Artikel "Sport und Yoga". erschienen in: Eschborner Nachrichten, Schwalbacher Nachrichten, Bad Sodener Echo, Kelkheimer Bote.

Yoga und Sport sind ein interessantes Thema. Viele Menschen treiben Sport und trainieren so ihren Körper. Oft herrscht die Meinung, dass das Eine das Andere ausschliesst. Das ist aber gar nicht so. Man kann beides machen und Sport und Yoga miteinander kombinieren oder sich für eines von beiden entscheiden. Das ist auch eine sehr persönliche Entscheidung und vielleicht auch die Entscheidung für einen Weg, den man gehen möchte. Vielleicht bin ich gar kein so sportlicher Typ, möchte aber etwas für mich tun und mich bewegen. Was will ich für mich selbst? Reicht es mir mich körperlich zu bewegen oder will ich mehr? Was ist mir wichtig? Wer Sport treibt kann das sehr gut  mit Yoga kombinieren. Denn er lernt im Yoga sich ganz anders, viel bewusster zu bewegen. Er lernt eine ganz andere Wirkung kennen und geht anders mit seinem Körper und sich um. Im Sport wird gepowert und es werden immer wieder Grenzen überschritten. Die meisten Menschen sagen, erst wenn der Schweiss läuft und man ausser Atem ist, ist es richtig. Sie glauben, nur wenn man sich vollkommen auspowert kann man etwas für sich tun. Im Yoga bewegt man sich anders. Im Yoga bewegt man sich bewusst. Es wird ganz  bewusst die Bewegung mit der Atmung verbunden. Wir konzentrieren uns auf das was wir tun. In der Bewegung  lernen wir die Signale des Körpers wahrzunehmen. Wir hören wieder auf unseren Körper. Richten unsere Aufmerksamkeit nach innen. Dadurch werden wir beweglicher und erweitern ganz sanft unsere Grenzen und Möglichkeiten. Der Körper wird flexibler. Wir verbinden die Bewegung mit der Atmung und erlernen dadurch wieder Achtsamkeit.  Wir bauen keine Muskelmasse auf sondern festigen die Muskeln auf ganz natürliche Weise. Dadurch halten wir unseren Körper fit und können so auch Ausdauer erreichen. Im Sport tun wir etwas für den Körper. Im Yoga tun wir etwas für die Einheit von Körper Seele und Geist. Yoga fördert die Konzentration. Wir lernen über Konzentration die Wirkung der Körperübungen zu verstärken. Wir erlernen Achtsamkeit und entwickeln wieder Wahrnehmung. Unsere Sinne verfeinern sich. Der Körper wird als ein Instrument eingesetzt, aber von dort gehen wir tiefer in uns hinein. Ein ganz wichtiges Thema im Yoga ist die Atmung. Wir atmen im Alltag sehr unbewusst und viel zu flach. Die Atmung ist ein automatischer Reflex, darum achten wir eigentlich im Alltag nicht darauf. Der Körper bekommt aber so zuwenig Sauerstoff. Im Yoga erlernen wir durch Atemübungen und bewusste Atmung dem Körper mehr Sauerstoff zuzuführen und erleben auch gleichzeitig die wohltuende Wirkung. Durch längeres Üben vertieft sich die Atmung auch automatisch im Alltag. Man wird bewusster und achtet mehr auf bestimmte Dinge. Geht achtsamer mit sich und anderen um. Atemübungen sind ständiger Bestandteil in den Yogastunden. Ganz wichtig im Yoga ist am Ende einer Yogastunde die Entspannung. Sie dient dem Yogaübenden wie ein Verstärker in der Musik. Alles was vorher in der Yogastunde gemacht wurde wirkt nach und kann seine Wirkung in der Ruhe entfalten. Alle Muskeln können entspannen. In der Ruhe kann man die Wirkung im Körper und in der Seele spüren und nachempfinden. Entspannung ist wichtig. In der Meditation erlernen wir Konzentration, Achtsamkeit und schulen unseren Geist. Wir können uns selbst von innen her erleben und auf geistige Reisen gehen. Yoga ist sehr vielschichtig. Der Körper wird fit und elastisch gehalten. Wir tun etwas für uns selbst. Können uns selbst und unseren Weg finden. Wir spüren die wohltuende Wirkung von Atemübungen. Verbessern unsere Konzentrationsfähigkeit, werden ruhiger und kraftvoller. Es entwickelt sich eine innere Ruhe und Gelassenheit. Lernen den Umgang mit unseren Gedanken und erlernen in Meditation Ruhe, Stille und den Geist beweglicher zu machen. Unser Bewusstsein  kann wachsen. Wer Yoga über einen längeren Zeitraum macht stellt automatisch, ohne das er das bewusst verfolgt, Veränderungen an sich fest. Es beginnen Regenerationsprozesse. Die Wirkung ist auf jeden Fall da. Abgesehen von einem körperlichen Wohlbefinden stellt man vielleicht plötzlich bewusst fest, dass man mit stressigen Situationen anders umgeht. Das man über Dinge lächeln kann, die einen mal fürchterlich auf die Palme gebracht haben. Man lernt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das alles passiert ganz automatisch, wenn man Yoga regelmässig macht. Sehr gut ist Yoga auch für den Rücken. In einer Zeit in der die meisten Menschen den ganzen Tag an Schreibtischen sitzen ist der Rücken sehr belastet und vielen Fehlhaltungen ausgesetzt. Im Yoga gibt es eine Reihe von Übungen, die die Wirbelsäule flexibler machen und auch speziell die innenliegende Wirbelsäulenmuskulatur ansprechen. So können Körperhaltungen korrigiert werden. Die Körperhaltung hat mit der inneren Haltung zu tun. Direkt mit der Wirbelsäule verbunden ist die Beckenbodenmuskulatur. Auch das fliesst im Yoga alles mit ein. Yoga erhält die Gesundheit von Körper Seele und Geist. Alles hängt miteinander zusammen. Wenn wir uns gut fühlen wirkt sich das auf den Körper aus. Wenn wir Spass an den Dingen haben, wirkt sich das auf den Körper aus. Wenn wir eine positive Grundeinstellung haben wirkt sich das auf den Körper aus. Wenn wir aber alles unter Druck und mit Stress machen oder vielleicht sogar lustlos, wirkt sich das auch auf den Körper aus. Wenn wir unsicher sind oder ängstlich, wirkt sich das auch auf den Körper aus. Wir werden mit der Wirkung auf jeden Fall konfrontiert. Ändern können wir es nur in uns selbst. Jeder entscheidet selbst welchen Weg er geht.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Namaste

 

 

 

 

 

 


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