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 Alle Gedichte stammen von mir, V.S.>>Die Zeitreisende

Inhalt:


 1)Wege des Lebens
 2)Die Oase im Zentrum des Sturms
 3)Ein kleines Reich
 4)Frieden schaffen, ohne Waffen!
 5)Der Versuch
 6)Versuchung...(mit Dialog von F.B.Wandel)
 7)Tiefflug ohne Landebahn
 8)Musik - Hoffnung meines Lebens
 9)Opium für die Seele...
10)Verstehst Du's?
11)Der Spiegel der Seele
12)Dornröschen...
13)Zufriedenheit oder zufrieden?
14) Flüsternde Momente...
15)Oh, Du Blume meines Lebens!
16)Du und ich - in schlafloser Nacht
17)Fallen lassen
18)Kann es sein?

Wege des Lebens

Wege die wir gehen,
sind Wege unseres Lebens.
Sie führen uns immer weiter,
auch mal ans falsche Ziel.

So manche Sackgasse
betritt man in seinem Leben.
So lange die Wende gelingt,
geht es immer weiter.

Manchmal verweilt man
an schönen Orten und am Wegesrand.
Begleitet andere ein Stück,
oder wird begleitet.

Doch wie am Anfang,
so auch am Ende seines Weges,
ist man allein!

Das Einzige, was man am Ende besitzt, ist:

Das Wissen gelebt zu haben!
Das Wissen geliebt zu haben!
Das Wissen auf meinem Lebensweg
- nicht allein gewesen zu sein!



Die Oase im Zentrum des Sturms

Der Wind treibt die Blätter durch das Land.
Die Sonne kämpft gegen dicke Regenwolken an.
Ein buntes Treiben herrscht draußen vor dem Haus.

Drinnen in der Stube ist es wohlig warm.
Das Kaminfeuer prasselt eifrig vor sich hin.
Der Punsch dampft in schönen Gläsern auf dem Tisch.

Gemütlich sitzen zwei Menschen
eng aneinander geschmiegt,
auf einem bequemen, alten Sofa.

Kerzen stehen im Raum verteilt
und verbreiten eine harmonische Ruhe.
Eine Idylle inmitten des tosenden Sturms.

Ein kleines Reich

Ich sitze hier auf meinem Bett
und schau mir die Sterne an meiner Decke an.
Sie leuchten noch ein wenig
und ich muss leise lächeln.
Ich sehe den sonnengelben Stoff,
der in zwei Bahnen auf mein Bett fällt,
und ich erinnere mich, warum ich ihn kaufte...

Ein kleines Reich habe ich uns bauen wollen,
nur für Dich und mich...
Sanftes Licht und sanfter Stoff,
harmonisch sollte es sein.
Wie gemacht zum Träumen und Lieben
und sich geborgen fühlen...
Jetzt lösen sich langsam die Sterne
und der Stoff hängt trist herab.

Ich sitze hier und schaue in die Vergangenheit.
Wie haben wir an diesem Ort gelacht,
wie haben wir an diesem Ort geliebt.

All das ist nun schon einige Zeit vorbei,
und doch klingt Dein Lachen noch in mir,
und ich fühle noch immer,
Deine Berührungen auf meiner Haut.
Manchmal frage ich mich,
wann ich vergessen werde.
Manchmal wünsche ich mir,
dass ich es nie tun werde.

In Gedanken streiche ich sanft
mit der Hand über den Stoff,
ordne und drapiere ihn wieder, wie es sein sollte.
Ganz unbewusst drücke ich die losen Sterne,
wieder neu an die Decke.

Mein kleines Reich - erfüllt von Liebe und Erinnerung...

Frieden schaffen, ohne Waffen!


Ich möchte Frieden schaffen,
Frieden ohne Waffen.

Ich möchte Freude schenken,
ohne andere zu lenken.

Ich möchte Licht spenden,
ohne Energie zu verschwenden.

Ich möchte Glück senden,
ohne am Abgrund zu enden.

Ich möchte Frieden schaffen,
auch ohne Waffen.

Ich möchte Deine Nähe spüren,
auch ohne Dich zu berühren.

Ich möchte Dir Dein Leben erhellen,
ohne mich zu verstellen.

Ich möchte Frieden schaffen,
auch ohne Waffen.

Schon auf kleinstem Gebiet,
vielleicht mit einem Lied.

Ein Lachen auf einem Gesicht,
vielleicht nur durch ein Gedicht.

Ich möchte Frieden schaffen,
auch ohne Waffen.

Vielleicht finden sich noch mehr,
dann wären wir ein kleines Heer,
dass keine Waffen braucht,
und nur die Friedenspfeife raucht.

 

Der Versuch

Ein kühler Hauch, zieht durch das Land.
Die Blätter hängen mit letzter Kraft am Baum.
Die Wege sind grau und verlassen.
Eine Krähe zieht einsam ihre Kreise.
Auf der Suche nach Nahrung und Schutz.

Ein alter Mann, steht reglos am Ufer.
Ein Sturm zieht auf und peitscht die Wellen an den Strand.
Der alte Mann schaut hinaus aufs Meer.
Sein Blick ist in die Ferne gerichtet.
Wind und Regen, peitschen ihm ins Gesicht.
Gebannt starrt er weiterhin in die Unendlichkeit des Meeres.
Er fühlt nicht die Kälte, die an ihm zerrt. Es wird Nacht!

Der neue Tag bricht an.
Der Sturm hat sein Werk vollbracht.
Das Meer ist ruhig und in der Ferne,
zieht die Novembersonne herauf.
Am Strand liegt, einsam und verlassen, der alte Mann.
Die Krähe zieht weiter ihre Kreise.
Die letzten Blätter sind verweht.
Das Grau der Wege, wird erhellt,
durch die aufgehende Sonne.
Der alte Mann sieht es nicht mehr.
Der alte Mann ist Tod.
Er liegt am Boden,
- mit einem Lächeln auf seinem Gesicht!

 

Versuchung...

Ich versuche nicht nur zu sehen, was Mann oder Frau sagt.
Ich versuche auch zwischen den Zeilen zu lesen.
Ich versuche mich auszudrücken, sodass jeder mich versteht.
Ich versuche zu sagen was ich denke.
Ich versuche zu denken, wie ich fühle.
Ich versuche mir nichts vor zu machen.
Ich versuche immer freundlich zu sein.
Ich versuche ein guter Mensch zu sein.
Ich versuche keinem weh t´zu tun.
Ich versuche zu sein wie Ihr es wollt.
Ich versuche Menschen, die sich lieben zusammen zu bringen.
Ich versuche ihre Träume zu ermöglichen.
Ich versuche Eure Wünsche zu erfüllen...

Bei diesen Versuchen,
habe ich vergessen,
dass ich auch Wünsche und Träume habe.

Ich wünsche und träume,
dass einer kommt
und das alles auch für mich versucht,
aber ohne sich dabei zu verlieren.

(Fremddialog):
>>>>>ich versuche zu sein wie Ihr es wollt.
          Dann sage ich Dir was ich will...
          Ich will jeden wie er ist...
          Ich will Deine Gedanken...
          Ich will Deine Träume...
          Ich will das Gefühl Dich zu kennen...
          Ich will, dass Ihr mich kennt...
          (von Frank)

Meine Gedanken sind frei wie ein Vogel -

fang sie Dir ein.
Meine Träume fliegen durch diesen Raum -

fang sie Dir ein.
Mich zu kennen heißt mich zu halten -

fang mich doch ein.
Dich zu kennen heißt gefangen zu sein -

lass mich gehen.

  

Tiefflug ohne Landebahn

Ein Gefühl auf leisen Sohlen,
Augen wie Sterne waren Dich holen.
Es kam in Dein Herz geflogen,
hat Dich still in den Himmel gehoben.

Eine Stimme zersplitterte wie Glas,
ich wieder schnell
auf dem Boden der Tatsachen saß.

(Die Moral von der Geschicht' : Schau' in andere Augen nicht!)

  

Musik - Hoffnung meines Lebens

Der Klang der Geige berührt mein Innerstes,
die Melodie umfängt mein Herz.
Meine Tränen rinnen herab,
wie Regentropfen vom Fenster.
Ich fühle mich glücklich und frei...

Musik - Hoffnung meines Lebens.

 

Opium für die Seele...

Opium für die Seele,
Balsam für das Herz.
Das sind Deine Hände,
ich spüre keinen Schmerz.
Lust auf Zweisamkeit,
dass vollbringen Deine Augen.

Ich seh' die Ewigkeit...

(Für alle, die die Augen eines Engels sehen können...und sehen sollten.)

Verstehst Du's?

Bin so verschieden, wie die Blumen dieser Welt,
strahlend hell wie die Sonne am Himmelszelt.

Auch dunkel wie die Mondlose Nacht,
hab' schon viele Stunden in der Hölle verbracht.

Ich lache und tanze, hab' den "Clown" gut "drauf",
doch innen - die Tränen - fallen keinem auf.

Hab' die Maske mir gut angepasst,
wenn sie mal rutscht, ist's mir verhasst.

Weil - dann fühl ich mich winzig klein
und die anderen sind zu mir dann gemein.

Ich möchte mich so lieben,
doch wie kann das sein,
ich lass in mein Herz,
ja doch niemanden rein.

Für andere wäre ich gern der Nabel der Welt,
aber das ist nicht das, was wirklich zählt.

Es zählt nur das Eine,
dass was ich meine,
es zählt nur die Liebe,
die ich von mir kriege.

Denn dann bin ich offen
und kann wieder hoffen.

Verstehst Du's?


(Grüße von der "Frau im Spiegel")

Der Spiegel der Seele

Worte fliegen übers Papier,
und was mach ich? - Ich radier.

Radiere die Worte, die nicht passen.
Fühle mich von meiner Phantasie verlassen.

Dachte doch, daß passiert mir nie,
zwingt mich das jetzt in die Knie?

Blicke um mich, in die Runde.
Hoffe auf 'ne frohe Kunde.

Leise horch' ich in mich rein,
trink dazu ein Schlückchen Wein.

Lass' Worte auf der Zunge zergehen,
und sie dann im Winde verweh'n.

Frage mich, was mir wohl fehlt,
überlege ständig, was mich quält..

Warum find' ich die rechten Worte nicht,
ist es zu schwer, so ein Gedicht?

Plötzlich eine Stimme von tief unten,
schau den Regenbogen, den bunten.

 Dornröschen...

Dornröschen aus dem Schlaf geweckt,
sie langsam ihre Glieder streckt.

Lange war sie taub und blind,
die Zeit ihr durch die Finger rinnt.

Sie will nun nicht mehr warten,
sondern ins Leben durch starten.

Ihr wurde die Freude am Leben gezeigt,
jetzt ist sie dem nicht mehr abgeneigt.

Sie geht ihren Weg, man kann es ihr glauben,
es wird ihr nicht mehr den Verstand rauben.

Sie ist endlich erwacht und erkennt,
dass sie nie wieder das Leben verpennt!


Zufriedenheit oder zufrieden?

Meine Gedanken kreisen immer wieder um Dich.
Meine Träume handeln immer von der Zeit mit Dir.
Ich weiß, Du kommst nie mehr zurück,
doch ich kann Dich nicht vergessen.

All das, was ich durch Dich erlebte,
was ich durch Dich erkannte,
lässt mich fragen,
ob es je etwas ähnliches geben wird?

Du bist das Beste was mir je passierte.

Ich wünsche mir Zufriedenheit.
Werde ich sie finden?
Oder werde ich mich nur - zufrieden geben?

Flüsternde Momente...

Seidig gleiten Deine Hände,
über Stoff, so weich und warm.
Ich schau tief in Deine Augen,
und erliege Deinem Charme.

Zärtlich sind die Augenblicke,
die wir teilen, leis und still.
Du fühlst meinen Atem flüstern,
weißt genau, was ich so will.

Meine Augen Dich verschlingen,
voller Leidenschaft und wild.
Deine Sehnsucht ist Verlangen,
die jetzt wird von mir gestillt.

Sturmesbrausen langsam abnimmt,
um uns senkt sich matte Stille.
Unsre Körper, sanft sich wiegen,
geb ich nach und bin Dein Wille.

Oh, Du Blume meines Lebens!

Worte, die banal und nichts sagend sind.
Und doch fielen sie mir in diesem Moment ein.

Du bringst in mein Leben -
die Farbenpracht der Sinne,
den zarten Duft der Nähe.

Ich falle in träumerische Phantasien:

Mondschein...
ein lauer Luftzug...
zärtliche Musik -
und die Geborgenheit und Nähe,
des geliebten Menschen.

Ich bin hoffnungsliebend
und hoffnungslos - romantisch.

Kaum bin ich wieder allein,
sind meine Gedanken nur bei Dir.

Was Du gerade machst -
wie schön es wäre,
Dich kurz zu berühren.

Dir zeigen - ich bin da!

Du und ich - in schlafloser Nacht

Spät schlafen gegangen.
Unruhig hin und her gewälzt.
Geträumt und verwirrt aufgewacht.

Vorm Bildschirm gesessen.
Nicht los gekommen.
Sorgenvoll und irritiert geschaut.


Blicke begegnet - angeschaut.
Nicht erkannt.
Durcheinander im Kopf.


In die Nacht geflüchtet.
Am Bildschirm hängen geblieben.
Zu Zweit - und doch jeder allein.


Im Regen gestanden.
Vom Bildschirm gelöst.
Trotzdem nicht zueinander gefunden.


Wieder schlafen gelegt.
Geredet und die Hände berührt.
Nicht zueinander gefunden.


Eingeschlafen und herumgewälzt.
Wach geworden - allein gefühlt.
Der Wunsch weg zu laufen.

Greifbar und doch so fern.
Die Zwänge im Kopf halten gefangen.
Schweigen aus Furcht.

Ratlosigkeit im Herzen.
Sorgen im Kopf.
Hilflosigkeit in der Seele.

Wecker geschrillt.
Aufgesprungen und Kaffee gemacht.
Verwirrt und erschrocken zurückgeblieben.

Zusammen Kaffee getrunken.
Gegenseitig versucht Mut zu machen.
Misslungen?!?

Auf den Weg gemacht.
Zurück ins Bett gegangen.
Von einander entfernt - für den Tag.

Endlos gegrübelt...
Allein im Auto auf regennasser Straße.
Allein im Bett - und einsam.

Der neue Tag bricht an.
Gott sei Dank.
Eine neue Chance -
...es heute besser zu machen!

Fallen lassen

Deine Berührungen auf meiner Haut,
sind wie warme Sonnenstrahlen.
Wenn Deine Hand mein Gesicht berührt,
fühle ich, dass ich schwebe.

Zärtlich und weich sind Deine Gesten.
Die Erschütterungen in mir,
sind wie Kreise auf dem Wasser - endlos.

Ich könnte mich fallen lassen
und wüsste doch - Du fängst mich auf!

Wenn Deine Augen sich in meine senken,
berühren sich unsere Seelen.
Die Schwingungen, die wir dabei empfinden,
tragen uns in die Unendlichkeit.

Wenn unsere Finger sich berühren,
scheinst Du innerlich zu leuchten.
Wenn mein Lächeln Dein Herz erreicht,
fliegst Du in ferne Galaxien.

Du könntest Dich fallen lassen
und wüsstest  - hoffentlich -
ich fange Dich auf!

Kann es sein?

"Du bist wunderschön"

Seine Worte hallen in mir nach...
Sie verfolgen mich in meine Träume...
Brüchig und staunend klingt seine Stimme...
Fassungslose, große Augen blicken ihn an...

Ich schaue in den Spiegel,
prüfend gleiten meine Augen
über mein Spiegelbild.
Hin und her wende ich meinen Kopf.
Was sieht er denn, was ich nicht sehe?

Klar, ich habe noch kaum Falten
und eine Pickelkolonie,
wohnt auch nicht in meinem Gesicht.
Doch ich bin doch nicht schöner
als tausend Andere, was sieht er bloß?

Mein Körper ist übersät mit Narben,
sichtbare und nicht sichtbare.
Und Kleidergröße 38 ist eine Illusion.
Ich selber finde das nicht grad klasse,
wie kann er also sowas sagen?

Lange schaue ich in mein Gesicht,
da fallen mir zwei Textstellen
aus zwei Liedern ein....

...jede Farbe ist schön und jede hat ihren Sinn....
und
...ihr müsstet sie nur mal, mit meinen Augen sehn,
die absolute Frau, ihr würdet mich verstehen....

Langsam fangen meine Augen zu leuchten an....
kann es sein
...........???



 

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