



Und hier sind nun die Adventskalender von 2004, 2003, 2002 und 2001, die ich für die Laufstaller gebastelt habe.
Wünsche viel Spass beim Nachlesen.

Adventskalender 2004
Nun ist es also wieder einmal so weit! Auch in diesem Jahr habe ich einen Adventskalender für die "Laufstaller" gebastelt, er soll Euch wieder 24 Tage begleiten. Die Weihnachtsgeschichte " Mit Pieps durch den Advent " wurde in 24 Abschnitt geteilt.
An dieser Stelle möchte ich Uta aus dem famco - Forum danken. Sie hat mich auf die Geschichte aufmerksam gemacht, und sie mir zugeschickt !
Der Autor dieser Geschichte ist nicht bekannt.
Ich wünsche allen Tagesmütter, -väter - ein paar entspannende Minuten -
und natürlich eine schöne Adventszeit!
Meine Meinung zu der Geschichte: Kinder, die noch an den Nikolaus, Weihnachtsmann glauben, würde ich nicht umbedingt diese Geschichte vorlesen.
1.
In einem kleinen Loch in der Mauer zwischen der Speisekammer und der Haustüre wohnt Pieps. Wer das ist, willst du wissen? Pieps ist ein kleiner Mäusejunge. Und natürlich wohnt er nicht allein hier. Seine Eltern und seine Schwester Fips sind auch noch da.
Eigentlich hat Pieps ja noch mehr Geschwister. Aber die sind alle schon viel älter
und verheiratet. Deshalb haben Pieps und Fips jetzt viel Platz zum Spielen. Und wenn ihnen trotzdem einmal die Mäusewohnung zu eng wird, dann spielen sie einfach im Garten oder in der Speisekammer. Pieps spielt gerne in der Speisekammer. Da riecht es immer so lecker. Mmh! Manchmal findet man sogar etwas zu naschen. Und zwischen den Zuckertüten, dem Suppenpulver, den Nudeln und dem Mehlsack kann man sooo schön Versteck spielen. "Mama?" fragt Pieps: "Gibt es im Mäuseland eine schönere Wohnung als unsere?" "Nein, Pieps!" sagt Mama Maus wohl zum tausendsten Mal: "Auf der ganzen Welt gibt es keine schönere!" Doch Pieps fragt weiter: "Auch nicht in Amerika?" "Nein", sagt Mama Maus geduldig. "Auch nicht in Amerika." "Dann werde ich nie, nie, nie hier weggehen!" verkündet Pieps.
2.
Pieps räkelt sich auf dem Sofa: "Was gibt es denn heute zum Abendessen?" Papa und Fips wollen Haselnüsse holen. "Hoffentlich finden sie noch welche." "Ich glaube, da kommen sie schon", denkt Pieps und springt schnell auf und rennt zur Haustür. Papa und Fips kommen herein. "Huh! Ist das eine Kälte!" sagt Papa Maus und reibt sich die Hände: "Ich glaube, es gibt bald Schnee." Nur drei Nüsse haben wir noch gefunden. "Welch ein Glück, dass wir schon so viele Vorräte angelegt haben." "Schnee?" fragt Pieps: "Schnee? Was ist das? Kann man das auch essen?" "Schmeckt das auch so gut wie Käse?"
Obwohl Fips noch vor Kälte zittert, muss sie doch lachen. "Das wäre schön, wenn man den Schnee essen könnte. Da müssten wir uns nicht so abrackern, um die Wintervorräte herbeizuschaffen." Fips ist nämlich ein bisschen älter als Pieps und kommt sich sehr klug vor. "Dann sag mir doch, was Schnee ist, wenn du es so genau weißt!" mault Pieps.
"Ach, Schnee ist einfach eklig weiß und kalt." lästert Fips und geht schnell in ihr Zimmer, damit Pieps nicht weiter fragen kann. So genau weiß sie es nämlich auch nicht.
3.
"Mama, was ist Schnee?" fragt Pieps jetzt seine Mutter. "Schnee?" sagt Mama Maus: Schnee? Ja, das sind so weiße Flocken, die vom Himmel fallen." "Sie sind ganz kalt und wenn man sie in die Hand nimmt, dann sind sie auf einmal nur noch Wasser. Die Menschenkinder freuen sich immer, wenn Schnee kommt. Aber für kleine Mäusekinder ist er gefährlich. Sie können im Schnee erfrieren. Dann sind sie mausetot. Darum machen wir den Eingang auch immer ganz fest zu im Winter." Während Mama Maus so redet, deckt sie den Tisch fürs Abendessen. Die drei Nüsse werden aufgeteilt. Mama und Papa bekommen je eine ganze Nuss, Fips und Pieps je eine halbe. Dann ruft Mama Maus zum Essen. Pieps muss immer noch an den Schnee denken. Etwas Weißes, das vom Himmel fällt und in der Hand zu Wasser wird? Pieps kann sich das nicht vorstellen.
Nachdenklich kaut er seine Nuss. Plötzlich fängt die ganze Wohnung an zu wackeln. Erschreckt hält sich Pieps am Tisch fest. Hilfe! Was ist das? Auch Papa Maus hätte sich fast verschluckt vor Schreck. Da! Schon wieder! Und gleich darauf noch einmal!
Sogar der vorlauten Fips ist vor Schreck die Sprache weggeblieben. Endlich ist es wieder ruhig. Mama Maus schaut sich um, ob auch nichts umgefallen und kaputt ist.
Doch es ist alles heil geblieben. Fips kommt vorsichtig wieder unter dem Tisch hervor.
"Was war denn das?" fragt sie. "Ich werde einmal in der Menschenwohnung nachsehen", sagt Papa Maus mutig: "Vielleicht ist ein Schrank umgefallen?" "Oder ein Elefant ist zu Besuch gekommen!" sagt Pieps.
4.
Er würde zu gerne einmal einen Elefanten aus der Nähe sehen! "Darf ich mitkommen?" fragt er deshalb. "Ja, wenn du dich traust!" sagt Papa Maus. Er ist ja ganz froh, dass er nicht alleine gehen muss. Vorsichtig schaut Papa Maus durch das Mauseloch in die Speisekammer. Hier sieht noch alles so aus wie vorher. Sie gehen weiter. Zum Glück ist die Türe einen Spalt breit offen. Papa Maus spitzt hinaus. Auch die Küche sieht noch so aus wie vorher. "Seltsam!" denkt er. Doch da hört er eine Stimme aus dem Wohnzimmer.
Es ist eine fremde, tiefe Stimme, wie er sie in diesem Haus schon lange nicht mehr gehört hat. "Pst!" flüstert er Pieps zu: "Da ist jemand. Wir wollen nachsehen, wer das ist. Irgendwie kommt mir die Stimme bekannt vor."
5.
Papa Maus und Pieps schleichen ins Wohnzimmer. Unter dem Kachelofen ist ein gutes Versteck. Sie können das ganze Wohnzimmer sehen, ohne selbst entdeckt zu werden. Und was glaubst du, was sie da sehen? Da steht ein großer, fremder Mann. Er hat einen roten Mantel an. Auf dem Kopf trägt er einen goldenen Hut, und in der Hand einen langen, goldenen Stab. An den Füßen hat er schwere, warme Stiefel. Neben diesem Mann steht ein Sack. Daraus holt er Äpfel, Orangen und Nüsse und verteilt sie an die Kinder.
Papa Maus und Pieps läuft das Wasser im Mund zusammen. So viele leckere Sachen. Mhm! Nach einer Weile nimmt der Mann den Sack hoch und stapft damit hinaus. Wieder zittert das ganze Haus unter den schweren Schritten. "Aha!" denkt Pieps "das war das Erdbeben!" Als der seltsame Mann die Haustür hinter sich geschlossen hat, fangen die Menschenkinder an, laut durcheinander zu reden. Pieps kann nichts verstehen. Aber Papa Maus grinst ein wenig und sagt: "Komm mit! Jetzt sind sie so aufgeregt, dass sie uns nicht bemerken." Schnell gehen Papa Maus und Pieps zurück in die Speisekammer.
6.
Gerade als sie das Mauseloch erreicht haben, hören sie die Menschenmutter rufen: "Wer hat denn schon wieder die Tür zur Speisekammer offen gelassen?" Patsch! Die Tür fällt zu. Gott sei Dank, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen! In der Mäusewohnung ist niemand zu sehen. "Mama! Fips! Wo seid ihr?" ruft Pieps. Zaghaft öffnet sich die Schlafzimmertür. "Ist jetzt wieder Ruhe?" fragt Mama Maus ängstlich.
"Was ist denn bei den Menschen los?" fragt Fips. Sie hat ganz rote Augen vom Weinen: "Ich habe gedacht, das ganze Haus fällt ein!" "Ein Mann war bei den Menschen mit schweren Stiefeln und der hat . . ." Weiter kommt Pieps nicht. "Das war der Nikolaus! Hast du nicht gehört, was die Menschenkinder gesagt haben?" unterbricht ihn Papa Maus. "Nikolaus?" fragt Pieps zurück. Nikolaus? Stimmt! Das Wort hat er gehört. "Ach so, der Nikolaus!" Mama Maus setzt sich erleichtert aufs Sofa. Fips und Pieps setzen sich daneben. "Wer ist das: der Nikolaus?" fragt Fips. Das erklärt Mama Maus: "Der Nikolaus ist ein guter Mann. Er kommt einmal im Jahr zu den Menschenkindern und beschenkt sie. Er kommt immer im Winter, wenn es draußen kalt ist. Und kurze Zeit später feiern die Menschen ein großes Fest. Ein großer Baum steht dann in ihrem Wohnzimmer. Der glänzt und glitzert über und über. Unter dem Baum liegen viele Pakete mit Geschenken für die Menschen. Und wenn wir Glück haben, dann fällt von den leckeren Sachen, die sie essen, etwas unter den Tisch. Das können wir uns dann holen."
Pieps und Fips hören staunend und mit offenem Mund zu, "Ach, wenn ich doch auch ein Menschenkind wäre!" seufzt Fips. Und Pieps meint: "Warum ist das nur bei den Menschen so? Gibt es keinen Mäusenikolaus? Ich will auch Äpfel und Nüsse und Geschenke!"
7.
"Tja, meine Kinder, das ist nun mal so!" sagt Mama Maus: "Das ist nicht zu ändern. Und jetzt geht ihr am besten ins Bett." "Es ist ja spät geworden", sagt auch Papa Maus: "Gute Nacht! Und träumt was schönes." Fips und Pieps wollen nicht ins Bett. Gerade jetzt, wo es so interessant ist. Doch es hilft nichts. "Gute Nacht!" sagen beide. In seinem Bett will Pieps noch einmal über alles nachdenken. Doch er ist so erschöpft, dass er gleich einschläft. Im Traum sieht er eine große Maus. Sie hat einen roten Mantel an und eine goldene Mütze auf. Aus einem Sack holt sie weiße Flocken und verteilt sie an viele Mäusekinder. "Schnee!" freut sich Pieps: "Vielen Dank, lieber Mäusenikolaus." Doch als er in seine Hände schaut, ist es nur noch Wasser, und der Mäusenikolaus ist wieder verschwunden. Pieps wacht auf und reibt sich die Augen. Er schaut sich in seinem Zimmer um. Es ist unverändert. "Schade, nur ein Traum", denkt er. Pieps steht auf und geht in die Küche. Mama Maus deckt gerade den Frühstückstisch. "Guten Morgen!" gähnt Pieps. "Guten Morgen, Pieps. Du sieht aus, als hättest du besonders schön geträumt", sagt Mama Maus. Pieps erzählt ihr vom Mäusenikolaus. "Warum gibt es keinen Mäusenikolaus?" fragt er dann seine Mutter. "Ja, warum eigentlich nicht?" Fips ist unbemerkt hereingekommen und hat die Geschichte gehört, die Pieps geträumt hat:
"Wir Mäusekinder würden uns doch auch freuen, wenn uns etwas geschenkt wird." "Wir sind nun einmal Mäuse und keine Menschen" sagt Mama Maus.
8.
"Was ist mit den Menschen?" fragt Papa Maus von der Tür her und gähnt herzhaft. "Zu den Menschen kommt der Nikolaus und zu uns nicht. Das ist ungerecht!" sagt auch Pieps und ist den Tränen nah. "Jetzt wollen wir erst einmal in aller Ruhe frühstücken!" sagt Mama Maus: "Ich kann das Wort Nikolaus nicht mehr hören. Wenn ich nur daran denke, wie das Haus gewackelt hat, als er kam!" Doch Pieps und Fips geben so leicht nicht auf. Sie fragen und fragen. "Ihr fragt uns ja Löcher in den Bauch", stöhnt Papa Maus: "Woher soll ich denn das wissen? Da müsst ihr euren Onkel Mausäus fragen." Onkel Mausäus? Von dem haben Fips und Pieps noch nie etwas gehört. "Wer ist Onkel Mausäus?" fragt Fips neugierig. "Onkel Mausäus ist mein Bruder. Er ist vor vielen Jahren hinausgezogen in die große Welt, um Menschologie zu studieren. Er müsste sich also bestens mit Niloläusen und dergleichen auskennen. Wartet! Irgendwo habe ich doch seine Adresse." Papa Maus kramt im Schrank herum. "Hier ist sie!" ruft er. "Am besten, ihr schreibt ihm einen Brief. Er kann euch bestimmt alles genau erklären." "Das ist eine gute Idee!" freut sich Mama Maus, weil endlich die lästige Fragerei aufhört. Pieps und Fips haben auch gar keinen Hunger mehr. "Ich kann aber noch nicht schreiben!" jammert Pieps.
9.
"Das macht nichts", tröstet Mama Maus: "Hier ist ein Blatt und ein Bleistift. Du kannst deiner Schwester sagen, was sie schreiben soll. Fips kann das schon ganz gut, gell, Fips?" Fips' Mäusenäschen wird ein bisschen rot, weil Mama sie gelobt hat. "Natürlich kann ich schreiben", sagt sie: "Ich bin doch kein Baby mehr." Und während Mama Maus in aller Ruhe ihre Arbeit machen kann, diktiert Pieps: Lieber Onkel Mausäus! Bei uns ist etwas Schreckliches geschehen. Gestern Abend hat die ganze Wohnung gewackelt, wie bei einem Erdbeben. Und als Papa und ich nachschauten, was da los ist, da war ein fremder Mann bei den Menschen zu Besuch. Er hatte eine goldene Mütze auf dem Kopf und einen langen Stab in der Hand. Einen roten Mantel hatte er auch an und schwere Stiefel an den Füßen. Die Menschen sagten immer "Nikolaus" zu ihm. Er hat viele Geschenke verteilt. Mmh, waren das leckere Sachen. Ich wollte auch Nüsse vom Nikolaus haben. Aber Mama und Papa sagen, es gibt keinen Mäusenikolaus. Lieber Onkel Mausäus, warum gibt es keinen? Weißt du das? Papa sagt, du bist sehr klug und weißt alles, weil du Menschologie studierst. Wir möchten auch gerne wissen, was die Menschen feiern, wenn sie den großen Tannenbaum schmücken und in ihr Zimmer stellen. Bitte, lieber Onkel, gib uns bald Antwort. Wir sind alle sooo neugierig. Besonders dein Neffe Pieps.
10.
"Oh, jetzt tut mir aber die Hand weh", sagt Fips. Briefe schreiben ist doch recht anstrengend. Den ganzen Vormittag haben die beiden dazu gebraucht. Jetzt haben sie ordentlich Hunger. Da ruft Mama Maus auch schon: "Essen ist fertig!" Pieps und Fips setzen sich an den Tisch. "So, lasst es euch schmecken!" sagt Mama Maus. "Mmh, Haferbrei, meine Leibspeise!" freut sich Pieps. Und auch Fips, die Haferbrei eigentlich gar nicht mag, macht sich den Teller voll. "Briefe schreiben macht hungrig!" sagt Fips und kaut mit vollen Backen. "Den Brief musst du noch zum Briefkasten bringen", sagt Papa Maus. "Ich denke, die Schneckenpost geht heute Abend noch ab. Die bringen den Brief dann zu Onkel Mausäus, und wir müssen warten, bis Onkel Mausäus Antwort gibt. Ich bin selber gespannt darauf." "Pieps kann aber noch nicht alleine gehen. Der Weg ist viel zu weit. Außerdem wird es jetzt so früh dunkel." Mama Maus macht sich Sorgen um ihren Jüngsten. "Fips kann ja mitgehen", sagt Papa Maus. "Sie kennt den Weg. Ihr kommt aber gleich wieder zurück, hört ihr?" Fips und Pieps versprechen es bei ihrer Mäuseehre. Gleich nach dem Mittagessen marschieren sie los. Brrr! Ist das kalt draußen! Pieps und Fips packen sich dick ihr Mausefell. "Ich glaube, Papa hat recht. Es gibt bald Schnee. Wir müssen schnell laufen, damit wir wieder rechtzeitig zu Hause sind."
11.
Fips zittert vor Kälte. Doch Pieps freut sich. Da wird er ja endlich erfahren, was das ist: Schnee! Als sie zum Briefkasten kommen, steht das Schneckenpostauto schon da. "Da habt ihr aber noch einmal Glück gehabt!" sagt der Schneckenpostbote. "Bald gibt es Schnee! Dann macht die Schneckenpost Winterpause."Auweh! Pieps erstarrt vor Schreck und schaut dem Schneckenpostauto nach, das langsam davonfährt. "Komm, Pieps! Wir müssen schnell heim. Fips rüttelt ihn. Pieps schaut seine Schwester an.
"Und was machen wir, wenn die Schneckenpost nicht fährt? Dann kommt ja kein Brief von Onkel Mausäus zu uns!" "Dann müssen wir eben bis zum Frühling warten. Nächstes Jahr kommt ja wieder der Nikolaus. Bis dahin wissen wir Bescheid. Komm jetzt endlich!"
Pieps trottet hinter seiner Schwester her. Bis zum Frühling auf Antwort warten? Plötzlich freut er sich gar nicht mehr auf den Schnee. Wenn dann keine Post kommt? Nein! Da will er lieber keinen Schnee.
12.
"Lauf schneller!" ruft Fips Pieps zu: "Ich sehe schon die ersten Schneeflocken." Schneeflocken? Nun ist Pieps' Neugier doch wieder geweckt. Tatsächlich! Vom Himmel fallen weiße Flocken. "Die sehen ja aus wie Sterne!" ruft Pieps begeistert. Er will sie sich näher anschauen, doch da ist auf einmal nur noch - ein Wassertropfen zu sehen. Pieps springt von einer Flocke zur anderen, doch alle werden zu Wasser, kaum, dass er sie berührt hat. Er hüpft und hüpft und merkt gar nicht, dass sie schon zu Hause sind.
"Da seid ihr ja wieder!" sagt Mama Maus erleichtert: "Kommt schnell herein! Ihr seid ja ganz nass. Ich habe euch Tee gemacht. Dazu gibt es ein Stückchen Weißbrot, das ich in der Speisekammer gefunden habe." "Blöder Schnee!" meine Pieps. "Nanu?" wundert sich Papa Maus: " Gestern wolltest du unbedingt wissen, was das ist, und heute sagst du: Blöder Schnee. Wie gibt es denn so was?" "Na ja!" Pieps ist empört: "Wenn dann keine Schneckenpost kommt? Ich kann doch nicht bis zum Frühling auf die Antwort von Onkel Mausäus warten!" "Komm nur erst einmal und wärme dich auf." Sagt Mama Maus: "Dann sehen wir weiter." Missmutig trinkt Pieps seinen Tee und isst sein Weißbrot. Danach geht er gleich ins Bett, denn er ist heute sehr müde.
13.
Am anderen Morgen rennt Pieps gleich an die Haustüre. Oje! Alles dick verschneit.
Traurig setzt er sich an den Frühstückstisch. "Was hat du denn? Bist du krank?" fragt Mama Maus besorgt. "Alles zugeschneit", sagt Pieps. "Da kommt bestimmt keine Schneckenpost." "Aber Pieps! So schnell geht das auch wieder nicht bei der Post. Ein paar Tage wirst du schon warten müssen. Vielleicht taut der Schnee bald wieder. Ich bin nur froh, dass wir hier neben der Speisekammer wohnen. Da gibt es wenigstens immer etwas zu essen. Schau, was ich gefunden habe! Ein Stückchen Käse! Magst du's?" Doch Pieps ist nicht zu trösten. Selbst die Abenteuer seines Cousins Speedy Gonzales, die sich Fips gerade im Fernseher anschaut, interessieren ihn nicht. Pieps geht von einem Zimmer ins andere. Er langweilt sich. Nicht einmal in der Speisekammer gefällt es ihm heute. Auch nach dem Mittagessen ist seine Laune nicht besser. Aber in der Menschenwohnung ist plötzlich großer Lärm. Die Menschenkinder rennen hin und her.
Fast fängt bei Familie Maus wieder alles zu wackeln an. Auch vom Garten her hört Pieps lautes Lachen und Rufen. Er wird neugierig. Vorsichtig öffnet er die Haustür.
14.
Brrr! Ist es draußen kalt! Aber die Menschenkinder scheint das nicht zu stören. Sie toben im Schnee herum und machen ganz dicke Schneekugeln. Dann heben sie eine Kugel auf die andere. "Komisch! Was das wohl werden soll?" denkt Pieps. Die Kinder schreien und lachen. Auf einmal fangen sie an, sich gegenseitig mit Schnee zu bewerfen. Einer ihrer Bälle landet knapp neben Pieps. Der macht schnell die Haustür zu. Das ist ihm doch ein bisschen zu gefährlich. Er geht zu seiner Schwester Fips und erzählt ihr, was er gesehen hat. "Die Menschenkinder sind schon sonderbar", sagt Fips. "Wie kann man nur am Schnee seine Freude haben?" Doch auch ihre Neugierde ist groß. Als es im Haus wieder ruhiger wird, schleichen Pieps und Fips an die Haustüre. Vorsichtig öffnet Fips die Tür und schaut hinaus. Draußen ist es schon dunkel. Der Schnee ums Haus herum ist ganz platt getreten, so dass Pieps und Fips hinaus können, ohne im Schnee zu versinken.
Und was glaubt ihr, was sie da sehen? Richtig! Einen Schneemann! Pieps und Fips bleibt einen Moment fast das Mäuseherz stehen vor Schreck. Doch als sich der weiße Mann nicht bewegt, trauen sie sich näher heran. Pieps geht um ihn herum und schnuppert ein wenig.
15.
"Du bist aber kalt!" sagt Pieps: "Wer bist du denn?" Der Schneemann gibt keine Antwort. Pieps versucht an ihm hochzuklettern. "Huh! Das kriege ich ja ganz kalte Füße!"
"Pieps! Komm herunter! Du fällst sonst in den Schnee!" ruft Fips. Doch Pieps hört nicht auf sie. Er klettert weiter und weiter. "Was willst du denn mit dem Besen?" fragt er den Schneemann. Doch der gibt immer noch keine Antwort. "Stoffel!" denkt Pieps. Na ja, wenigstens ist der Besen nicht gar so kalt. Da sieht Pieps die Nase des Schneemanns und muß lachen. "Ja, was hast du denn in deinem Gesicht? Eine gelbe Rübe? Mmmh! Ich habe schon lange keine gelbe Rübe mehr gegessen." Pieps vergisst seine kalten Füße und klettert weiter bis auf den Kopf. "Ob man an der gelben Rübe wohl turnen kann?" denkt er: "Ich will es einmal versuchen." Er springt los, landet auf der Schneemann-Nase und - plumps - mitsamt der gelben Rübe im Schnee. "Siehst du, das hast du jetzt davon!" ruft Fips. Doch Pieps ist so benommen, dass er es gar nicht hört. Fips rüttelt ihn. "Pieps! Wach auf! Du wirst erfrieren, wenn du hier liegen bleibst!" Endlich kommt Pieps zu sich. Fips führt ihn zurück in ihre Wohnung. "Um Gottes Willen! Was ist denn passiert?" fragt Mama Maus entsetzt.
16.
Fips erzählt Mama Maus, was geschehen ist. Dann legen sie Pieps ins Bett und decken ihn warm zu. "Er muss ruhen", sagt Mama Maus. "Morgen geht es ihm wieder besser. Aber in Zukunft solltet ihr beide auf mich hören!" Tatsächlich steht Pieps am anderen Morgen auf und tut so, als ob nichts gewesen wäre. Sein erster Weg geht zur Haustür. Oje! Immer noch alles verschneit. Ein Menschenkind geht gerade auf den Schneemann zu: "Wo ist denn deine Nase?" Es bückt sich, hebt die gelbe Rübe auf und steckt sie dem Schneemann wieder ins Gesicht. Pieps geht zurück und will frühstücken. "Immer noch alles zugeschneit", sagt er zu Mama Maus. "Dass dir nicht einfällt, noch einmal in den Schnee hinauszugehen! Du hast uns einen schönen Schrecken eingejagt", schimpft Mama. "Will ich ja gar nicht", mault Pieps. "Aber die Post soll endlich kommen." Ach ja! Der Brief von Onkel Mausäus. Mama Maus hat es schon wieder vergessen. Aber Pieps vergisst es nicht. Jeden Tag schaut er in den Briefkasten, aber immer vergebens. "Irgendwann geht der Schnee schon wieder weg" "Fips ärgert mich immer! Und im Fernsehen kommt nur Speedy Gonzales. Die gewinnt ja sowieso. Da gehe ich lieber in die Speisekammer." Pieps verschwindet durch das Mauseloch.
17.
Pieps schnuppert. Ein ganz neuer Geruch hängt in der Speisekammer. Da geht die Türe auf. Schnell kriecht Pieps hinter eine Zuckertüte. Die Menschenmutter kommt in die Speisekammer. Sie kramt im Regal herum. "Was sie nur sucht?" denkt Pieps: "Hoffentlich nicht den Zucker!" Das kleine Mäuseherz klopft bis zum Hals. Endlich verschwindet die Frau wieder. Pieps bleibt noch hinter der Zuckertüte versteckt. Wer weiß, vielleicht kommt sie noch mal? Nach einer Weile wagt er sich doch wieder hervor.
Dieser Geruch! Das muss etwas ganz besonders Leckeres sein. Er springt auf den Schrank. Ein Teller steht da, mit einer großen, gelben Kugel darauf. Diese riecht nach Butter und Nüssen, Mmmh! Pieps möchte zu gerne einmal versuchen, wie das schmeckt.
Doch da geht schon wieder die Türe auf. Pieps huscht schnell hinter die Rumflasche.
Die Frau kommt herein und holt den Teller. Pieps hört, wie sie in Hinausgehen sagt: "So, da ist der Teig. Jetzt kann es losgehen!" Die Türe fällt wieder zu, Huch! Gerade noch einmal gutgegangen. Aber nun ist der Teller mit der leckeren Butter-Nuß-Kugel weg. Doch der Geruch ist immer noch da. Es riecht wie.... wie.... Ach, Pieps weiß nicht, wie. Eben lecker.
18.
Er schnuppert und sucht weiter. Da oben steht eine Schüssel. Vielleicht ist darin......? Pieps krabbelt an der Einkaufstasche hoch. Tatsächlich! Hier riecht es besonders stark! Das muss es sein. Doch, oh Schreck! Schon wieder geht die Türe auf. Schnell hinter die Schüssel gekrochen. "Heute habe ich den falschen Spielplatz ausgesucht", denkt Pieps:
"Ach wäre ich doch bei Fips geblieben und hätte mir Speedy Gonzales' Abenteuer angeschaut. Aber die Tür geht schon wieder zu. "Jetzt bin ich schon mal da", denkt Pieps weiter: "Jetzt schaue ich auch nach, was in der Schüssel ist. Dann gehe ich aber schnell wieder heim." Der Schüsselrand ist aber so glatt, dass Pieps nicht daran hoch kommt. Er schaut sich um. Da steht eine Margarinendose. Schnell springt er auf die Margarine und von da - hopp - in die Schüssel. Da sitzt er nun. Rings um ihn her sind lauter kleine, runde Dinger, noch kleiner als er selbst. Auf jedem ist in der Mitte eine halbe Haselnuss. Mmmh! Seine Nase hat ihn also doch nicht betrogen. Pieps fängt zu knabbern an. Er knabbert und knabbert und hätte fast nicht gemerkt, dass schon wieder die Tür aufgeht. Er duckt sich tief in die Schüssel. Nein! Das hält er nicht mehr aus.
19.
Als die Türe wieder zu ist, versucht er, eines dieser Dinger aus der Schüssel zu werfen.
Er hätte nie gedacht, dass das so schwer ist. Endlich ist es geschafft. Er kann doch nicht heimkommen, ohne etwas mitzubringen. So etwas Leckeres gibt es nicht alle Tage! Zum Glück ist es bis auf den Boden gefallen. Pieps springt hinterher. Er zieht und zieht das Ding bis kurz vor das Mauseloch. Aber, o je! Es passt nicht durch! "Was mache ich jetzt?" denkt er: "Am besten, ich hole Papa. Er ist größer und stärker als ich." Pieps geht in die Mäusewohnung. "Wo ist Papa?" fragt er: "Ich habe etwas Leckeres mitgebracht. Aber ich bringe es allein nicht hierher. Es ist zu groß." "Papa ist im Wohnzimmer. Was hast du denn mitgebracht?" fragt Fips neugierig. "Ich weiß nicht, wie es heißt. Aber es schmeckt einfach himmlisch!" schwärmt Pieps und holt Papa Maus. Als sie beide wieder in die Speisekammer kommen hören sie die Menschenmutter schimpfen:
"Schaut euch nur die Plätzchen an! Alle angeknabbert! Ich glaube, wir haben Mäuse in der Speisekammer!" Papa Maus und Pieps schauen sich an. "Von jetzt an müssen wir vorsichtig sein!" sagt Papa Maus sorgenvoll: "Sie stellen bestimmt eine Mausefalle auf."
20.
Igitt! Pieps läuft eine Gänsehaut über den Rücken und bis in die Schwanzspitze. Mausefalle! Das klingt ja furchtbar. Das Wort "Plätzchen" hört sich schon viel besser an. "Hier, Paps", sagt Pieps. "Hier ist es. Was machen wir damit?" Papa Maus schaut sich das Plätzchen von allen Seiten an. Es schaut wirklich gut aus. "Hm!" macht er und streicht seine Barthaare: "Hm! Am besten, wenn wir es teilen. Wir knabbern es in der Mitte durch, dann müsste es gehen. Also, los!" Pieps knabbert an der einen Seite, Papa Maus an der anderen. Fips schaut neugierig durch das Mauseloch: "Was habt ihr denn da?" "Mach Platz!" ruft Pieps: "Wir kommen mit einem Plätzchen!" Fips geht schnell zurück. Pieps zieht und Papa schiebt. Pieps zieht und Papa schiebt. Pieps zieht und Papa schiebt. Endlich ist die erste Hälfte in der Mäuseküche. Pieps und Papa wischen sich den Schweiß von der Stirn. "So!" sagt Papa Maus: "Nun noch das andere Teil!" Unter Keuchen und Stöhnen ist endlich auch die zweite Hälfte geschafft. "Mmmh! Lecker!" rufen Fips und Mama Maus. "Das gibt ein richtiges Festessen!"
21.
Pieps und Papa Maus müssen sich erst einmal erholen. Doch gerade, als Papa Maus sich auf dem Sofa ausstrecken will, klopft es an ihrer Haustüre. Nanu? Wer kann das sein?
Papa Maus schaut Mama Maus an. Mama Maus schaut Papa Maus an. Es klopft wieder.
"Willst du nicht aufmachen?" fragt Mama Maus. Fips geht an die Türe. Draußen steht ein fremder Mäuserich. Er trägt einen schwarzen Anzug, der über dem Bauch zu platzen droht. Außerdem hat er einen schwarzen Zylinder auf dem Kopf, einen weißen Schal um den Hals und einen Koffer in der Hand. "Hallo! Du bist wohl Fips?" sagt der Fremde. Fips wundert sich. Woher der Fremde sie wohl kennt? "Darf ich hereinkommen?" fragt der Fremde und tritt ein. "Draußen ist es nämlich kalt und dunkel." Fips macht die Türe wieder fest zu. Inzwischen sind auch Papa Maus, Mama Maus und Pieps erschienen. Papa Maus schaut den Fremden kurz an, dann piepst er laut auf und fällt ihm um den Hals.
"Mausäus!" ruft er: "Ja, bist du es denn wirklich?" Mausäus? Das ist Onkel Mausäus?
Pieps und Fips fangen vor Freude an zu tanzen. Papa führt Onkel Mausäus ins Wohnzimmer: "Setz' dich, alter Junge!" sagt er.
22.
"Du hast bestimmt Hunger und Durst. Mama! Hole gleich das Plätzchen, das wir vorhin angeschleppt haben. Fips! Du holst eine Flasche Wein und du, Pieps, deckst den Tisch.
Mausäus ist da! Das muss gefeiert werden!" So schnell wie heute gehorchten Fips und Pieps nicht immer. Ruck-zuck ist der Tisch gedeckt. Alle setzen sich. Während sie essen, bestürmt Pieps den Onkel mit Fragen. "Ja, ich habe deinen Brief bekommen!, sagt Onkel Mausäus: "Wer der Nikolaus ist, das kann ich dir ganz genau sagen: Der Nikolaus hat vor langer, langer Zeit gelebt. Er war ein frommer Mann, der die armen Leute beschenkt hat." "Auch die Mäuse?" fragt Pieps dazwischen. "Ja, sicher hat er auch den Mäusen etwas abgegeben, wenn sie hungrig waren." "Also gibt es doch einen Mäusenikolaus?" Pieps ist ganz aufgerecht. "Eigentlich nicht", sagt Onkel Mausäus: "Der Nikolaus war ja ein Mensch. Und zur Erinnerung an seine guten Tagen verkleiden sich manche Menschen am Nikolaustag und beschenken die braven Kinder." "Ach so!" sagt Pieps enttäuscht: "Dann ist der gar nicht echt?" "Nein!" antwortet Onkel Mausäus: "Der ist nur verkleidet."
23.
"Natürlich", sagt Papa Maus und geht mit Onkel Mausäus hinaus. Nach einer Weile kommt Papa Maus zurück. "Wo ist Onkel Mausäus?" fragt Fips: "Schläft er schon?" "Vielleicht", sagt Papa Maus bedeutungsvoll und setzt sich hin. Fips möchte den Fernseher einschalten. Da rumpelt es an der Tür. Pieps und Fips erschrecken. Sie verstecken sich schnell hinter Mama Maus. Die Tür geht auf und herein kommt: Der Mäusenikolaus! Fips lacht: "Das ist ja Onkel Mausäus. Ich kenne die Schuhe." Pieps und Fips kommen wieder hervor. Der Nikolaus öffnet seinen Sack und gibt jedem eine Nuß. "So, weil ihr so brav gewesen seid", sagt er mit tiefer Stimme. Dann nimmt er seinen Hut ab, zieht den Mantel aus und ist wieder Onkel Mausäus. "So machen es die Menschen auch", klärt er Pieps auf. "Und was ist das für ein Fest, das sie feiern?" fragt Papa Maus. "Das ist das Weihnachtsfest", sagt Onkel Mausäus. "Morgen ist es wieder soweit. Da feiern die Menschen die Geburt Christi, ihres Erlösers. Er ist vor unzähligen Mäusejahren in einem Stall geboren worden. Darum stellen manchen Menschen auch nachgemachte Ställe in ihr Wohnzimmer und den Tannenbaum. Das müsst ihr euch einmal anschauen, Pieps und Fips. Ihr seid ja noch so jung. Ihr habt das noch nicht gesehen. Und vor lauter Freude über diesen Geburtstag bekommen die Menschen Geschenke." "Und bei uns Mäusen gibt es so was nicht?" fragt Fips. "Leider nicht", sagt Onkel Mausäus: "Aber jetzt solltet ihr ins Bett gehen, damit ihr morgen ausgeschlafen habt." Fips und Pieps gehorchen ausnahmsweise sofort.
24.
Am nächsten Tag sind sie schon sehr früh auf. "Ist es jetzt soweit?" fragt Pieps aufgeregt. "Gehen wir jetzt zu den Menschen und schauen uns den Stall an?" "Jetzt ist es noch zu früh", sagt Onkel Mausäus: "Erst am Abend kommt das Christkind." Ach, ist das ein langer Tag. Pieps und Fips räumen ihre Zimmer auf, damit die Zeit schneller vergeht. Aber heute sind sie ganz schnell fertig. "Was sollen wir noch machen?" fragt Pieps. "Wann ist endlich Abend?" Onkel Mausäus hat die rettende Idee. Er setzt sich hin und erzählt eine Geschichte nach der anderen. Auf einmal ist es dunkel, ohne dass sie etwas gemerkt haben. "Wir können gehen!" ruft Papa Maus, der gerade von seinem Rundgang zurückkommt. Pieps und Fips springen auf und rennen hinter Papa Maus her. Zum Glück sind alle Türen auf. Sie verstecken sich wieder unter dem Kachelofen. Mama Maus und Onkel Mausäus kommen nach. Ist das eine Pracht! Wie der Tannenbaum glänzt! Pieps hätte fast vergessen, dass er bei den Menschen ist und will auf den Stall zugehen.
Mama Maus kann ihn gerade noch am Schwanz festhalten. "Halt!" piepst sie leiste: "Wenn dich die Menschen sehen, sind wir verloren." Ach, ja, diese Menschen. "Heute ist ein besonderer Tag", sagt Onkel Mausäus: "Heute sind die Menschen friedlich. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Es ist besser, du bleibst hier." Pieps verkriecht sich wieder unter dem Ofen. Die Menschen stehen mit strahlenden Gesichtern um den Tannenbaum herum und singen. Dann packen sie die Pakete aus. Ein Jubelschrei nach dem anderen dringt hinter den Kachelofen. Endlich, nach langer, langer Zeit verschwinden sie. Alles ist dunkel. Doch Onkel Mausäus hat eine Taschenlampe dabei. Er geht voran zu dem Stall. Pieps und Fips, Mama und Papa Maus folgen ihm. Da liegt ein Porzellanpüppchen in einer Krippe. Daneben stehen ein Mann und eine Frau, ein Ochse und ein Esel, einige Hirten und viele, viele Schafe, gerade so groß wie Pieps. "So oder so ähnlich war es damals als Christus geboren wurde", erklärt Onkel Mausäus. Pieps und Fips schauen sich alles genau an. Dann gehen sie zum Tisch hinüber. Mmmh! So viele Sachen haben die Menschen für sie übrig gelassen. Alle sitzen auf dem Tisch und essen sich satt. Pieps und Fips spielen noch ein wenig mit den Papieren, die auf dem Boden liegen. Doch bald werden sie müde. Auch Papa Maus gähnt. "Das war ein schönes Weihnachtsfest." Zufrieden und glücklich gehen sie zurück in ihre Wohnung, ein kleines Loch in der Mauer zwischen der Speisekammer und der Haustüre.

Adventskalender 2003



Samstag, den 01.12.2001. Noch 23 Tage bis Weihnachten: Ich wünsche allen heute und in den nächsten Tagen viel Freude mit diesem Kalender
Sonntag, den 02.12.2001. Noch 22 Tage bis Weihnachten: Ich wünsche allen einen schönen 1. Advent
Montag, den 03.12.2001. Noch 21 Tage bis Weihnachten: Ich wünsche allen Fröhlichkeit, weil der Montag bei den meisten gefürchtet ist
Dienstag, den 04.12.2001. Noch 20 Tage bis Weihnachten: Ich wünsche allen Zufriedenheit, denn in der Vorweihnachtszeit gibt es soooo viel zu tun
Mittwoch, den 05.12.2001. Noch 19 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen, dass der heutige Tag gut verläuft. Das Ihr nur mit netten Leuten zu tun habt
Donnerstag, den 06.12.2001. Noch 18 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen, dass der Nikolaus für jeden etwas hat
Freitag, den 07.12.2001. Noch 17 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen einen ruhigen Übergang ins Wochenende
Samstag, den 08.12.2001. Noch 16 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen bei Ihren Weihnachtseinkäufen viel Erfolg
Sonntag, den 09.12.2001. Noch 15 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen einen ruhigen 2. Advent
Montag, den 10.12.2001. Noch 14Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen viel Geduld, denn Tageskinder und eigene Kinder können in der Vorweihnachtszeit besonders anstrengend sein
Dienstag, den 11.12.2001. Noch 13 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen Harmonie und Verbundenheit in Ihren Familien
Mittwoch, den 12.12.2001. Noch 12 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen, die krank das Bett hüten müssen, dass sie schnell wieder auf die Beine kommen. Allen anderen, dass ihre Abwehrkräfte weiterhin zahlreich vorhanden sind
Donnerstag, den 13.12.2001. Noch 11 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen genug Pausen, um bei Kräften zu bleiben
Freitag, den 14.12.2001. Noch 10 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche gutes gelingen beim Basteln und der Weihnachtsbäckerei
Samstag, den 15.12.2001. Noch 9 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen einen ruhigen 2. Advent
Sonntag, den 16.12.2001. Noch 8 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen zum 3. Advent viel Gemeinsamkeiten in der Familie
Montag, den 17.12.2001. Noch 7 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen Zuversicht, auch wenn so manches nicht klappt
Dienstag, den 18.12.2001. Noch 6 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen gute Einfälle beim Aussuchen der Geschenke
Mittwoch, den 19.12.2001. Noch 5 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen noch genügend Zeit, um an sich selbst zu denken
Donnerstag, den 20.12.2001. Noch 4 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen, die heute wichtige Entscheidungen treffen müssen, dass es die Richtige ist
Freitag, den 21.12.2001. Noch 3 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche uns allen eine weiße Weihnacht
Samstag, den 22.12.2001. Noch 2 Tage bis Weihnachten. Ich wünsche allen, bei Ihren heutigen Einkäufen, das er stressfrei abläuft
Sonntag, den 23.12.2001. Noch 1 Tag bis Weihnachten. Ich wünsche allen einen ruhigen, schönen 4. Advent
Montag, den 24.12.2001. Heute ist Weihnachten
24 kleine Grüße sind verschickt und der etwas andere Adventskalender ist zu Ende
Vielleicht gibt es im nächsten Jahr ja wieder einen
Es sind nicht immer die großen Dinge, die Weihnachten ausmachen.
Mehr Weihnachten kann auch darin bestehen, sich mehr ZEIT zu nehmen. Mehr ZEIT für sich und die, die man liebt, um zu spüren, dass es Inseln der Stille noch gibt.
