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Alle Gedichte stammen von mir, V.S.>>Die Zeitreisende

Inhalt:

 1)Vergangenheit
 2)Vergangen, aber nie vergessen...
 3)Gefühle
 4)Fesseln
 5)Nicht mehr so allein
 6)Alte Gespenster
 7)Aufrütteln
 8)Aufschrei
 9)Augen
10)Nie
11)Eine alte Last
12)Um Armeslänge
13)Allein....wieder allein....
14)...wie früher Deine Liebe...
15)Für Engel-Suchende...
16)Alles was mir von Dir blieb!

 

Vergangenheit

Was kann ein Mensch alles ertragen?
Was kann ein Mensch alles aus Liebe tun?
Wird er auf Dauer daran zerbrechen?
Wieso müssen Menschen
die Schwächen des anderen benutzen,
um ihn dadurch besser zu verletzen?

Ein Jahr ist vergangen,
die Zeit blieb nicht steh'n.
Gefühle kamen,
doch leis' woll'n sie geh'n.

Du willst jetzt wandern,
ich kann's nicht versteh'n.
Ich kann Dich nicht halten,
bald wirst Du ganz geh'n.

Doch will ich Dir sagen:
"Ich bleibe Dir treu!
Wenn Du Hilfe brauchst,
hab' nur keine Scheu!"

Ich werde Dich lieben,
bis ans Ende der Zeit!
Wenn Du dann kommst,
dann bin ich bereit!

(In Erinnerung an sehr tiefe Gefühle, die nie mehr zu löschen sind.)

Vergangen, aber nie vergessen...

Menschen um mich herum,
schweigend oder redend,
doch ich kenne sie nicht.

Meine Gedanken suchen nach Dir,
Erinnerung kehrt in mein Herz,
ich denke an die letzten Stunden...mit Dir.

Schön und grausig zugleich,
ja, das waren sie,
breit gefächert die Gefühlspalette.

Deine Berührungen auf meiner Haut,
ich spüre sie jetzt noch,
Deine Worte klingen noch in meinem Ohr.

Vergangen.....aber nie vergessen...!

Gefühle

Die Liebe - was ist sie für ein gar' seltsames Ding?
Höhen und tiefen begleiten sie.

Glück und Schmerz - Freud' und Leid,
all das kann sie uns bringen.

Die Zeit - die Art wie wir Menschen heute leben -
macht es fast unmöglich mit ihr zu leben -
sie zu empfinden - mit ihr umzugehen.

Ängste und Egoismus halten uns ab,
tiefe und wahre Gefühle zu zulassen.

Sie werden tief in uns drin,
in einer dunklen Gruft begraben
und eine feste Mauer aus Panik,
hält sie unter Verschluss.

Bald werden auch die Letzten,
die noch empfinden können,
ausgestorben sein.

Entweder durch den natürlichen Tod,
oder durch den selbstgewählten Gefühlstot.

Für mich kaum ein großer Unterschied.
Wie arm ist diese Welt doch jetzt schon!?!
Wie arm wird sie dann erst sein?!?

Fesseln

Gefühle sind Fesseln der Liebe,
manchmal versetzen sie Dir Hiebe.

Was Dich heute zusammen hält,
schon morgen zusammenfällt.

Bänder verbinden oder trennen,
wer soll sich da auskennen?

Was Dich heute liebenswert macht,
wird morgen schon verlacht.

Du öffnest Dich allem,
nur um dem anderen zu gefallen.

Bänder verbinden oder trennen,
wer soll sich da auskennen?

Erwachsen will man ja sein,
doch dann stehst Du meistens allein.

Erkenntnis sich bei Dir einschleicht,
und langsam die Liebe entweicht.

Bänder verbinden oder trennen,
wer soll sich da auskennen?

Auskennen, wie soll man das denn?
Wenn ich mich selbst nicht mal kenn....

Nicht mehr so allein

Du warst die ganz große Liebe,
die es nur selten gibt.
Seitdem Du fort bist

- für immer -

ließ ich alles hier, genauso wie es war.

Und so ist Deine Welt bei mir geblieben
und ich träume oft, Du wärst noch immer da.

Du warst die ganz große Liebe,
Dich kann ich niemals vergessen.

Für das Glück, dass ich bei Dir fand,
werde ich
- so lange ich lebe -
dankbar sein.

Ich denke in einsamen Stunden,
an die Zeit mit Dir.

Bin dann nicht mehr so allein!

Alte Gespenster

Meine Sinne sind verwirrt,
wenn ich das Gefühl habe, es stimmt etwas nicht.

Meine Gefühle geraten durcheinander,
wenn ich Angst habe, daß es da etwas gibt, das ich nicht greifen kann.

Lügen und Heimlichkeiten haben mich zu sehr verletzt,
ich kann sie nicht mehr ertragen.

Es ist möglich, daß mich noch alte Gespenster,
aus der Vergangenheit aufscheuchen.

Ich kann sie nicht unterscheiden.
Das macht mich unendlich traurig.

Meine größte Angst ist,
sie nicht früh genug zu durchschauen.

Das ich dadurch alles Neue vielleicht,
direkt im Keim wieder zerstöre.

Weil ich mein altes Mißtrauen,
leider noch nicht besiegt habe.

Mein Hoffnung basiert auf die Zeit
und auf das Vertrauen, was ich haben will.

Die Zeit wird es mir zeigen,
ob ich gewinne,
oder mein Mißtrauen.

Ich hoffe ganz tief, daß ich gewinne.
Denn ich möchte nicht mehr zurück in die Einsamkeit.
Er würde mir zu sehr fehlen.

Aufrütteln

Eifersucht? - Nein!
Nur die Angst, nicht gut genug zu sein.

Er geht ohne Dich raus und hält es sehr lange aus.
Wenn Du bei ihm bist, ist er immer früh müde.
Was ist los? - Du bist doch kein sanftes Ruhekissen.
Bei Dir erholt er sich und woanders hat er seinen Spaß.
Bist Du nicht einfach zu gutmütig?
Zu dumm?
Du machst es ihm viel zu leicht.
Bist immer für ihn da.
Kommst, sobald er ruft.
Tust alles - nur um ihn zu erfreuen.
Und das weiß er.
Er braucht Dich nicht zu erobern.
Du biederst Dich ja genug an!

Mein Gott, hast Du denn keine Achtung vor Dir selbst?
Wie soll er Dich dann achten?
Warum soll er dann Rücksicht auf Dich nehmen?

Ja - Du glaubst noch an die wahre Liebe.
An Treue und all solchen Quatsch.
Aber wer tut das Heute denn noch?
Wer hält sich noch daran?
Die große "Egozeit" ist angebrochen
und Du bist nur ein Überbleibsel
aus vergangenen Zeiten.
Heute will das keiner mehr
und weiß es auch nicht zu schätzen!
Heute glaubt jeder, daß nur das gut ist,
was man nicht freiwillig gibt.
Es gibt keine Helden
und keine unerschrockenen Liebenden mehr.
Die Menschheit stirbt langsam aber sicher gefühlsmäßig aus.

Aufschrei


 Schmerz - Verzweiflung - stummes Flehen!
Angst - Sehnsucht - unendliche Traurigkeit!

Gelähmt -aus dem Wissen heraus,
nichts tun zu können!

Warten - Hoffen - Bangen!
Fragen - Zweifeln!
Und keine Antwort finden!

Nach jedem Strohhalm greifen!
Hilfloser Versuch, den Halt nicht zu verlieren! Einsamkeit - Müdigkeit!
Sehnsucht nach der absoluten Stille!

Aufschrei!

Augen

Der Tag beginnt mit einem diffusen Grau.
Die Stimmung der Natur
spiegelt Deine Seele wider.

Du kämpfst dagegen an
und hoffst auf einen Sonnenstrahl.

Ein wärmendes Licht,
das die Kälte und die Furcht
aus Deinem Herzen vertreibt.

Die Hoffnung auf ein Gefühl,
das Dir den Schleier von Deinen Augen nimmt.

Dein Kopf ist wirr, die Gedanken purzeln durcheinander.
Dein Herz schreit auf, doch keiner kann es hören.

Du fühlst Dich leer.
Traurigkeit umgibt Dich.

Wenn die Sonne sich dann endlich ihre Bahn bricht,
stellst Du fest, daß Du noch immer frierst.

Sie wärmt Deine Haut, aber nicht die Tiefen Deiner Seele.

Du erkennst mit einem Mal -
nur der Blick aus zwei Augen kann Dich wärmen.

Du fährst durch die Straßen -
suchst diesen Blick.

Aber nur leblose Augen ziehen an Dir vorüber.

Du suchst und suchst, erkennst aber nicht -
es gibt nur ein Paar Augen,
die Dich aus Deiner Einsamkeit reißen können. Es sind dieselben Augen, die Dich verletzt haben.

Denn nur diese Augen -
können Dich auch wieder glücklich machen!

Nie

Deine Bewegung in meinem Bauch,
nie werde ich sie spüren!
Das Unwohlsein und die Unförmigkeit,
nie werde ich sie bekommen!
Deinen ersten Schrei auf dieser Welt,
nie wird er ertönen!
Der erste Blick aus Deinen Augen,
nie wird er erstrahlen!
Die durchwachten Nächte an Deinem Bettchen,
nie werde ich sie erleben!
Dein erstes Wort, Dein erstes Lächeln, Dein erster Schritt,
nie wird es geschehen!
Dich zum lachen bringen und für Dich da sein,
nie werde ich die Möglichkeit dazu haben!
Aber,
mich an Dich erinnern,
Dir einen Namen geben,
mir vorstellen wie Du wärest,
das kann ich!

Denn nie werde ich vergessen,
dass es Dich immer in meinem Herzen gibt!

(Für ein niegeborenes Kind...Herbst 2000)

Eine alte Last

Ein Traum in dunkler Nacht.
Du wirst wach und eine Erinnerung
drückt Dir Dein zitterndes Herz zusammen
und nimmt Dir die Luft zum atmen.

Ein Gedanke voller Pein,
Träume so schwer wie Blei.
Das Baby im Glassarg -
es ist wieder da.

Warum?

Solange war es verschlossen.
Verschlossen in Deinem Herzen
und ließ Dich in Ruh'.

Die kleinen zierlichen, durchscheinenden Glieder
kaum größer als ein Puppenhauspüppchen.
Noch nicht lebensfähig - aber da!

Immer wieder kehren diese Erinnerungen zurück.
"Du bist schuld -
Du hast es in den Glassarg gelegt.
Mit Deinen eigenen Händen,
hast ihm das Leben verwehrt -
nun kannst Du nicht damit leben."

Wie lange wird es dauern bis Du vergisst?
Vergisst Du jemals?
...

(Erinnerungen können nicht immer nur schön sein, sie schmerzen oft und vergehen nie, auch wenn man eigentlich glücklich ist...) 

Um Armeslänge

Du liegst neben ihm,
eine Armeslänge weit weg.
Seine Nähe ist so deutlich spürbar.
Und doch!

Er schläft und so ist er meilenweit von Dir fort.
Deine Gedanken werden nicht von ihm unterbrochen.
Dadurch hat der Schmerz und die Angst,
freien Eintritt in Dein Herz und Deine Seele.
Du willst dagegen ankämpfen,
aber Du bist oft nicht stark genug dafür.

Du möchtest Deine Trauer und Deine Gedanken,
vor ihm verschließen.
Doch wenn er Dich ansieht,
sieht er alles in Dir.
Doch der Störenfried in Dir selbst ist schlau.
Er findet den Weg zu Dir,
wenn Du ihm hilflos ausgeliefert bist.

Du schaust neben Dich, dort liegt er,
friedlich schlafend
und nur eine Berührung entfernt.
Und doch!
Er kann so unendlich weit fort sein.

Langsam wird er wach,
Du schaust ihm dabei zu.
Ein Lächeln entsteht auf Deinem Gesicht.
Diesmal hast Du den Störenfried in Dir besiegt.

Doch wie lange noch geht der Kampf?
Und wie oft wirst Du ihn gewinnen?
Wann verlierst Du ihn?

Bist Du auch ihn, den Menschen neben Dir verlierst?
...


 Allein....wieder allein....oder:
Morgen ist ein neuer Tag und gestern ist Vergangenheit


Was fühle ich dabei?
Wut, Enttäuschung, Trauer - ja all das ist dabei.

Was bedeutet es für mich?
Ich weiß aus Erfahrung, ich sterbe nicht daran.
Aber was wird mit mir danach passieren?
Werde ich wieder lieben können,
es überhaupt noch wollen?

Gebe ich mich geschlagen
und werde ich Euch Männer hassen?
Oder kann ich mein Herz retten
und meinen Verstand benutzen?

Wird es ein neuer Anfang sein,
oder sterben meine Gefühle auf Raten?
Habe ich in den letzten Monaten dazu gelernt,
oder werde ich wie ein Esel in der Tretmühle,
die eingetrampelten Pfade weiter gehen.
Die gleichen Fehler wie immer machen?

Ich weiß es noch nicht,
aber ich werde darüber schlafen.
Und mit dem letzten Gedanken,
den ich vor dem einschlafen habe,
hege ich die Hoffnung,
dass ich gelernt habe.

Gelernt nicht nach hinten zu schauen
und nichts zu bedauern,
denn ich weiß:

Ich bin stark und ich liebe das Leben.
Und ich werde es schaffen,
auch wenn ich es jetzt noch nicht spüren kann...

morgen kann ich es sicher!

(...)

...wie früher Deine Liebe...

Traurigkeit umfängt mich nun,
so wie früher Deine Arme...

Einsamkeit schleicht in mein Herz,
so wie früher Deine Liebe...

Warum ließ ich es zu,
dass Deine Liebe und Deine Arme verschwanden?
Ich habe wohl nie daran geglaubt,
dass Du Wirklichkeit bist....
..so wie früher Deine Liebe...

(Manchmal verliert man, weil man festhalten will...)


Für Engel-Suchende...

(etwas zum Nachdenken)

Du suchst einen Engel?
Was stellst Du Dir vor?
Ist er Blond oder Braun?
Groß oder Klein?

Ist er Dick oder Dünn?
Schwach oder Stark?
Ist er Herb oder Süß?
Oder ist er  - aus Stein?

Zufällig begegnest Du ihm.
er gleicht einem Traum.
Sekunden verfliegen,
Du merkst es kaum.

Er ist voller Freude
und dreht richtig auf,
doch Du gehst vorüber
machst nicht mal die Augen auf.

Jetzt ist dieser Engel ein Pflänzchen am Wege.
Unscheinbar und klein.
Wollte für Dich wachsen
und Dein Engel der Liebe sein.

Du siehst ihn nicht und trittst leise drauf.
Der Engel ist's müde und gibt sich ganz auf.

Du gehst weiter und träumst nebenbei:
"Ach könnt ich ihn finden, egal wie er sei!"


Alles was mir von Dir blieb!

Meine Gedanken schweifen oft ab,
wandern zu Dir.

Ich lasse es wieder zu,
weil ich nicht vergessen kann.

Und doch,
es ist nicht mehr so,
wie es einmal gewesen ist.

Ich habe Dich fortgeschickt -
ich litt zu sehr.
Doch dann litt ich -
weil Du fort warst.

Ich brauchte sehr lange
um zu verstehen und zu lernen.

Du wirst nie mehr für mich dasein -
und doch kann ich Dich nicht vergessen!

Meine Gedanken schweifen wieder ab -
wandern zu Dir.

Und ich träume...

Das ist alles, was mir von Dir blieb!

Copyright by V.S.(LZeitreisende)



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