
Gesunde Kräuter
Die passenden Kräuter, gut abgestimmt und richtig dosiert, machen oft den feinen Unterschied zwischen einem Hochgenuss aus. Die Kräuter verbessern nicht nur den Geschmack, sie spielen auch eine wichtige Rolle sorgt auch für eine gesunde Ernährung. Die ätherischen Öle, haben meist eine appetieanregende und verdauungsfördernde Wirkung, so dass sie dazu beitragen, die Speisen bekömmlicher zu machen. Auch der Vitamin und Mineraliengehalt vieler kräuter darf nicht unterschätzt werden. Gerade Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Gartenkresse können einige Lücken in der Ernährung schließen.
Basilikum
Das Aroma des Basilikums wird meist als kräftig, scharf-süß,pfefferig-feurig oder angenehm bezeichnet. Die Blätter sind äußerst druckempfindlich und verwelken schnell. Beim Trocknen verlieren die Blätter ein wenig ihren feinwürzigen Geschmack und duften entfernt nach Minze. Basilikum wird überwiegend nach Ende der Kochzeit zugegeben. Es passt ausgezeichnet zu Tomaten, Salaten und Nudelgerichte. Basilikum harmoniert gut mit Kräutern wie Salbei, Rosmarin und Bohnenkraut.
Beifuß
Durch seinen Reichtum an Bitterstoffen regt Beifuß den Appetit sowie den Speichel, Magensaft und Gallenfluss an. Zum Würzen werden nur die Blütenrispen und jungen Blätter verwendet. Man schneidet sie kurz vor dem Öffnen der Blüten. Beifuß wird meist getrocknet oder gerebelt angeboten, da er seinen intensiven Geschmack auch in diesem Zustand behält.Beifuß wird meist verwendet bei Gänsebraten und andere fetten Fleischgerichten. Ein pikanter Geschmack hat er auch Suppen, Weißkohl, Wirsing, Möhren, Rüben, Salate, Rohkost, Kartoffelsuppen und Sauce.
Bohnenkraut
Das Kraut wird kurz vor oder zu Beginn der Blüte geschnitten und frisch verkauft oder getrocknet. Getrocknete Blätter verlieren zwar nicht von ihrer Würzkraft, wohl aber von der Wirksamkeit ihrer Inhaltsstoffe. Bohnenkraut eignet sich für Suppen, Eintöpfe, Gemüsegerichte und Salate mit grünen Bohnen und Hülsenfrüchten sowie Schweinefleisch. Er hat einen angenehmen Minz geschmack, aber auch etwas schärferen, pfefferähnlichen Geruch und Geschmack. Magenendfindlichen wird Bohnenkraut oft als Ersatz für Pfeffer empfohlen, da es magendstärkend wirkt und hilft schwere Speisen zu verdauen.
Borresch
Borresch ist reich an Inhaltsstoffen wie Kalzium und anderen Mineralstoffen, Stärke, organische Säuren und Vitamin C. Borresch muss rasch verbraucht werden, da die Blätter welken und nur sehr begrenzt lagerfähig sind. Borresch hat ein gurkenähnliche Geschmack und somit ideale Gurkengewürz für Salaten, Suppen, Kohlgemüsen, Schwarzwurzeln, Mangold, Kartofeln und kalte Kräutersaucen.

Heilpfanzen gehören zu den ältesten Arzneimittel und liegen voll im Trend. Immer mehr Menschen greifen zu den saften Helfern. Viele Menschen versuchen ihre Beschwerden auf eigene Faust damit zu kurieren. Tun Sie das nicht!
Eine Beratung sehr wichtig, denn Heilkräuter sind Arzneimittel. Egal, in welche Form sie angewendet werden. Lassen Sie eine Erkrankung immer erst vom Arzt abklären.
Beispiele:
Der Baldrian, ist sehr hilfsreich bei nervöser Unruhe und Einschlafstörungen, vor allem, wenn Sorgen das Abschalten verhindern. Wenn Sie aber nachts häufig oder morgens immer sehr früh aufwachen, zudem unter Angst oder häufigen Verstimmungen leiden, könnte es sich um eine Depression handeln. Da kann Baldrian nicht helfen.
Welche Heilpflanze ist für Ihr Probem am besten geeignet?
Beispiel: Frauen die zu Blasenentzündungen neigen, können durch einen Harntee oder ein Fertigpräparat vorbeugen. Es enthält krampflösende Pflanzen wie Goldrutenkraut, in Kombination mit harntreibenden Heilkräutern wie Schachtelhalm, Birkenblättern oder Katzenbart. Dagegen sollte ein Harntee zur Vorbeugung keine Wacholderbeeren und keine Bärentraubenblätter enthalten.Diese sind für bereits bestehende Harnwegsinfekte vorgesehen und nicht im Sinne der Vorbeugung.
Wann dürfen Sie ein pflanzliches Mittel nicht einnehmen?
Beispiel: Patienten mit Gallensteinen sollten Galle fördernde Arzneipflanzen wie Artischocken oder Gelbwurz nicht ohne ärztlichen Rat anwenden. Denn die Heilpflanzen regen die Galle an, sich zusammenzuziehen und vermehrt Flüssigkeit in den Dünndarm abzugeben. Bei Gallensteinpatienten kann die verstärkte Konzentration zu einer kolik führen.
Hat die Heilpflanze Nebenwirkungen?
"Ein Arzneimittel, das keine Nebenwirkungen hat, hat oft überhaupt keine Wirkung" Gustav Kuschinsky
Beispiel: Präparate mit Traubensilberkerze können bei Menschen mit empfindlichen Magen vorübergehnd Oberbauchbeschwerden auslösen. We bescheid weiß, setzt das Mittel nicht sofort wieder ab, da die Schmerzen erfahrungsgemäß schon nah kurze Zeit vergehen.
Wie lange können Sie das Mittel anwenden?
Niemand sollte Atzneimittel über längere Zeit ohne Rücksprache mit Arzt anwenden. Das gilt auch für Kopfschmerztabletten oder Nasenspray.
Beispiel:
Johanniskraut: Viele Studien zeigen, dass Johannikraut gegen leichte und mittelschwere Depressionen wirkt. Nach neuen Erkenntnisse greift die Heilpflaze möglicherweise ähnlich in den Gehirnstoffwechsel ein wie synthetische Stoffe.
Wißdorn:Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie mit mehr als 1000 Patienten zeigt, dass ein Extrakt der Planze die Lebensbedingungen von Patienten mit chronischer Herzschwäche bessern kann.
Ginkgo: Der Ginkgo-Extrakt bremst das Fortschrireiten von Hirnleistungsstörungen. ie Inhaltsstoffen der Pflanze sorgt dafür, dass die Gehirnzellen besser mit Sauerstoffmangel zurechtkommen. Außerdem aktivieren sie die Durchblutung des Gehirns und meanche aggressive Substanzen unschädlich, die Gehirnzellen schädigen.
Bei Depressionen beispilsweise ist der Gehirnstoffwechsel gestört. Die Nervenzellen bilden zu wenig Botenstoffe wie Serotonin oder Noradrenalin.Das Johaniskraut gleicht den Mangel aus, indem es die Knzentration im Gehirn erhöht.
PS: Für viele Heilplanzen gilt daher: Auf die Mischung kommt es an.

Rosmarin
Bringst den Kreislauf in Schwung
Als Teeaufguss regt dieses Kraut den Kreislauf an und hilft dadurch bei Erkältungen schnell wieder auf die Beine. Ein paar Rosmarinzweige in einem heißen Fußbad fördert die Durchblutung – herrlich wohltuend bei herbstlichem Frösteln und beginnender Verkühlung.

Thymian
Lässt Erkältungen keine Chance
Die Stärke der Planze liegt in der keimtötenden Wirkung ihres ätherischen Öls. Thymianblüten in einem Dampfbad wirken beim Inhalieren bakterienhemmend und krampflösend: Husten und Niesreiz nehmen dadurch rasch ab, die Atemwege werden frei. Sehr wohltuend sind auch Thymiantee sowie feucht warme Kompressen mit zwei Tropfen Thymianöl.

Lavendel
Fötdert den Schlaf
Wer von einer Erkältung geplagt wird, wälzt sich nachts oft schlaflos im Bet. Ein Tässchen Tee aus getrockneten Lavendelblüten wirkt beruigend und lässt Sie gut schlummern - und guter Schlaf ist schließlich die beste Medizin!
Erneuert Zellen
Die Blüten stecken voller ätherischer Öle, Gerbstoffe. Sie fördern Regeneration und Durchblutung der Haut, lösen Verspannungen. Als Badezusatz wird ein schwacher Kreislauf gestärkt.
Tipp: Bei Spannungskopfschmerz Schläfen und Nacken mit einer Michung aus 10 Tropfen Lavendelöl und 25 Tropfen Mandelöl massieren.

Pfefferminze
Lindert Schmerzen
Minzöl hilft "dickem" Kopf und Spannungskopfschmerzen. Dafür zwei Tropffen Öl auf den Schläfen einmassieren. Pfefferminztee beruigt den Hals bei Husten und Heiserkeit.

Majoran
Pflegt die Nase
Majoran fördert dan seiner Gelb und Bitterstoffe die Verdauung, macht fettreiche Gerichte besser verdaulich. Sein ätherisches Öl wirkt entzündungshemmend und pflegend. Ein Tupfer Majoranbutter (Apotheke) hilft bei angegriffenen Nasenschleimhäuten und lässt Sie freier atmen. Auch durch Kälte aufgesprungene Hautpartien heilen besser.

Salbei
Wirkt wohltuend bei Helsschmerzen
Der Name ist Programm. Salbei ist vom lateinischen salvare = heilen abgeleitet. Und leilen können die samtigen Blättchen durch ihre entzündungs, bakterien so wie pilzhemmende Wirkung hervorragend. Bei Entzündungen im Mund und Rachenraum dreimal täglich mit Tee aus getrockneten Salbeiblättern gurgeln oder Salbeitinktur auf offene Hautstellen in diesem Bereich tupfen - hilft sofort!

Melisse
Beruhigt
Das zitronig duftende Kraut enthält ätherische Öle, Gelb und Bitterstoffe sowie Planzenfarbstoffe. Diese Mischung wirkt krampflösend, antibakteriell, beruhigend. Seit Jahrhunderten wird Melisse in der Klostermedizin verwendet "Klosterfrau Melissengeist"
Tipp: ein Melissenbad mindert Schafprobleme und Nervosität. Dafür 100 g Blätter mit 1 l heißem Wasser übergießen. 8 Minuten ziehen lassen, abseihen, ins Bad geben. (Kräuter, Tee und Öle in der Apotheke)

Ringelblume
Heilt Wunden
Ringelblumen werden äußerlich als Aufgüsse angewendet. Ihre Wirkstoffe (ätherische Öl, Hatz, Carotinoide) fördern das Abheilen von Wunden. Dafür zwei TL getrocknete Blüten mit einer Tasse heißem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lasen, abseihen. Bei Rachenentzündungen mit dem Tee gurgeln. Verschmutzte Wunden können damit gespült werden.In seltenen Fällen sind hautreizungen möglich.

Kamille
Stillt Schmerzen
Der Hauptwirkstoff der Kamille ist Azulen, ein bläuliches, ätherisches Öl. Zusammen mit anderen Inhaltsstoffen (z.b. Bisabolol) wirkt es entzündungeshemmend, krampflösend und schmerzstillend. Gut bei Magenproblemen: tee aus 2 TL getrockneten Blüten und 1 Tasse Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Zur Beruhigung gereizter Haut ein Baumwolltuch mit Tee tränken, auflegen.

Fenchel
Löst Schleim
Fenchon und Trans - Anethol, die ätherischen Öle des Fenchelns, wirken Schleim lösend und verdauungsfördernd. Deshalb ist Fencheltee bei Magen - Darm und Atemwegs - Beschwerden so beliebt.
Geschwollene oder tränende Augen? Auch da hilft Fenchel. Einen EL gertocknete Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen. Zwei Wattepads mit dem Tee tränken, auf die geschlossenen Augen legen, 10 Minuten einwirken lassen.
Eisenkraut
Entwässert
Eisenkraut gehört zu den 37 Blütenheilmitteln von Dr. Bach. Eisenkrauttee = 2 TL Blätter auf 1/4 l Wasser, 5 Minuten ziehen lassen, wird gern nach dem Essen gertunken, da man ihm eine schlank machende Wirkung zuschreibt. Zur Stärkung des Zahnfleisches ideal: Mundspülungen mit sehr starkem Tee.

Tipp
Heilkräuter mit Dreifach - Wirkung
Tee: Getrocknete Kräuter überbrühen, fünf Minuten ziehen lassen.
Öl: 2 Bund Kräuter kurz blanchieren, mit ¼ l Ölivenöl im Mixer zerkleinern. Mit 1/4 l Öl und dem saft einer Zitrone verrühren. Einige Tage im Kühlschrank ziehen lassen, danach abseihen.
Bad: Getrocknete Kräuter lose oder im Baumwollsäckchen ins heiße Badewasser geben. Ca. 15 Minuten genießen.
Buch - Tipp
"Klostermedizin" von Birgit Frohn 9 Euro
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