Und hier sind Weihnachtsgeschichten und Gedichte zu lesen, die ich sehr schön finde! Sie wurden nicht wahlos gesucht und hier eingestellt. Ich habe sie als Weihnachtsgruss geschenkt bekommen!
Sollte ich mit einer meinen Geschichten gegen das Copyright verstoßen haben, melden Sie sich bitte per Mail.
Ich möchte keinen Ärger!

Meine diesjährige Weihnachtsgeschichte handelt von "Oups" einem Wesen aus einer anderen Welt ...
Danke an Franz Berneder(Verlagsleiter)das ich unter Angabe der Quelle: "www.oups.com" die Geschichte verwenden darf.
"Zeit der Stille" aus Oups - Oh du fröhliche ..." von Kurt Hörtenhuber
Mit erstautem Blick spazierte Oups durch die Straßen der Stadt. Die Schaufenster glitzerten und funkelten um die Wette. Sogar Bäume leuchteten hell und über den Straßenstrahlten Lichterketten soweit das Auge blicken konnte.
Ja, Oups war zurückgekehrt zu den Menschen auf der Erde. Der grelle Schein, den er von seinem Stern, dem "Planet des Herzen" aus sehen konnte, hatte ihn neugierig gemacht.
So hell hatte er die Ewrde noch nie leuchten sehen. deshalb beschloss er, seine Freunde, die Menschen wieder zu besuchen, um zu erfahren, was wohl der Grund für die vielen Lichter ist.
war nicht der helle Schein allein, über den er sich wunderte. Aus den Geschäften ertönte der Klang schöner Musik. Doch niemand schien zuzuhören. Irgendwie waren die Menschen anders als sonst. Viele hetzten hektisch durch die Straßen. Die meisten trugen schwere Taschen.
Oups fragte eine Frau, die ihm schwer bepackt und völlig außer Atem entgegenkam: "Warum ist alles so hell beleuchtet beu euch? Was ist ..."
Doch noch bevor Oups zu Ende gesprochen hatte, unterbrach ihn die Dame: "Tut mir leid, ich habe leider noch so viel zu erledigen." Und ehe sich Oups umsehen konnte, verschwand sie in der Menge.
Jetzt wollte Oups erst recht wissen, was los ist. !Entschuldigung", fragte er einen jungen Mann, der gerade aus einem Geschäft kam, ganz höflich: "Was ist der Grund für die vielen Lichter und das rege Treiben in euerer Stadt?"
"Weihnachten steht vor der Tür. Die meisten von uns haben noch eine Mwnge Besorgungen zu machen"; antwortete er. "Verzeih mir, aber ich bin sehr unter Zeitdruck ..." Und schon war er im Eingang des nächsten Geschäftes verschwunden.
Weihnachten, hmm - das muss etwas sehr Wichtiges sein, wenn es da alle so elig haben", dachte Oups und ging nachdenklich weiter.
Auf einer Bank mitten im Gewühl der Menschen saß ein alter Mann. Das hektische Treiben schien ihn nicht zu berühren. Ruhig und gelassen fütterte er mit einem Stück Brot ein paar Tauben und redete mit ihnen, wie mit guten Freunden.
Oups setzte sich neben ihn auf die bank und beobachtete ihn ein Weilchen dabei.
Nachdem die tauben den letzten Krümel verzehrt hatten, wollte Oups nun auch von ihm wissen: "Können Sie mir bitte sagen, was Weihnachten ist?"
Der alte Herr lächelte ihn an, lehnte sich zurück und ließ sich viel Zeit, bis er mit ruhiger, freundlicher Stimme antwortete:
Weihnachten ist,
wenn Stille einkehrt."

" Der Stern leuchtet noch immer "
( von Marie Luisee Kaschnitz )
Der kleine Junge hockte auf dem Fussboden und kramte in einer alten Schachtel. Er förderte allerhand wertlose Dinge zutage – darunter auch einen silberglänzenden Stern. „Was ist das?“ fragte er. „Ein Weihnachtsstern“, sagte die Mutter. „Etwas von früher, von einem alten Fest.“
„Was war das für ein Fest?“ fragte der Junge. „Ein langweiliges“ sagte die Mutter. “Die ganze Familie stand um einen Tannenbaum und sang Lieder. Und an der Spitze der Tanne befestigte man den Stern. Er sollte an den Stern erinnern, dem die Hirten nachgingen, bis sie den kleinen Jesus in der Krippe fanden.“ „Der kleine Jesus?“ fragte der Junge – „was soll das wieder sein?“ „Das erzähle ich die ein andermal“ sagte die Mutter, und damit öffnete sie den Deckel des Müllschluckers und gab ihrem Sohn den Stern in die Hand:
„Du darfst ihn hinunterwerfen und aufpassen, wie lange du ihn noch siehst.“
Der Junge warf den Stern in die Röhre und lachte, als er verschwand. Aber als die Mutter nach einer ganzen Weile wiederkam, stand er wie vorher über den Müllschlucker gebeugt: „Ich sehe ihn immer noch“, flüsterte er.
„Er glitzert. Er ist immer noch da !“
Die Geschichte vom fortgeworfenen Stern, der nicht aufhörte zu glänzen, gibt Zuversicht gerade in unserer Zeit, in der manche Menschen christliche Traditionen verachten oder das Wesentliche von Weihnachten unter zuviel Lametta und Weihnachtsstress nicht mehr zu erkennen vermögen.

" Ein Rennpferd kam in den Himmel "
( von Evelyn Reuter)
Ein stolzes, edles Rennpferd, welches zu Lebzeiten etliche Preise und Pokale gewonnen hatte, kam in den Himmel.
Als es nun vor dem Thron Gottes stand, konnte es eine Frage, die es schon lange bewegte, nicht unterdrücken. „Sag, Herr!“ sprach es. „Warum hast du damals für die Flucht nach Ägypten Maria und Joseph so einen gewöhnlichen Esel gegeben? War dir nicht bewusst, wie störrisch Esel manchmal sein können und wie einfach sie im Denken sind? So ein edles, schnelles Rennpferd, wie ich eines bin, wäre doch wohl viel besser gewesen. Die Flucht wäre wesentlich schneller vonstatten gegangen.
„Nun, ich habe mir schon meinen Teil dabei gedacht“, antwortete Gott. „Ein Esel mag zwar manchmal störrisch sein, aber seine Beharrlichkeit überwiegt. Er ging seinen Weg langsam bis zum Ziel. Ein Rennpferd wie du wäre schnell losgespurtet und ebenso schnell wieder ermüdet. Der Esel war mit wenig Futter zufrieden. Ein gutes Rennpferd hätte nur den besten Hafer gewollt. Der Esel schlief mit der heiligen Familie im Freien und wärmte diese noch mit seinem Atem. Ein an Pflege gewöhntes Rennpferd hätte nach einem warmen Stall verlangt.
Der Esel trug, ohne zu murren, die Last. Bei dir werden Reiter und Sattel gewogen, damit du kein Gramm zu viel trägst. Der Esel hat nicht lange nachgedacht, er hat einfach die Last auf sich genommen und ist losgegangen. Ein Rennpferd wie du hättest lange überlegen müssen, welches Training für diese Aufgabe wohl das richtige wäre. Siehst du jetzt ein, wie gut es war, einen einfachen grauen Esel zu vertrauen, der seine Dienste tat, ohne dafür einen Preis oder Pokal zu erwarten.“
Mit gesenktem Haupt trottete das Rennpferd in den himmlischen Stall davon.

Es war einmal ein klitzekleiner Engel. Er war so klein, dass sogar die anderen Engel ihn nicht immer finden konnten. Klitzeklein war er. Er war so klein, wie die kleinste Spitze einer Schneeflocke, oder der kleinste Teil von einem Zuckerstück, oder der kleinste Teil von Zimt. Dieser Engel roch sogar ein bisschen danach. Aber der klitzekleine Engel war traurig. Ihm war langweilig. Er hatte nämlich nichts zu tun. Jeder Engel passt auf jemanden auf. Entweder auf ein Mädchen oder einen Jungen. Eine Mama oder einen Papa. Einen Onkel oder eine Tante, eine Oma oder einen Opa. Einige Engel passen auf Hunde, Katzen oder Pferde auf. Wieder andere Kümmern sich um Delphine oder Meerschweinchen. Aber der klitzekleine Engel hatte niemanden, auf den er aufpassen konnte. Bei Vollmond treffen sich alle Engel auf einem Berggipfel. Mutter Mond sieht wie eine große Käsepizza aus, und die Engel versammeln sich, um gemeinsam zu lachen und zu tanzen und um sich gegenseitig Geschichten von uns Menschen zu erzählen. Genauso wie wir unseren Freunden unsere Geschichten und Erfahrungen erzählen. Alle Engel sehen verschieden aus. Genauso wie wir. Manche Engel haben riesige Regenbogenflügel, mache tragen glitzernde weiße Kleider, andere sind mit Blumen bedeckt. Es gibt Engel, die luftig und durchsichtig sind, andere sind warm und flauschig. Manche kichern und tanzen, während andere sich anmutig durch die Nacht bewegen. Die Engel sitzen jetzt im Kreis und erzählen von ihren Erlebnissen. Und in der Mitte steht jemand, der sehr traurig ist. Aber wo ist er? Das muss unser klitzekleiner Engel sein. Er ist so klein – dass die anderen Engel ihn gar nicht sehen können.
Warum ist er so traurig? Er beklagt sich bei den anderen Engeln, dass er niemanden hat, auf den er aufpassen kann. „Ich will auch für jemanden sorgen, Das ist nicht gerecht“, ruft er. Nun, da hättet ihr die anderen Engel sehen sollen. Der klitzekleine Engel tat ihnen sehr leid. Sie konnten sich gut vorstellen, wie er sich fühlte. „Nun“, sagten sie, „warum kommst du nicht mit uns als kleiner Helfer?“ „Ich will kein kleiner Helfer sein“, antwortete der klitzekleine Engel bestimmt, „ich will ein großer Helfer sein“. Der klitzekleine Engel wirbelte im Kreis herum, und Regenbogenfunken sprühten. Die anderen Engel fühlten, wie wütend er war. Dann flog der klitzekleine Engel davon. Die anderen Engel sprachen immer noch zur Mitte des Kreises, wo der klitzekleine Engel vorher gestanden hatte. Sie hatten noch nicht einmal bemerkt, dass er davongeflogen war. So klein war er. Mutter Mond schaut auf den klitzekleinen Engel herab und sieht ihn in traurigen Wellen durch die Luft fliegen. Die Spitzen seiner Flügel hängen schlapp nach unten. Um ihn zu trösten, sendet Mutter Mond ihm eine ihrer ganz speziellen Strahlen. Der klitzekleine Engel fühlt sich ein bisschen besser. Aber er braucht immer noch Hilfe, und Engel bekommen ihre Hilfe – genauso wie wir – von Gott.
Der Mondstrahl führt den Engel zu einem Kirschbaum voll schöner rosa Kirschblüten, die herrlich süß duften und sich ganz sanft anfühlen. Der klitzekleine Engel landet auf einem Zweig. Er kuschelt sich in eine Kirschblüte, wickelt seine Flügel als Decke um sich herum und schließt seine winzigen Augen. Er atmet tief ein und denkt an Gott. „Lieber Gott“, fragt er, wie kann ich jemanden bekommen, für den ich sorgen darf?“ Dann ist er ganz still....., still....., sehr.... still, und Gott schickt ihm einen Gedanken: „Du hast eine ganz besondere Aufgabe, mein wunderbarer Engel“.
„Aber was ist meine ganz besondere Aufgabe?“ fragt der klitzekleine Engel.
„Suche danach, und du wirst sie finden“, hört er in seinem winzigen Kopf. Er fühlt Gottes Liebe und freut sich. „Wenn du mir sagst, dass ich jemanden finden kann, dann weiß ich, dass es in Erfüllung gehen wird“. In Gedanken gibt der klitzekleine Engel Gott einen großen Kuss und macht seine Augen wieder auf.
„Ich muss dringend los“, ruft er seinem Freund, dem Mondstrahl zu.
„Ich werde jetzt meine Aufgabe finden. Die Zeit der Nacht ist fast vorbei, und Mutter Mond ruft den Mondstrahl zurück. „Danke, Mutter Mond, danke Mondstrahl, bis heute Abend“. Der klitzekleine Engel winkt glücklich mit seinen Flügeln zu Mutter Mond hinauf..
Der Engel streckt seine Flügel aus und schießt wie eine Spirale in die Luft. „Hallo, wunderschöner Tag, ich komme“, singt er und fliegt davon. Und da geht auch schon Vater Sonne auf und Lächelt.
Zuerst fliegt der klitzekleine Engel nach Osten, wo alles beginnt, und er findet ein großes Meer. Er schaut auf die Fische und passt auf, ob er ein Zeichen sieht oder ein Gedanke kommt, der etwas mit seiner neuen Aufgabe zu tun hat. Aber er bemerkt nur, dass alle viel zu groß für ihn sind!
Also fliegt er nach Süden, wo alles weitergeht. Dort findet er einen großen Wald mit Löwen und Rehen und passt auf, ob er dort etwas bemerkt. Aber er sieht nur, dass alle viel zu groß sind! Also fliegt er nach Westen, wo alles aufhört und sich verändert. Er findet eine Wüste und sieht Kamele und Elefanten. Aber er sieht kein Zeichen und bemerkt nur, dass alle viel zu groß sind!
Er hofft nun sehr, dass er im Norden etwas findet, wo sich alles ausruht für einen neuen Anfang. Er fliegt auf einen Berg, um sich die Adler und Bären besser anschauen zu können und passt auf, ob er ein Zeichen bemerkt, doch alle sind viel zu groß!
Der arme klitzekleine Engel! Er ist sehr traurig. Seine Flügel werden allmählich müde. Vater Sonne geht langsam unter, und Mutter Mond kommt zurück, gerade als der klitzekleine Engel wieder beim Kirschbaum landet. Der Mondstrahl wartet schon auf
ihn, als er sich langsam zum Fuß des Kirschbaumes heruntergleiten lässt.
„Was habe ich falsch gemacht?“ schluchzt der klitzekleine Engel enttäuscht und zuckt mit den Flügeln. „Gott hat mir gesagt, dass ich meine Aufgabe finden werde“, teilt er dem Mondstrahl mit. „Warum habe ich sie immer noch nicht gefunden?“
Wieder versucht der klitzekleine Engel seine Gedanken zu beruhigen, um herauszufinden, was Gott zu sagen hat. Er atmet zweimal tief ein, ist wieder ganz still und da hört er ein Geräusch. Jemand weit“ Aber wo? Der Engel blickt sich suchend um. Hinter dem Kirschbaum steht ein kleines Haus mit einer leuchtend roten Tür, das von einem alten Gartenzaun umgeben ist. Ein Fenster steht offen, und Bruder Wind trägt das Geräusch eines weinenden Kindes zu dem Engel. Schnell schlägt er mit seinen Flügeln und mit einem Windstoß landet er im Zimmer.
Ein kleines Mädchen liegt zusammengerollt im Bett und weint. Die Ohren des klitzekleinen Engels klingeln, so laut weint dieses Mädchen. Über das kleine Mädchen gebeugt, steht ihr großer Schutzengel. Er versucht, es zu trösten, aber das kleine Mädchen scheint ihn nicht wahrzunehmen.
„Was ist denn los? Warum hilfst du ihr nicht?“, fragt der klitzekleine Engel den großen Schutzengel. Der Schutzengel zuckt traurig mit den Flügeln. „Ich hab`s versucht“, antwortet er, „es hat Angst, alleine in diesem Zimmer zu schlafen, und ich versuche, ihm zu sagen, dass ich immer bei ihm bin. Aber es weint so laut, dass es mich nicht hören kann. Es konzentriert sich auf alle traurigen Gedanken“.
„So ein Mist“, sagt der klitzekleine Engel. Er war viel mit Kindern zusammen und weiß, was sie in solch einer Situation sagen würden. Der klitzekleine Engel fliegt näher zu dem Mädchen hin und schaut es an. „Hm“, sagt er. In seinen Gedanken sucht er nach einer Idee. Da hört er Gott sagen: “Schau dir das Mädchen genau an. Es gibt etwas, das nur du tun kannst“.
Der klitzekleine Engel ist ganz aufgeregt. „Was? Was ist es?“
Er starrt das kleine Mädchen an, das noch immer vom Weinen geschüttelt ist. Tränenströme kommen aus seinen Augen und sogar ein bisschen aus seiner Nase, und der klitzekleine Engel denkt: „Wenn sie nur zu weinen aufhören würde und zuhören könnte“. Und dann schaut er auf die Ohren des Mädchens und.... hat eine Idee! Schnell dreht er sich zum großen Schutzengel um und sagt stolz: „Ich kann dir helfen. Und nur weil ich sehr, sehr winzig bin, und nur allerkleinste Engel können hier helfen“. Er rückt seine Flügel zurecht und fliegt direkt in das linke Ohr des Mädchens. In dem Ohr des kleinen Mädchens gibt es enge Kurven, und der klitzekleine Engel fliegt vorsichtig, um nirgendwo anzustoßen. Am Ende des langen Ohrtunnels gibt es eine kleine Stufe, die sieht fast wie eine Bank aus. Der klitzekleine Engel setzt sich hin und fängt an zu reden: „Kannst du mich hören? Ich bin`s, dein Engel!“
Das kleine Mädchen war gerade dabei, tief einzuatmen, um weiterzuweinen, als es mittendrin innehält. „Spricht da jemand mit mir?“ fragt es in Gedanken. Engel können natürlich Gedanken genauso gut wie Worte hören. Und so antwortet der klitzekleine Engel: „Mach dir keine Sorgen, kleines Mädchen, du bist nie allein. Deine Engel sind bei dir“.
Das Mädchen dachte, es träumte. Es setzte sich im Bett auf und öffnete seine Augen. Niemand war in seinem Zimmer. Es schaute sich um und bekam Angst. Es wollte gleich weiter weinen und machte seine Augen wieder zu. Aber der klitzekleine Engel redete auf sie ein. „Hallo, kleines Mädchen. Ich bin`s, dein Engel“.
„Nein, ich habe nicht geträumt“, denkt das kleine Mädchen, „ich kann meinen Engel im Kopf hören“.
„Wir sind immer bei dir“, sagt der allerkleinste Engel, „hör einfach mit dem Weinen auf“. Das kleine Mädchen hörte auf zu weinen und versuchte, still zu sein. „Sehr gut“, lobt der klitzekleine Engel. „Wenn etwas in deiner Welt passiert, hörst du oft zwei Stimmen in deinem Kopf. Eine hat Angst, und wenn du auf diese Stimme hörst, bekommst du auch Angst und fühlst dich einsam und traurig und gar nicht gut. Die andere Stimme ist voller Liebe und Hoffnung. Und wenn du auf diese Stimme hörst, wirst du dich sicher und glücklich fühlen. Du kannst dich also entscheiden! Würdest du lieber auf die Stimme hören, die dir Angst macht oder auf die, die dir Freude bringt?“
Das kleine Mädchen weiß, was es will: “Ich möchte auf die Stimme hören, die mir Freude bringt. Aber, fragt sich das kleine Mädchen, „wie kann ich die Angststimme loswerden? Die ist so laut“
„Genauso wie bei einem Fernsehprogramm, das dir Angst macht. Du schaltest einfach um“, antwortet der klitzekleine Engel. „In deinen Gedanken bedeutet das, dass du an etwas Wundervolles denkst“.
Nun lauschte das kleine Mädchen nur noch dem kleinen Engel und nicht mehr der Angststimme. „Es ist ganz einfach“, sagte der klitzekleine Engel. „Jedes mal wenn du Angst bekommst, denk einfach an uns und wie sehr wir dich lieben“. Das kleine Mädchen kuschelte sich wieder in sein Bett und fragte seinen Engel: „Aber ich weiß nicht, wie sehr du mich liebst“. Der klitzekleine Engel antwortete: „Frag einfach, und wir schicken dir unsere Liebe“. Das kleine Mädchen lag ganz still in seinem Bett, und bald fühlte es sich ganz warm und wohl. Und es fühlte sich so gut, wie wenn man ein Geschenk aufmacht oder bekommt, was man wirklich wollte... wie ein Eis an einem sehr heißen Tag.... wie wen deine Eltern etwas Albernes tun und du vor lauter Lachen Tränen in den Augen hast.... wie eine kleine Katze, die an deinem Bein entlang streicht... wie wenn jemand, den die liebst, dich den ganzen Tag auf dem Arm herumträgt... so gut fühlen sich Engel an.
Wenn du traurig bist vergiss nicht, wie viel schöne Sachen du in deinem Leben hast“. Und der klitzekleine Engel erklärt weiter: „Dein Engel ist immer um dich herum. Sag einfach, dass du ihn fühlen willst, und dann spürst du ihn“.
„Super“, denkt das kleine Mädchen, „das macht viel mehr Spaß als auf diese Angststimme zu hören“.
Das kleine Mädchen vertraut jetzt darauf, dass sein Engel immer bei ihm ist, selbst wenn es alleine im Zimmer schläft. Sein Körper kann im Bett bleiben und seine Seele das Traumland besuchen und mit den Freunden und Engeln spielen. Als der Mondstrahl ins offene Fenster hereinschaut, ist das kleine Mädchen schon eingeschlafen.
Der klitzekleine Engel flog aus dem Ohr des Mädchens und hielt vor dem großen Engel an. „Du bist wunderbar“, sagte der Schutzengel. Der allerkleinste Engel war sehr glücklich. Er funkelte in allen Regenbogenfarben, und seine Flügel klangen wie stolze Glöckchen. „Ich habe die richtige Aufgabe für mich gefunden. Ich werde für all die Kinder sorgen, die nachts traurig sind, und ihnen von ihrem Schutzengel, der auf sie aufpasst, erzählen“, sagte er glücklich. Er umarmte den großen Engel ganz fest. Na ja, so fest es eben ging für einen sehr, sehr winzigen Engel. Aber ihr wisst ja, es spielt keine Rolle, wie groß der Körper ist. Es ist der Geist und die Entscheidungskraft, die zählt. Und unser allerkleinster Engel weiß das ganz genau......

Stattdessen suchte ich in den folgenden Tagen nach einer Idee, um den Gabentisch mit einem Geschenk zu bereichern, das keine Kosten verursachen würde, So erfand ich schließlich den „Gutschein für ein Lächeln “. Das ganze Jahr hindurch sollte mein Mann mir den Guttschein präsentieren dürfen: Immer wenn durch Ungeduld, Nervosität oder Uneinigkeiten Gefahr für die Liebe drohen würde, immer wenn ich müde, traurig, oder unzufrieden wäre, sollte der gutschein eingelöst werden können. Auf diese Weise würde der Weihnachtsfrieden noch weit in das Jahr hineinleuchten für ihn und mich. Von dieser Idee war ich so begeistert, dass ich sie als Geschenk – Tipp an eine Frauenzeitung schickte und dafür zwanzig damals hochwillkommene Mark als Honorar erhielt. Aber die eigentliche grosse Überraschung traf erst zu Weihnachten ein: ein kleines, liebevoll verpacktes Päckchen, vermittelt durch die Redaktion der Zeitschrift, von einer Leserin, die anonym bleiben wollte. Beim Öffnen in gespannter Erwartung konnte ich kaum fassen, was ich da sehen durfte: Ein kostbares Schmuckstück glänzte mir entgegen. Und auf dem beigefügten Zettel stand zu lesen: „ Diese Krawattennadel meines im Krieg gefallenen Mannes. Ich wüsste niemanden, bei dem sie besser aufgehoben wäre, als bei Ihnen. „ So kam es in diesem Jahr für uns zu einem besonders schönen Weihnachtsabend. Und was auf dem Gabentisch funkelte, rührte nicht nur vom goldenen Glanz des Schmuckstücks her, sondern vor allem von dem warmen Schimmer der Menschlichkeit, die zu allen Zeiten den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes ausmacht ...



Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
Mit Fallen oder Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.
Das ganze Jahr macht diese Maus
dem Menschen keine Plage,
doch plötzlich aus dem Loch heraus
kiecht sie am Weihnachtstage.
Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem Mal das Beste weg,
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rund heraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.
Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan vom Peter,
was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rund heraus:
Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum,
nebst andern, leckern Dingen.

Die Nelli sagt rund heraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter spach kein Klagewort,
sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süssigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
Und wirklich wahr, die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck gegessen
und verzehrt war.
Sagt jemand nun, bei ihm zuhaus -
bei Philipp oder Lieschen -
da gäb`es keine Weihnachtsmaus,dann zweifel ich ein bisschen.

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte Euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen!
Das Fest der Kinder – das Fest der Gäste. Da geht es vorher hektisch zu... Von Früh bis Abends keine Ruh – Ein Hetzten, Kaufen, Proben, Messen – Hat man auch wirklich nichts vergessen...? So ging es mir, nichts Schlimmes ahnend, vor ein paar Jahren Heiligabend, der zudem auch noch ein Sonntag war. Ich saß grad bei der Kinderschar, da sprach mein Weib: „Tu dich nicht drücken, du hast heut noch den Baum zu schmücken! Da Einspruch meistens mir nichts nützt, hab’ kurt darauf ich schon geschwitzt: den Baum gestützt, gebohrt, gesägt und in den Ständer eingelegt. Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne, Krippenfiguren mit Laterne, zum Schluss aber – ja Donnerwetter...! nirgends fand ich das Lametta!!! Es wurde meiner Frau ganz heiß Und stotternd sprach sie : Ja ich weiß Im letzten Jahr war es verschlissen Drum haben wir’s damals weggeschmissen. Und nun im Trubel dieser Tage, bei meiner Arbeit, Müh’ und Plage, vergaß ich neues zu besorgen!!! Ich wird’ was von den Nachbarn borgen!“ Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber – Die hatten kein Lametta über! Da schauten wir uns an verdrossen - Die Läden warn ja auch verschlossen!!! So sprach ich denn zu meinen Knaben: „ Hört zu! Wir werden heuer haben einen Baum – altdeutscher Stil, weil...mir Lametta nicht gefiel...! Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen, und ich gab nach – nach Schmerzfontänen: „Hört endlich auf mit dem Gemecker – ihr kriegt’ nen Baum mit viel Lametta!“ Zwar konnt ich da noch nicht begreifen, woher ich nehm’ die Silberstreifen...! Ich ging zur Küche und suchte mein Messer, da seh’ ich ne Dose Hengstenberg Mildessa! Hier liegt die Lösung eingebettet... Das Weihnachtsfest, es ist gerettet!!! Schnell wurd’ der Deckel aufgedreht, das Kraut gepresst so gut es geht, zum Trocknen – einzeln- aufgehängt, und dann gefönt, doch nicht versengt! Die trocknen Streifen, sehr geblichen, mit Silberbronze angestrichen – auf beiden Seiten: Silberkleid! Oh freue dich, du Christenheit!! Der Christbaum ward’ einmalig schön, noch niemals hat man das gesehen! Zwar roch’s süßsauer zur Bescherung Geruchlich gab’s ne Überquerung, weil mit Benzin ich wusch die Hände, mit Nitro reinigte die Wände, dazu nun Räucherkerz’ und Myrrthe- der Duft die Menge leicht verwirrte! Und Jedermann dacht’ still, verwundert: „Hier riecht’s nach technischem Jahrhundert!“ Die Woche drauf! ...Ich saß gemütlich im Sessel, las die Zeitung friedlich, den Bauch Voll Feiertage-Rester’s war wieder Sonntag Und Sylvester. Da sprach mein Weib:“ Du weißt Bescheid? Es kommen heut’ zur Abendzeit Schulzes, Lehmanns und Herr Meier zu Unserer Sylvesterfeier... Wir werden leben wie die Fürsten – ‚s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!“ Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut: „Am Christbaum hängt mein Sauerkraut...! Vergessen neues zu besorgen, ich werde was von den Nachbarn borgen!“ Die Nachbarn – links, rechts, drunter und drüber-die hatten leider keines über! Da schauten wir uns an verdrossen, Die Läden war’n ja auch geschlossen. Und so ward’ ich mal wieder der Retter, nahm ab vom Baume das Lametta. Hab ich das Silber abgemacht. Das Kraut dann gründlich durchgewässert, mit reichlich Essig aufgebessert, dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz und und Curry, Ingwer, Gänseschmalz. Dann als das Ganze sich erhitzte – Das Kraut es funkelte und blitzte – Da konnt ich nur nach oben fleh’n: „Lass diesen Kelch vorübergeh’n“. Als später dann das Kraut serviert, ist auch noch folgendes passiert: da eine Dame musste niesen, sah man aus ihrem Näschen sprießen tausend kleine Silbersterne...“Machs noch einmal ich seh das gerne...“ So rief man ringsum hoch erfreut- die Dame selbst wusst nicht Bescheid! Franziska Lehmann sprach zu Franz: „Oh, dein Goldzahn hat heut Silberglanz..! Und einer der Herren , der musste mal, der rief ganz erstaunt: „Ich hab heut einen Silberstrahl!!!! So gab’s nach dieser Krautmethode Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir: „Es hat mir gut gefallen hier, doch wär’ die Wohnung noch viel netter, hättest du am Weihnachtsbaum Lametta“!! Ich konnte da gequält nur lächeln. Ich sprach und klopfte ihm auf Jäckchen: „Im nächsten Jahr, da kauf’ ich hundert Päckchen!“ Es fällt der Schnee, der Wind weht kalt, Sankt Nikolaus schaut zum Fenster 'rein, Schon gestern war der Himmel rot- Hört ihr den fernen, leisen Ton, Hier ein kleines Gedicht, das ich genau passend für diese schöne, aber leider auch oft sehr hektische Zeit finde:
Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst,
so wie du bist, darauf zu
dann, ja dann fängt Weihnachten an.
(Rolf Kreuzer)
Die Geschichte vom Lametta
Weihnachten naht, das Fest der Feste-
Manch sonderbare Episode

die Erde liegt in Träumen, das Christkind wandelt
durch den Wald und sucht nach Weihnachtsbäumen.
was wird er uns wohl bringen?
Nun laßt uns brav und folgsam sein
und schöne Lieder singen.
wie Flammen nah und ferne,
das Christkind bäckt schon Zuckerbrot
und süße Mandelsterne.
wie Jubel und Frohlocken?
Ich glaub', die Englein läuten schon
die goldnen Weihnachtsglocken! 
Bleib einmal steh'n und haste nicht
und sieh' das stille kleine Licht
hab einmal Zeit für Dich allein
zum reinen Unbekümmert sein
Lass diese wilde Welt sich dreh'n
und hab das Herz, sie nicht zu seh'n
Sei wieder Mensch, sei wieder Kind
und spür, wie Kinder glücklich sind
Dann bist -von aller hast getrennt-
Du auf dem Weg hin zum Advent.
Meine diesjährige Weihnachtsgeschichte handelt von "Oups" einem Wesen aus einer anderen Welt ...
Danke an Franz Berneder(Verlagsleiter)das ich unter Angabe der Quelle: "www.oups.com" die Geschichte verwenden darf.
"Zeit der Stille" aus Oups - Oh du fröhliche ..."
von Kurt Hörtenhuber
Mit erstautem Blick spazierte Oups durch die Straßen der Stadt. Die Schaufenster glitzerten und funkelten um die Wette. Sogar Bäume leuchteten hell und über den Straßenstrahlten Lichterketten soweit das Auge blicken konnte.
Ja, Oups war zurückgekehrt zu den Menschen auf der Erde. Der grelle Schein, den er von seinem Stern, dem "Planet des Herzen" aus sehen konnte, hatte ihn neugierig gemacht.
So hell hatte er die Ewrde noch nie leuchten sehen. deshalb beschloss er, seine Freunde, die Menschen wieder zu besuchen, um zu erfahren, was wohl der Grund für die vielen Lichter ist.
war nicht der helle Schein allein, über den er sich wunderte. Aus den Geschäften ertönte der Klang schöner Musik. Doch niemand schien zuzuhören. Irgendwie waren die Menschen anders als sonst. Viele hetzten hektisch durch die Straßen. Die meisten trugen schwere Taschen.
Oups fragte eine Frau, die ihm schwer bepackt und völlig außer Atem entgegenkam: "Warum ist alles so hell beleuchtet beu euch? Was ist ..."
Doch noch bevor Oups zu Ende gesprochen hatte, unterbrach ihn die Dame: "Tut mir leid, ich habe leider noch so viel zu erledigen." Und ehe sich Oups umsehen konnte, verschwand sie in der Menge.
Jetzt wollte Oups erst recht wissen, was los ist. !Entschuldigung", fragte er einen jungen Mann, der gerade aus einem Geschäft kam, ganz höflich: "Was ist der Grund für die vielen Lichter und das rege Treiben in euerer Stadt?"
"Weihnachten steht vor der Tür. Die meisten von uns haben noch eine Mwnge Besorgungen zu machen"; antwortete er. "Verzeih mir, aber ich bin sehr unter Zeitdruck ..." Und schon war er im Eingang des nächsten Geschäftes verschwunden.
Weihnachten, hmm - das muss etwas sehr Wichtiges sein, wenn es da alle so elig haben", dachte Oups und ging nachdenklich weiter.
Auf einer Bank mitten im Gewühl der Menschen saß ein alter Mann. Das hektische Treiben schien ihn nicht zu berühren. Ruhig und gelassen fütterte er mit einem Stück Brot ein paar Tauben und redete mit ihnen, wie mit guten Freunden.
Oups setzte sich neben ihn auf die bank und beobachtete ihn ein Weilchen dabei.
Nachdem die tauben den letzten Krümel verzehrt hatten, wollte Oups nun auch von ihm wissen: "Können Sie mir bitte sagen, was Weihnachten ist?"
Der alte Herr lächelte ihn an, lehnte sich zurück und ließ sich viel Zeit, bis er mit ruhiger, freundlicher Stimme antwortete:
Weihnachten ist,
wenn Stille einkehrt."

" Die vier Kerzen am Adventskranz "
Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht. Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch schließlich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne. Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.
Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab nur keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.
Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

" Die Geschichte vom Weihnachtsengel "
( von Elli Michler )
Jedes Jahr um die Weihnachtszeit herrscht bei den Engeln im Himmel gespannte Erwartung, wer von ihnen wohl Mal als Weihnachtsengel zu den Menschen auf die Erde kommen dürfe.
Schon viele von ihnen waren ausgesandt worden: der Engel des Friedens, der Engel der Liebe, der Gerechtigkeit, der Sanftmut, der Stille und viele andere mehr. Doch alle kehrten sie immer traurig zurück, wenn das Fest auf der Erde vorüber war. Denn die Menschen lebten danach weiter wie bisher und nahmen die Botschaft der Engel nicht wirklich an.
„Dieses Mal“, sagte der Herr, „muss es ein Engel sein, der seine Mission besonders ernst nimmt: Er soll die Menschen lehren, sich gegenseitig zu verstehen und einander zu verzeihen.“
Da trat einer hervor, der bisher übersehen worden war, denn er war klein und schmächtig, aber doch mutig und voll Hoffnung. „Ich will es versuchen“, sagte er.
Der Herr hatte Vertrauen zu ihm und sandte ihn hinab zur Erde.
Wie lange wird es wohl dauern, bis er bei den Menschen ankommen wird?
Es war der Engel der " Versöhnung "
Wie in der Geschichte beschrieben, gehen wohl oft Botschaften der Weihnachtsengel an vielen Menschen vorbei. Doch wenn jeder ein wenig mehr das „WIR“ und weniger das „ICH“ in den Vordergrund stellt, haben die Weihnachtsengel sicherlich eine Chance und somit wir alle ein wenig mehr Frieden auf dieser Welt.
