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Sehr geehrte Frau ,
dass eine Obduktion für Klarheit sorgen kann, halte ich auch für relativ unwahrscheinlich, aber was ist denn mit den Informationen, die ich Ihnen geschickt habe, z.B. in Bezug auf einen Kaiserschnitt. Wurden diese Sachen wenigstens erfüllt? Nachdem, was Sie berichten, kommt es mir eher so vor, dass wenn der Fehler in einer ungenügenden OP-Vorbereitung lag. Hinzu kam wahrscheinlich, dass auch für eine Notfallsituation, wie sie ja immer entstehen kann, eventuell nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen wurden.
MfG Dr. H......
26.07.04
Das klingt für mich so, als wenn das Notfallmangement während der Narkose, bzw. der Narkoseeinleitung im Falle Ihrer Hündin leider unzureichend war, sowie natürlich auch die Versorgung der ungeborenen Welpen, die vielleicht zu retten gewesen wären.
Ich würde mich über eine Benachrichtigung freuen, wenn Sie etwas erreicht haben,
Mit freundlichen Grüßen Tierärzteteam, Dr. .....
Also wenn ich alles zusammen fasse was andere Tierärzte geschrieben haben, kommt das in Kurzfassung bei raus :
- wenn der Kaiserschnitt entsprechend vorbereitet gewesen wäre,
hätte man wenigstens versuchen können, die Welpen zu retten.
- wenn ein Tier durch das Narkosemittel derart reagiert und krampft, wie Sie das beschrieben haben, hätte man ihm unverzüglich Valium spritzen müssen.
Propofol ist das "Narkosemittel".
Ich schreibe es in Anführungszeichen, denn Propofol kann nur zur Sedation benutzt werden, da bei diesem Mittel keine Schmerzausschaltung erfolgt.
Unter Propofol kann also auch kein Kaiserschnitt erfolgen. Die anderen Mittel finden bei Narkosezwischenfällen (Herz-Kreislaufproblemen) ihren Einsatz.
Eine Lungenembolie kann auch durch injizieren von Luft verursacht werden.
Propofol wirkt sehr rasch und kurz, kumuliert nicht, wirkt nicht analgetisch und
kann dosisabhängig zu Atemdepression , Atemstillstand, Blutdruckabfall, Apnoe, Bradykardie, Erbrechen und zum Herzstillstand, führen.
Propofol kann, vor allem bei Überdosierung, einen Atemstillstand verursachen.
Eine zu schnell verabreichte oder zu hohe Dosis Propofol löst zuerst einen Atemstillstand, gefolgt von einem Herzstillstand, aus.
Und ich hab das gefunden :
Disoprivan®
Handelsform : Ampulle 20ml / 200mg Propofol
Indikation : Einleitung einer Narkose Sedierung beim beatmeten Patienten
(Sally wurde nicht beantmet als sie die 2 Propofolspritzen bekommen hat )
Wirkungsweise : Injektionsnarkotikum mit kurzer Wirkzeit und ohne analgetische Wirkung
Dosierung : 2-4mg/kgKG zur Einleitung
zur Aufrechterhaltung bei Bedarf 20 - 50mg nachspritzen
Nebenwirkungen : Atem- und Kreislaufdepression bis hin zur Apnoe
Zu den nur in der Stellungnahme aufgeführten Sachen :
Maske Isofluran Intubation usw. kamenm auch einige Antworten :
Man muß erst sedieren. Normalerweise nimmt man da Ketanest(Xylazin her. Früher war auch Rompun oder Polamivet im Einsatz. dann Propofol.
( Isofluran, ist ein gängiges Inhalationsnarkotikum.) Dazu sollte der Hund aber auch schon schlafen, damit er sich nicht wehrt.
Oder:
Zunächst wird eine Prämedikation gegeben, z.B. ACP und Valium (es gibt auch noch andere Möglichkeiten). Das Tier wird dadurch ein wenig schläfrig. Dann wird Propofol als Narkoseeinleitung gegeben, d.h. mit Propofol schläft das Tier normalerweise fest für einige Minuten. Diese Zeit nutzt man zur Intubation (Schlauch in die Luftröhre). Über diesen Schlauch erfolgt die eigentliche Narkose mit einem Gas wie Halothan oder Isofluran und die OP kann beginnen.
Ungewöhnlich bei Ihrer Geschichte finde ich, dass die Braunüle angenäht wurde. Ich kenne die Fixierung der Braunüle nur durch Ankleben mit Klebeband.Die Behandlung hätte erst dann beginnen dürfen, wenn das Tier tatsächlich fest eingeschlafen ist.
Unklar ist mir, warum nicht versucht wurde, die Welpen zu retten. Auch wenn die Aussicht auf Erfolg sehr gering war, man hätte es versuchen können.
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