
Alle Gedichte stammen von mir, V.S.>>Die Zeitreisende

Inhalt
1)Im Regen
2)Liebe
3)Sehnsucht
4)Starke Gefühle
5)Hoffnung
6)Hat das Leben wirklich noch etwas Anderes zu bieten?
7)Tage der Hoffnung und Tage der Trauer...
8)Traum oder Wirklichkeit?
9)Treibsand
10)Wie es Euch gefällt
11)Allein...
12)Die letzte Liebe...
13)Intermezzo
14)Suizid?
15)Gefühlslabyrinth
16)Ja...
17)Frage ohne Antwort
18)Meine Ängste...
Im Regen
Sie steht im Regen,
spürt jeden einzelnen Tropfen
auf Ihrer Haut.
Tränen rinnen herunter,
vermischen sich auf Ihrem Gesicht
mit den tausend Tränen
des Himmels.
Sie spürt die Kälte kaum -
es ist alles so bekannt.
Sie läßt den Regen seine Arbeit tun.
Wäscht sich rein
von traurigen Gedanken.
Keine Spuren des Schmerzes
läßt der Regen zurück.
Er ist gründlich
so wie das Feuer in ihrem Körper,
das alle Gefühle verbrennt.

Liebe
Liebe sollte schön sein,
doch häufig ist sie häßlich!
Liebe sollte glücklich machen,
doch häufig macht sie traurig!
Liebe sollte beschützend sein,
doch häufig ist sie verletzend!
Liebe sollte gut sein,
doch häufig tut sie weh!
Ohne Liebe ist man unverletzlich,
aber:
Ohne Liebe ist man tot!
Ich lebe lieber!

Sehnsucht
Ein Wort, das viel bedeuten kann !
Ich habe Sehnsucht nach Dir.
Alles ruft nach Dir in mir.
Ein Tag ohne Dich, ist wie ein Tag ohne Sonne.
Ein Lächeln von Dir,
erhellt den Tag mit unendlich viel Licht.
Deine Stimme ist so wohltuend.
Deine Berührung läßt mich auf Wolken schweben.
Deine Blicke jagen mir wohltuende Schauer über den Körper.
Du bist für mich der Glücksstern,
der hoffentlich niemals vom Himmel fällt.
Die Sehnsucht nach Dir, läßt mich nicht schlafen.
Manchmal kann ich keinen klaren Gedanken fassen,
weil ich ständig an Dich denken muß.
Diese Sehnsucht ergreift mein Herz und ich hoffe,
dass sie irgendwann von Dir geteilt und gestillt wird.

Starke Gefühle
Ein Gefühl, so stark und wild wie die See.
Es beherrscht all` Dein Denken und Handeln.
Du kannst Dich nicht dagegen wehren.
Es begleitet Dich am Tag
und verläßt Dich auch nicht bei Nacht.
Es nimmt von Dir Besitz und läßt Dich nicht mehr in ruh`.
Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl -
und doch gerade darum -
kann es Dir aber auch großes Leid zufügen.
Du kehrst Dein Inneres nach Außen
und bist dadurch leichter zu verletzen.
Es kann Dir den Himmel auf Erden bringen,
oder die tiefsten Abgründe der Hölle.
Qualen und unendliches Glück,
liegen so nah beieinander,
das man sehr, sehr vorsichtig und behutsam sein sollte.
Sonst tut man dem Menschen,
den man so liebt,
furchtbar weh.
Wer wirklich liebt,
der fügt sich meist selbst mehr Leid zu,
als auch nur einen Hauch von Leid
an den geliebten Menschen heran zulassen.
Erst wenn man zu oft, zu tief verletzt wurde,
will man nur noch zurückschlagen!

Hoffnung
Traurige Gedanken,
ein Gefühl der Einsamkeit!
Auf der Suche nach Geborgenheit,
gehe ich durch die Straßen.
Den Blick nach unten gerichtet,
gehe ich durch das Leben.
Ein Lichtstrahl,
freudige Erwartung!
Auf dem Weg durch die Dunkelheit,
kommst Du mir entgegen.
Unsere Blicke treffen sich und versprechen -
das Leben.
Frohe Gedanken,
den Mut zur Gemeinsamkeit!
Gemeinsam durchs Leben gehen.
Den Blick für die Welt -
und füreinander offen -
nach vorne gerichtet.

Hat das Leben wirklich noch etwas Anderes zu bieten?
Kann es mir den Glauben und die Hoffnung -
Durch Gewißheit und Taten ersetzen?
Wird aus Sehnsucht - Zufriedenheit?
Wird aus der Angst - Mut?
Und wird aus der Vergangenheit -
Endlich -
DIE ZUKUNFT?

Tage der Hoffnung und Tage der Trauer...
Sie liegen nah beieinander.
Du fühlst diesen Schmerz und kannst es nicht ändern.
Du gibst alles und befürchtest, dass es nicht reicht.
Du willst ihn nicht verlieren
und doch trägst Du selbst dazu bei,
dass er sich von Dir entfernt.
Du läufst mit offenen Augen auf den Abgrund zu,
siehst aber keinen Ausweg der den Sturz verhindert.
Du willst verständig und geduldig sein,
aber der Schmerz in Dir drin ist oft stärker.
Du denkst oft, dass Du es nicht aushältst
und doch kannst Du nicht loslassen.
Da ist doch so viel Gefühl, so viel Gemeinsames.
Du lässt Dich verletzen und lächelst auch noch tapfer.
Du verlierst langsam die Achtung vor Dir selbst.
Du wolltest Dich nie wieder verletzen lassen.
Wolltest klare Grenzen ziehen.
Warum hältst Du sie nicht selber ein?
Hast Du, so viel Angst vor der neuen Einsamkeit?
Er tut Dir oft so gut und dann keimt immer Hoffnung auf.
Du glaubst, dass es einmal anders wird.
Du bist eine Träumerin!
Und dafür wirst Du wohl Dein Leben lang teuer bezahlen müssen!

Traum oder Wirklichkeit?
Hat man wirklich die Wahl?
Darf man in seinen Träumen leben,
um in der Wirklichkeit zu bestehen?
Ich habe Angst auf meine Träume zu verzichten.
Solange ich mich erinnern kann, habe ich Träume.
Ob Tagträume oder die Träume in der Nacht,
sie sind ein Teil von mir.
Und ich weiß nicht, ob ohne sie leben kann.
Ich weiß nicht - ob ich ohne sie leben will.

Treibsand
Der Boden unter mir,
fühlt sich wie Treibsand an.
Ich verliere den Halt.
Langsam versinke ich.
Kein Ast, kein Zweig,
reicht bis zu mir heran.
Panik und Hilflosigkeit,
ergreifen mein Herz.
Wo ist die rettende Hilfe?
Wo ist die helfende Hand?
Aus dem Nebel heraus,
bildet sich ein Gesicht,
zeigt sich eine Hand.
Werde ich sie ergreifen?
Wird sie mich halten?
Ich bin gefangen in mir selbst.
Warum ergreife ich nicht die Hand?
Sie ist doch so nah.
Doch ich zögere,
vielleicht einen Augenblick zu lange.
Ich wünschte, ich könnte sie ergreifen!

Wie es Euch gefällt
Wie es Euch gefällt,
so sollte das Leben sein.
Lass Dir den Wind um die Nase wehen,
ob als sanfte Brise oder als starker Sturm.
Lass die Gefühle in Deine Seele eindringen,
ob als zarter Traum oder als harte Realität.
Lass es krachen und wenn es sein muss -
schrei auch mal.
Lache, weine, tanze, singe,
brüll und Trommel mit den Fäusten gegen eine Wand.
Vergrabe nicht Deine Empfindungen,
oder verdränge sie nicht.
Kämpfe um Dein Recht und Deine Wünsche.
Deine Hoffnungen und Träume,
lass sie Dir nicht nehmen.
Nicht von Dir und erst recht nicht -
von Anderen.
Gebe alles was Du hast
und nehme alles was Dir - freiwillig - gegeben wird.
Spüre den Wind und die Sonne,
den Regen und den Schnee.
Spüre die Hand die Dich liebkost
und liebkose das Gesicht, was Du vor Dir siehst.
Spüre die Leidenschaft, die in Dir steckt.
Begegne ihr nicht mit Angst, sondern - fordere sie heraus.
(frei nach Shakespeare)

Ohne Dich...
In mir schreit es laut,
doch kein Ton kommt über meine Lippen.
Mir tut alles weh,
doch man sieht keine Verletzungen.
Ich verbrenne innerlich,
doch meine Haut ist eiskalt.
Du fehlst mir und ich möchte bei Dir sein,
aber ich sage es Dir nicht.
NIEMALS!
Lieber würde ich sterben,
als alles noch einmal zu erleben.
Der Schmerz ist kleiner - ohne Dich!

Allein...
Fast fühle ich mich wie der "Zarewitsch".
Einsam und verlassen betet er zu Gott und fragt ihn,
ob er ihn denn vergessen hätte.
Ob er ihm von den vielen Engeln, die er dort oben hätte,
nicht Einen zu ihm schicken könnte.
Viele wissen vielleicht, wie die "Geschichte" weiterging.
Er bekommt seinen Engel, verlebt eine kurze, schöne Zeit,
aber im Endeffekt muss er seinen Weg allein gehen.
OK, weder bin ich ein Zarewitsch,
noch etwas Ähnliches
und mich ruft auch zum Schluss
nicht die Pflicht...
...aber der Teil mit dem Engel und die Einsamkeit,
- vorher und nachher -
die haben wir gemeinsam....

Die letzte Liebe...
Du bist meine letzte Liebe,
denn niemand wird je wieder
so tief in mir einen Weg finden...
Du bist meine letzte Liebe,
denn mehr Kraft bringe ich nicht auf,
so kraftlos ist mein Herz geworden...
Du bist meine letzte Liebe,
denn Du hast mich total entblößt,
so wie nie jemand zuvor...
Du bist meine letzte Liebe,
denn so wie Du mich sehen kannst,
so kann mich niemand mehr sehen...
Du bist meine letzte Liebe,
denn sie war am reinsten,
so rein, dass ich darin ertrinken konnte...

Intermezzo
Wie konnte ich auch nur annehmen,
dass das gut gehen wird?
Wie konnte ich nur glauben,
dass es diesmal anders wäre?
Es ist so, wie mit den Vorsätzen für das neue Jahr;
man meint, diesmal gelingt es!
- Pustekuchen -
Alles verweht der Wind beim nächsten erwachen,
alles bleibt beim Alten....!

Suizid?
Nein -
ich glaube, da bin ich dann doch zu feige für!
Nicht das ich hier keine Möglichkeit hätte,
es gibt genug scharfe Messer,
dort in deinem Messerblock,
oder die Scheren hier auf dem Tisch.
Sie täten es sicher auch -
- wenn ich den Mut dazu hätte...
Obwohl der Gedanke sehr verführerisch ist.
Nichts mehr fühlen zu müssen,
nicht mehr so verletzt zu sein…
Doch nein, etwas hält mich hier...
und wenn es nur die "Feigheit" ist.
Etwas hält mich davon ab,
diesen hirnrissigen Weg zu gehen...

Gefühlslabyrinth
Du sitzt einfach da und denkst über Dein Leben nach.
In Deinem Kopf irren die Gedanken umher, wie in einem Labyrinth.
Sie finden nicht den richtigen Weg,
immer wieder prallen sie an eine Mauer - ohne Ausweg!
Warum bist Du nicht wirklich glücklich?
Was ist überhaupt wirkliches Glück?
Was willst Du für Dich selber - und was für Dein Leben?
Weißt Du was gut für Dich ist?
Je öfter Du auf eine Mauer triffst,
desto mehr Fragen türmen sich in Dir auf.
Ein Berg - fast nicht zu bewältigen.
Und wieder neue Fragen...
Dein Blick geht in die Ferne, suchend nach Antworten.
Manchmal erscheint eine Antwort in diesem Gewühl -
aber es tauchen sofort wieder neue Fragen auf.
Verzweiflung scheint Dich zu übermannen.
Tränen rinnen unaufhaltsam über Deine Wangen.
Du könntest nicht einmal erklären, warum.
Oft sind sie eine Erleichterung,
denn sie spülen manchmal den Weg frei -
dort in Deinem eigenen Gefühlslabyrinth.
Und dann bist Du froh, dass Du nicht immer nur so dasitzt,
sondern dass Du auch oft tanzt und lachst
und das Leben schön findest.
Weil es eben doch häufig schön ist!
Du stehst auf und lächelst,
denn Du weißt - dieser Moment ist,
- wie immer -
schnell wieder vorbei und das Leben geht immer weiter.....

Ja...
Tief erschüttert mich dein Lachen,
tief in mir erklingt ein Lied,
tief in mir entstehen Gefühle,
tief in mir sagt etwas - ja.
Leise kriecht die Freude in mir hoch,
leise pflanzt sich Frieden in mein Herz,
leise fängt meine Seele an zu erwachen,
leise sagen meine Augen - ja.
Langsam hebt sich meine Stimmung,
langsam wird mein Gang normal,
langsam kommen Worte über meine Lippen,
langsam haucht mein Mund ein - ja.
Schneller pocht mein Puls im Takt,
schneller geht mein Atem,
schneller laufen meine Füße,
schneller kommt ein stöhnend - ja!

Frage ohne Antwort
Was nützt mir all mein Wissen,
all mein Lernen und all meine Erfahrung,
wenn ich doch am Ende nicht die Wahl habe?
Obwohl ich meinem Bauchgefühl
meinen Kopf zur Seite gab zum klarer sehen,
kann ich nicht verhindern, dass passiert was passiert.
Hilflos muss ich zusehen, wie immer wieder die Tür sich schließt,
ohne das ich es verhindern kann.
Meine Gefühle fahren jedesmal Achterbahn,
ich zweifle und hadere, doch habe ich mich dann entschlossen,
und will nicht aufgeben und offenbare meine Gefühle,
vor mir und Anderen -
Paff, ist alles zu Ende und ich habe verloren.
Es gibt Tage, da frage ich mich, warum?
Und es gibt Tage, da verbiete ich mir diese Frage,
denn ich finde keine Antwort darauf....
Vielleicht gibt es aber auch Tage, wo ich diese Frage nicht mehr stellen muss...
Wer weiß das schon....?

Meine Ängste...
Sie begleiten mich, tagein, tagaus.
Sie lassen mich nicht schlafen,
nicht einmal einen Augenblick der Ruhe gönnen sie mir.
Sie peinigen mich mit Worten und Bildern,
die in meinem Kopf herumwirbeln.
Manchmal, da denke ich, jetzt habe ich sie im Griff.
Da kann ich lachen und hoffen
und bin wie eine Elfe im Sonnenschein.
Ich kann dann Brücken aus Liebe und Zuversicht bauen.
Aber all zu oft schleicht dieser Zweifel in mein Gehirn,
lässt jedes Lachen und jede Hoffnung im Keim ersticken.
Oh, wie wünschte ich, ich könnte es abstellen.
Wie einen Schalter vom Radio.
Einfach den Saft abdrehen, damit ich zur Ruhe komme.
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