bestof

-=BEST OF=-

 

Es gibt so vieles vom Schulz was wir geil finden...

Doch die allerbesten Sachen findet man in seiner Kategorie "Nachgefragt"... Er macht sich einen Spaß daraus, anderen leuten "dumme" Fragen zu stellen, blöde Beschwerden einzureichen etc.. sehr seriös und zum totlachen schreiben die Leute auch immerwieder zurück!

Aber lest selbst:

Der Kampf um das Dolomiti-Eis!

 

Dolomiti

 

Hier zunächst seine erste Anfrage an Langnese:

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Freunde und ich sassen vor kurzem zusammen, und plötzlich warf jemand in den Raum: "Was ist eigentlich aus dem Dolomiti Eis geworden?" Und da hab ich mal so rumgehört, aber niemand weiss was genaues.

Können Sie mir nun weiterhelfen warum es das Eis nicht mehr gibt, ob es nochmal ins Programm kommt? Wenn ja wann? Und was aus dem niedlichen kleinen Mann auf Skiern wurde, dem Dolomiti Mann?

Sollte diese Mail unbeantwortet bleiben, müßte ich die Angelegenheit auf meiner Homepage www.Schulzimania.de leider zur Chefsache erklären. Ich kann dann für nichts mehr garantieren.

Email vom 17.Juni 2001 um 3:19 am.

 

Einen Tag später kam folgende Antwort:
(am 18.06.2001 um 14.15 Uhr):
Sehr geehrter Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre e-mail und für Ihr Interesse an unserem Speiseeis-Sortiment.
Die Produktion von Dolomiti mussten wir leider einstellen.

Da wir uns nach den sich ändernden Produktwünschen der Verbraucher richten wollen sowie neuentwickelte Artikel anbieten möchten, werden in der Regel die Erzeugnisse vom Markt genommen, die in der Verbraucherakzeptanz gegenüber anderen Artikeln zurückbleiben.

Gerade im Bereich der Speiseeis-Produkte möchten die Verbraucher zu jeder Saison mit einigen Eis-Neuheiten überrascht werden. Im Gegenzuge dazu müssen wir bestehende Produkte aus dem Sortiment nehmen, da unsere Truhen- bzw. Lagerkapazitäten und die des Einzelhandels ansonsten nicht ausreichen würden. Für diese Umstände bitte ich um Verständnis.

Der kleine Dolomitiskifahrer musste seine Skier somit auch abgeben. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen jederzeit wieder gern zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen
Langnese-Iglo GmbH
ConsumerPR

Brigitte Bloßfeldt

Doch dann kam meine erneute Anfrage
(am 19.06.2001 um 21:37 Uhr):

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Frau Bloßfeldt,

Danke dass Sie auf meine mail so schnell und wirklich sehr nett geantwortet haben. Leider hat Ihre Antwort bei mir und meinen Freunden tiefe Bestürzung ausgelöst.
Sicher ist uns klar, dass das Eisgeschäft ein hartes Brot ist. Allerdings können wir die Auffassung Ihrer Firma nicht teilen. Ich will Ihnen kurz schildern warum:

Wir sind alle so um die 30 Jahre und alle haben sehr schöne Kindheitserinnerungen, die wir mit dem Dolomiti Eis in Verbindung bringen. Ich z.B. fuhr, als ich klein war, immer mit meinen Eltern an die Ostsee in den Urlaub. Und jeden Tag gab mir mein inzwischen verstorbener Vater 50 Pfennig, und ich bin dann immer schnell zum Kiosk gelaufen und hab mir dort ein Dolomiti Eis gekauft.

Ich erinnere mich z.B. immer, wenn das Dolomiti sehr kalt war, blieb erst das Papier und dann meine Zunge kleben. Liebe Frau Bloßfeldt; ich weiß noch, dass mich ihr Dolomiti Eis als Kind sehr glücklich gemacht hat und ich möchte wieder glückliche Kinder mit leuchtenden Augen sehen, die an einen Kiosk laufen und sagen: "Ein Dolomiti bitte!"

Darum wird mein Kampf weiter gehen. Ich werde auf meiner Homepage www.schulzimania.de zu diesem Zweck ein Forum einrichten, und Ihnen beweisen, dass es sehr viele Menschen gibt, die auch so denken wie ich.

Jetzt noch eine Frage: Wie groß muss die Verbraucherakzeptanz sein, dass der Dolomitimann wieder auf seine Skier kommt?

Herzlichen Dank
Ihr Frank Schulz


Wieder einen Tag später kam folgende Antwort:
(am 20.06.2001 um 14.26 Uhr):
Sehr geehrter Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Es freut uns sehr, dass Sie ein so großer Fan unseres Dolomiti sind und sogar ein Forum im Internet einrichten wollen. Deshalb möchte ich zu Ihrer Anfrage gern nochmals Stellung nehmen:

Nachdem wir 1994 das Langnese Dolomiti Eis wieder eingeführt hatten, zeigte sich, dass diese "alten" Eissorte nicht so beliebt war wie erwartet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Verbraucher die Eissorte als sehr lecker in Erinnerung hatten, sich aber Ihr Geschmack geändert hat und sie andere Langnese Eisprodukte bevorzugten. Die Konsequenz war, dass wir Dolomiti schon 1995 wieder aus unserem Sortiment nehmen mußten.

In Befragungen werden wir immer wieder überprüfen, ob die Mehrheit der deutschen Verbraucher Interesse an den alten Eissorten hat, so dass nicht auszuschließen ist, dass wir in Zukunft ein Langnese Eis von früher wieder aufleben lassen - so wie in diesem Jahr den Flutschfinger und den Braunen Bär.

Ich hoffe, Sie auch weiterhin zum großen Kreis zufriedener Langnese-Iglo Kunden zählen zu dürfen und wünsche Ihnen eine genußvolle Eissaison 2001!

Mit herzlichen Grüßen
Langnese-Iglo GmbH
ConsumerPR

Helga Reimers

 

Dann fuhr ich erst einmal in Urlaub, um neue Kraft zu tanken, für meinen Kampf (das hat jetzt nichts damit zu tun!) ums Dolomitieis.

Während meines Urlaubs las ich folgendes ...

Das Dolomitieis sollte wieder zurückkehren!

Ich habe dann mal wieder bei Langnese nachgefragt:

Sehr geehrte Frau Bloßfeldt, sehr geehrte Frau Reimers, liebes Langnese-Team,

vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum Sie so lange nichts mehr von mir und meinen Anfragen bezüglich des Dolomitieises gehört haben?

Falls es Sie interessiert - Ich war im Urlaub!

Quelle: BUNTE Nr. 28 vom 05.07.2001

Und dann liege ich da im Stuhl am Pool, trinke meinen kühlen Pina-Colada und verzehre ein Eis - natürlich von Langnese (gibt es ja auch in Spanien) und lese die BUNTE (Nr. 28 vom 05.07.2001).

Und was lese ich auf Seite 8 unter Lebensart?

IN - Eis am Stiel - Nach dem Comeback von "Brauner Bär" gibt's jetzt auch "Dolomiti" und "Flutschfinger" wieder. Nostalgie-Lutsch.

Sie können sich nicht meine Freude vorstellen!

Sofort nachdem ich aus dem Flieger gestiegen bin, bin ich von Kühltruhe zu Kühltruhe gelaufen und habe es nicht gefunden!

Nun zu meiner Frage: Wann wird unser geliebtes Dolomitieis denn endlich wieder erhältlich sein und der Dolomitimann wieder auf seine Skier kommen?

Mit freundlichen Grüssen
Frank Schulz

 

Es kam folgende Antwort:

(am Donnerstag, den 26.07.2001 um 16.38 Uhr):

Sehr geehrter Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre e-mail.

Ich hoffe, Sie haben sich in Ihrem Urlaub gut erholt. Leider kann ich Ihnen bezüglich des Dolomiteises keine positive Nachricht geben. Diese Eissorte ist - im Gegensatz zum Flutschfinger und Braunen Bär - noch nicht wieder ins Langnese-Sortiment aufgenommen worden. Gern leite ich jedoch Ihren Wunsch nach einem Revival dieser Sorte an die zuständige Abteilung im Hause weiter.

Ich bedaure sehr, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.
Mit herzlichen Grüßen
Langnese-Iglo GmbH
ConsumerPR
Helga Reimers

Meine Nachfrage bei der BUNTE:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bunte Menschen (tolles Wortspiel)

In ihrer Ausgabe Nr. 28 vom 5.7.2001 berichten Sie in ihrer Rubrik Spectator in der Unterrubrik Lebensart folgendes In: Eis am Stiel Nach dem Comeback von "Brauner Bär" gibt´s jetzt auch "DOLOMITI" und "Flutschfinger" wieder. Nostalgie-Lutsch.

Ich will Ihnen kurz schildern warum mich ihr Bericht so trifft. Ich habe auf meiner Homepage www.Schulzimania.de , es mir zur Aufgabe gemacht Langnese dazu zu bewegen das DOLOMITI-Eis wieder in ihr Programm aufzunehmen. Allerdings weigern Sie sich hartnäckig.

Viele Briefe wurden zwischen mir und Langnese hin und hergeschrieben, und diese Briefe hab ich dann auch alle auf meine Homepage gesetzt. Und so dauerte es nicht lange bis sich mehr Menschen für diesem Kampf interessierten. Wildfremde Menschen schrieben mir ihre Kindheitserinnerungen und schwelkten in Nostalgie. So wurden es immer mehr und irgendwie fühlte ich mich verantwortlich für diese Menschen und ihre Erinnerungen.

Und dann kam ihr Artikel, wir glauten wir wären am Ziel und Langnese hätte aufgegeben. Ich setze Ihren Artikel auf meine Homepage und bekam viele Mails von Leuten die sich freuten. Aber ich wollte es offiziell haben und schrieb, so dachte ich den letzen Brief an Langnese, und Sie werden es nicht glauben sie schrieben mir dass das alles eine Zeitungsente wäre und sie nicht geneigt wären dem Dolomiti-Mann wieder auf die Skier zu bringen.

Liebe Mitarbeiter der Bunten, was soll ich meinen Mitstreitern jetzt sagen, ich habe von ihnen und ihrer Zeitung ja eine hohe Meinung und lese sie immer, aber was soll ich nun sagen, soll ich sagen die sind zu doof eine Geschichte nachzuprüfen? Oder besser Langnese hat den Burda-Konzern belogen? Ich weiß es wirklich nicht. Könnten sie vielleicht in einem Brief sich für diesen Fehler bei uns entschuldigen? Oder uns gar unterstützen bei unserem Kampf?!

Ich hoffe bald von Ihnen zu hören
Ihr Frank Schulz

 

 

Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten!

Tomaten auf den Augen? Die gehören doch in den Salat!

Am Samstag, den 16.02.2002 um 17:14 Uhr, gab es beim Spiel 1.FC St. Pauli gegen Bayer 04 Leverkusen eine sehr umstrittene Situation in der 90. Minute: Das Spiel ging daraufhin 2 : 2 aus.

Aber viel schlimmer: Ich habe beim ODDSET durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters verloren. Daher habe ich dann mal beim DFB nachgefragt.

 

 

 

 

 

 

Von: Schulzimania@t-online.de
An: info@dfb.de
Betreff: Beschwerde über Handspiel das keins war
Datum: Montag, 18. Februar 2002 18:21

Sehr geehrte Damen + Herren,
Liebe Mitarbeiter des DFB !!

Ich habe seit Jahren Spaß am Fußballsport, und habe in jungen Jahren selbst gerne einmal gegen das runde Leder getreten, aber was ich am Samstag erleben mußte lässt mich doch sehr zweifeln. Sie wissen wahrscheinlich schon was ich meine: 17.14 Uhr, Stadion "Am Millerntor", Elfmeter wegen Handspiel (????). Sie wie auch ich wissen das dieses Handspiel kein Handspiel war. Oddset

Soweit wäre das ja immernoch nicht schlimm, wenn ich nicht einen Oddset-Wettschein in der Tasche gehabt hätte, der nun leider nicht gewonnen hat. Zur Verdeutlichung darf ich Ihnen das mal kurz vorrechnen: 4 Tipps a 2,50 Euro = 10,50 Euro Gesamteinsatz. Hätte es nun nicht diese Fehlentscheidung Ihres Schiedsrichters gegeben, hätte ich heute 12,63 Euro an der Lottobude abholen können. Um es ganz kurz und hart zu sagen, Ihr Schiedsrichter hat mich um 12,63 Euro beschissen.

Nun werden Sie sicher sagen Tatsachenentscheidung ist Tatsachenentscheidung, allerdings geb ich nun folgendes zu bedenken: Wenn ein Profifußballer wie der Spieler Held aus 2 Metern abzieht und einen anderen Spieler voll ins Gesicht trifft, dann würde jeder mit der Hand zucken (natürlicher Selbstschutz). Nur wahrscheinlich nicht Ihr Schiedsrichter Jansen. Aber ich mache Ihnen keinen Vorwurf aus der Sache, nein ich möchte Ihnen sogar mehrere Schlichtungsvorschläge unterbreiten und schon ist die Sache für mich erledigt:

  1. Ich bekomme von Ihnen (oder Herrn Jansen) 12.63 Euro!!!

  2. Sie (der DFB) korrigieren das Ergebnis auf 1:2 für Leverkusen.

  3. Ein Bundesligaspieler meiner Wahl darf Herrn Jansen einen Ball aus 2 Metern Entfernung mal in die Knabberleiste schießen (mal sehen ob er den Ball versucht mit der Hand abzuwehren)

  4. Herr Jansen schreibt mir einen netten Brief, dass Ihm diese Fehlentscheidung sehr leid tut. (Das würde mich bestimmt glücklich machen)

Sollte keiner dieser Punkte Beachtung finde, ja nicht mal vom DFB eine Erklärung kommen müste ich die Sache auf meiner Homepage www.schulzimania.de wohl zur Chefsache erklären.

Aber trotz allem schöne Grüße
Ihr Frank Schulz

Fussballbunddieses vertrackte Spiel!
Von: info@dfb.de
An: Schulzimania@t-online.de
Betreff: AW: Beschwerde über Handspiel das keins war
Datum: Dienstag, 19. Februar 2002 17:10

DFB-Pressestelle schrieb:

Lieber Frank Schulz,

vielen Dank für Ihr Schreiben zum Thema "Schiedsrichter-Leistungen". Nach jedem Pflichtspiel werden die Schiedsrichter-Leistungen heiß diskutiert, wird im Fernsehen mittels Zeitlupe und verschiedenen Perspektiven gezeigt, was der Schiedsrichter womöglich falsch gemacht haben könnte.

Die unzähligen Szenen, in denen der Unparteiische während des Spiels richtig gelegen hat, gehen im Gegenzug meist unter - auch wenn die Quote der richtigen Entscheidungen im Regelfall weit über 90 Prozent liegt. Und Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht auch schon mal eine Schiedsrichter-Leistung durch die "Vereinsbrille" gesehen und beurteilt? Und wer von uns ist so fehlerfrei, dass er nicht auch im Bruchteil einer Sekunde auf dem Spielfeld eine falsche Entscheidung treffen könnte?

Jürgen Jansen

Unsere Schiedsrichter jedenfalls sind auch nur Menschen, und auch sie machen mal einen Fehler. Aber glauben Sie uns bitte: Es sind die Schiedsrichter selbst, die sich kolossal über sich selbst ärgern, wenn Sie im Nachhinein am Fernseher erkennen müssen, dass sie versehentlich falsch entschieden haben. Denn keiner von ihnen macht einen Fehler gerne und schon gar nicht extra - keiner von ihnen pfeift absichtlich gegen irgendeinen Verein!

Die gelegentlich geäußerte Vermutung, die Schiedsrichter täten dies - womöglich gar noch auf "Anordnung" des DFB, um angeblich missliebigen Vereinen zu schaden - entbehrt jeglicher Grundlage. Zudem zeigen die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, dass jeder Verein im Laufe einer Spielzeit mal von einer vermeintlichen Fehlentscheidung profitiert, mal durch sie benachteiligt wird, was sich im Laufe einer kompletten Saison im Regelfall wieder ausgleicht.

Einzelne Fehler verfolgen die Unparteiischen oft tagelang, auch wenn sie sonst alles richtig gemacht haben ... Und jeder Schiedsrichter im Profibereich wird von der Tribüne aus kritisch von einem neutralen Schiedsrichter-Beobachter, einem früheren Spitzen-Schiedsrichter, beurteilt und bewertet und muss sich so ständig wieder neu für weitere Einsätze qualifizieren.

Es sind aber auch unsere Schiedsrichter, die international ein sehr hohes Ansehen genießen. Die Ausbildung der deutschen Schiedsrichter gilt sowohl in UEFA-Kreisen als auch bei der FIFA als mustergültig. Immer wieder werden die deutschen Schiedsrichter deshalb von UEFA oder FIFA zu internationalen Spielen eingeladen. Dabei handelt es sich oftmals um absolute Spitzenpartien, für die die deutschen Schiedsrichter eingesetzt werden.

Fußball ist ein emotionaler Sport - dazu gehören auch die Diskussionen über die Schiedsrichter-Leistungen. Daran würde auch die Einführung eines Profi-Schiedsrichters nichts ändern, da dieser genauso Fehler machen kann. Abgesehen davon sind unsere Schiedsrichter bereits auf einem höchst professionellen Niveau tätig sind, ohne den Beruf "Schiedsrichter" auszuüben. Und selbst die Fernsehkamera kann nicht garantieren, dass sie wirklich jeden Fehler sieht und aufdecken kann - die meisten strittigen Szenen werden von verschiedenen "Experten" oft unterschiedlich interpretiert. Deshalb ist die für die weltweiten Regeln zuständige FIFA auch gegen die Einführung eines Videobeweises für strittige Situationen, zumal der Fußball dadurch sicherlich ein Stück Emotion und Diskussionsstoff für die Fans einbüßen würde.

Lieber Fußballfan, seien Sie bitte deshalb bei aller Vereinsliebe so fair, dass Sie auch ein wenig Verständnis für den 23. Mann aufbringen - denn ohne ihn geht es nicht. Haben Sie bitte auch Verständnis dafür, dass wir aufgrund der Fülle an Mails keine einzelnen Schiedsrichter-Leistungen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge im Dialog mit jedem einzelnen Fan ausdiskutieren können - dafür würden Zeitfenster und Menpower auch gar nicht ausreichen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt

Ihre DFB-Pressestelle

 

Von: schulzimania@t-online.de
An: info@westlotto.de
Betreff: Oddset
Datum: Mittwoch, 20. Februar 2002 17:57

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es geht mir um das Spiel FC St.Pauli gegen Levenkusen am 16.02.02. Ich hatte morgens einen Oddset-Schein abgegeben und hätte auch gewonnen wenn nicht eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters alle meine Träume zunichte gemacht hätte.

Oddset

Ich habe daraufhin vorgestern Beschwerde beim DFB eingelegt - allerdings zicken die noch etwas rum. Jetzt aber mal zu meinem Anliegen denn Sie müssen mir da mal helfen da ich einige Fragen habe:

  1. Falls meine Beschwerde angenommen wird und das Tor aberkannt würde, was würde dann passieren? Im Grunde wäre das Spiel ja dann wieder 1:2 zu werten. Hab ich da recht? (Die Frau an der Lottobude war hier völlig überfragt)

  2. Müsste ich in so einem Falle dann meinen ODDSET-Schein behalten?

  3. Ich bin ja nun sicher kein Einzelfall könnten sie mir wohl eine Anzahl derer geben die auf das Spiel auch 2 gesetzt haben, denn evtl. könnte ich dann dem DFB vorrechnen das es hier doch um viel Geld geht.

  4. Würde mich eine Stellungnahme von Ihnen sehr freuen da ich diese Angelegenheit auch auf meine Homepage www.schulzimania.de gesetzt hab und sie dort sehr hefig diskutiert wird.

Danke für Ihre Mühe im voraus.

Tooor

 

 

Von: schulzimania@t-online.de
An: info@bayer04.de
Betreff: Spiel gegen St.Pauli am 16.02.2002
Datum: Mittwoch, 20. Februar 2002 18:35

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es geht mir um ihr Spiel vom Samstag, 16.02.02 gegen den FC St. Pauli und die sich daraus ergebenen Probleme der Fehlentscheidung des Schiedsrichters Jansen wegen des Handelfmeters in letzter Min.

Ich will es ihnen kurz erklären: Am 16.02.02 habe ich morgens einen ODDSET-Schein in der Lottobude abgegeben, in dem ich Ihrern Verein als Sieger getippt habe. Das lief ja auch ganz vorzüglich bis zu besagter Stelle des Spiels. Nun hab ich allerdings verloren nicht nur den Einsatz von 10,50 Euro nein nun auch den Gewinn, insgesamt 12,63 Euro.

Ich habe daraufhin eine Beschwerde beim DFB eingelegt. Leider habe ich die Befürchtung dass mich allerdings die hohen Herrn des DFB nicht recht Ernst genommen haben, denn einen Tag später (gestern) erhielt ich Nachricht das sich der DFB nicht gewogen fühlt mit seinen Fans Schiedsrichterentscheidungen zu diskutieren, geschweige denn mir den durch Ihnen zugefügten finanzellen Schaden zu erstatten.

Ich fasse zusammen: Ihrem Verein und mir sind durch diese Fehlentscheidung erhebliche Einbußen entstanden. (Und Ihnen wahrscheinlich mehr wie mir) Nun meine Frage: Hat ihr Verein selbst beschwerde beim DFB eingereicht, denn ihnen werden Die ja wohl besser zuhören wie mir, und wenn ja mit welchem Ergebnis? Für eine Stellungnahme Ihrerseits wär ich sehr dankbar da diese Angelegenheit auf meiner Homepage www.schulzimania.de mittlerweile heiß diskutiert wird.

Danke im voraus

Ihr Frank Schulz

 

Mit dem zweiten sieht man besser 2DF - mit dem zweiten - sieht man besser ...

 

 

Diskrimierend oder nicht?
An: info@zdf.de
Gesendet: Freitag, 1. Februar 2002 17:50
Betreff: Einige Fragen





Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit Bestürzung habe ich festgestellt das Sie mit ihrer Werbung:
"Mit dem zweiten sieht man besser" die Gefühle, wenn auch sicherlich unbeabsichtigt, von Sehbehinderten Menschen verletzen. Ich will ihnen das kurz erklären:

Stellen Sie sich bitte folgendes vor: Sie hätten durch einen Unfall ein Auge verloren, und machen den Fernseher an (denn das Programm finazieren sie ja auch durch Ihre Rundfunkgebühren) und das einzige was sie sehenist ein Mann (oder eine Frau) die sagt: "Mit dem zweiten sieht man besser". Na was würden Sie dann wohl fühlen?

Hier wird meiner Meinung nach auf Kosten der Gefühle behinderter Menschen versucht Quote zumachen. Und das wo sich grade Ihr Sender so für behinderte Menschen mit Ihrer "Aktion Mensch" einsetzt. Aber mit Wum + Wendelin ging wohl auch das Feingefühl. Und wo wir grade von Wum + Wendelin sprechen : Warum sind die eigentlich verstaubt (wie ich heute in der Bild-Zeitung lesen musste).

Also ich hab die beiden drolligen Figuren immer sehr gern gesehen, aber damals dachte man ja auch noch an seine Mitmenschen und nicht nur an kommerzielle Sorgen. So nun hab ich viel erzählt aber nun mal zu meinen 2 Fragen: Wird dieser verantwortungslose Werbespot in absehbarer Zeit wieder im Archiv versinken? (was ich persönlich sehr begrüßen würde) und Was um alles in der Welt müßte wohl passieren das Wum und Wendelin von ihren herzlosen Programmgestaltern wieder vom Tierheim auf ihr Sofa kommen.

Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar !!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Frank Schulz

Betreff: AW: Mit dem Zweiten sieht man besser: Sehbehinderung (fwd)
Datum: Sonntag, 3. Februar 2002 13:17

Sehr geehrter Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre erneute E-Mail an das ZDF.

"Mit dem Zweiten sieht man besser" greift in eindeutiger Weise den Sendernamen "Zweites Deutsches Fernsehen" auf. Diese Botschaft, dass man mit dem ZDF "besser sieht", transportiert den Anspruch des ZDF, ein qualitatives und besseres Programm als andere Anbieter zu haben. Sämtliche Umfragen und Marktforschungen zeigen uns, dass diese Botschaft so und nicht anders wahrgenommen und verstanden wird.

Die Verbindung zum ZDF wird zudem unterstrichen durch die ZDF-Persönlichkeit im Bild, die das ZDF als Gestalter eines Fernsehprogramms repräsentiert und die durch das Verdecken eines Auges ihren Fernsehfavoriten, das Zweite nämlich, zu erkennen gibt. Ein Bezug zu Sehbehinderung wird von uns weder thematisiert noch nahegelegt.

Wir halten es für keinen diskriminierenden Vorgang, durch das kurze Verdecken eines Auges und den Verweis auf das ZWEITE Deutsche FernSEHEN für unser Programm Werbung zu machen. Wir können auch an ähnlichen Kampagnen wie z.B. dem Aufruf "Augen auf im Straßenverkehr" keine Diskriminierung erkennen; es sei denn, Sie würden die offensichtliche Bildhaftigkeit dieser Aussagen negieren wollen.

Selbstverständlich haben wir uns viele Gedanken darüber gemacht, ob Wum und Wendelin Bestandteil der Sendung "Der große Preis" werden sollen oder nicht. In intensiven sogenannten Sendungstests vor der Ausstrahlung der ersten Sendung mussten wir jedoch feststellen, dass die große Mehrzahl die Figuren als antiquiert und nicht mehr passend empfindet.

Die Erinnerung an die Spots ist nostalgisch verklärt; doch wer die Episoden in heutiger Zeit und im Rahmen der zeitgemäß gestalteten Sendung (wieder) sieht, empfindet allein schon die Figuren als veraltet. Eine 1:1-Übernahme verlief daher in den Sendungstest eher enttäuschend, eine Modernisierung der Figuren (wie es beispielsweise bei unseren Mainzelmännchen alle paar Jahre geschieht) ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Dött
ZDF Mainz
HA Kommunikation

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