Eingewöhnung bei Tagesmutter Inge.

 
Die Eingewöhnung eines Kindes war bei mir, soweit ich zurückdenken kann noch nie ein Problem. Ich möchte Ihnen hier erzähle wie es bei mir abläuft.
 
Der erste Kontakt ist meist am Telefon. Ich beantwort die Frage der Mutter, oder des Vaters.
Wenn die Entfernung und mein Stundensatz nicht sofort erschrecken, wird ein Kennerlerntermin vereinbart.
Meist dauert so ein Gespräch ca. 1 Stunde. Mal ist der Vater dabei, mal nicht, dann kommt es vielleicht noch einmal zu einem Treffen, was ca.1/2 Stunde dauert.
Manchmal ist es auch so, das man von Höckschen auf Stöckchen kommt, dann vergeht die Zeit, und man merkt nicht, das schon 2 Stunden vergangen sind!
Ich gebe einen ausgefüllten Mustervertrag den Eltern mit, den sie sich in Ruhe zu Hause ansehen sollten.Wenn ich ein gutes Gefühl habe, sage ich, dass ich nach 2 Wochen gern eine Entscheidung Ihrerseits hätte.
Ich bitte die Eltern  ausdrücklich, sich  in Ruhe alles durch den Kopf gehen zu lassen, und sie mögen mir bitte Bescheid geben, egal wie sie sich
entscheiden sollten. Und sie sollen mir den Mustervertrag zurückbringen, denn ich brauche ihn auch noch für andere Eltern

Stimmt die Chemie zwischen uns, mache ich denVertrag fertig, und bringe ihn den Eltern.
Wenn noch Fragen offen sind, werden wie diese besprechen.

Die Eingewöhnung läuft bei mir so ab!
Ca. 3 Wochen, bevor das Kind als Tageskind zu mir kommen soll, treffen wir
uns 2 bis 3 mal die Woche. Mama und Kind bleiben 1 Stunde. Nach dem 2. oder
3. Treffen bleibt Mama nur noch ein paar Minuten. Dann sage ich immer: So,nun sagen wir der Mama Tschüss, und lasse das Kind entscheiden,  von wo es der Mama noch winken will, an der Haustür oder am Küchenfenster.
 
Das Küchenfenster ist bei allen Kindern sehr beliebt, denn sie dürfen auf der Arbeitsfläche stehen.
 
 Die Kinder sehen, das Mama geht, und sie sehen auch, das Mama nach kurzer Zeit auch wieder kommt!
 
Die ersten Male mache ich es immer so, dass die Mutter für 1 Stunde weg geht, und dann das Kind wieder abholt. Es hat bis jetzt immer SUPER geklappt, darum sage ich oft beim 3. Mal, dass wir die Zeit verlängern könnten.
Lasse mir immer die Telefon Nr.oder Handy Nr. geben, wenn es nicht klappen sollte, würde ich anrufen. Ich finde es nicht gut, das Kind mit allen Möglichem abzulenken. Das bringt für das Kind nur Unsicherheit und für mich als Tagesmutter nur Stress. In der Eingewöhnungsphase bin ich sehr viel mit den Kindern draussen.
 
 
Ein Gang zu den Hühnern,  oder der Mäuschenbrücke 
 
 
 lässt die Kinder den Schmerz, das Mama nicht da ist viel besser vergessen!

Bleibt ein Kind über Mittag bei mir, wird der Mittagsschlaf hier gemacht. Ich  frage genau nach, wie es zu Hause abläuft. Muss es dunkel im Zimmer sein, hat das Kind ein Kuscheltier, eine Spieluhr oder ein Schmusetuch mit im Bett. Schläft das Kind mit oder ohne Schlafsack! Hat es ein oder vielleicht sogar 2 Schnuller die es braucht. Weil ich die Schlafgewohnheiten des Kindes nicht kenne, würde ich niemals ein Kind zwingen oben allein in einem fremden Bettchen zu schlafen! Wenn das Kind müde ist, lege ich es in den Kinderwagen / Buggy, somit ist es bei uns, und es schläft auch bei dem Geräuschpegel ein!
 
 
Sehen Sie selbst, wie es sein kann  Nach wenigen Wochen sind die Kinder soweit, dass sie ein Bettchen bei mir akzeptiert, und auch darin schlafen.
 
 
 
 Nach 2,5 Stunden möchte Friederike aufstehen.  Zum Schlafen hat jedes Kind sein Bettchen, nur für dieses Bild sind Friederike & Sarah zusammen im Bett.

Hier mal 2 tolle Beispiele:
David kam im September mit fast 2 Jahren für 2 Tage die Woche zu mir.
Mutter meint, ich könnte es versuchen ob David hier schläft, zu Hause wäre das manchmal ein Kampf.
Am ersten Tag nach dem Mittagessen werden alle 3 Kinder gewickelt, ich erzähle den Kindern, dass sie gleich ins Bettchen gehen,
David meinte sofort: " David nicht schlafen "! Ich habe sehr bestimmt gesagt, doch du legst Du dich auf Inge´s Sofa.
Nach dem Wickeln, habe ich auf dem Sofa  Kissen, Decke, Schnuller und sein Kuscheltier bereit gelegt. Habe nur gesagt: David  so nun kannst Du dich hinlegen, Inge deckt dich zu. Er legte sich freiwillig hin, ich deckte ihn zu. Sagte ihm, dass die beiden Mädchen nun oben in die Bettchen gehen, ich gleich wieder da bin.
Als ich ein paar Minuten später runter kam, war er schon eingeschlafen. 
Als Mama hörte, das er 1,5 Stunden geschlafen hat, ohne Theater zu machen konnte sie es nicht glauben. Aber es ist immer noch so, er schläft 2 Minuten nachdem ich ihn
 
hingelegt habe für mindestens 1 Stunde.
 
Sarah  kam im 14 Monaten im Oktober zu mir. Sie betreue ich 8 Tage im Monat.Die Eltern sagten mir immer, das es ein unkompliziertes Kind sei.
Als ich den Mittagsschlaf ansprach, meinte Mutter, neeeee nicht in den Buggy, Sarah schläft im Bett. Ich muss sie ziemlich verdutzt angeschaut haben, als die Mutter mir sagte,
Kind ins Bett legen, Gute Nacht sagen, Kuscheltier ins Bett, Licht aus, Tür
zu.
Ich habe es ausprobiert, und wisst Ihr was, das Kind hat mich angelächelt, es hat keinen Mucks gesagt. Ich hatte mit einem Aufstand gerechnet, aber nichts dergleichen, das Kind
 
schlief 2,5 Stunden.  
Oft sind 3 Wochen zwischen den Betreuungstagen, und jeder würde denken, oh immer wieder eine neue Eingewöhnung. Aber dieses Kind ist wirklich unkompliziert. Es läuft als wenn sie täglich bei mir wäre.

Ich kann Euch versichern, ich verwende keine KO- Tropfen, keine Versprechungen und erpressen tue ich die Kinder auch nicht!
 
 
 
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