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Der Veranstalter des Stadtfestes "Rendsburger Herbst" - Zitat einer Jugendlichen: Sie hat Recht: Das RD Marketing ist eine mächtige Lobbygruppe in Rendsburg. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von ehemaligen Kaufleutegruppierungen, denen sich auch auch die Stadt Rendsburg, Umlandgemeinden, kirchliche, kulturelle und andere Einrichtungen angeschlossen haben. Somit verändert diese Gruppe z. T. auf recht massive Weise das Leben von Bürgern und Vereinen in Rendsburg, wenn es z. B. um Festlichkeiten wie das Stadtfest "Rendsburger Herbst" geht. Das Musikkorps Rendsburg hat sich für den ehemaligen Veranstalter des Stadtfestes, dem Förderkreis Rendsburg, mehrere Jahre pflichtbewusst engagiert und konnte mit der Durchführung Klingender Herbstparaden und einer int. Meisterschaft auf Europäischer Ebene erfolgreich für Rendsburg werben, während der Förderkreis als Veranstalter die Kosten deckte, die Verantwortung trug und das MKRD z. B. mit Engagements für Konzerte auf dem Weihnachtsmarkt u. ä. belohnte . Als er mit dem RD Marketing verschmolz und neue Verantwortungsträger erschienen, ging es mit der Würdigung des ehrenamtlichen Engagements rapide bergab (siehe Chronik), was allerdings nicht nur das MKRD traf sondern auch andere Vereine, die sich jahrelang engagierten. Das MKRD kämpfte noch für den Erhalt der Klingenden Herbstparade, die Verantwortlichen gaben unter dem Druck der Öffentlichkeit nach, die fünfte Veranstaltung fand statt. Doch wie erwartet kam die Rechnung für die Gegenwehr. Die neuen "Machthaber" setzten sich letztendlich durch und strichen die Veranstaltung für das Jahr 2005 aus dem Rendsburger Herbst. Um deutlich zu machen, mit was für einem mächtigen Zusammenschluss das MKRD in Rendsburg zu kämpfen hat, ziehen wir mal ein paar Informationen zusammen, die wir im Internet und in der Presse fanden oder auf Versammlungen bzw. auf Versammlungen erlebt haben. An vorderster Spitze des Rendsburger Marketings sitzt Gunnar Knabe, ein BMW-Händler und gleichzeitig Ratsherr in Rendsburg, welcher dem Musikkorps Rendsburg gleich am Anfang Geldgier unterstellte, wo keine war. Als Ansprechpartner für den kulturellen Bereich beim RD-Herbst einschl. der Vereine und Verbände im Stadtseegelände wurde der Volkshochschulleiter in Rendsburg Peter Feuser benannt, welcher in Sitzungen eine geringschätzige Trennlinie zwischen "hoher Kultur des Arsenals" und "niederer Kultur von Vereinen" setzte. Dazu werden im Vorstand des RD Marketings alle Umlandgemeinden durch den Bürgermeister einer Nachbargemeinde vertreten, die Landeszeitung ist Mitglied und den Rendsburger Bürgermeister findet man als Vorstandsmitglied nicht nur im Vorstand des RD Marketing sondern auch in der Volkshochschule. Und da viele Rendsburger Geschäftsleute und mutmaßliche Sponsoren ebenfalls Mitglied im RD Marketing sind, besteht nicht einmal Aussicht darauf das Geld für Klingende Herbstparaden über Sponsoring aufzutreiben. Internetseite des RD-Marketing (öffnet in neuem Fenster) Wenn eine Lobbygruppe wie das RD Marketing keine Klingende Herbstparade finanzieren kann, wer dann? Gerade dort vereinen sich doch mutmaßliche Geldgeber und Kommunen und besonders letzteren sollte eine solche Großveranstaltung von und für Kinder und Jugendlichen eigentlich sehr am Herzen liegen. Das Musikkorps Rendsburg ist als gemeinnütziger Jugendhilfeträger außerstande die Kosten zu tragen, zumal er von seinem rechtlichem Status "besonders förderungsfähig" so gut wie gar nichts spürt. Nahezu bösartig kann man werden, wenn man im Internet Sponsorenlisten findet, die zeigen, dass weder die Stadt noch das RD Marketing so arm sind, wie sie sich ausgeben. Beide sponsern sich ja gegenseitig bei Veranstaltungen, die sicher wesentlich teurer sein dürften, auch wenn sie kaum besser sind als Klingende Herbstparaden. RD Marketing sponsert int. Jugendspiele der Stadt Rendsburg im Juli 2004 Der Kinosommer 2004 war trotz Sponsoring auch noch ein Flop und sollte lt. Presse evtl. sogar gestrichen werden. Doch im Jahreskalender der Landeszeitung am Anfang 2005 war er wieder aufgeführt. Warum? Im RD Marketing behauptet man die Klingende Herbstparaden nicht finanzieren zu können. Doch der ehemalige Förderkreis Rendsburg hat den RD Herbst einschl. Herbstparaden in der Vergangenheit sogar allein durchgeführt und finanziert. Jetzt soll das nicht mehr gehen? Obwohl sich alles im RD Marketing vereint? Obwohl sämtliche Umlandgemeinden und die Stadt im Boot sitzen? Obwohl man z. B. die Tourismus-Zentrale nicht mehr trägt? Ne, ne - da stimmt etwas nicht. So immens sind die Kosten nun auch wieder nicht gestiegen. Die Wirklichkeit dürfte ganz anders aussehen. Unserer Meinung nach handelt es sich ausschließlich um eine Interessenverschiebung, die von bestimmten Personen durchgesetzt wird. Die Verantwortlichen setzen eigene Interessen durch und der Rest macht mit - warum auch immer. So Publikumsträchtig wie der RD Herbst sind folgende Veranstaltungen nämlich nicht; aber ausgerechnet Stadtfest von Bürgern für Bürger soll abgespeckt werden: RD macht mobil (Autohändler gehen im Zentrum auf Kundenfang) Diese Tatsache und die Konstellationen von Vorständen, deren Einrichtungen Nutznießer solcher Veranstaltungen sind, bezeichnen wir und viele andre Bürger als äußerst beängstigende Entwicklung. Das Volksfest von Bürgern für Bürger scheint nicht interessant zu sein und die Vereine, Klingende Herbstparaden u. ä. werden einfach umgerannt ohne Rücksicht auf Verluste. Im Übrigen war der o. g. Kinosommer 2004 trotz Sponsoren auch noch ein Flop, sollte lt. Presseberichten sogar gestrichen werden. Doch weiteren Presseberichten zufolge soll er auch im Jahr 2005 stattfinden - wahrscheinlich wie immer kurz vor dem Rendsburger Herbst. Ist das vielleicht ein Grund für das Streichen derKlingenden Herbstparade? Deckt man damit evtl. Verluste beim Kinosommer? Wer nicht in den Vorständen und Arbeitskreisen sitzt, weiß es natürlich nicht; aber die Vermutung liegt nahe. Schließlich gibt es überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund dafür eine so kostengünstige Großveranstaltung wie Klingende Herbstparaden abzustoßen. Zahlungsunfähigkeit kann beim besten Willen von niemanden geglaubt werden, der einen klaren Verstand hat. Beim Entstehen des RD Marketing im Jahr 2003 war das Musikkorps Rendsburg als Verein im Stadtseegelände zum sechzehnten mal am Rendsburger Herbst beteiligt und darüber hinaus zum vierten mal als Ausrichter der Klingenden Herbstparade. Über das, was folgte kann man nur den Kopf schütteln. Nach der siebzehnten Teilnahme im Jahr 2004 und der Durchführung der fünften Klingenden Herbstparade kapitulierte das MKRD und zog sich aus dem Stadtfest zurück. Doch es strebt danach die Öffentlichkeit zu informieren, Missstände aufzudecken und ein Mahnmal zu setzen. Die Politik muss dringend etwas tun, damit ehrenamtliches Potential von Kindern und Jugendlichen nicht von solchen mächtigen Marketings auf Eis gelegt werden können. Das kann nur erreicht werden, indem man über Vorgänge informiert und immer wieder darüber spricht. Gejammer und Leiden im Hintergrund führt das ehrenamtliche Engagement in Deutschland nicht vorwärts sondern lässt es weiter schwinden. Chronik des Zerfalls Klingender Herbstparaden in Rendsburg Anfang 2003 Frühjahr 2003 Sommer 2003 Dieser Satzungstext konnte auch am 13. Februar 2005 noch im Internet nachgelesen werden. August 2003 Anfang September 2003 Ende September 2003 Der Antrag auf beitragsfreie Mitgliedschaft im RD Marketing wird abgelehnt. Die von Gunnar Knabe angegebene Begründung lautet, dass eine beitragsfreie Mitgliedschaft ausschließlich für in Not geratene Mitglieder vorgesehen ist. Im MKRD hält man die Begründung nicht für o. k.; denn dort steht nicht, dass eine beitragsfreie Mitgliedschaft ausschließlich den in Not geratenen Mitgliedern vorbehalten ist. Dort steht "oder, wenn es steuerrechtlich als gemeinnützig anerkannt worden ist" Aber was soll´s, es steht in diesem Gummiparagraphen auch"kann" und "Mitgliedes". Und da das MKRD mangels Zahlungsfähigkeit kein Mitglied ist oder werden kann, kann man beitragsfreie Mitgliedschaft auch ablehnen, oder? Oktober 2003 November 2003 Das RD Marketing streicht Konzerte des Musikkorps Rendsburg auf dem Weihnachtsmarkt (je zwei Stunden an Adventssamstagen und eine Stunde am Heiligabend für 750 €) Das Musikkorps übersendet den erzwungenen Auftragsentwurf, erweitert dabei die bisher veranschlagten Kosten um Auftrittsgagen, die dem Verein verloren gehen, wenn er Helfer aus anderen Einrichtungen dazuholen muss (zu beziffern mit 200 € pro helfende Einrichtung). Ansonsten ist man zu Verhandlungen und Änderungen bereit, das Musikkorps setzt bei Übersendung eine Frist. Es gibt keine Antwort und so beschließt die Mitgliederversammlung des MKRD die Zusammenarbeit zu beenden und durch eine Pressemitteilung wenigstens noch die Zahlung der überfälligen Aufwandsentschädigung zu erzwingen. Das RD Marketing reagiert mit einer Pressekonferenz, die Verantwortlichen verleumden das MKRD als geldgierige Musikkapelle, welche sich auf Kosten des Marketings das Vereinsleben und Reisen ins Ausland finanzieren lassen will. Die Verantwortlichen unterstellten dabei wegen des geforderten Auftrittsgeldes Auslandsreisen, obwohl es sich z. B. um einen Laternenumzug in Rendsburg handelt, sofern die dänische Minderheit dänische Teilnehmer an Klingenden Herbstparaden betreut. Argument des MKRD ist, dass es bei Nichtmitwirken der dänischen Minderheit Bares bekommt. Die Streichung der Weihnachtskonzerte ist bereits eine Einbuße von 750 €, da kann man nicht erwarten, dass das MKRD weiter freiwillig auf eine Deckung anderer Einbußen verzichtet, die unmittelbar mit der Veranstaltung zusammenhängen. In der Pressekonferenz stellte Gunnar Knabe dann ganz deutlich fest: „Das RD Marketing setzt sich nicht mehr mit diesem Verein an einen Tisch.“ Dezember 2003 Dezember 2003/Januar 2004 Eine Einladung des RD Marketings zur Arbeitskreissitzung Rendsburger Herbst geht ein. Etwa in der gleichen Zeit bekommen die Vereine und Verbände die erste Einladung zu einer Sitzung für den 30. Rendsburger Herbst. Das MKRD übersendet ein paar Tage vor der Arbeitskreissitzung den zweiten Auftragsentwurf, teilt dabei den Vorstandsmitgliedern im RD Marketing mit, dass kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht, wenn der Auftrag nicht bis zur Sitzung vorliegt. Februar 2004 Der Organisationsvorschuss geht zwei Wochen später ein. Das MKRD beginnt mit der Arbeit. Nach der Unterzeichnung des Auftrags erhält das Musikkorps Rendsburg keine Einladungen mehr zu Arbeitskreissitzungen und auch nicht zur VIP-Veranstaltung beim RD-Herbst. Damit wird der Verein zu einer vertragsgebundenen, professionellen Kapelle degradiert, wobei es für seine Leistungen keine Gage erhält. Die erste Versammlung für Vereine und Verbände im Stadtseegelände kann vom Andrang her als Erfolg gesehen werden. Der Saal in der Heimvolkshochschule füllt sich zum Bersten, nachdem in der Einladung neue Planungen und eine bessere Integrierung der Vereine für den 30. Rendsburger Herbst angekündigt wurde. Doch Herr Knabe, Herr Feuser und die übrigen Vertreter des RD Marketings entschuldigen sich mit Zeitnot und der Tatsache, dass sie nur ehrenamtlich tätig sind und nicht alles allein ableisten können: „Wir sind noch nicht soweit gekommen,“ heißt es. Um nicht mit leeren Händen dazustehen wiederholt Herr Feuser auf dieser Versammlung die Nachlese für 2003, während Gunnar Knabe die Gelegenheit nutzt bei den Vereinen für ein „Mitkochen in der Küche“ des RD Marketings zu werben. Die Vereine werden gebeten erst mal so weiterzuarbeiten wie bisher und weitere Vereine für den Rendsburger Herbst zu gewinnen, und man verspricht nach dem Rendsburger Herbst weitergekommen zu sein und Neuerungen für das Jahr 2005 umzusetzen. April 2004 Während der Diskussionen in dieser Sitzung erfährt man, dass irgendwo ein Kulturkreis tagt – allerdings weiß mit einer Ausnahme kein Verein davon – vielleicht weil sie „niedere“ Kultur sind und nicht mithalten können? Juli 2004 August 2004 Langjährig am Rendsburger Herbst im Stadtseegelände mitwirkende Vereine werden erst beim Aufbau im Stadtseegelände verschoben, danken z. T. deswegen ab. Die Marschroute der Klingenden Herbstparade muss kurz vor dem Abmarsch geändert werden. Die Polizei erscheint nicht zur Parade, obgleich auf öffentlichen Straßen marschiert werden muss und Polizeibegleitung beantragt wurde. Mitarbeiter vom MKRD müssen auf die Schnelle zusammengetrommelt werden um den Schiffbrückenplatz von Bierbuden, Beschallungszelt und Festzeltgarnituren zu befreien, damit die Paradeteilnehmer, die sich in dieser Zeit zum Abmarsch sammeln, auch einmarschieren können. Die Klingende Herbstparade gelingt trotz aller Hürden mit Bravour und rund 500 Teilnehmern. Da das RD Marketing keine Abrechnungen vornehmen will, ist das Musikkorps Rendsburg gezwungen sich tatsächlich an der Klingenden Herbstparade zu bereichern; denn es bleiben runde 900 € für die Vereinskasse übrig. Wohlgemerkt nicht verlangt sondern per Vertrag aufgezwungen. September 2004 Oktober 2004 November 2004 Im Verlauf des Gesprächs teilt uns Kassenwart Wolfgang Frank das neue Konzept mit und die Tatsache, dass für Programmpunkte wie Klingende Herbstparaden kein Geld mehr gegeben wird. Großzügig bietet er an, das wir uns verkleinern und auf eigene Rechnung mit Musikzügen aus der Nähe in der Stadt herummarschieren bzw. im Stadtseegelände für Programm sorgen. Eine Anregung von Stadtmanagerin Frau Adams, die Veranstaltung außerhalb des Rendsburger Herbstes in den veranstaltungslosen Juni zu legen, wird ignoriert. Etwas später gibt es noch eine Nachlese für die Vereine. Von den lt. A. Gundlach sonst bei Nachlesen üblichen rund fünfzig Vereinsvertretern sitzen nur noch Dreizehn im Saal, welche aus sieben Einrichtungen einschließlich Sanitäter und Polizei kommen. Das sind deutliche Fakten für die Vernichtung ehrenamtlichen Engagements. Bei dieser Versammlung wird noch mal das neue Konzept vorgestellt, wobei es heißt, dass sich Vereine künftig kostenfrei im Stadtseegelände tummeln dürfen. Doch Genaues erfährt man nicht, Herr Feuser von der VHS wird als künftiger Ansprechpartner für die Vereine und Verbände genannt, ist aber selbst nicht vor Ort („niedere“ Kultur?). Das Musikkorps Rendsburg kündigt auf dieser Sitzung seinen Rücktritt aus dem Rendsburger Herbst an. Hans-Jürgen Klink begründet es u. a. damit, dass man sich mit der Vermarktung der Flächen nicht identifizieren kann und nicht bereit ist dafür seine Kräfte zu investieren. Unter anderem teilt er aber auch mit, dass es auch Sache des RD Marketings sei die eigene Lobby dafür zu nutzen, dass die Stadt Rendsburg ihre Auflagen mildert, wobei er als Beispiel die Kosten für gehisste Fahnen anbringt, die pro Stück bezahlt werden müssen. Der ehemalige Rendsburger-Herbst-Organisator Alv Gundlach, der die Nachlese als seine letzte Tätigkeit für den Rendsburger Herbst bezeichnete, legt seinen Vorstandskollegen am Ende der Sitzung nahe, dass Programmpunkte wie die Klingende Herbstparade berücksichtigt werden sollten, was seiner Meinung nach auch in das neue Konzept integriert werden könne. Die Landeszeitung bringt unseren Bericht über den Rückzug aus dem Rendsburger Herbst nicht. Dezember 2004 Kurz darauf fällt die Entscheidung die Seiten der Klingenden Herbstparade als Mahnmal für die Vernichtung ehrenamtlichen Engagements im Internet zu belassen und entsprechend zu verändern. Januar 2005 Etwas fadenscheinig kommen den Mitarbeitern im MKRD im Pressebericht die Argumente vor, dass der Schiffbrückenplatz wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht. Ausgerechnet für diesen Platz soll angeblich ein attraktives Konzept vorliegen. Die Tatsache, dass der erste Sprecher des Marketings als Ratsherr der Stadt Rendsburg im Bau- und Umweltausschuss sitzt, lässt ohne Frage doch darauf schließen, dass er genau weiß, wann und wo in Rendsburg gebaut wird. Die meisten Bürger wissen es doch auch. Etwas später erfährt das Musikkorps Rendsburg aus der Presse, dass Herr Krüger ebenfalls aus der Steuerungsgruppe ausgeschieden ist, weil der ehemalige Organisator Alv Gundlach wieder dazukam. Nach einem Eklat soll Herr Krüger den Raum verlassen haben – so stand es in der Zeitung. Ein weiterer Artikel der Landeszeitung im Januar sagt aus, dass Vereine und Verbände sich im Jahr 2005 tatsächlich kostenfrei am Rendsburger Herbst beteiligen können; aber der Artikel sagt - etwas umformuliert, weil man im Artikel eine Aufbesserung der Vereinskasse angibt - auch aus ... dass Vereine ihr Zubehör für Infostände und die Vereinswerbung nicht mehr durch Verkauf refinanzieren können (das ist unsere Version), da sie mit Standgebühren belangt werden, die bisher nur gewerbliche Budenbeschicker bezahlen mussten, sobald sie einen Euro einnehmen. Unglaublich – nicht jeder Verein kann Starkstromkabel, Pavillone, Zeltmieten, Wasserschläuche etc. aus der Vereinskasse finanzieren. Gewerbliche Anbieter haben so etwas parat. Außerdem können gewerbliche Betreiber ihre Waren später noch anderenorts verkaufen, wenn das Wetter nicht mitspielt und weniger Besucher zum Stadtfest lockt. Die Vereine bleiben zum Teil drauf sitzen und können übrig gebliebene Waren nur noch verschenken. Februar 2005
Nun muss man im MKRD damit rechnen, dass man es rechtlich belangt in Sachen Datenmissbrauch und Copyright. Doch warum eigentlich? Das Musikkorps Rendsburg hat sämtliche Informationen zu Vorstandsmitgliedern öffentlich im Internet oder in der örtlichen Presse gefunden und die Verwendung des Logos wurde im Zusammenhang mit Klingenden Herbstparaden gestattet, so dass es auf allen Programmblättern, Plakaten und Internetseite prangte. Und immerhin ist die Klingende Herbstparade eine Veranstaltung des RD Marketings gewesen – das Musikkorps Rendsburg war nur ausführende Kraft. Natürlich kann es nicht gefallen, dass aus dem internationalen „Ruhm" nun Negativwerbung wird. Doch ebenso wenig gefällt es dem MKRD, dass man es dazu bringt in dieser Form vorzugehen, weil man es in Sachen Klingende Herbstparade nun handlungsunfähig machte. Der Wunsch der Mitglieder ist nach wie vor eine Zusammenarbeit nach einem für beide Seite zufriedenstellenden und in jedem Fall auch kostengünstigsten Konzept: Eine Hand wäscht die andere, man bespricht evtl. anfallende Kosten. Der Verein leistet die Arbeit, der Veranstalter die Finanzierung. Es ist doch zu schade, dass man dem Musikkorps Rendsburg im Herbst 2004 lieber 900 € schenkte, statt damit den Startschuss für die 6. Klingende Herbstparade 2005 zu geben. Wenn man von den tatsächlichen Kosten im Jahr 2004 ausgeht, dann wären ja nur noch 2.000 € draufzulegen. Und selbst, wenn man die Höchstkosten zu Grunde legt, dann wäre immerhin schon fast ein Viertel bezahlt gewesen, ohne dass das RD Marketing in die Tasche hätte greifen müssen. Die geschätzten Höchstkosten für Klingende Herbstparaden sind mit 3.800 € für 15 teilnehmende Musikzüge ganz sicher nicht zuviel verlangt, zumal das MKRD bereit ist abzurechnen und Überschüsse zurückzugeben. Immerhin erfüllen hunderte von jungen Musikanten aus dem In- und Ausland die Innenstadt mit Musik und alles, was dazugehört leisten 50 bis über 100 Helfer aus drei Vereinen und Bundeswehr z. T. ganztags und sogar in den Nächten ab, weil es notwendig ist, damit alles gelingt. Zwanzig bis Vierzig Mitglieder vom Musikkorps Rendsburg engagierten sich in der Vergangenheit fast durchgehend von Mittwoch oder Donnerstag Abend bis Sonntag oder Montag Abend, damit Rendsburg tagsüber Musik hat und damit sich die Gäste wohlfühlen. Zur Erinnerung daran, was geleistet wird: Das Musikkorps Rendsburg zu verurteilen, weil es Helfern, die den ganzen Tag für Klingende Herbstparaden auf den Beinen sind, ein paar Sprudel zum Einkaufspreis oder eine Mahlzeit für 1-2 € oder ähnliche Kleinigkeiten zukommen lässt, ist beim besten Willen nicht zu verstehen. Viele Helfer – und besonders die Kinder ab etwa 10 Jahren - kommen an diesem Wochenende nicht einmal nach Hause und es geht über Gebühr zu erwarten, dass sich z. T. ganze Familien bei den Stadtfestpreisen ein Wochenende lang auf eigene Rechnung versorgen, während sie eine Großveranstaltung durchführen. Ebenso geht es über das ehrenamtliche Engagement hinaus, wenn Hauptleistungsträger z. B. 40 € an Handygebühren tragen sollen, weil sie am Schiffbrückenplatz, im Stadtseegelände, in Schulunterkünften oder anderswo Probleme lösen müssen, die es bei solchen Großveranstaltungen nunmal gibt. Und da solche Kosten von der fixen Aufwandsentschädigung - 1.000 € - finanziert werden, hat das RD Marketing keinen Grund zum klagen. Fallen die Kosten mal höher aus, dann trägt sie das Musikkorps Rendsburg, weil sie nicht im Kostenvoranschlag enthalten sind. |