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| Weisswurst Zwiesprache |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-06 |
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| Er: |
| Oh holde Maid du weißer Wahn. |
| Sprach der Herzensbrecher mit Tatendrang. |
| Was fang ich nur mit meiner Sehnsucht an. |
| Es umnebelt mich wie Wasserdampf. |
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| Sie: |
| Ich lass mich als Weisswurst-Königin umgarnen. |
| Ich gewähre dir mit Freude eine Audienz. |
| Ich würde dich so gerne umarmen. |
| Nur meine Zeit ist hoffnungslos begrenzt. |
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| Er: |
| Mein Herz schlägt ohne Ruh. |
| Deine Senf-Decke wird dich nicht erwärmen. |
| Ich verbeuge mich vor dir, ach du, |
| Um deine Schönheit anzuschwärmen. |
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| Sie: |
| Tag und nach lass ich mich anhimmeln. |
| Sei mein, du holder Schatz. |
| Jedoch höre ich das Zwölfuhrbimmeln. |
| Vorbei mein Traum, er ist zerplatzt. |
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| Der Weisswurst essensklang |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-08 |
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| Der Herr in Lederhose |
| Liebt Schweinbraten mit guter Sosse. |
| Er wählt zur Brotzeit heute. |
| Die Weißwurst, ihr lieben Leute. |
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| Frisch lag sie im Wasser umhegt. |
| Die wärme hat die Weißwurst gepflegt. |
| Rasch auf den Teller gehüpft. |
| Wird sinnvoll die Zeit genützt. |
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| Der weiße Senf umhüllt sie sachte. |
| Als der Herr in Lederhose den Mund aufmachte. |
| Die Weißwurst verschwand mit lauten Schmatz. |
| Stück für Stück, Satz für Satz.. |
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| Der Herr in Lederhose konnte hören. |
| Lässt sich jedoch davon nicht stören. |
| Denn Zuzzeln wird mit lautem Spektakel. |
| Für Andere zum geräuschvollen Debakel. |
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| Alles Weißwurst |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-14 |
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| Die Weißwurst ist als Münchner Lebensnahrung. |
| Leicht bekömmlich und empfehlenswert. |
| Ich weiss es aus eigener Erfahrung. |
| Dass man sie zur Brotzeit gern verzehrt. |
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| Die Einen schneiden die Weißwurst in Scheiben. |
| Dazu gehört eine braune Breze recht schön resch. |
| Die Weißwurst lässt sich würfeln, jedoch nicht reiben. |
| Dazu schmeckt nur der süße Senf recht kess. |
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| Es gibt nur eine gute Münchner Sorte. |
| Die Weißwurst schmeckt leicht würzig und angenehm mild. |
| Exotisch spricht die Welt mit stolzem Worte. |
| Die Amerikaner sind darauf ganz wild. |
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| Wie einfach schmeckt die Frankfurter Wurst. |
| Die Regensburger ist einfach im Genuss. |
| Viele Schwärmen dabei vom großen Durst. |
| Wenn man ans passende Getränk denken muss. |
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| Die Pfälzer schätze ich unter anderem am meisten, |
| Sein kräftiger Geschmack stimmt jeden Kenner froh, |
| Die Weißwurst kann sich ein jeder leisten, |
| Man beachte bis kurz vor 12 Uhr ist Ultimo. |
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| So war’s in der Vergangenheit. |
| Wie schnell die Weißwurst nach 12 Uhr verdarb. |
| Heute ist es leichter in unserer Gegenwart |
| Fast ein jeder einen Kühlschrank hat. |
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Alles Gute zum Geburtstag dir Michael |
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| Alimente zahlt kein Kater |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-16 |
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| Nachbars gescheckter Kater. |
| Liebt das Leben und seine Haut. |
| Zweimal im Jahr wird er Vater. |
| Mit Miau und ausgiebigen Theater. |
| Mal mit dieser und jener Baut. |
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| Sein Herrchen rauft sich die Haare. |
| Sobald gekommen ist der Nachwuchs. |
| Weil er für die Liebes-Stunden. |
| Und dessen Ergebnis-Runden. |
| Jedesmal aufs Neue blechen muss. |
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| So passiert im letzten Frühjahr. |
| Der gescheckte Kater trieb es toll. |
| Die Kinderschar wuchs weiter an. |
| Schwubs war das Herrchen wieder dran. |
| Die Alimente findet er nicht wundervoll. |
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| Des Herrchen Geldbeutel wurde schmal. |
| Er servierte dem Nachwuchs Reste. |
| Der gescheckte Kater hatte keine Zeit. |
| Immer wieder war er aufs Neue zur Brautschau bereit. |
| Somit gibt’s weiterhin miaute Frühlingsfeste. |
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| Das Herrchen drohte mit dem Finger. |
| Der Kater schlich sich an auf allen vieren. |
| Wenn du nicht aufhörst mit dem Liebesspiel. |
| Dann wird mir die Sache zu teuer und zu viel. |
| Dann lass ich dich einfach kastrieren. | |
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Trimm Dich fit |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-17 |
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| Der erwartende Lenz. |
| Lockt die Natur hervor. |
| Sogar die Prominenz. |
| Vor allem die mit der Korpulenz. |
| Trimmt sich vor dem Tor. |
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| Angefressener Speck. |
| Siehe Oberschenkel und Kinn. |
| Ade von Knödeln und Fett. |
| Die Pfunde müssen weg. |
| Fitness für die Figur ein Gewinn. |
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| So hopsen sie durch die Natur. |
| Mit prahlerischer Miene. |
| Kämpfen sich durch mit Tortur. |
| In Vater Jahn Montur. |
| Und ich --- gleite mit auf dieser Schiene. |
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| Zauberblume |
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| Streitbare Monate |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-18 |
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| Ich der Mai lade euch alle ein. |
| Im Maienkleid das Land versinkt. |
| Kommt heraus aus euren Kämmerlein. |
| Fröhlich es in die Welt hinein klingt. |
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| Ich der März bring warme Sonnenstrahlen. |
| Die Freude ist bei der Menschheit gross. |
| Verjage die kalten Frost-Prahler. |
| Schicke durch die Natur den ersten grünen Spross. |
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| Ich bin der April, ich werde es euch zeigen. |
| Grinst er verwundert und bin nicht still. |
| Ich habe nur Unsinn und will’s beweisen. |
| Ich der April, mach immer was ich will", |
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| Den Winter rissen sie aus dem Winter-Schlaf heraus |
| Der Herbst rief, ihr Monate seit nichtsnutzig. |
| Der Sommer hielt das Gekeife nicht mehr aus. |
| Menschen und Tiere wurde fuchsig. |
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| Die Monate nahmen sich Besserung vor. |
| Dieses Jahr wollten sie ordentlich sein. |
| Der April schickte trotzdem seine Kälte vor. |
| Der Sommer liess seine Hitze herein. |
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| Morgens um Fünf mit den Katzen |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-20 |
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| Um fünf Uhr kommen sie angeschlichen - |
| Abwartend auf dem Nachttisch, sind sie nicht mehr gewichen. |
| Nun wacht schon auf, so rufen alle Katzen. |
| Miau und tun möglichst laut am Teppich kratzen. |
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| Sprung herunter und um die Ecke herum. |
| Mit Anlauf geht’s besser, sie sind ja nicht dumm. |
| Springen auf unser Bett und hinten wieder runter. |
| Tonlos bekommen sie uns bestimmt munter. |
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| Hält man sich ruhig, wollen sie was erleben. |
| Den Katzen solltest du Streicheleinheiten geben. |
| Müde streichelst du deine Liebelings-Katze. |
| Samtweich liegt auf deinem Arm die Tatze. |
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| Miau, ich möchte Mäuse fangen. |
| Miau, lieber wäre mir frische Futter. |
| Es dauert nicht lange, da stehst du freiwillig auf. |
| Die Katze glücklich und springt zur Tür hinaus. |
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| Der Fressnapf ist leer, sie miauen weiter. |
| Auffüllen wortlos, ist viel gescheiter. |
| Schmatz und Wasser trinken und miau. |
| Wir wollen in den Garten, bitte schau. |
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| Entsetzt bleiben die Katzen stehen. |
| Wenn die Winde stürmisch wehen. |
| Drehen sich um und sind beleidigt. |
| Wir ziehen uns zurück, welch ein Glück. |
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| Unsere Augen sind immer noch klein. |
| Da spazieren die Katzen hocherhobenen Hauptes ins Bett hinein. |
| Eine Runde tretteln ist angesagt. |
| Ist das ein Wunder warum sich der Mensch beklagt. |
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| Frühlingsbeginn |
| © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2004-03-21 |
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| Was plätschert und flutet vorbei. |
| Es ist der Bach. |
| Was zischelt und säuselt er leise. |
| Es ist der Lenz er wird wach. |
| Begleitet uns auf der Frühlings-Reise. |
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| Was entfaltet sich und verströmt den Duft. |
| Es spricht der säuselnde Wind. |
| Der Frühling uns aufs Neue ruft. |
| Es keimet die Natur so lind. |
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| Was jubiliert und singet hell und klar. |
| Es sind die Vögel von der Natur geneckt. |
| Es klingt schätzenswert und unsagbar. |
| Der Frühling hat das Leben neu erweckt. | |
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