Konzert und Cd-Reviews!!!
Blind Guardian-Kulturfabrik Krefeld
Durch einen Hinweis auf der offiziellen Homepage von Blind Guardian erfuhr ich, dass eine angebliche Guardian Coverband unter dem Namen „Blinde Gardinen“ in der KUFA spielen sollten. Da ich wusste, dass es sich hier um Blind Guardian selbst handelt, kaufte ich am selben Tag noch 4 Karten (zum Spottpreis von 15 Euro, ohne Vorgruppe, was uns jedoch wenig interessierte). Nach einer gewohnt kurzen Anreise zur Kulturfabrik,trafen wir (ich und einige Freunde) auf dem Parkplatz die ersten hartgesottenen Blind Guardian Fans vom Club "The Following" an. Diese waren extra für das Konzert der „Blinden Gardinen“ aus Holland angereist und stimmten sich lautstark auf das folgende Konzert ein. Doch nach einer Weile mussten wir auch feststellen das es unter Blind Guardian Fans Nervensägen gibt, die einen mit Quatsch über andere Bands zulabern. Soweit so gut. Kurz vor Einlass ließen sich die Bandmitglieder nochmal kurz blicken und verschwanden dann im Gebäude. Leider mussten wir die schlechte Nachricht entgegen nehmen, dass Thomen Stauch wegen seiner Nervenverletzung in der Hand heute nicht das Fell drischen konnte. Für ihn sprang, wie schon auf einigen Konzerten der vorherigen Tour Alex Holzwarth von Rhapsody ein. Nach einigen Nebelmaschinentestläufen schossen die Blinden Gardinen dann ihr Bombastfeuerwerk in die ausverkaufte Kulturfabrik. Die fast schon legendäre Setlist der "A Night at the Opera" Tour ließ fast keine Wünsche offen. Ein Klassiker nach dem anderen dröhnte aus den Boxer und ließ den Fans keine Sekunde zur Entspannung. Erst bei "Harvest of Sorrow" konnte ich mich vom Schock der ersten vier sensationell performten Songs ein bisschen erholen. Doch diese Erholung währte nicht sehr lange, denn es folgten Kracher wie "Another Holy War", "I´m Alive" oder "The Soulforged". Was mich noch umso mehr freute war, dass ich in den Genuss kam "And Then There Was Silence" live zu genießen. Eine nahezu perfekte Umsetzung auf die "The Bard's Song" folgte und die KUFA in einen Hexenkessel mit kreischenden Orks mutierte. Das Konzert endete mit 3 offiziellen Zugaben und natürlich dem göttlichen "Mirror Mirror", bei dem die Kulturfabrik noch einmal auf dem Kopf stand. Jeder, aber auch wirklich jeder gröhlte hier mit und so verwandelten Blind Guardian zusammen mit uns Fans den Abend in ein wahres Fest und unerträgliche Nackenschmerzen.
Einfach nur hammergeil!!!!
In Flames+Devil Driver+Caliban-Live Music Hall Köln
Es war mal wieder soweit. Das nächste Konzert stand ins Haus. Und was für eins. Doch dazu später mehr. Nach einer äußerst problematischen Kartenbesorgung, (Ein Freund ist extra für mich nach Dortmund gefahren) ging es mit dem Zug nach Köln. Wir kamen etwa 2 Stunden vor Einlass an der Live Music Hall an. Dort trafen wir nach einiger Zeit ein paar halb vermummte Gestalten (schöne Sonnenbrillen) an, die wir bei näherem Betrachten als die Gruppe in Flames identifizieren konnten. Als man sich ein Autogramm abholte, wurde man noch von irgendwelchen „Die Hard Fans“ als Groupie bezeichnet. Unbeeindruckt dessen, betraten wir die Live Music Hall, die sich schon zu Beginn schnell füllte. Bevor ich mich ins Getümmel stürzte, drängte ich mich an den Merchandise Stand, um ein T-shirt zu erwerben. Doch dann passierte das Unglaubliche. Mich verstand da keiner!!! Zum Ersten stand für die über 2000 Mann, nur eine Frau bereit, die die Sachen verkaufte, und zum Zweiten konnte diese noch nicht einmal deutsch und ich musste sie somit auf Englisch anschreien, welche Größe ich denn haben wollte. Nachdem ich also schon vor dem Konzert, wegen oben genanntem Schreien so gut wie heiser war, nun gut ganz so schlimm wars nicht, drängte ich mich in die erste Reihe, um mir die erste Vorgruppe, Devil Driver, anzugucken. Diese gefielen mir ziemlich gut und sie konnten das Publikum schon nach kurzer Zeit auf ihre Seite bringen und es wurde gemosht was das Zeug hält. Nach einigen Minuten triefte mein neues T-Shirt nur so vor Schweiß. Jedoch trübte der etwas schwammige Sound den eigentlich guten Auftritt der Newcomer aus Amerika. Doch aufgepasst! Nun kam der LETZTE, ich betone LETZTE, Schrei. „Caliban“ Diese Gruppe ist das mit Abstand Schlechteste, was ich bis jetzt gesehen habe. Auch hier herrschte schwammiger Sound, der jedoch zu der meiner Meinung nach miserablen Performance passte. Schon das Aussehen des Sängers, eine Mischung aus Lämmermann und dem Sänger von Placebo, schreckte auch jeden noch so Hartgesottenen Metal Fan ab. Was hier geboten wurde war unter aller Würde und zu guter letzt, kopierte man noch die, schon von zahlreichen anderen Gruppen inszenierte, Braveheart Moshpit Schlacht, bei der das vorher in zwei Gruppen geteilte Publikum aufeinanderlosrennt. Nach etwa 45 Minuten war Gott sei Dank Schluss mit dieser Folter. Was nun folgte lässt sich eigentlich nicht in Worte fassen. Schon das Erleuchten der In Flames Schrift, trieb einem die Gänsehaut auf den Rücken. Eine zum zerreißen gespannte Atmosphäre baute sich auch, bevor In Flames, lässig wie nie, die Bühne betraten. Das was nun geschah, wischte den etwas schwachen Sound (Gesang) bei Devil Driver und die schlechte Show von Caliban, mit einem Mal vom Tisch. Was In Flames uns hier in Sachen Sound, Professionalität, Lichtshow, Hammer Setlist und und und... präsentierten, war mustergültig. Besser geht's kaum noch. Auf einen Schlag herrschte ein perfektes Soundbrett in der Live Music Hall. Der Gesang von Anders Friden kam so präzise aus den Boxen, dass man glaubt es läuft vom Band. Diesen Dreadlocks bematteten Kerl kann man einfach nur vergötterten. Allein wie er es versteht seine Stimme live umzusetzen, ist atemberaubend, doch auch der Rest der Band ließ es sich nicht nehmen eine perfekte Show abzuliefern, die sowohl mit vielen Klassikern wie: Episode 666, Pinball Map, oder Clayman als auch mit neuen Stücken wie: The Quiet Place oder Touch of Red, wusste, wie man aus Menschen Tiere macht, die nur nach dem nächsten Song lächzen. Besonders gefiehl mir auch Cloud Connected, bei dem das Intro um mindestens 2 Minuten verlängert wurde, und man förmlich nur darauf wartete, zerquetscht zu werden. Zur guten Unterhaltung, durfte dann auch noch ein Fan namens Patrick, den Anders erst einmal in Bob umtaufte, auf die Bühne um kräftig zu bangen und ein paar Sequenzen für die kommende DVD aufzunehmen, die ziemlich verkorkst sein müssen weil filmen und rumhümpfen zugleich nicht ganz zueinander passt. Zu guter letzt wurde „Bob“ nachdem Anders ihm „drohte“, dass er ihn umbringt wenn er seine Kamera klaut, von zwei Security Leuten in die Fans geworfen, die ihn noch ein Stück trugen.
Ich hatte schon ein gutes Konzert erwartet, aber so ein Inferno der Genialität weis Gott nicht.
Vielen Dank In Flames!!! (und einen kleinen Dank auch an Devil Driver)
Iron Maiden+FFAF-Westfalenhalle Dortmund
Auf dieses Konzert habe ich mein ganzes Leben lang gewartet. Seit ich angefangen habe Heavy Metal zu hören, war es ein Traum von mir, einmal auf ein Maiden Konzert zu gehen. Nur der hohe Preis für die Karten (51,40€) schreckte mich anfangs ein bisschen ab, doch meine Oma schenkte mir das Geld, um mir eine Freude zu machen. Zwei Freunde taten es mir gleich und kauften sich die Karte, um sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen zu lassen, obwohl der eine von beiden Iron Maiden so gut wie garnicht kannte. Wir fuhren also mit dem Auto zur Westfalenhalle und kamen so etwa 2,5 Stunde vor Konzert an. Obwohl wir gedacht hatten, dass wir schon in der Schlange ganz hinten stehen würden, standen gerade mal etwa 40 Mann vor der Halle, was sich jedoch kurz nach unserer Ankunft ändern sollte. Es wurde nämlich danach ziemlich schnell voll und man drängte sich schon etwa eine Stunde vor Einlass gegenseitig hin und her. Zu unserem Schrecken hatten wir noch einen Belgier neben uns stehen, der wohl locker so viel auf die Waage brachte, wie ein ausgewachsener Elefantenbulle und ein großes Talent dafür besaß andere Leute mit seinen Konzertgeschichten von Manowar vollzuquatschen,worauf sich dann eine etwa 50 jährige Frau, die mit ihrem Sohn gekommen war, einschaltete und eifrig mitdiskutierte. Kurz vor Einlass in die Halle war das Gedränge schon kaum mehr auszuhalten und man musste sich einzeln durch enge Durchgänge, an denen man durchsucht wurde, zwängen. Kurz nachdem ich dann die Vorhalle betreten hatte traf mich der Schlag. 30€!!! für ein Tourshirt. Das fand ich wohl mehr als übertrieben. Da ich jedoch noch vorher Geld geschenkt bekommen hatte leistete ich mir doch noch eins. Nun hatte man wie bei „Geh aufs Ganze“ mehrere Türen zu Auswahl, um in die Haupthalle zu gelangen. Ich entschied mich im Gegensatz zu meinen Freunden für die ganz linke Tür. Jetzt gings los die Security Fritzen machten die Tore auf und es wurde um sein Leben gerannt, um einen guten Platz zu ergattern und dafür wurde man auch noch blöd angemacht. Angekommen in der ersten Reihe warteten wir begeistert auf die Vorgruppe „Funeral for a Friend“ und konnten bestaunen wie schnell sich doch so eine große Halle füllen kann. Bei Anfang des Konzertes waren es, wie wir nachher übers Internet erfuhren, etwa 15000 Mann. Ein atemberaubendes Gefühl sich bei 15000 Menschen in der ersten Reihe zu befinden. Was wir zu unserem Erstaunen auch noch entdeckten waren mehrere Kräne mit Fernsehkameras. Das Konzert wurde von Viva Plus aufgezeichnet, das motivierte uns natürlich allesamt ungemein, unser Bestes zu geben. Dann passierte was unglaubliches. Ein Typ hinter uns sagte er würde jetzt Bier holen gehen! Alle hielten ihn für bekloppt, weil die Halle schon vollständig gefüllt war. Doch nach 10 Minuten stand dieser Irre wieder hinter uns und sang sich mit Black Metal Gekreische auf das Konzert ein. Nach einer schier unendlich erscheinenden Wartezeit auf die Funeral for a Friend, von der wir uns vorher schon nicht zu viel versprachen, da wir einige Lieder von ihnen gehört hatten, traten sie unter lauten „Maiden,Maiden“ Schreien auf die Bühne und legten auch schon mit ihrer seltsamen Mischung los. Nun gut was gibt es zu diesem Auftritt zu sagen?? Nicht gerade viel, nur das Iron Maiden sich einen völlig falschen Support gesucht hat. Der Gesang war kaum zu hören, die Fans gingen überhaupt nicht mit und der Drummer schmiss seinen rechten Drumstick beim ersten Chinabeckenschlag weg. Es passte einfach garnicht zusammen. Schon nach den ersten zwei Liedern übertönten laute „Maiden,Maiden“ die höchst gewöhnungsbedürftige Musik und Teile des Publikums, zu denen auch ich gehörte, drehten sich provokativ um. Mitten in einem Lied entdeckten wir dann hinter Vorhängen, die das Maiden Equipment verdeckten, Nicko Mc`Brains Hand die uns zuwinkte und die ganze Halle schrie nur noch „Nicko,Nicko“ Rufe und niemand achtete mehr auf FFAF. Das einzige was ich FFAF zu gute halten muss ist, dass sie bei den Maiden Rufen mit einstimmten und den Takt angaben, mehr aber auch nicht!! Jetzt folgte die schon lang von uns erwartete Umbauphase, die bestimmt 20 Minuten dauerte. Doch dann kamen die Altmeister mit Wildest Dreams auf die Bühne und Bruce Dickinson lief bestimmt schon bei diesem ersten Lied einen Marathon, denn er flitzte über die Bühne wie ein 20 jähriger, jedoch fand ich diesen Song nicht besonders gut als Opener, da gefiel mir The Wicker Man auf der letzten Tour im Jahr 2000 wesentlich besser. Doch nach einigen Liedern kam dann die erste, für mich eine super gute, Überraschung. „Can i play with Madness“. Hammergeil!!! Es hat wirklich jeder mitgesungen. Einfach super. Doch auch einige Lieder vom neuen Album wie: „ Rainmaker, Dance of Death, No More Lies, Paschendale und Journeyman“ fanden bei den Fans großen Zuspruch. Auch das Bühnenbild, das aus einem Burg Tor bestand wusste zu begeistern. Bei jedem Lied würde dann das jeweilige Cover in Übergröße in das Tor gefahren und die Performance bei Paschendale, bei dem ein Kriegsszenario mit Stacheldraht , Unifromen (Bruce hatte auch eine an), war einfach nur Güteklasse A! Natürlich brachte Fear of the Dark die Halle nochmal zum Kochen, uns wurde aber auch wirklich alles abverlangt. Natürlich kamen noch Klassiker wie: „The Number of the Beast, The Trooper, aber auch Lord of the Flies“ zum Einsatz“. Als obligatorische Zugabe kam dann noch Run to the Hills an die Reihe, bei dem eine große Scheinwerferkonstruktion immer weiter auf die Maiden Musiker von oben nach unten zufuhr und schließlich zum Schluß mit grellem weißen Licht in Richtung des Publikums gedreht wurde. Das war also das Ende eines Konzertes, von dem ich mir eigentlich mehr versprochen hatte. Das zum Beispiel Klassiker wie „2 Minutes to Midnight“ nicht gepsielt wurden fand ich sehr traurig. Dafür hätte man locker Journeyman oder etwas anderes rausfallen lassen können.
Fazit: Eine passable Vorgruppe, eine gute Hauptgruppe mit passabler Setlist, viel zu kurzer Spielzeit (etwa 92 Minuten) und sehr hohem Eintrittspreis. Das waren meiner Meinung trotz der guten Show ein paar Enttäuschungen zu viel.
Manowar+Bludgeon-Palladium Köln
Na das sollte ein Spass für mich und einen Kumpel werden. Wir würden endlich die Kings of Metal und Überposer Manowar live sehen können, was wir uns schon lange gewünscht hatten, trotz der, meiner Meinung nach, kleinen Enttäuschung von Warriors of the World, auf das man 6 Jahre gewartet hatte und das nicht annähernd an zum Beispiel Louder Than Hell rankam. Als wir in Köln am Palladium ankamen, bekamen wir den ersten großen Schreck. Es stand schon eine über 100 Meter lange Schlange vor der Halle und wartete auf den Einlass. Wir dachten, wir würden von dem was auf der Bühne passiert nichts mitbekommen, doch dem sollte nicht so sein. Während des Wartens, wurde ich sogar noch angemacht, dass ich doch nicht mit einem Blind Guardian Pullover zum Manowar Konzert kommen könnte. Man kann es halt niemandem Recht machen, obwohl ich solche Bemerkungen für überflüssig halte und man den Geschmack des Gegenüber einfach akzeptieren sollte. Nachdem sich die Tore zur Innenwelt geöffnet hatten, bekamen wir den zweiten Schreck. Ein normales Tourshirt kostete 25€. Solch hohe Preise, obwohl es bei einigen Bands noch höhere gibt, war ich nicht gewohnt. Trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen eins zu kaufen. Zu unserem großen Erstaunen schaffte wir es bis in die vierte Reihe vor der Bühne, was ich später jedoch als Nachteil erweisen sollte. Nun war es Zeit für die Vorgruppe Bludgeon. Eine Death Metal Band die kein Geringerer produziert als Joey de Maio. Ich hatte mir zur Vorsorge mal eine Mp3 runtergeladen. Da ich diese schon nicht besonders fand, erwartete ich nicht viel von dem Auftritt der besagten Band. Es sollte sich als richtig erweisen nicht zuviel erwartet zu haben, denn was Bludgeon uns hier ablieferten, war unterste Schublade. Das Set fing mit dem Lied „Smoke Screen“ an. Nach diesem besagten ersten Lied, hörte sich jedes darauf Folgende genau so an wie das Erste. Der Soundbrei verbreitete auch keine gute Stimmung unter den Zuschauern, die vor sich hingaffend und teilnahmslos vor der Bühne standen und auf alles andere achteten nur nicht auf die Band. Aus diesen oben genannten Gründen erntete Bludgeon auch dementsprechend wenig Applaus und alle waren froh als diese die Bühne verließen. Nach ziemlich langer Umbauphase und unzähligen vorbeilaufenden Besoffenen die dich anlaberten, ertönte mit ohrenbetäubendem Bass das Intro von Manowar und die Stimmung des Publikums änderte sich schlagartig. Es würde gedrückt und geschoben, was das Zeug hält. Doch als die Bandhymne „Manowar“ aus den Boxen knallte, war innerhalb von Sekundenbruchteilen die Welt untergegangen. Mit einer gewaltigen Kraft aus perfektem Sound, dem göttlichen Eric Adams vor der Band pustete uns Manowar die Haare vom Kopf. Was hier geschah war nicht mehr normal. Das hier so gepogt wurde hatte ich nicht erwartet. Man konnte son fast prügeln sagen, aber ganz so schlimm wars nun doch net. Es folgte ein Klassiker dem anderen. Brothers of Metal, Kill with Power, Kings of Metal... und das auf allerhöchstem Niveau. Eric Adams und der Rest der Band hatten einfach einen perfekten Tag erwischt und auch ein perfektes Publikum, das die Band bis zum Ende abfeierte. Bei Liedern wie Hail and Kill und Herz aus Stahl, um nur mal zwei zu nennen, kochte die Halle über und mehr als 6000 Kehlen sangen nach Leibeskräften mit. Mitten im Konzert bekam Joey dann auch noch eine Deutschstunde von einer Jungen Dame, die ihm Fragen stellte, welche er mit den passenden perversen und witzigen Antworten kommentierte oder einfach nur seinen Senf abließ wie: „Mein Schwanz ist schon hart.“ Doch all das waren kleine Fische in anbetracht der überragenden Setlist. Man spielte sogar ein mehr als 10 minütiges Arkustikset zusammengesetzt aus den Liedern Herz aus Stahl, Swords in the Wind und Master of the Wind auf das direkt Courage folgte und es wieder wild wurde. Nach der obligatorischen Harleyeinfahrt, inklusive leicht bekleideter Mädchen, folgte nun die Ansage von De Maio, dass ein Special Guest kommen würde der ein paar Bier mitzutrinken hätte. Ich hatte alles andere erwartet, doch wer da auf die Bühne kam vermochte ich zu Beginn nicht zu glauben. Es war kein geringerer als Stefan Raab in einem knallengen Lack und Leder Outfit, dass ihm überhaupt nicht stand. Er würden aus zahlreichen Mäulern lautstark ausgebuht und bekam Anfangs fast keinen Applaus, was sich jedoch änderte als er mit Manowar zusammen „Geb das Hanf frei“ und „Warriors of the World sang“, dass er jedoch zu anfangs ziemlich verhunzte. Zu guter Letzt brachte uns Herr Raab noch bei, wie man artgerecht ein Fass Bier leert und nach der Entlehrung pfefferte Herr Joey das gute Stück, nachdem Stefan gegangen war ins tosende Publikum. Nach diesem doch etwas bizarren Auftritt folgte noch 4 weitere Manowar-Kracher und man beendete das Set mit dem üblichen Basssaiten ausreißen und infernalen Gequietsche bei Black Wind, Fire and Steel.
Fazit: schwacher Support!! Dafür aber eine geile Hauptgruppe, die ihr Handwerk bestens versteht und es verdient so bejubelt zu werden.
Manowar, born to live forever more
Die Apokalyptischen Reiter+Excrementory Grindfuckers-Underground Köln
Endlich war es wieder soweit. Kurz nachdem ich gehört hatte, dass die Reiter im Underground spielen, war auch schon die passende Karte für das Spektakel besorgt und ab gings gestern nach Köln. Um knapp fünf vor sechs waren wir vor Ort und kamen in der gegenüberliegenden Metalkneipe noch in den Genuß der letzten Viertelstunde der Bundesligapartie Schalke gegen Hamburg, die für große Furore sorgte und lautstark gebrüllt wurde, als das 2:1 für Schalke fiel. Genug gewartet! Um ca 19:40 öffneten sich die „Tore“ der „Halle“. Von einer Halle darf man eigentlich garnicht nicht sprechen, da dieser Club eher einem etwas zu groß geratenen Wohnzimmer ähnelte, doch dies sollte der Stimmung keineswegs schaden. Um 20 Uhr eröffneten dann die Excrementory Grindfuckers den Abend. Zu meiner großen Verwunderung entdeckte ich auch einige Pioniere mit Shirts der Gruppe im Publikum. Denn was ich vorher von diesen Schwachmaten gehört hatte, war unter aller Kanone. Texte wie „TriTraTrullalla“, „Im Graben vor mir“ oder „Wann spielt ihr wieder richtig Grindcore“ gehörten zum Programm dieser pubertierenden Erwachsenen. Eigentlich konnte man sich über diese Gruppe nur kaputtlachen, aber wenigstens gaben sie mehr als nur einmal zu das sich ihre Musik auf unterirdischem Niveau bewegt auch die mitgebrachte Sängerin, die man kaum hörte, konnte daran nicht viel ändern. Ein Lied jedoch war ziemlich unterhaltsam. Nachdem der „Sänger“ der Grindfuckers meinte, dass er doch hier bei einer christlichen Veranstaltung sei und sie jetz den Hernn preisen wolten, kam ein undefiniertes Gebrülle, gefolgt vom clean gesungenen Refrain „Jesus du bist kacke“. Das war doch ziemlich lustig und das Publikum sang fröhlich grunzend mit. Doch leider sollte bei mir und meinen Weggefährten der Funke nicht so ganz überspringen, was wohl eindeutig am dargebotenen Schwachsinn lag. Gott sei Dank war nach gut 30 Minuten und etwa 20 Liedern (die Lieder der Grindfuckers sind im Schnitt 40 Sekunden lang) Schluss. Nach einer kurzen Umbauphase, betraten dann die ersten Reitermaniacs die Bühne, allen voran Keyboarder Dr. Pest mit Sadomaso Maske mit Stacheln, Peitsche und Eisenkette. Darauf trat der Sänger Fuchs mit einer Fackel auf die Bühne und spuckte ein paar mal Feuer in Richtung der Decke, was das eh schon kochende Underground nur noch umso mehr erhitzte, obwohl es so schon fast unerträglich warm und stickig war. Das soll aber nicht heißen dass es keinen Spass gemacht hat. Wie gewohnt fing das Set mit „Vier Reiter stehn bereit an“, das absolut brachial aus den Boxen tönte und den Sound der Vorgruppe in aller Form deklassierte. Dr. Pest stand wie gewohnt, wenn keine Keyboards von Nöten waren, regungslos hinter seinem Klimpertisch und schwang nur gelegentlich seine Lederpeitsche. Doch eins muss man ihm lassen. Keyboardspielen kann er! Nun folgte ein Hit nachdem anderen. Und jeder einzelne mit atemberaubender Agilität und Spielfreude dargeboten. Auch die angereisten Metaler gingen ordentlich mit und einige mal wurde es reichlich eng beim Pogen in der ersten Reihe. Klassiker wie „We will never die“ oder „Kleiner Wicht“, wussten die Menge ( ca. 300 Mann) regelrecht anzustachen. Besonders große Begeisterung gab es beim Lied Dschingis Khan, das mit großer Mehrheit aus dem Publikum gefordert wurde, und Fuchs seine Bandkollegen fragen musste, warum sie diesen Song einfach nicht loswerden. Ausserdem wurden uns auch einige Lieder, des heute erscheinenden neuen Albums „Samurai“ zum Besten geboten. Auch diese wussten gnadenlos zu übezeugen und fanden großen Zuspruch im Publikum. Ich kam sogar einmal in den Genuss bei „Reitermania“ das gleichnamige Wort im Refrain ins Mikrofon brüllen zu dürfen. Ein geiles Gefühl! Generell der Kontakt zum Publikum war super. Immer wieder wurde man mit einbezogen. Dadurch waren die Stimmbänder nach Krachern wie „Terra Nola“, „Unter der Asche“ oder „Metal will never die“ völlig ausgeleiert und das Gröhlen tat schon fast weh, doch es wurde eisern weitergemacht, bis zu letzten Minute. Nach rund 1,5 Stunden ließen dann die Reiter mit einer Zugabe den überaus erfolreichen Abend ausklingen und beendeten ein furioses Set. Ich beendete den Abend mit dem Kauf eines Reiter Tshirts zu einem endlich mal wieder humanen Preis von 15€! (ganz im Gegensatz zu anderen Gruppen)
Fazit: Schwachsinnige Vorguppe
Geile Hauptgruppe
We Will Never Die...
... This Is Our Song