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Schon zu Zeiten, als die Wenden die Lausitz besiedelten, wurde die Siedlungsstelle um die Spreestaustufe vor unserem Haus von einem jungen Wendenfürsten namens Wussilo bewirtschaftet. Von diesem jungen, ungestümen Mann ist eine Legende überliefert, wie sie romantischer nicht sein könnte (und wie sie dem missionarischen Eifer der Kirche in wendischer Zeit nicht besser genützt hätte!).
FÜRST WUSSILO VON SCHLEPZIG:
Vor jetzt 999 Jahren wurde Schlepzig erstmalig urkundlich erwähnt und ist damit eine der ältesten Siedlungen in Brandenburg überhaupt. 2004 können Schlepzig und seine Gäste dann das 1000-jährige Jubiläum feiern. Aber die Schlepziger wären keine richtigen Spreewälder, wenn in diesem Jahr nicht schon ausgiebig für das Dorfmillennium geübt würde.
ORIGINALTEXT DER URKUNDE
Bereits 1374 wurde unser Hof, auf dem sich die Spreewälder Privatbrauerei 1788 und der Landgasthof zum grünen Strand der Spree befinden, urkundlich erwähnt. Der damalige Lehnsmann hieß Hans Schenbub. Seine Söhn Peter und Hans übernahmen nach seinem Tod das Recht einen Eisenhammer zu betreiben.Wegen seiner Lage an einer Spreestaustufe war dort nämlich ein Eisenhammer errichtet worden, dessen weitere Geschichte sich bis in das 17. Jahrhundert verfolgen lässt. Es wurde Raseneisenerz verhüttet. Als später gehaltvolleres Erz aus Sachsen zur Verfügung stand, wurde der Hammer aufgegeben und es entwickelte sich eine Säge-, Korn- und Ölmühle daraus. 1769 brannte die Mühle wie viele anderen Gebäude in Schlepzig ab und so wurde ab 1771 zusätzlich zur wiederaufgebauten Mühle auch eine Schankwirtschaft gebaut und zwar auf der Schlacke des alten Eisenhammers.
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Karte von Schlepzig und Umgebung von 1758 mit dem Fließsystem des Unterspreewaldes |
1788 erhielt der damalige Wirt, Johann Gottlieb Streichhan, das Brenn-, Brau- und Schankrecht. Über die Familiennamen Streichhahn, Riech, Tennert und Schulz blieb die Schankwirtschaft genau 200 Jahre lang im Familienbesitz. Praktischerweise haben sogar die Brüder Tennert, Julius und Rudolf, zum Ende des letzten Jahrhunderts Mutter und Tochter Riech geheiratet.
Ob und bis wann im späteren Landgasthof zum grünen Strand der Spree je Bier gebraut worden ist, bleibt leider im Dunkel der Geschichte. Schnaps ist ausweislich einiger erhalten gebliebener Streitfallakten bis in das 19. Jahrhundert gebrannt worden.
HISTORISCE BILDERGALERIE
1991 erwarben die jetzigen Eigentümer den Gasthof und bauten ihn aus. Am 1.1.1993 wurde er eröffnet.
1997 reifte der Entschluss, wieder ein Bier aus dem Spreewald für den Spreewald brauen zu lassen. Eine ehemalige Scheune wurde zum Standort für eine kupferblitzende Gasthofbrauerei mit einer Maximalkapazität von 3000 Hektolitern Bier pro Jahr. 150 bis 200 Gäste können seit dem 1.7.1998 dem Braumeister bei der Arbeit zusehen und das Ergebnis seines Könnens gleich vor Ort verkosten.
Ab Sommer 2003 wird in der Spreewälder Feinbrand- und Spirituosenfabrik auch wieder die Tradition des Schnapsbrennens eingeführt.
Im Jahr 2004 werden wir ein Weidenhaus errichten, das dann für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung steht.

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