationen konnten nicht beobachtet werden.
und warum war
es mir dann nicht mehr möglich Sally alleine festzuhalten, die Helferin
mußte mir helfen (man bedenke wir reden hier von einem Chihuahua)
Disoprivan® /
Propofol
http://www.drk-rengsdorf.de/RETTUNG/beschr.htm
Indikation: Einleitung einer Narkose
Sedierung beim beatmeten Patienten
Wirkungsweise: Injektionsnarkotikum mit kurzer Wirkzeit und ohne
analgetische Wirkung
Dosierung: 2-4mg/kgKG zur Einleitung
zur
Aufrechterhaltung bei Bedarf 20 - 50mg nachspritzen
Nebenwirkungen:
Atem- und Kreislaufdepression bis hin
zur Apnoe
Während der weiteren Vorbereitung der
Hündin, ja das nähen
an einem wachen Hund
wurde die Dosis
auf die Höchstmenge von 6 mg / kg erhöht (entsprechend für dieses Körpergewicht
1,4 ml) Zur Vermeidung von Überdosierungen wird die Dosis bei uns immer zuvor
berechnet und dann in einer Spritze gezielt und geplant gefüllt
bereitgelegt.
Also wir haben
beide gesehen das sie eine Spritze auspackt, aufzieht, injiziert, weglegt und
nach dem Sally anfing durch zu drehen und sie deshalb nicht nähen konnte, noch
mal die Spritze aufziehen musste, weil die erste ja leer war.
Nach der zweiten
Propofolgabe war die Hündin weiterhin nicht so müde, dass eine Intubation
möglich geworden wäre
sie war völlig
am Durchdrehen
So ab hier sag
ich nicht mehr viel, denn wir waren nicht mehr dabei
Daraufhin wurde
sie mit der Maske mit Sauerstoff, Lachgas und Isofluran für ca. eine Min.
beatmet
und daraufhin ohne
Probleme intubiert.
Hab ich
kostenlos bekommen! existiert auf der Rechnung nicht
Für die nächsten
1-2 min. verlief die Narkose planmäßig, der Atemmonitor zeigte eine gleichmäßige
und regelmäßige Atmung (alle 2sec.Volumen ca. 80ml/Atemzug.
Nach dieser Zeit,
während der chirurgischen Operrationsvorbereitung, trat ein Atemstillstand sowie
unmittelbar danach ein Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand ein.
Sofortige
Reanimationsmaßnahmen ,Beatmung mit reinem Sauerstoff,
Herzmassage,
Hab ich
kostenlos bekommen! existiert auf der Rechnung nicht
Medikamente
die existieren
auf der Rechnung und wurden leider auf anraten eines Anwaltes unter Vorbehalt
von mir bezahlt
blieben leider
auch nach 10 min. ohne Erfolg. Nach und auch schon während dieser Zeit bestand
keinerlei Möglichkeit, selbst unter Missachtung aller chirurgischen Prinzipien,
die Welpen zu entnehmen und mit Aussicht auf Erfolg zu reanimieren.
Sie hatten
keine Zeit die Welpen zu retten,
sie hatten
keine Zeit Sally loszubinden,
aber sie hatten
Zeit alles was zum angeblichen Intubieren und zur angeblichen Maske gehört,
wegzuräumen.
Lungenembolie,
Aortenriss, Herzbeuteltamponade wurden als Beispiele früherer Zwischenfälle
genannt..
Was für frühere
Zwischenfälle ? Sally war nie krank und ich muss ehrlich sagen. Gott sei
Dank musste sie weil sie so fit und kerngesund war, nicht schon früher in
Ärztliche Behandlung. Sie hat uns Wortwörtlich gesagt, das
Sally vermutlich, laut der Symptome an Lungenembolie gestorben ist oder das
ist halt das Narkoserisiko.
Leider wurden
nicht alle Fragen beantwortet, z.B.
Warum für den
Notfall nicht alle Medikamente im Raum waren?
Warum war der
Hund auf der Seite liegend angebunden?
Warum wurde vor
den 2 Propofolspritzen nicht wie es sein sollte erst ein Beruhigungsmittel
gegeben?
Wo waren die
ganzen Hilfsmittel, die Maske zum betäuben und das Intubations Zubehör
um ein Tier künstlich zu beatmen?
usw..........usw.
........usw......
Ich frage mich
gerade: Wie beatmet man einen wachen Hund der überhaupt nicht still hält, mit
einer Maske?
Ich glaube
jetzt weiß ich warum Sally auf der Seite lag und paarweise die Füße zusammen
gebunden hatte!
Damit sie nicht
zappeln oder weglaufen kann und die in aller Ruhe an Ihr rum machen
können.
Warum wird ein
waches Tier so brutal behandelt? Erst wird an ihm rum genäht, das ist schon
Tierquälerei und dann wird sie auch noch gefesselt. Und sie darf netter Weise
bei allem Zuschauen :-(
Kann man nicht
warten bis das Tier schläft?
Hab ich im
Internet unter dem folgenden Link was gefunden.
http://www.uni-wuerzburg.de/zv/abt7/tierschutz/adapt1.html
Da steht
z.B.
Da ein Tier
ungewohnte Eingriffe nicht differenzieren kann, vermag bereits eine Injektion
Todesangst auszulösen.