Meines Falken graue Feder 
entpuppt sich
- bei näherem Besehen -
als ein Baum
mit wundersamen Blüten,
der schwerelos in Welten treibt,
die von Gefühlen leben.
Ein feiner Hauch von Rosen
und Jasmin liegt schimmernd
auf den Blättern,
vermischt sich zart
mit Sandelholz
und riecht nach Abenteuer.
Ein Duft von Zimt
umgibt den Baum
und raschelt bunt wie schönes Glas,
verziert mit Seidenraupen.
Dann löst sich sacht
ein dünner Faden,
wird länger, glänzt und
spiegelt mich.
Verlockend, lachend,
in sternenübersäter, sehnsuchtsvoller
dunkler Weite.
Ein Klang von
Farben der Erinnerung
umhüllt mein Sein.
Wie im Rausch
erzittern die wundersamen Blüten
und säuseln wie im Traum.
Ein zarter Wind
erfaßt den Baum,
bauscht ihn sanft
zu
eines Falken grauer Feder.

Lieber Papa,
falls Du diese Seite per Zufall mal sehen solltest ...
das wollte ich Dir schon immer mal sagen: Danke für eine unbeschwerte Kindheit; Danke, daß Du immer für uns da bist und wir - auch wenn Du oft mit uns geschimpft hast - immer wissen, wie sehr Du uns liebst ... und wir Dich.

Ein Buch der Sterne 
ein Himmelszelt der Farben,
ein Strahl der Phantasie,
ein Traum, der lachen läßt
und weinen.
Ein Baum, der langsam,
aber sicher wächst.
Ein Kind, das voller Liebe und
Vertrauen - die Hand ausstreckt
und voller Zuversicht
ins Leben rennt.
Ein Netz, so weitverzweigt und bunt,
so voller wunderschöner,
klitzekleiner Welten.
Ein kristallines Wunderwerk,
nicht nur aus Worten,
doch aus Liebe.
