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MS-Therapie mit wenig Nebenwirkungen
In den Bericht, "MS-Therapie mit wenig Nebenwirkungen", von der Kronen Zeitung, am 23. Oktober 2004, geht es um die Nebenwirkung der neuesten MS-Therapie. Für die Multiple Sklerose (kurz MS genannt), eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), stehen moderne Behandlungsmethoden zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf entscheidend verbessern. Allerdings können - wie bei jeder Therapie mit Medikamenten - Nebenwirkungen auftreten. Bei der Behandlung mit Interferon beta-1a einmal wöchentlich, welches das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt und die Häufigkeit der Schübe veringert, können grippeähnliche Symptome auftreten: Kopfweh, Fieber, Muskel- und Gelenksschmerzen, Schüttelfrost. wenn der Patrient weiß, mit welchen Erscheinungen er zu rechnen hat, kann er vorbeugen. Die Anzeichen beginnen rund drei bis vier Stunden nach der Injektion und dauern kaum länger als 24 Stunden. Im Verlauf der Therapie nehmen diese Nebenwirkungen erfahrungsgemäß wieder ab. Wird nun das Medikament lediglich einmal wöchentlich verabreicht, so kommt es eben auch nur einmal wöchentlich zu den genannten Beschwerden. Diese müssen aber nicht zwingend auftreten, wie eine der Betroffenen schildert: "Früher injizierte ich einmal täglich, seit ungefähr vier Monaten injiziere ich mir ein spezielles Interferon beta 1a einmal pro Woche. Es geht mir sehr gut. Bisher spüre ich nicht einmal die grippeähnlichen Symptome, auf die ich vorbereitet worden war..." Dennoch müssen die Kranken damit rechnen. Um Nebenwirkungen vorzubeugen, ist es hilfreich, das Präparat jeweils am Abend anzuwenden und etwa eine halbe Stunde vor der Injektion ein fiebersenkendes Mittel zu nehmen.
Die Zukunft der MS-Behandlung
In den Bericht, "Die Zukunft der MS-Behandlung", von der Kronen Zeitung, am 16. Oktober 2004, geht es darum das neue Erkenntnisse besser Hilfe bei Multipler Sklerose versprechen. Diagnose: Multiple Sklerose (MS). Die chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystems trifft vor allem Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Die Krankheit kann nicht geheilt, aber gebremst werden. Forscher arbeiten fieberhaft an besseren Therapien. Über den neuesten Stand informierten Mediziner bei einem Kongress in Wien. Vieles deutet darauf hin, dass MS durch Autoimmunität ausgelöst wird. Das heißt, körpereigenes Gewebe wird irrtümlich als fremd erkannt und von Abwehrsystem angegriffen. Bei MS ist es die Hülle der Nervenzellen - die so genannte Myelinschicht, die aus Fetten und Eiweißstoffen besteht.Dieses "Isolierkabel" sorgt dafür, dass Nervensignale weitergeleitet werden können. Wird es von Zellen des Abwehrsystems "angenagt", gerät die Übertragung ins Stocken und - ja nach betroffener Gehirnregion - treten neurologische Beschwerden (Seh-, Bewegungsstörungen usw.) auf. Die Krankheit verläuft meist in Schüben. Danach versucht der Körper, Schäden zu reparieren, was aber nur fehlerhaft gelingt. Es bildet sich Narbengewebe, das die Signale nicht weiterleiten kann. "Genetische Faktoren spielen bei MS eine wichtige Rolle. Viele verschiedene Gene sind an der Steuerung beteiligt, ob die Krankheit ausbricht und in welchem Ausmaß", so Univ.-Prof. Dr. Karl Vass von der Neutrologischen Universitätsklinik in Wien. Neueste Untersuchungen zeigen jetzt, dass außer der Isolierschicht auch Nervenfortsätze ("Ausläufer"), direkt geschädigt werden. Das heißt, nicht nur die Transportwege der Nervensignale werden behindert, sondern die Funktion der Nerven selbst ist beeinträchtigt. Wissenschafter versuchen jetzt MEdikamente zu entwickeln, die Nervenfasern vor der Zerstörung schützen. Die unterschiedlichen Krankheitsformen erfordern ein Umdenken in der Behandlung. "Neben der allgemeinen entzündungshemmenden Therapie braucht jeder Patient eine spezifisch auf ihn abgestimmte Behandlung", berichtet der Wiener Hirnforscher Univ.-Prof. Dr. Hans Lassmann. "Bei einer bestimmten Form von MS hat sich z.B. Blutwäsche als wirksam erwiesen." Die Wissenschafter suchen nun nach typischen Merkamlen (Marker), die es ermöglichen, diese Patientengruppe besser zu erkennen. Solche biolgischen Marker sollen auch helfen Auslöser und Verlauf der KRankheit besser bestimmen zu können: Gehirnwasseruntersuchung zum Nachweis von Entzündungszellen, gentechnische Verfahren bei Blutuntersuchungen. Die derzeitigen Dauertherapie-Möglichkeiten sind die Wirkstoffe Interferon und Glatiramer Acetat, so genannte Immuntherapien. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Hartung, Neurologische Klinik Düsseldorf: "Da sich die Patienten alle diese MEdikamente selbst spritzen müssen und Nebenwirkungen auftreten können, ist die Akzeptanz der Behandlung mitunter ein Problem." Außerdem wirken diese Präparate nicht bei allen bzw. nicht immer dauerhaft. Verbesserungen erwartet man sich von der zweiten Generation dieser Medikamente, die jetzt getest werden. Weitere Schwerpunkte in der Forschung:
Eva Rohrer
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