Hexenfeste

Hexenfeste

 

 

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Der Hexen wichtigste Feiertage sind meist im selben Zeitraum wie die der Christen, was kein Zufall ist. Zu Beginn des christlichen Zeitalters feierte das Volk seine Feste noch nach heidnischem Brauchtum. Um gegen diese Tradition zu bestehen, musste die christliche Kirche etwas gleichwertiges entgegensetzen.

 

Dies ist noch heute z.B. an den Namen der Feierlichkeiten zu erkennen: so wurde aus dem Fest zu Ehren der Göttin Ostara Ostern. Die Anlässe der heidnischen Feste wurden immer aus Anlässen, die mit der Natur verbunden waren, gefeiert – entweder weil man um etwas zu bat oder weil man sich bedanken wollte.

Die bekanntesten Hexenfeste, mit denen ich mich auch hier ein wenig näher befassen möchte, sind keltischen Ursprungs.

 

 

 

 

Beltane

 

Beltane ist das erste Fest im Hexenjahr. Es findet am 30. April statt. Bei den Christen ist Beltane auch unter „Walpurgisnacht“ bekannt – in Gedenken an die heilige Walpurga.

Beltane ist eigentlich ein Hochzeitsfest – die Hochzeit der Göttin Diana und dem Gott Karnayna. Symbolisch gesehen steht sie für Fruchtbarkeit und Wachstum. In der Natur und auch bei den Menschen kennt man den Mai als Monat der Liebe oder Liebenden – er folgt auf die Beltanenacht. Dennoch sollte man im Mai nicht heiraten, da er entweder für die Flitterwochen bereits verheirateter Paare bestimmt ist, oder aber für Liebende, deren Liebe gerade erst zu wachsen beginnt.

       Beim Fest der Liebe, wird auch die Erotik nicht vergessen, im Gegenteil ;-) Von Beltane stammt auch der Glaube, die Hexen stünden mit dem Teufel im Bunde und würden sich mit ihm vergnügen...

 

 

Sommersonnenwende

 

 

Das Fest der Sommersonnenwende wird am 21. Juni zelebriert. Heute steht die Sonne an ihrem höchsten Punkt – es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht. Am Tage der Sommersonnenwende können ganz ungeniert Wünsche aller Art geäußert werden, es ist ein wahres Freudenfest. Daß es sich natürlich um keine „schlechten“, bösartigen Wünsche handeln sollte, muß ich hier nicht noch einmal erwähnen.

Des weiteren wird an diesem Tage die Fruchtbarkeit gefördert, Paare mit noch unerfülltem Kinderwunsch sollten sich dieses Fest also besonders vormerken. Die Natur selbst ist nun selber in der Blüte ihrer Fruchtbarkeit und gibt uns gerne etwas davon ab. Am besten funktioniert das natürlich, wenn man sich in der freien Natur ein ruhiges gemütliches Plätzchen sucht...

 

 

Lammas

 

 

Lammas findet am 02. August statt. Es ist der Göttin Habondias gewidmet. Habondias ist die keltische Göttin des Überflusses und Reichtums. Am Lammasfest bitten wir die Göttin, an ihrem Überfluss teilhaben zu dürfen. Ihr Überfluss beinhaltet nicht nur finanziellen Reichtum, sondern auch Gefühle, Liebe, Anteilnahme etc. Am 02. August beginnen die Früchte zu reifen, das Korn auf den Feldern erstrahlt in wunderbarem Gold. So zeigt die Natur Habondias ihre Ehrerbietung.

 

 

 

Herbstäquinox

 

 

Am 23. September feiern wir die Herbst-Tagundnachtgleiche. Bei den christlichen Gebräuchen würde es dem Erntedankfest entsprechen. Man hat die wunderbaren Früchte der Natur geerntet und nach Hause gebracht, welche uns nun den Winter über ernähren. Daher ist auch der Anlass des Festes – nämlich sich zu bedanken – mehr als klar. Ausserdem können wir an diesem Tage auch um Schutz und Gesundheit während der dunkleren Zeit des Jahres bitten, die nun angebrochen ist.

 

 

 

Samhain

 

 

Samhain, am 31. Oktober, ist mit der wichtigste Hexensabbat im Jahr. Heute feiern wir Hexen sozusagen Silvester. Das alte Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt. Jetzt beginnt die Zeit, in der wir neue (magische) Energien und Kräfte tanken, die Zeit, Junghexen in die Hexenzirkel aufzunehmen und zu initiieren. Ritualgegenstände werden mit der Kraft des neuen Jahres aufgeladen. Nichtsdestotrotz blicken wir auch mit kritischem Auge auf das alte Jahr zurück. Wir gestehen unsere Fehler ein, die wir gemacht haben und versuchen, unrechte Handlungen wieder gutzumachen.

Der 31. Oktober wird in Nordamerika unter dem Namen Halloween gefeiert. Irische Einwanderer brachten das „geisterfest“, in dem die Grenze zwischen unserer Welt und dem Schattenreich für eine Nacht durchlässig wird, mit sich. Noch heute versuchen viele unserer Schwestern, an Samhain mit toten Ahnen Kontakt aufzunehmen.

 

 

 

Wintersonnenwende

 

 

Am 21. Dezember siegt die Dunkelheit endgültig über das Licht, es herrscht die längste Nacht des Jahres. Das heißt aber auch, dass von nun an die Nächte wieder kürzer werden und somit die Zeit des Lichts wieder angebrochen ist.

Die Sonne wird wiedergeboren, die Dunkelheit zieht sich zu Gunsten der Fruchtbarkeit und des Wachstums zurück. Daher ist es auch ein Fest der Erleuchtung, nicht nur in der Natur sondern auch in unseren Herzen. Es handelt sich also um ein sehr tiefrührendes, meditatives Fest. Jetzt ist vor allem auch die Zeit unserer Kinder – sie sollten unbedingt an diesem Ritual teilhaben und gesegnet werden. Es ist ein Fest der Familie.

 

 

 

 

 

 

 

 



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