Aktuelles ![]() |
Liebe Naturschützerinnen und Natürschützer, hier finden sie aktuelle Tätigkeiten der BI
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Nächste Sitzung der BI Rettet die Marienfelder Feldmark |
02.05.2012 |
Mittwoch, 02.05.2012 um 19 00 Uhr im AHB (Nachbarschafts- und Familienzentrum) Finchleystraße 10.
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Nächste Sitzung des AK Flughafen BER |
29.05.2012 |
Dienstag, 29.05.2012 um 18 00 Uhr (Ort bitte unter Bimfeldmark@aol.com erfragen).
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Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark -- Stadtnatur |
17.06.2012 |
Können Kunst und Umwelt für Nachhaltigkeit sorgen – und helfen, zu diesen Themen Menschen zusammenbringen? Bei den Führungen unter fachkundiger Leitung entlang des Waldlehrpfades erfahren Sie mehr über seltene Tier- und Pflanzenarten und darüber, wie reichhaltig die Flora und Fauna an der südlichen Stadtgrenze Berlins sind. Hinzu kommt, dass die Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49 aus Lichtenrade entlang des Waldlehrpfades Ölgemälde, Aquarelle und Collagen ausstellt. Die Künstler beteiligen sich an den Führungen, so dass auch immer Einblicke aus künstlerischer Sicht einfließen. Zusätzlich wird es viele Info-Stände von Initiativen und Künstlern geben. Zugesagt haben bisher: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Stadträtin Sibyll Klotz und Stadtrat Oliver Schworck. Und wir freuen uns, dass wir den Kabarettist Gerald Wolf gweinnen konnten. Der genaue zeitablauf folgt noch.
Start: Sonntag, 17. Juni um 12 Uhr bis 18 Uhr Egestorffstr./ Blohmstr.
3 Führungen (13, 15 und 17 Uhr) eventuell bei Bedarf stündliche Führungen.
Es werden auch Stände mit Initiativen und Künstlern vorhanden sein, wer Interesse hat bitte bei mir melden!
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Landhaus Lichtenrade endlich Baudenkmal |
02.05.2012 |
Seitdem 22. Februar 2012 ist das Landhaus Lichtenrade als Baudenkmal anerkannt. Nun ist das Landhaus Lichtenrade zusammen mit dem S-Bahnhof Lichtenrade und der ehemaligen Mälzerei, die bereits seit Jahren unter Denkmalschutz standen, in die Berliner Denkmalliste eingetragen worden. Schon vor der Jahrtausendwende kämpfte die BI Rettet die Marienfelder Feldmark darum, dass das Landhaus Lichtenrade als Baudenkmal anerkannt wird. Nachdem feststand, das dass Einkaufszentrum gebaut werden soll, haben wir die alte Forderung wieder intensiviert - und mit Erfolg!! Auch die Ökumenische Umweltgruppe nahm sich dieses Thema letztes Jahr an. Nun ist es endlich geschafft, dass der Historische Ort Lichtenrades erhalten bleibt. Nun folgt ein Auszug aus der Baudenkmalbehörde: Die Anlage besteht aus einem zweigeschossigen, massiven Gasthaus mit ausgebautem Fachwerkdachgeschoss mit dem Giebel zur Straße stehend und rechtwinklig dazu einem zurückliegenden eingeschossigen Tanzsaal längs zur Straße... Ein Bauantrag von 1904 zeigt die bestehende Dachkonstruktion im Querschnitt: eine Hänge-Sprengwerk, das den 9,50 x 15,50 m großen Saal stützenfrei überdeckt mit zum Innenraum hin vermutlich sichtbaren verzierten Hölzern.
Das Wirtshaus, betrieben von Rudolf Deter, musste 1899, bereits fünf Jahre nach der Eröffnung, erweitert werden: im Januar wurde an den Tanzsaal, bündig zu dessen Westwand, ein kleinerer Bau mit nach Norden ablaufendem, flachem Pultdach zur Aufnahme zweier weiterer Gasträume (1925 vereinigt zum „Kleinen Saal“) angebaut. Eine Postkarte von 1906 zeigt, dass auch im Norden der Wirtschaft Gartenbetrieb herrschte, bis ans Ufer eines Ruderteichs, der zwischen Gasthaus und Mälzerei angelegt war. Der Teich, der bis an die Grenze des Bahngrundstücks reichte, ist noch auf einem Lageplan von 1937 eingetragen. Im straßenseitigen Winkel zwischen Gasthaus und Tanzsaal befand sich ursprünglich eine zusätzliche massive eingeschossige, zweiachsige Gaststube und daneben eine kleine Veranda in offener Holzkonstruktion. 1904-05 wurde die Veranda durch eine größere und verglaste Holzkonstruktion ersetzt. Sie war bereits 1923 nicht mehr vorhanden, vermutlich infolge eines Besitzer- und Nutzungswechsels.
Die jüngeren Baumaßnahmen hinterließen keine größeren Eingriffe in der Substanz. Die aufgelockerte, aus verschiedenen Bauteilen malerisch gruppierte Anlage wuchs zu einem kompakten, etwa quadratischen Grundriss, indem die rückspringenden Winkel mit Anbauten bündig ausgefüllt wurden …
1921 erwarb der Mannheimer Kaufmann Jacob Feitel Mälzerei und Wirtshaus und ließ 1922 durch Gustav Haufe das Gasthaus zu Wohnräumen umwandeln, jedoch ohne größere bauliche Änderungen. 1936 muss der Jude Feitel die Mälzerei an die Berliner Schloßbrauerei A. G. verkaufen. Seine Erben in Buenos Aires erhalten 1952 eine Entschädigung. Ab 1933 ist in den Bauakten wieder Gaststättennutzung belegt und verschiedene kleinere Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Als Betreiber wird Willi Schütz genannt.
Nach 1945 Eigentumswechsel an die Familie Buhr. An die rückwärtigen Anbauten wurden zusätzliche, unbedeutende Erweiterungen angefügt.
In den 1960er Jahren finden zahlreiche Veränderungen statt:
Das Gasthaus erhält die Konzession für Hotelbetrieb, zunächst die vier Zimmer der Gastwirtswohnung im Obergeschoss ohne bauliche Änderung. 1965 wurde der Hotelbetrieb auf das Dachgeschoss ausgedehnt, wobei seitliche Dachgauben angelegt wurden.
An der Stelle der ehemaligen Veranda entsteht ein neuer eingeschossiger massiver Vorbau mit vier großen Panoramafenstern zur Bahnhofstraße, der alternativ als Gastraum oder Saalfoyer genutzt werden konnte. Auch die alte massive Gaststube im Winkel zwischen Saal und Gasthaus ging in diesem Vorbau auf. Im Keller unter dem Vorbau wurden Garderobe und Toiletten eingerichtet. Anfang der 1970er Jahre wurde das Innere des Tanzsaals neu gestaltet. Die Wände wurden mit senkrechten Paneelbrettern aus Kanadisch-Rotbaum verkleidet, die Decke erhielt eine helle, plastisch strukturierte Akustikdecke mit vertieftem Deckenspiegel.
Überlieferungszustand:
Der einzige verlorene Teil der ursprünglichen Anlage ist der eingeschossige straßenseitige Trakt vor dem Tanzsaal. Der an seiner Stelle angefügte Vorbau ist zeittypisch für die 1960er Jahre, jedoch in der Kubatur ganz dem vorhergehenden Bau angepasst. Der übrige alte Bestand ist trotz der verschiedenen Erweiterungen noch gut ablesbar erhalten ...Der Tanzsaal besitzt über dem alten Parkettboden vermutlich noch die originale imposante Dachkonstruktion. Das verraten die erhaltenen profilierten Sparrenköpfe und der vertiefte Deckenspiegel, der der Kontur der ursprünglichen Deckenkonstruktion folgt. Gasträume und Küchen besitzen betriebsbedingt erneuerte Wandgestaltungen, aber auch noch mehrere ursprüngliche Türen. Besonders beim Gasthaus gibt es insgesamt auch noch reichlich erhaltene Details, die das Flair der Erbauungszeit vermitteln, im Äußeren in erster Linie das gut erhaltene Schmuckfachwerkdachgeschoss und die fast vollständig erhaltenen alten Fenster. An der Rückfassade sind noch die ursprünglichen Gliederungselemente der massiven Geschosse vorhanden, plastisch vorspringende horizontale Bänder und ein Fensterschlussstein aus Stuck (Reste von horizontalen Bändern auch noch an der Ostfassade des Tanzsaals). Im Inneren existiert die alte Treppe und die Einteilung der Obergeschoss- und Dachgeschosswohnung mit erhaltenen Fenstern mit Zierbeschlägen, Türen und Böden. Der alte Wirtshausgarten östlich der Anlage ist mit acht Reihen Linden bestanden, laut Bebauungsplan XIII-31 vom 22.1.1958 insgesamt 59 Bäume.
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A100-Trasse umgehend stoppen |
02.05.2012 |
Vorweg möchte ich hier noch kurz erwähnen, dass wir, die BI Rettet die Marienfelder Feldmark, dem BUND zur Klage 200 Euro gespendet haben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark und die Bürgerinitiative gegen den Stadtring Süd (BISS) haben die jetzt durch die Senatsverwaltung der Stadtentwicklung begonnene Beseitigung der Kleingärten auf der geplanten Trasse der A 100 zum Treptower Park scharf kritisiert und Stadtentwicklungssenator Michael Müller dazu aufgefordert, die Vernichtung wertvoller Natur umgehend zu stoppen. Betroffen von der sogenannten Baufeldfreimachung sind 10 ha Kleingartenfläche..
Verkehrssenator Michael Müller und seine Straßenbauer haben offenbar nichts aus der Diskussion um Stuttgart 21 und eine verbesserte Bürgerbeteiligung gelernt. Ohne Baurecht und ohne Finanzierungszusage durch das Bundesverkehrsministerium jetzt bereits für 1,3 Mio. Euro das wertvolle Grün in den Kleingartenanlagen auf der geplanten Trasse der A 100 platt zumachen, ist eine unverantwortliche Machtdemonstration der Straßenbaubürokratie und eine verantwortungslose Geldverschwendung. Statt die laufende Klage des BUND Berlin, des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg sowie betroffener Grundstückseigentümer und Anwohner gegen den Planfeststellungsbeschlusses für die Verlängerung der A 100 bis zum Treptower Park zu respektieren und die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes abzuwarten, versuchen die Straßenbauer vollendete Tatsachen zu schaffen. Ein solches Vorgehen zerstört jegliches Vertrauen in die Einhaltung der Spielregeln eines demokratischen Rechtsstaats durch die Verwaltung. Als Chef der Obersten Naturschutzbehörde muss Senator Michael Müller jetzt handeln und die weitere Vernichtung des Grüns stoppen. Schließlich legt auch der Landschaftspflegerische Begleitplan zur A 100 fest, dass eine Baufeldfreimachung erst zeitnah zu einem echten Baubeginn erfolgen solle. Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen mit der Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht verhindern werden. Zudem gibt es bisher keine zeitnahe Finanzierungszusage für den Bau der A 100 durch das Bundesverkehrsministerium. Michael Müller muss jetzt zu Beginn seiner Amtszeit zeigen, dass ihm nicht nur Beton, sondern auch Grün am Herzen liegt. Und dass er tatsächlich einen fairen und offenen Umgang mit Bürgern und Verbänden bei Planungen will.
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Grenzwerte an vielen Berliner Straßen überschritten |
02.05.2012 |
Der Grenzwert für Feinstaub (PM10) von 50 µg/m3 wurde im Jahr 2011 an allen Messstellen an Hauptverkehrsstraßen mehr als 35 Mal überschritten: Am Mariendorfer Damm an 46 Tagen, an der Frankfurter Allee an 47 Tagen, an der Silbersteinstraße an 54 Tagen, an der Schildhornstraße an 40 Tagen und an der Karl-Marx-Str. an 39 Tagen. Der BUND fordert weitere Maßnahmen vor allem an den Ausfahrtsstraßen, um die Menschen vor gesundheitlichen Schäden zu schützen. An den Luftgüte-Mess-Stellen außerhalb des S-Bahn-Ringes wurden die höchsten Feinstaub-Belastungen gemessen. Nur an der Schildhornstraße in Steglitz waren die Belastungen etwas niedriger, denn dort gilt jetzt Tempo 30, welches permanent kontrolliert wird. In der Umweltzone lagen die Belastungen zwar auch über dem zulässigen Grenzwert von 35 Tage über 50 µg/m3 aber insgesamt klar niedriger. Allein diese Daten verdeutlichen schon, dass die Umweltzone in Berlin wirkt. Trotzdem hatte ein Berliner Autofahrer, der vom ADAC unterstützt wurde, gegen die Umweltzone geklagt, und im Herbst 2011 in letzter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht verloren. Dieses urteilte klar: Die Umweltzone ist eine wirksame und damit geeignete Maßnahme, die Luftschadstoffe zu verringern. Umweltzonen sind wirksam, reichen aber nicht aus. Solange die Grenzwerte weiterhin überschritten werden, besteht auch weiterer Handlungsbedarf. Insbesondere an den Radialstraßen innerhalb- und außerhalb der Umweltzone muss durch entsprechende Maßnahmen die Luftbelastung noch deutlich gesenkt werden. So gilt in der Silbersteinstraße bereits ein Fahrverbot für LKW. Dass die Grenzwerte dort trotzdem überschritten wurden, zeigt zum einen, dass die Berliner Polizei offensichtlich nicht ausreichend kontrolliert, zum zweiten, dass die parallele A100 bei weitem nicht die Verkehrsentlastung für die Stadtstraßen erbringt, wie deren Ausbau-Befürworter immer behaupten.
Auch am Tempelhofer und Mariendorfer Damm muss die Verwaltung handeln, dort gibt es nicht einmal taugliche Radverkehrsanlagen. Weitere notwendige Maßnahmen sind: Ausweisung von weiteren Tempo-30-Bereichen an Hauptverkehrsstraßen, Ausbau der Straßenbahn- und des Radspurennetzes. Im Jahr 2012 muss der Luftreinhalteplan fortgeschrieben werden. Um die Luftqualität für die Menschen zu verbessern, fordert der BUND von der Senatsverwaltung, diese Maßnahmen aufzunehmen. Wenn der Senat nicht handelt, werden die Anwohnerinnen und Anwohner - wie bereits in anderen Städten - weitere Maßnahmen vor Gericht einklagen.
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Natur-Aktiv-Tag Putztag am Grenzweg |
02.05.2012 |
Die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark hatte für die Veranstaltung die Schirmherrschaft und auch BürgerInnen zum Mitmachen aufgerufen. Es gab fünf Treffpunkte der Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark, Lichtpunkt Lichtenrade 49, Trägerverein Lichtenrader Volkspark, Kita Nahariyastraße, BI LiBuRu und Umweltinitiative Teltower Platte. Am Rand der Stadt vor Lichtenrade, dort wo Hochhäuser, Einfamilienhäuser, ehemaliger Grenzstreifen und Feld aufeinandertreffen, wollte man Groß-Reine-Machen.
Über 70 fleißige HelferInnen waren gekommen. Wenn man alle drei Standorte zusammenrechnet, kamen insgesamt circa 110 fleißige Helfer. An dieser Stelle möchten wir uns noch bei unserer Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem Stadtrat für Jugend, Ordnung und Bürgerdienste, Oliver Schworck (beide SPD), nicht nehmen, dass Lichtenrade wieder mit etwas weniger Müll leben darf. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Selbstverständlich habe ich diese Aktion gerne unterstützt. Eine saubere Umwelt ist für uns alle enorm wichtig und bedeutet Lebensqualität. Allen Helferinnen und Helfern danke ich ausdrücklich für Ihr Engagement. Aktionen wie der NaturAktivTag regen zum Nachdenken an und haben Vorbildcharakter. Zudem sind sie ein Appell an alle BewohnerInnen, pfleglich mit ihrer Umwelt umzugehen. Auch ein Danke an Elke Ahlhoff (SPD-Fraktionsvorsitzende), Martina Rade-Zander und Heinz Jirout (beide Grüne) Christian Rade-Zander CDU und Michael Ickes (Piraten).
Es wurden nicht nur unzählige Mülltüten voll Abfall gesammelt, sondern auch Bauschutt, Schrott, Metallgegenstände, Autoreifen, Fahrräder und Möbel entsorgt. Insgesamt kamen 9 Kubikmeter Müll zusammen. Auch der BSR gilt ein großer Dank, die uns Schubkarren, Besen, Harken, Greifzangen und Mülltüten zur Verfügung stellte und alles pünktlich geliefert und wieder abgeholt hat. Wir waren schon etwas enttäuscht, dass trotz intensiver Werbung kaum AnwohnerInnen aus den angrenzenden Hochhäusern zur Aktion kamen: „Wir hoffen dennoch, dass die Menschen, die dort spazieren gehen, die momentane Sauberkeit der Grünflächen zu schätzen wissen und künftig umsichtiger mit der Natur umgehen.“
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BMW-Guggenheim Lab Lichtenrade - Nein Danke! |
02.05.2012 |
Die Linke und ehemalige Senatorin Lompscher wurde mit der Aussage zitiert, Guggenheim möge doch die Zusammenarbeit mit BMW überdenken. Bürgermeister Wowereit hingegen hält BMW für genau den richtigen Konzern zur Durchführung des „Lab“ in Berlin. Doch welche Rolle spielt BMW eigentlich beim „Lab“? Weil AnwohnerInnen in Kreuzberg gegen die Ansiedlung des BMW-Guggenheim Lab protestierten, schwang der Berliner Innensenator Henkel (CDU) vor dem 1. Mai erst mal die Chaotenkeule. Es sei nicht hinzunehmen, dass Chaoten in Kreuzberg oder anderen Stadtteilen bestimmen würden, wer hier wohne. Fakt ist, dass in der letzten Zeit immer mehr soziale, unkommerzielle und Kiezprojekte von Schließung und Räumung bedroht sind und durch die Gentrifizierung die Mieten immer mehr steigen. Ein mögliches BMW-Guggenheim Großprojekt in einem der Berliner Stadtteile würde die Gentrifizierungsspirale rasant vorantreiben. Das BMW-Guggenheim Lab hatte sich derweil entschieden, doch nicht in Kreuzberg bauen zu wollen, daher ist jetzt von dem deutschen Projektmanager das Pfefferberg-Gelände ins Gespräch gebracht worden. Aber auch dort regt sich Widerstand durch AnwohnerInnen. Es geht nicht um das Lab, es geht generell um profitorientierte Aufwertung von Lebensräumen. Die Stadt als unser Lebensraum wird Stück für Stück verkauft und damit zerstört. Steigende Mieten sorgen dafür, dass die BewohnerInnen verdrängt werden und in stadtrandnahe Bezirke ziehen müssen. Soziale und kulturelle, nicht profitorientierte Projekte sind in ihrer Existenz bedroht. Der Linienhof wurde z. B. gegen großen Protest geräumt, Hausprojekte wie Linie 206 sind von Eigentümerinteressen bedroht, das Tacheles wurde geräumt, der Jugendclub KvU wehrt sich gegen seine Schließung Ende des Jahres, der Schokoladen in Mitte konnte nur nach langem und breitem Protest vor seiner Schließung gerettet werden. Dieser Diskurs ist nicht neu, sondern seit Jahren ein wichtiges Thema hier in Berlin. Durch die profitorientierte Aufwertung findet unter anderem in der Innenstadt eine deutlich sichtbare Verdrängung von Projekten und AnwohnerInnen statt. Trotz der lautstarken und vielseitigen Proteste der BewohnerInnen ist die Politik noch keine nennenswerten Schritte zur grundlegenden Veränderung dieser Stadtpolitik gegangen. Stattdessen wird alles in Bewegung gesetzt, einem überflüssigen Prestigeobjekt für BMW den roten Teppich auszulegen. Die Diskussion um das BMW-Guggenheim Lab ignoriert, dass die Debatten, die dort geführt werden sollen, schon seit Jahren stattfinden. Es wird unterschlagen, dass es nicht an Ideen sondern an politischem Willen der Stadtregierung fehlt, eine Politik zu betreiben, die sich nicht an den Interessen der Investoren und der Wirtschaft, sondern an den hier lebenden Menschen orientiert. Öffentliche Gelder werden gekürzt, Jugend- und Kultureinrichtungen geschlossen und sozialer Wohnraum ausverkauft. Während man sich darum bemüht, Konzerne und Investoren in die Stadt zu locken, werden tausenden BerlinerInnen und alternativen Projekten Gelder gestrichen. Die mangelnde Akzeptanz für das Lab ist eine direkte Folge einer völlig verfehlten Stadtpolitik. Die Menschen, die seit Jahren direkt von Umstrukturierung betroffen sind und sich seit Jahren gegen diese Fehlentwicklung engagieren, empfinden es als provokant, zynisch und unverschämt, dass nun BMW versucht, die sozialen Kämpfe zu funktionalisieren um sein Image aufzupolieren.
Auch die nun favorisierte Grünfläche am Pfefferberg ist entgegen manchen Behauptungen kein besserer weil wenig brenzliger Ort. Genau am gewünschten Lab-Standort soll nun ein Bürogebäude errichtet werden, obwohl der Hof laut Sanierungsgebiet einer öffentlichen Grünfläche vorbehalten ist. Die Gentrifzierung ist noch lange nicht abgeschlossen und wir haben inzwischen die Nase voll von Kommerzialisierung. Auch in New York hatte es bereits Proteste unter der Parole „Gentrification Is Class War – Fight Back!“ gegeben. Denn auch in New Yorck, ähnlich wie in Berlin, wurde das Lab ausgerechnet in einem massiv von Gentrifizierung und steigenden Mieten betroffenen Kiez aufgebaut. Und auch in New York hat das „Lab“ natürlich nicht dazu beigetragen, dass die Mieten gesunken sind, sondern im Gegenteil den Mietsteigerungs- und Aufwertungstrend noch verstärkt. Viele Gruppen kündigten Aktionen gegen ein mögliches BMW-Guggenheim Lab in Berlin an. Doch aus Lichtenrade gibt es einige Stimmen (Ökumenische Umweltgruppe und Unternehmernerzwerk Lichtenrade, die das BMW-Guggenheim Labgerne an der Tempelhofer Freiheit oder der "Alten Mälzerei" hätten. Letzteres wurde als Vorschlag des Bürgerforums „Zukunft Lichtenrade“ verkauft, was vorher allerdings dort nie diskutiert wurde.
1. BMW erhofft sich durch das „Lab“ eine Image-Verbesserung und den Kontakt zu neuen Zielgruppen. Darüber hat der sogenannte BMW-Marketing-Chef Ellinghaus im Interview mit dem Manager Magazin dankenswerterweise bereits vor längerer Zeit und sehr offen alles Wesentliche gesagt.
2. BMW ist an der inhaltlichen Ausrichtung des „Lab“ direkt beteiligt. Es ist eben NICHT so, dass BMW ein reiner Sponsor im Hintergrund ist und das „Lab“ durch die Guggenheim Foundation geplant und gestaltet wird: BMW ist immer direkt mit dabei. Hier geht es um direkte Interessen von BMW über die allgemeine Image-Aufpolierung hinaus. Der Schwerpunkt „Mobilität“ beim Lab ist direkt auf das Interesse von BMW zurückzuführen, Produkte in diesem Bereich zu vermarkten. Auch hier findet Ellinghaus deutliche Worte: „Zudem sprechen wir über etwas Einzigartiges: Über die Entwicklung gemeinsamer Formate“ – wo es dann eben auch um „Technologie wie das Head-up Display“ und „Connected Drive“ gehen soll“.
3. Alle wesentlichen Entscheidungen werden bei BMW getroffen. Nach unseren Informationen war bei allen (mindestens 3) Treffen mit dem Berliner LKA vor der Absage des „Lab“ am Spreeufer in Kreuzberg zwar immer die „Sicherheits-Abteilung“ von BMW beteiligt, in keinem Fall aber ein Vertreter von Guggenheim.
Der sogenannte Marketing-Chef von BMW, Ellinghaus, im Wortlaut (Interview mit dem Manager Magazin vom 06. Juli 2011)
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Pressemittteilung zur NPD-Demo in Marienfelde |
02.05.2012 |
Durch das NPD-Aufmarschverbot am Freitag in Neukölln soll dieses nun in Marienfelde (Nahmitzer Damm/Hildburghauser Straße/Marienfelder Allee über Hildburghauser Straße Tirschenreuther Ring, Kruseweg, Hildburghauser Straße, Waldsassener Straße, Tirschenreuther Ring, Ahrensfelder Straße, Lückeweg, Tirschenreuther Ring, Hildburghauser Straße zurück bis zum Nahmitzer Damm) am Freitag, 13.04.12 um 18 Uhr 30 Uhr stattfinden. Die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark ruft dazu auf, sich zu bekennen, dass wir in unserem Bezirk keine Nazis wollen und fordert ein Bündnis "Marienfelde gegen Nazis".
Eigentlich wollte die Neonaziszene an der Blaschkoallee in Neukölln starten. Unweit davon hatte ein Mann vor einer Woche einen 22-Jährigen mit türkischen Wurzeln erschossen und zwei Jugendliche lebensgefährlich verletzt. Als Reaktion auf die seit Monaten angemeldete Demonstration wollten Rechtsextreme nun unter dem Motto “Zeit zu handeln – kriminelle Ausländer raus“ in Neukölln marschieren. Die als pure Provokation geplante Gegendemo der NPD wurde nach Marienfelde verlegt. Von der bewussten Zurschaustellung rechter Ideologie dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen. Wir wollen in unserem Bezirk Rassismus, Menschenfeindlichkeit und rechtsextreme Infrastruktur nicht zulassen.
Wir stellen uns jeder Form von rechtsextremen Gedankengut und seiner Verbreitung entschieden entgegen. Die Zivilgesellschaft darf nicht nachlassen, sich friedlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Geschichtsverdrehung, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu wehren. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass Nazis weder in Neukölln noch sonst irgendwo erwünscht sind.
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Über 50.000 Einsprüche gegen AKW-Bau in Polen |
02.05.2012 |
Mehr als 50000 BundesbürgerInnen haben bei den polnischen Behörden Stellungnahmen, Widersprüche und Einwendungen gegen einen Einstieg des Nachbarlandes in die Atomkraftnutzung eingereicht. Dies teilten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark und die Bürgerinitiative „Atomkraftfrei leben in der Uckermark“ (AFLUM) bei der Übergabe der Einwendungen an die polnische Botschaft in Berlin mit. Die Stellungnahmen und Einwendungen wurden über das Internet bzw. in schriftlicher Form von BUND, AFLUM, dem Naturschutzbund NABU und dem Umweltinstitut München gesammelt. Die polnische Regierung plant den Bau von mindestens einem Atomkraftwerk bis 2020. Wahrscheinlichster Standort dafür ist Zarnowiec, ein rund 250 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernter Ort an der Ostseeküste in der Nähe von Gdansk. Bürger und Behörden aus Deutschland hatten im Rahmen der von der EU vorgeschriebenen „Strategischen Umweltprüfung“ bis heute Gelegenheit, bei den polnischen Behörden Stellungnahmen und Einsprüche zu diesen Plänen einzureichen. Die Kritik der meisten Einwender richte sich gegen das polnische Atom-Programm in seiner Gesamtheit und gegen die unzureichende Qualität des von den Behörden des Nachbarlandes durchgeführten Umweltprüfungsverfahrens, teilten die Verbände mit. „Die mangelhafte Untersuchung von Alternativen zur Atomkraft und völlig unrealistische Katastrophenszenarien lassen die seitens der polnischen Behörden vorgenommene Umweltprüfung höchst fragwürdig erscheinen“, sagte der BUND-Atomexperte Thorben Becker. Er bat die polnischen Behörden, die Einwendungen aus Deutschland genau zu analysieren und den Einstieg in die Atomkraftnutzung zu überdenken. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich seien aufgefordert, bei ihren polnischen Amtskollegen gegen die Pläne zum Bau von Atomkraftwerken Stellung zu beziehen.
Mit den voraussichtlich rund vier Milliarden Euro für ein neues Atomkraftwerk lassen sich die weitgehend ungenutzten Potentiale der Wind-, Wasser- und Solarenergie in unserem Nachbarland sehr gut erschließen. Anstatt in eine Technologie von vorgestern zu investieren, wäre es geboten, das viele Geld in den Umbau der Energieversorgung zu stecken. Das würde auch der Sicherheit der Menschen in Mitteleuropa und dem Klimaschutz dienen. Sämtliche Probleme der Atomkraft, vom Uranabbau über die Gefahren des Reaktorbetriebs bis zur ungeklärten Endlagerung stellten sich in Polen genauso wie in Deutschland und anderswo. Die enormen Gefahren der Atomenergienutzung habe erst vor einem Jahr der Fukushima-Gau erneut deutlich gemacht. Auch die BI Rettet die Marienfelder Feldmark unterstützte die Kampagne, an alle, die durch unseren Aufruf teilnahmen, möchten wir uns hier noch mal bedanken.
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Betreiber ignorieren Verordnung |
02.05.2012 |
2006 wurden in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung Anforderungen für das Halten von “Pelztieren” festgelegt. Im Dezember 2011 trat die zweite Stufe der Verordnung in Kraft. Demnach müssen die Betreiber von Nerzfarmen z. B. einen Quadratmeter Grundfläche für jedes ausgewachsene Tier sowie für jedes Jungtier nach dem Absetzen zur Verfügung stellen. Diese kleinen Verbesserungen lindern das Leid der bewegungsfreudigen Tiere zwar nur wenig, entscheidend ist, dass die höheren Haltungsanforderungen die Pelzgewinnung hierzulande unrentabel machen. Mache Pelztierfarmen, wie die Nerzfarm in Aachen-Orsbach, wurden schon geschlossen. Eine Nerzfarm in Nettetal (NRW) musste nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf geschlossen werden. Das ZDF-Magazin WISO berichtete vor kurzem über mehrere Betriebe, die sich jedoch nicht an die neue Verordnung halten. Die Tiere werden weiterhin in den kleinen – jetzt illegalen – Gitterkästen gehalten. Die Behörden müssen alle Farmen überprüfen und sie bei Verstößen konsequent schließen.Hier können Sie den Beitrag der ZDF-Sendung WISO ansehen: www.zdf.de
Die “Albert Schweitzer Stiftung” hat gerade eine Online-Petition gegen den Pelzverkauf beim Versandhaus Bader gestartet. Bitte machen Sie mit unter: albert-schweitzer-stiftung.de.
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Aigner lehnt Gesetzesnovelle ab |
02.05.2012 |
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner lehnte Ende Januar eine Gesetzesnovelle des Bauministeriums ab, die die Auswüchse der boomenden Intensivtierhaltung beschränken sollte. Die neuen Regelungen hätten es Kommunen ermöglicht, den Bau neuer Mastanlagen zu verbieten bzw. den Betreibern höhere Auflagen zu machen. Die Abschaffung der baurechtlichen Privilegierung industrieller Großställe ist mehr als überfällig. Derzeit entstehen 900 neue Anlagen für 36 Millionen Hühner. Neben dem unbeschreiblichen Tierleid fühlen sich Kommunen und Bürger in manchen Regionen von der Entwicklung regelrecht bedroht und setzen sich zunehmend zur Wehr. Mehr Infos unter: www.spiegel.de.
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Bundesverwaltungsgericht |
02.05.2012 |
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Frankfurter Nachtflugverbot lässt eine vorsichtig-positive Tendenz erkennen. Die Leipziger Richter berücksichtigen mit ihrer Rechtsprechung zunehmend die rechtlichen Belange der betroffenen Anwohner und setzen der Luftverkehrswirtschaft erste Grenzen. Dies stützt die Hoffnung, dass der bisher mangelnde Rechtsschutz für die Bevölkerung insgesamt eine Stärkung und mit der von uns unterstützten Hellriegel-Klage am 3.Juli 2012 eine Fortschreibung erfährt. Die Behörden in den Verkehrsministerien der Länder müssen den notwendigen Druck ausüben, um die Belange der Bevölkerung bei der Beschränkung des Luftverkehrs, insbesondere der Nachtflugregelungen, offensiver zu berücksichtigen. Hier haben die Richter klare Aussagen getroffen!
Jan-Marco Luzcak, der auch bei unserem Brunch anwesend war, hat sich mit 15 Kollegen aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Fluglärm vorzugehen und verschiedene Aktivitäten zu bündeln. Er wird uns auf dem laufenden halten.![]()
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Natur-Aktiv-Tag: Putzaktion am Dorfteich |
02.11.2011 |
Am 15.Oktober 2011 riefen wir, die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark, zum NaturAktivTag auf. Im Vorfeld wurden 300 Flugblätter an direkte AnwohnerInnen rund um den Dorfteich verteilt. Es beteiligten sich circa 30 Teilnehmer. Dabei waren auch die Stadträte Angelika Schöttler, Oliver Schworck (beide SPD), sowie die Bezirksverordneten Martina Zander-Rade und Heinz Jirout (beide Bündnis90/Die Grünen).

Martina Zander-Rade (BVV Tempelhof-Schöneberg)
Die grüne Stadträtin Sibyll Klotz musste leider erkrankt absagen. Es kam eine große Menge Müll zusammen: 12 gefüllte Säcke, Schrott, Baumüll und Sperrmüll. Diese große Menge Müll kam zusammen, obwohl auf Veranlassung von Stadtrat Schworck die BSR hier seit einigen Monaten regelmäßig in wöchentlichen Abständen reinigt.
Nach dieser Grundreinigung hoffen wir, dass alle NutzerInnen des Erholungsraumes rund um den Dorfteich künftig keinen Müll zurücklassen oder die Mülleimer benutzen. Bei der anschließenden Stärkung mit Kaffee und Kuchen am aufgebauten BI-Stand konnten interessante Gespräche geführt werden, an denen sich auch viele AnwohnerInnen beteiligten.
Wir möchten uns für die Unterstützung bei allen Freiwilligen und der BSR (fürs Abholen) bedanken. Mit dieser Hilfe ist bei gutem Wetter der NaturAktivTag am Dorfteich zu einer erfolgreichen Veranstaltung geworden. Das Ergebnis der Sammelaktion zeigt, wie wichtig es ist, immer wieder für das Thema Müllverschmutzung zu sensibilisieren. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr, denn es war nicht die letzte veranstalten Putzaktion in unserem Bezirk!

Stadträtin Angelika Schöttler und Stadtrat Oliver Schworck (beide SPD)
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BI-Aktion beim Adlermühlenfest der SPD |
29.09.2011 |

„Zur Anerkennung seiner herausragenden Leistungen für die Realisierung des „unmenschlichen“ Flughafens BER „Willy Brandt“ zu Gunsten der Interessen der Wirtschaft und für den erfolgreich bewirkten Vertrauensverlust von Hunderttausenden von BürgerInnen sowie für den ausbleibenden Einsatz für den Schutz ihrer Gesundheit und Umwelt. Zusätzlich übergaben wir ihm als verpacktes Präsent unser BER-Demotransparent mit den drei Affen (Wowereit, Platzeck, Bretschneider).

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Stand der BI beim SPD Fest in Marienfelde |
29.09.2011 |
Samstag, den 27. August 2011 am Platz vor der Waldsassener Straße 29. Auch hier sammelten wir zu drei Themen Unterschriften: Volksbegehren Nachtflugverbot, Landhaus Lichtenrade und Begegnungszone Bahnhofstraße. Außerdem gab es Kuchen und Getränke, obwohl anfangs die Sonne noch schien, spielte das Wetter nicht mit, hinzu kam auch noch, dass ganz in der Nähe eine Sportveranstaltung stattfand. Es waren alle Bezirkskandidaten anwesend, die auch alle an unserem Stand waren, um sich zu informieren. Stadtrat Oliver Schworck hielt auch eine sehr gute Rede.

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Verdienstmedaille für die BI Rettet die Marienfelder Feldmark |
29.09.2011 |
Die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark erhielt in einer Feierstunde am 09. September den Förderpreis des Bezirks Tempelhof-Schöneberg für ihr außerordentliches nachhaltiges, freiwilliges Engagement. Der mit 1000€ dotierte Preis wurde von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band verliehen. Frau Martina Zander-Rade hielt die Laudatio, in der sie einen kleinen Überblick gab über die vielen Aktionen, Projekte und über das erfolgreiche Wirken dieser Bürgerinitiative seit 1984.
Die Laudatio für die Verleihung des Förderpreises für die BI Rettet die Mareinfelder Feldmark am 9. September 2011 hielt MartinaZander-Rade.
Verehrte Mitglieder der Bürgerinitiative Rettet die Mareinfelder Feldmark, liebe Gäste!
Wir schreiben das Jahr 1985. Frau Ingetraud Müller, Sekretärin an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule am Tirschenreuther Ring in Marienfelde, fährt - wie jeden Tag - entlang an der Mauer, vorbei an der Feldmark zur Arbeit, abends wieder zurück. Täglich montags bis freitags. Und sie ärgert sich, weil die ansässige Firma Lorberg, eine Baumschule, Pestizide auf die Felder sprüht. Sie schreibt einen Brief an den Eingaben -und Beschwerdeausschuss der BVV Tempelhof. Sie war damals der Auffassung, dass das reichen würde.
Michael Delor, er saß damals im Büro der ALer (Alternative Liste) im Rathaus Tempelhof, fiel die Eingabe in die Hände. "Sauerei", dachte er und machte sich auf zu Frau Müller.
Beide machten sich klar, dass nur eine Bürgerinitiative hier weiterhelfen kann: Das erste Flugblatt entstand (Martina Zander-Rade hielt unsere Broschüre hoch), sie verteilten es an die AnwohnerInnen in der Illigstrasse, Egestorffstrasse und Blohmstrasse mit der Ankündigung des 1. Treffens in der Finchleystrasse - wo sich die Bürgerinitiative übrigens noch heute trifft: 13 Leute kamen, beim zweiten Treffen im August gründete sich die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark.
Die außergewöhnlich engagierten BI MitgliederInnen (1985: keine Punks, keine Hausbesetzer - wir sind in Lichtenrade wohlgemerkt). Sie attackierten sofort BVV und AGH mit Schreiben, Aufforderungen, Telefonaten, so dass beide Häuser aktiv wurden und schließlich der Firma Lorberg noch 1985 untersagt wurde, Giftstoffe zu sprühen.

Nun folgt eine sehr lückenhafte Auflistung ihrer Erfolgsgeschichte:
- 1986 sollte die Firma Interglas, die Glasfasergewebe herstellen wollte, das mit Phenolharzen getränkt wurde, schnell und unbürokratisch die Baugenehmigung von dem damaligen Senat erhalten. Die BI machte sich sachkundig und stellte Planungs- und Sicherheitsmängel fest. Die Firma erhielt statt vorher 4 Auflagen nunmehr 205 einzuhaltende Auflagen. UND: Die BI bekam darüber hinaus das Zugeständnis, unangemeldet die Einhaltung dieser Auflagen in bestimmten Intervallen zu prüfen. Was für ein Erfolg: Eine Bürgerinitiative kontrolliert eine Firma. Das war einmalig in der Geschichte der Bürgerinitiativen.
- 1987 hat es die BI geschafft, die Lärm- und Geruchsbelästigungen des Klärwerkes Marienfelde auf ein erträgliches Maß zu bringen.
- 1988 wurde die gesamte Marienfelder Feldmark als Grenzübergang verplant. Wieder galt es tätig zu werden und es konnte verhindert werden.
- 1989 planten die Berliner Wasserbetriebe (BWB) eine Groß-Klärschlammverbrennungsanlage auf dem benachbarten Brandenburger Gebiet. Die BI deckte erhebliche Planungsdefizite auf: Kapazität war überdimensioniert, Grenzwerte bei Emissionen von Quecksilber, Dioxine und Furane waren nicht gesichert, die Umweltbelastung wäre erheblich gewesen. Und: Die Planung wurde gestoppt. Das gesamte Klärwerk verschwand!
- 1990 konnten die BI auch den asphaltierten Grenzweg autofrei für den Fuß- und Radweg erhalten.
- 1993 sollte der Grenzweg weg. Die BI aktiv: Bundesministerium für Verteidigung bzw. Finanzen, Petitionsausschuss Bonn, Oberforstamt, Ministerium in Brandenburg und schließlich der Besuch eines hohen Generals führten zum Erfolg. Der Grenzweg blieb als autofreier Fuß- und Radweg.
- 1996 machte man die BI in einem Gespräch beim Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz mit den Bedingungen der Rio Klimakonferenz 1992 bekannt, die auch Deutschland unterschrieben hatte und hat sie aufgefordert, für Tempelhof eine lokale Agenda aufzustellen. Die BI war sehr angetan von dem Vorschlag. „Lokal handeln - global denken“ entsprach ihrer Denk- und Handlungsweise und wir gaben den Anstoß zur Gründung der "Lokalen Agenda 21" in Tempelhof.
- 1997 – 1999 war es die die BI, die durch die Bildung von Arbeitskreisen die Lokale Agenda 21 Tempelhof ins Leben rief. Zwei MitgliederInnen sind bis heute Mitglied.
- 1999 haben sie den Umweltpreis am 16.11. vom BUND für Tempelhof verliehen bekommen.
- 2001 begann der Aufbau und die Mitarbeit bei der Arbeitsgemeinschaft Interkulturelle Gärten. Das Vorbild waren die Köpenicker Interkulturellen Gärten.
- 2002 wurde ein Lehrpfades am Waldweg entlang errichtet und bis heute gibt es regelmäßige Führungen mit Kitas.
- 2005 25jähriges Bestehen der BI Rettet die Marienfelder Feldmark. (Martina Zander-Rade hielt erneut unsere Broschüre hoch).
- 2007 Pflanzungen von 8 Obstbäume und mehreren Sträuchern zur Absicherung des Feldes am Diedersdorfer Weg zum Freizeitpark.
- 2007 Nach zehnjährigen Kampf gab es endlich eine Zusage für ein Gelände an der Feldmark zur Errichtung eines "Interkulturellen Gartens". Die dann 2009 realisiert werden konnte, da das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum (NUSZ) als starker Vertragspartner für die Interkulturellen Gärten zur Verfügung stand.
- 2008 haben sie den geplanten Autohof verhindert.
- Der Tod von BI Mitbegründerin Frau Ingetraud Müller 2008 überschattete die Arbeit der BI. Doch es war auch Anlass, noch härter und intensiver zu kämpfen.
- 2009 wurde endlich ihre Forderung nach Fußgängerinseln zur Verkehrsberuhigung am Schichauweg und Motzener Strasse umgesetzt.
- 2011 wurden sie vom BUND für besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt.
- Nächstes Projekt: Die Verkehrssituation südlich des Schichauweges in der Verbindung mit den geplanten Projekten in der Bahnhofstrasse soll angegangen werden.

Ich bin mir sicher, dass auch dieses Projekt von Erfolg gekrönt sein wird - und ich betone, dass alles nur mit eigenen privaten Mitteln und in der Freizeit - also ehrenamtlich bis zur Selbstaufgabe - erfolgt. Davor habe ich sehr großen Respekt und dafür gebührt ihnen unser Dank. Ich bitte sie nun nach vorne, um Ihnen den Förderpreis übergeben zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch!
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Die Mälzerei am Tag des Denkmals |
29.09.2011 |
Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade hat die Führung zum Tag des Denkmals in der Mälzerei veranstaltet. Der Andrang war so groß, dass viele interessierte Leute am Samstag und Sonntag wieder gehen mussten. Damit war allerdings auch zu rechnen, denn die Möglichkeit gab es schon ein paar Jahrzehnte nicht mehr und NeulichtenraderInnen kennen die Mälzerei nur von außen. Es wird wieder ein Wochenende im Oktober oder November geben, zu dem der Eigentümer schon seine Zustimmung signalisiert hat. Näheres wird in den nächsten Newslettern bekannt gegeben.

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Erntedankfest Trägerverein Lichtenrader Volkspark |
29.09.2011 |
Der Trägerverein Lichtenrade veranstaltete Samstag, 17.09.11 sein traditionelles Erntedankfest auf der Festwiese an der Carl-Steffeck-Straße. Wir hatten dort auch einen Stand, der sehr gut besucht war. Mein Sohn hat dort das erste Mal mitgemacht und war begeistert. Auch allen anderen hinter dem Stand hat es gefallen. Die Sonne spielte mit, so dass es nur gelingen konnte. Der Trägerverein hat alles sehr gut organisiert, es war fast schon perfekt, doch es ist sicherlich auch die Jahre lange Erfahrung. Wir werden auch im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn der Trägerverein Lichtenrade zum Erntedankfest aufruft. Wir sammelten zu drei Themen Unterschriften, Volksbegehren Nachtflugverbot, Landhaus Lichtenrade und Begegnungszone Bahnhofstraße. Außerdem gab es Kuchen und Getränke.

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