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Vorbereitung - Tiere im Freiland/FrühbeetDurch die natürliche Reduzierung des Tageslichts und der geringeren Tagestemperaturen bereiten sich die Tiere selbst auf die Winterruhe vor. Da die Temperatur nachts erheblich absinkt, kann sich der Körper umstellen und die Tiere hören selbst mit dem Fressen auf. Wenn die Tiere dann 1 Woche nicht mehr aus dem Unterschlupf kommen, können sie in den Keller verbracht werden, sofern Sie nicht im Frühbeet mit eingebauter Überwinterungsgrube überwintern (siehe Button Überwinterung). Tiere welche noch nicht richtig tief schlafen, können einmal zur Sicherheit gebadet werden. Solange die Tiere noch aktiv sind, sind sie auch noch nicht "reif" für die Winterruhe. Hier kann dann durch ein 20-minütiges Bad eine zurückgehaltene Kotabgabe angeregt werden. Danach sollten die Tiere aber noch weitere Tage beobachtet werden. Auch im Freiland/Frühbeet dauert der Vorgang der Vorbereitung mindestens 4 Wochen, meistens sogar noch länger ohne dass dieser Vorgang uns bewußt auffällt. Nachts muss notfalls dazu geheizt werden, falls Nachtfrost angesagt wäre. Sollte tagsüber die Sonne nicht mehr scheint und das Frühbeet wenigstens für 2 Stunden gut erwärmt, sollte als Ersatz die Heizung angestellt werden.
Einen Gewichtsverlust gibt es während der Vorbereitungszeit in einer Größenordnung von 10 – 15%. Dies ist normal, da der Magen-/Darminhalt während dieser Phase entleert wird.
Die Vorbereitung im Freiland/Frühbeet ist in jedem Fall einer Vorbereitungsphase im Terrarium vorzuziehen - auch bei jungen Landschildkröten.
Achtung:
Das Frühbeet hat neben der Heizung auch einen Spotstrahler (Paar 38) den wir für ca. 4-6 Stunden täglich im Frühjahr und Herbst einschalten. Die Tiere sollten die Möglichkeit haben, eine Betriebstemperatur von ca. (45°C) darunter zu erreichen, denn diese Temperatur benötigen Sie, um ihre faserreiche Nahrung verdauen zu können. Ist die Temperatur unter dem Strahler zu gering, dann bleiben die Tiere dauerhaft unter dem Strahler sitzen und es dauert viel zu lange, bis Sie sich aufgewärmt haben, oder Ihre Betriebstemperatur erreicht haben.
Achtung: Die tiefen Nachttemperaturen jedoch in dieser Zeit sind wichtig für die Vorbereitung auf die Winterstarre.
Überwinterung
Defekte an dem im Kühlschrank original vorhandenen Thermostat oder der elektronischen Steuerung bewirken in den meisten Fällen eine Abschaltung des Motors was wiederum zu erhöhten Temperaturen im Kühlschrank führt. Jedoch kommt es auch nicht selten vor das bei solch einem Defekt der Motor durch z.B. „festgeklebte Relais oder Thermostate“ im Dauerlauf arbeitet. Hierbei werden Temperaturen welche in den Minus Bereich gehen erzielt. Nach einer bestimmten Zeit wird eine Schildkröte erfrieren. Durch den Einsatz des UT 100, UT 200, Thermo Control Pro und anderer geeignete externe Thermostate kann so etwas weitestgehend verhindert werden. Eine zusätzliche Temperaturüberwachung im Substrat kann durch digitale Maximum-/Minimum Thermometer erfolgen. Die Temperatur sollte auf dem Substrat, unter dem Laub und im Substrat überwacht werden. Die aktuelle Lufttemperatur wird ja durch das UT 100 angezeigt. Empfohlene Winterruhezeiten Alter Winterruhe-Zeiten Jungtiere mit weniger als 30g Körpergewicht ca. 4 Wochen Jungtiere ab 30g Körpergewicht 6-8 Wochen Ende Januar bis Ende März Jungtiere 1 Jahr 3 Monate Ende Dez.-Ende März Jungtiere 2 Jahre 4 Monate Ende Nov.-Ende März Jungtiere 3 Jahre wie Erwachsene Tiere. 5 Monate Ende Okt.- Ende März Die Boxen wirden aus dem Kühlschrank geholt und für einige Stunden in einen Kellerraum bei Tageslicht und ca. 13°C gestellt. Die dünne Laubschicht wird entfernt. Am anderen Tag werden die Boxen in einen ca. 18°C warmen Raum gestellt. Sehr schnell sind dann weitere Tiere zu sehen, weitere Tiere kriechen im Laufe des Tages noch nach oben. Nach einigen Stunden bekommen Sie dann ein "ausgiebiges Bad" in lauwarmen Wasser (25 bis bis 30 Grad) bevor sSe dann in das vorbereitete Terrarium überführt werden. Jedoch werden Sie vorher gewogen. Wenn ein Tier nach 48 Stunden nach dem Herausholen aus dem Kühlschrank, nicht an der Oberfläche erscheint, wird es ausgegraben. Nach diesem Zeitraum setzen wir die Schildkröten noch einen Tag ohne Heizung und Beleuchtung ins Terrarium (Zimmertemperatur), damit Sie sich noch ein wenig akklimatisieren können. Erst am nächsten Tag schalten wir die Beleuchtung ein und einen Tag später den oder die Wärmestrahler wieder ein. Wenn Sie aufgewärmt sind, werden die Schildkröten erst einmal gründlich durchgecheckt: Wenn man alle diese Fragen mit einem klaren "Ja" beantworten kann, dürfte die Schildkröte in Ordnung sein. Wenn nicht, dann lieber sofort einen Schildkrötenerfahrenen Tierarzt zu Rate ziehen. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig den Tierarzt fragen. Nach meiner Erfahrung fressen die Tiere meist schon nach diesem ersten Bad wieder etwas Futter. Spätestens am dritten Tag nach dem Baden fressen Sie wieder wie gewöhnlich. Kot wird jedoch erst nach zwei bis drei Wochen ausgeschieden, weil es eben so lange dauert, bis die erste Nahrung wieder am Darmende ankommt. Bei sehr kleinen Tieren (ein- bis zweijährige) kann das aber auch schon mal nach einer Woche sein. Es kann durchaus auch sein, daß ein Tier einige Tage braucht, bis es wieder Nahrung aufnimmt. Es ist aber immer ein Alarmzeichen, wenn dies länger als eine Woche dauert oder wenn ein Tier für längere Zeit beim Fressen sehr heikel ist. Hier liegen häufig Leberprobleme vor, die verschiedene Ursachen haben können. Ein Tierarzt hilft in diesem Fall mit einer genauen Blutanalyse weiter. Hier gibt es auch keine Patentrezeptchen, die man selbst durchführen könnte. Da hilft wirklich nur eines: rechtzeitig ab zum Tierarzt. Da schon kurz nach der Winterruhe auch die Paarungszeit beginnt, ist bei geschlechtsreifen Tieren darauf zu achten, daß die Männchen die Weibchen nicht zu arg schikanieren. Zum Liebesspiel der Schildkröten gehört übrigens auch, daß das Männchen das Weibchen mit seinem Panzer rammt oder es in die Beine beißt. Solange kein Blut fließt und das Weibchen auch geschlechtsreif ist, kann man das eifrige Männchen schon eine Weile gewähren lassen. Evtl. setzt man ein allzu stürmisches Männchen in ein extra Terrarium, damit die Weibchen verschnaufen können und nicht wegen Stress krank werden. Jetzt aber viel Erfolg beim Auswintern Eurer Schildkröten. Im Frühbeet (Frühbeetüberwinterung mit Überwinterungsgrube) läuft die Aklimatisierung ganz automatisch. Es ist von großem Vorteil, wenn ihr Frühbeet beheizbar ist. Dann können Sie kalte Nachttemperaturen "abfedern". Trotzdem können die Tiere Nachttemperaturen von 10°C gut ertragen. Sollte eine längere Schlechtwetterperiode einsetzen kann auch tagsüber mit der Heizung ein angenehmer Temperaturbereich geschaffen werden, so dass die Tiere fressen und sich bewegen. Einige Tage Schlechtwetter macht aber gar nichts aus. Diese kommen im Frühling auch in Griechenland vor. Im Terrarium muss bei den Jungtieren besonders darauf geachtet werden, dass der Frühling simuliert wird und kein Hochsommer. Die Tiere sollten einige Wochen Zeit haben in denen nachts etwas kältere Temperaturen herrschen (max. 15°C) und tagsüber nicht 12 Stunden lang die "Sonne" scheint. Einerseits sollte ca. 12 Stunden eine Tageshelligkeit vorhanden sein. Die Ersatzsonne darf in der ersten Woche nur 3 Stunden "scheinen". Damit meine ich, dass aber trotzdem unter dem Strahler die optimale Temperatur von ca. 45°C für diese Zeit erreicht werden sollte. Es darf durchaus auch mal einen Tag lang die "Sonne nicht scheinen" (also Wärmestrahler aus!) und ein kühler Regentag simuliert werden. Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular! |
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