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Büchertipps: Panikstörung und Agoraphobie Sexualaversion, sexuelle Phobien und Paniksyndrome 3432970714 |
Schätzungen zufolge leiden heutzutage rund 15 % der Bevölkerung in zivilisierten Ländern im Laufe ihres Lebens an einer Angststörung. Rund 3% sind von der schlimmsten Form, der Pannikattake, betroffen, erklärte Hans Morschinsky, Selbstbetroffener, Psychologe und Initiator der Website www.panikattacken.at
Angst ist ein Gefühl, das wir alle kennen: Die Furcht vor der Dunkelheit, der Bammel vor Prüfungssitiationen, Panik vor dem Versagen, Angst vor der Zukunft und vor dem Älterwerden / Alt- und Hilflos werden....Normalerweise haben Gefühle der Angst eine Schutzfunktion. Normalerweise ist das Gefühl der Angst ein Alarmsignal, das vor Gefahren warnt und aktiviert: zum Kampf oder zur Flucht.
Für Hans Morschinsky ist Angst seit 2004 kein normales Gefühl mehr. Seither gibt es bestimmte Situationen, die objektiv gesehen, nicht gefährlich sind, doch in ihm lösen sie Panik aus, welche sich binnen kürzester Zeit zu einem Höhenpunkt steigert, der mit nackter Todesangst verglichen werden kann. Die begleitenden körperlichen Symtome wie Herzrasen, Atemnot, Zittern oder Schwindelgefühl verstärken die Angst. Meist hält eine Panikattake wenige Minuten an, manchesmal auch länger.
Die Ursachen für Angststörungen sind so vielfältig wie die Betroffenen selbst. Angststörung kann die Reaktion nach einem erlittenen Trauma sein, oder es kann sich um in der Kindheit erlernte Verhaltens- und Reaktionsmuster handeln, eventuell kommt auch eine genetisch bedingte Komponente dazu - häufig ist es eine Kombination aus solchen Faktoren.
Die Problematik von Pannikattaken ist, dass die Betroffenen Angst vor der Angst, Angst vor der nächsten Panikattake haben. Diese Furcht vor weiteren, nicht kontrollierbaren Attaken führt zur Vermeidung, das heißt, das die Betroffenen sich verstärkt abgrenzen, ihr Leben einschränken, um mit den Auslösern (Menschenansammlungen, Supermärkte, U-Bahnen, Liftanlagen, ...) nicht konfrontiert zu werden. Manche können nicht einmal mehr ihre Wohnung verlassen!
Als ich den Ausdruck Panikattacken im Jahre 1997 zum ersten mal hörte, hatte ich keine Ahnung was das sein könnte. Alles, was ich wusste war, dass es mir scheiße ging, dass ich andauernd das Gefühl hatte, sterben zu müssen, dass ich nicht mehr aus dem Haus konnte, zur hysterischen Hypochonderin mutierte, mich mit einer kindlichen Anhänglichkeit an meinen damaligen Freund klammerte.
Ich verstand mich selbst nicht mehr, hatte keine Ahnung was mit mir los war. Wo war die selbstbewusste Powerfrau, die immer alles ohne fremde Hilfe geschafft hatte? Sie war weg und zurück blieb ein verängstigtes und verwirrtes Kind.
Meine Panikattacken kamen aus heiteren Himmel, von einem Tag auf den anderen. Ich hatte so etwas zuvor nicht gekannt.
Meine Geschichte habe ich in einen Manuskript verarbeitet. Wer es lesen möchte, klicke hier.
Ich werde hier nicht weiter auf das Phänomen „Panikattacken“ eingehen. Es gibt bereits eine Menge guter Seiten, die das viel besser beschreiben als ich es je könnte. Für mehr Informationen empfehle ich www.google.at
1997 kam ich in eine Nervenklinik. Mein Zustand war untragbar geworden, für mich wie auch für mein Umfeld. Die Besserung kam nur langsam.
1998 fing ich an eine Selbsthilfegruppe zu besuchen, die mir trotz aller privaten Ärgernisse, die deshalb auf mich zukamen, sehr half. Ich begann auf meinen Körper zu hören, lernte meine Ängste zu akzeptieren und mich ihnen zu stellen.
Neben der Diagnose „Panikattacken“ hieß es auch, ich hätte „Borderline“. Aber das begann ich erst Jahre später zu realisieren.
Wie geht es mir heute?
Nun, die Panik wird nie vorbei gehen, denke ich. Manchmal hab ich Wochen lang nichts und dann plötzlich ist die Angst wieder da. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Mittlerweile kann ich mich in Sekunden wieder „runterholen“. Ich weiß jetzt was mir die Angst sagen will, nämlich dass es irgendwas in meinen Leben gibt, mit dem ich bewusst oder unbewusst ein Problem habe und es liegt an mir, dieses herauszufinden und auch zu lösen.
Aber eines möchte ich schon einmal loswerden....ich treibe mich seit Jahren auf vielen vielen Mailinglisten und Foren zum Thema herum...und ich habe in den letzten Jahren viele Betroffene kennengelernt und mit Erschrecken feststellen müssen, dass manche Menschen anscheinend glauben, Panikattacken seien ein Freibrief zum Nichts tun müssen.
Das sind sie durchaus nicht. Es gibt akute Phasen in denen man vielleicht nicht fähig ist bestimmte Dinge zu tun oder bestimmte Orte zu besuchen, aber Menschen, welche mir nach 10 Jahren Panikattacken erzählen, sie könnten noch immer nicht das Haus verlassen, kann ich einfach nicht ernst nehmen.
Wer geheilt werden möchte, wird das schaffen. Das ist eine Tatsache. Ich bin das beste Beispiel dafür.
Ein Dankeschön möchte ich hier meinem damaligen Freund aussprechen. Er möchte nicht genannt werden, aber ohne seiner Hilfe und Unterstützung wäre ich heute nicht da wo ich bin!
www.panik-attacken.de/mein-weg/dieter.html
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Geheimnisse enthüllen oder darüber schweigen?
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